Berlin/Wien - Großbriefe, also Zeitschriften und Kuverts im A4-Format, sollen in fünf Sortierzentren der österreichischen Post ab Sommer 2012 schneller und umweltfreundlicher geordnet und transportiert werden. Das Unternehmen hat bei Siemens sechs Großbriefsortiermaschinen vom Typ Open Mail Handling System (OMS) bestellt.
Je eine Anlage wird in Graz, Linz, Salzburg und Hall installiert, zwei kommen nach Wien. Anstatt eines Barcodes erhalten alle Poststücke bei den neuen Maschinen einen sogenannten "Fingerprint" - einen elektronischen Fingerabdruck, der Merkmale wie Briefmarke, Adresse und Absender digital erfasst.
"Das spart die wenig umweltschonende Tinte auf den Barcodes, außerdem ist die Treffergenauigkeit höher", erklärt Stefan Keh von Siemens. Da die neuen Sortieranlagen schneller arbeiten, können pro Stunde nicht mehr 10.000, sondern bis zu 15.500 Sendungen verarbeitet werden. In Deutschland gibt es schon 85 dieser Anlagen. Österreich ist das zweite Land, das sich damit von Siemens beliefern lässt. (bau, DER STANDARD; Print-Ausgabe, 27.1.2012)