Haushaltsgeräte

Miele hat keine Krisenangst

26. Jänner 2012, 14:26

Österreich-Umsatz wuchs 2011 um knapp drei Prozent auf 195 Millionen Euro, für 2012 ist man "verhalten optimistisch"

Wien - Beim deutschen Haushaltsgerätehersteller Miele hat man keine Angst, aufgrund der krisenbedingten Konsumeintrübung und zunehmender Billigware aus Taiwan irgendwann vom Markt zu verschwinden. "Wir haben uns vier Generationen in allen Krisen behauptet und werden auch diese schaffen", gab sich Reinhard Zinkann, geschäftsführender Gesellschafter der Miele-Gruppe, am Donnerstag in Wien zuversichtlich.

Für 2012 sei er "verhalten optimistisch", man könne in keine Glaskugel blicken. Über einen Rückzug aus Problemländern wie Spanien, Griechenland oder Portugal denke man aber nicht nach. "Wenn wir einmal auf einem Markt sind, bleiben wir da."

Das Geschäftsjahr 2010/11 (per Ende Juni) sei eines "mit Höhen und Tiefen" gewesen, sagte Markus Miele, der das Familienunternehmen neben Zinkann vertritt. Es habe zwar "Problemfelder auf der Landkarte" gegeben, die aber durch Länder, in denen es gut lief, aufgefangen werden konnten. Der Gruppen-Umsatz wuchs um 4 Prozent auf 2,95 Mrd. Euro. Ergebniszahlen gibt Miele nicht bekannt. In Österreich stieg der Umsatz im vergangenen Jahr (Jänner bis Dezember) um knapp 3 Prozent auf 195 Mio. Euro - "und das in einem stagnierenden Markt", wie Österreich-Geschäftsführer Martin Melzer einräumte.

"Galerie" Nummer 2

Heute wird der Haushaltsgerätehersteller in Österreich seine zweite "Galerie" offiziell aufsperren, weltweit gibt es bereits 50. 10 Mio. Euro investierte das Unternehmen in das neue Kundenzentrum im 23. Wiener Bezirk. Potenzielle Miele-Kunden können die Geräte dort angreifen und ausprobieren. "Über den Preis können wir nicht gewinnen, aber über den Wert und Service", meinte Miele.

Die Zukunft bei Haushaltsgeräten gehe noch mehr in Richtung Energieeffizienz, niedrigem Wasserbrauch und "intelligenten", Smart-Grid-fähigen Geräten, war zu hören. Sprich Geräte, die mittels Software auf die aktuellen Energiepreise reagieren können und sich dann einschalten, wenn die Stromkosten gerade niedrig sind.

Miele ist in 47 Ländern mit eigenen Vertriebsgesellschaften vertreten und in weiteren 50 Ländern über Importeure. Das deutsche Unternehmen beschäftigt weltweit rund 16.600 Mitarbeiter, in Österreich sind es 640. Sie arbeiten in der Zentrale in Wals bei Salzburg und dem Produktionsstandort in Bürmoos. Weitere Werke gibt es in China, Rumänien, Tschechien und Deutschland, dem Hauptproduktionsland. (APA)

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14 Postings
der schwitzbär der schwitzt sehr
30
27.1.2012, 13:38
traumhaft gute Waschmaschine

in Wien Miele-Center gegenüber Schwedenplatz, vom NEWS-Turm 100 Meter donaukanalaufwärts

sehr zu empfehlen - und pro Betriebsjahr günstiger als Ramsch

G.Schamski
20
27.1.2012, 13:15

"Über den Preis können wir nicht gewinnen, aber über den Wert und Service"

schön so etwas aus einer geschäftsführung zu hören.

schade dass es nicht mehr solcher firmen gibt, dann könnte es evtl. auch einen umdenkprozess bei den konsumenten geben, weg von geiz geil gier und qualität zu fairen preisen, von denen auch die leute bei den herstellern und zulieferern eine faire bezahlung erhalten und nicht anonyme shareholder iregendwo auf der welt nach gewinnmaximierung schreien.

Tintininafrica
36
26.1.2012, 22:33
Miele

Ausschlaggebend für den langfristigen Erfolg ist wohl neben der hohen Qualität der Produkte und der Sevice wohl die Eigentümerstruktur: Keine Fixierung auf frisierte Quartalsergebnisse. Keine wahnsinnige "Manager" usw.

MichaelMoore
31
27.1.2012, 07:45
Ein Familienbetrieb vom alten Schlag eben!

Tintininafrica
31
26.1.2012, 22:33
Miele

Ausschlaggebend für den langfristigen Erfolg ist wohl neben der hohen Qualität der Produkte und der Sevice wohl die Eigentümerstruktur: Keine Fixierung auf frisierte Quartalsergebnisse. Keine wahnsinnige "Manager" usw.

Der Österreicher
24
26.1.2012, 16:39

Hochpreisige (Luxux) Güter sind sowieso am ehesten Krisen-sicher, da die wohlhabendere Zielgruppe ja immer reicher wird.

Die Harz IV Consumgüter (Playstation, Iphone, Smartphone, Netbook, H&M etc.) werden hingegen zurückgehen.

RationalMensch
00
27.1.2012, 12:59
Ihr Kommentar ist genial!

kerihuelo
20
26.1.2012, 23:38

das iphone als consumgut (sic) für harz iv (sic) bezieher zu bezeichnen kann nur von einem österreicher kommen (pisa lässt übrigens grüßen).

LZ
34
26.1.2012, 17:22

mag sein das die überragende Qualität einen Teilaspekt darstellt, die Hauptsache ist wohl eher darin zu finden das sich der shareholder bei derartig aufgestellten Familienunternehmen die Zähne ausbeisst.

Andreas Pieper
00
26.1.2012, 20:03

schauen sie sich mal gütersloh und umgebug an, ein wahnsinn was dort an großen familienunternehmen konzentriert ist.

clearlake
00
28.1.2012, 21:58
sie meinen Bielefeld und Umgebung....

Ohne Gurt im Ionensturm
00
26.1.2012, 17:10

Nie im leben, grad die aufgezählten Konsumgüter gehen auch in der Krise (gut Netbooks vielleicht nicht).

clearlake
02
26.1.2012, 20:02
in einer echten krise sieht das dann anders an...

da wird wohl eher der gebrauchtmarkt boomen, weil iphones (ohne vertrag) können sich die wenigsten leisten...

MichaelMoore
44
27.1.2012, 07:47
und gebrauchte Mieles sind noch immer besser als Billigklumpert

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