Soziologie

Füge Freunde hinzu

26. Jänner 2012, 18:51
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    foto: coren apicella

    Eine Hadza-Frau wählt beim Offline- Facebooken ihre Freunde aus.

Moderne Netzwerke wie Facebook, Twitter und Google+ funktionieren nach ähnlichen Kriterien wie soziale Geflechte bei Jäger-und-Sammler-Gemeinschaften

Cambridge/London - Wer in einem der sozialen Netzwerke wie Facebook, Twitter, Diaspora und Google+ vertreten ist, kann sich erstmals sicher sein, dass sein "Freundschaftsnetz" nicht eine Erfindung des Internet-Zeitalters ist. Uralte Jäger-und-Sammler-Gemeinschaften suchen sich ihre Freunde schon längst nach ähnlichen, wenn auch nicht in allen Bereichen vergleichbaren Kriterien. Das berichten Forscher, die die Beziehungen in der isolierten Volksgruppe der Hadza in Tansania untersucht hatten.

Das Team um Nicholas Christakis von der Harvard Universität schrieb im Fachmagazin "Nature", Freundschaften seien eine ungewöhnliche Eigenheit des Menschen, verglichen mit den Beziehungen anderer Lebewesen untereinander. Sie dauerten oft lange an und hätten mit der Zeugung von Nachkommen zumindest direkt nichts zu tun.

Die Wissenschafter machten zwei Tests mit 205 Männern und Frauen aus 17 Siedlungen der Hadza - Jägern und Sammlern, die als Nomaden in der Gegend um den Eyasisee leben. Sie wurden gefragt, wen sie gerne als Nachbarn hätten. Dazu wurden ihnen Fotobögen mit Gesichtern gezeigt. Frauen wählten im Durchschnitt sechs Wunschnachbarn aus, Männer im Mittel sieben.

Darüber hinaus sollten sie - in einer Art Spiel und anonym - drei Honiggeschenke an andere Hadza machen. Sie konnten dabei den Honig auf drei Menschen verteilen oder die gesamte Menge einer Person schenken. Honig gilt bei den Hadza als beliebtestes Nahrungsmittel, erläutern die Autoren. Mehrere Ähnlichkeiten mit modernen Netzwerken zeigten sich: So unterschied sich die Zahl der jeweiligen Freunde.

War ein Mensch befreundet mit zwei weiteren, so war die Wahrscheinlichkeit hoch, dass diese beiden auch gut miteinander auskamen. Beliebte Mitglieder hatten Beziehungen zu anderen beliebten Menschen. Außerdem gab es eine Vorliebe für Menschen, die einander in ihrem Wesen ähnelten. Die Forscher verglichen ihre Ergebnisse mit sozialen Netzwerken von Jugendlichen in den USA und von erwachsenen Dorfeinwohnern in Honduras. Auch wenn nicht alle Parameter vergleichbar seien, ähnelten sich auch dort die Beziehungsmuster. (APA/red, DER STANDARD, Printausgabe, 27.1.2012)

her wig
00
27.1.2012, 14:33

Ein Vergleich mit Affengesellschaften wäre interessanter...

So Nina
00
27.1.2012, 13:45
...und?

..wurde dort auch gemobbt wie im Netz?

andi wu
00
27.1.2012, 13:36
wtf?

Bitte nehmen Sie die Überschrift "Soziologie" weg! Dieser Artikel enthält außerdem keinerlei interessanten Informationen und ist ein schwacher Artikel über eine dubiose Studie.

Der Waehlerwille
 
14
27.1.2012, 10:35
Nau .. Überaschung ..

Menschen verhalten sich in allen Lagen .. wie Menschen sich eben verhalten.

Supa!

Hermine Berg
 
11
27.1.2012, 10:04
wow, freundschaften hat es vor facebook schon gegeben?

das ist echt eine sensation!

MynniaIgnea
21
26.1.2012, 20:31
Bei science.orf.at hab ichs mir noch gedacht, aber wenn der Standard das auch abschreibt...

http://27.media.tumblr.com/tumblr_lx... o2_500.png

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