Terrier-Rollen künftig für Bruder Dash - Weitere Projekte: Dramen über Künstler und den Beginn der AIDS-Epidemie sowie eine neue Verfilmung nach Stephenie Meyer
Los Angeles -
Am Höhepunkt seiner Karriere zieht sich Hund Uggie, der durch seinen
Einsatz im zehnfach Oscar-nominierten Stummfilm "The Artist" berühmt
geworden ist, aus dem Filmgeschäft zurück. Der zehnjährige Jack
Russell Terrier, der auch neben Christoph Waltz als
Hündchen Queenie in "Wasser für die Elefanten" zu sehen ist, sei in dem Alter, wo er "einfach nur in der Sonne am
Pool liegen will", sagte seine Trainerin Sarah Clifford dem
"Hollywood Reporter". Altersbedingt werde er "ein wenig
langsamer", 15-Stunden-Tage
wie zuletzt am "The Artist"-Set sollen ihm nicht mehr zugemutet werden. In Kurzfilmen und Werbungen werde Uggie weiter eingesetzt, sein
Bruder Dash soll seinen Platz in der Filmbranche einnehmen.
Einen großen Auftritt wird Uggie jedoch noch haben: Nachdem er seinen Co-Darstellern bereits bei den Golden
Globes die Show gestohlen hat, wird er auch bei der Oscar-Verleihung
am 26. Februar in Hollywood anwesend sein.
Ob Uggie zuvor eine Auszeichnung
zuteil wird, entscheidet sich am 13. Februar. Dann gehen in Los
Angeles erstmals die "Golden Collar Awards", die Film- und
Fernsehpreise für Hunde, über die Bühne. Uggie ist gleich doppelt nominiert - für "The Artist" und "Wasser
für die Elefanten" - und trifft u.a. auf Cosmo aus "Beginners".
"Big Eyes"
Reese Witherspoon und Ryan Reynolds werden die
Hauptrollen in "Big Eyes" übernehmen. Wie
"Variety" berichtet, steht Tim Burton als Produzent hinter der
Filmbiografie über das Künstlerehepaar Margaret und Walter Keane. Für
das Skript und die Regie sind Scott Alexander und Larry Karaszewski
verantwortlich, die mit Burton zuvor "Ed Wood" auf die Leinwand
brachten.
Die Lebensgeschichte der Maler liefert reichlich Stoff für einen
spannenden Film. In den 1960er Jahren wurden die beiden mit ihren
Gemälden von großäugigen Frauen und Kindern zu Pop-Art-Stars. Im
Dunkeln blieb zunächst, dass Margret Keane die Bilder malte und
eigentlich den Ruhm verdiente, den ihr Mann mit Charme und
Selbstvermarktungstalent für sich beanspruchte. Das Paar ließ sich
später scheiden, sie zog vor Gericht, um die Rechte an ihren Werken
zu erhalten. Die Dreharbeiten sollen im Frühjahr beginnen.
"The Normal Heart"
Julia Roberts und Regisseur
Ryan Murphy, die zuletzt die Bestsellerverfilmung "Eat Pray Love"
drehten, gehen das nächste gemeinsame Projekt an. Zusammen mit Alec
Baldwin, Mark Ruffalo, Matt Bomer und Jim Parsons dreht Roberts unter
Murphys Regie den Film "The Normal Heart", berichtet der "Hollywood
Reporter". Vorlage ist das gleichnamige Theaterstück des Autors und
Aids-Aktivisten Larry Kramer, das von den Anfängen der Aids-Epidemie
in den 1980er Jahren in New York handelt.
Bei der Vergabe der Tony-Awards im vergangenen Jahr gewann "The
Normal Heart" drei Trophäen, darunter eine für Ellen Barkin, die als
Ärztin im Rollstuhl ihr Broadway-Debüt gab. Diese Rolle übernimmt nun
Roberts vor der Filmkamera. Ruffalo spielt einen Aids-Aktivisten,
Baldwin seinen homophoben Bruder. Brad Pitt steht mit seiner Firma
Plan B als Produzent hinter dem Projekt.
"The Host"
Für die Verfilmung des Buches "The Host"
(auf Deutsch: "Seelen") von "Twilight"-Autorin Stephenie Meyer sind
weitere Schauspieler dazugekommen. Saoirse Ronan und Jake Abel ("In
meinem Himmel") und Max Irons ("Red Riding Hood") stehen schon seit
einer Weile als Hauptdarsteller fest, Diane Kruger ("Inglorious
Basterds") soll eine Nebenrolle erhalten. Der junge Nachwuchsstar
Chandler Canterbury ("Knowing") und Model Boyd Holbrook ("Milk")
würden derzeit um weitere Parts verhandelt, berichtet "Variety". Die
Regie übernimmt Andrew Niccol, der zuletzt den
Science-Fiction-Thriller "In Time - Deine Zeit läuft ab" mit Amanda
Seyfried und Justin Timberlake drehte.
Der Fantasy-Roman "Seelen" dreht sich um leidenschaftliche Liebe
zwischen Menschen und Außerirdischen - erzählt aus der Perspektive
einer Seele namens Wanda. Sie bekommt es mit einer störrischen jungen
Frau (Ronan) zu tun, die ihren Eigensinn nicht aufgibt, obwohl Wanda
von ihrem Körper Besitz ergriffen hat. Die Dreharbeiten sollen noch
in diesem Monat in den US-Staaten Louisiana und New Mexico anlaufen.
Im März 2013 soll der Streifen in die US-Kinos kommen.
"Lovelace"
Demi Moore, die Mitte November einen Schlussstrich unter ihre Ehe mit
Ashton Kutcher gezogen hatte, hat sich nach Angaben
ihres Sprechers wegen "Erschöpfung" in Behandlung begeben. Mitgeteilt wurde auch, dass Moore nicht länger am Hollywoodfilm "Lovelace"
mitarbeite. Die Schauspielerin sollte in der Biografie der
Porno-Darstellerin Linda Lovelace die Rolle der engagierten
Feministin Gloria Steinem übernehmen. (APA)