Moser rechnet mit Untersuchung zur Telekom bis Ostern
Der U-Ausschuss zu den diversen Korruptionsaffären wird sich allein mit der Causa Telekom wahrscheinlich bis Ostern, also bis zur ersten Aprilhälfte, beschäftigen - davon geht die Vorsitzende Gabriela Moser (Grüne) derzeit aus.
Bis dahin will das Gremium mehrere Subaffären mithilfe von Zeugen beleuchten: Zuerst die mögliche Beeinflussung der Universaldienstverordnung unter dem für die Telekom zuständigen Verkehrsminister Hubert Gorbach. Der ehemalige BZÖ-Mann ist für den 1. Februar geladen. Danach stehen die fragwürdigen Kurssprünge an der Wiener Börse am Programm, im Zuge derer Telekom-Manager Bonuszahlungen in der Höhe von neun Millionen Euro kassiert haben sollen. Als Drittes werden die Auslandsakquisitionen des ehemaligen Monopolisten unter die Lupe genommen. Und zuguterletzt schaut sich der U-Ausschuss die Beraterverträge der Telekom samt Gegenleistungen an - von 1997 bis 2009 soll allein der Lobbyist Peter Hochegger von der Telekom 38 Millionen Euro erhalten haben.
Insgesamt rechnet Moser damit, dass der U-Ausschuss ein Jahr lang arbeitet. Nach Ostern ist der Fall Buwog dran. (nw, DER STANDARD; Printausgabe, 27.1.2012)