Polizei gab Entwarnung bei dubiosen Anrufversuchen in OÖ und Salzburg

26. Jänner 2012, 14:06

Keine Vorbereitungshandlungen für Einbrüche oder Neffen-Trick

Zahlreiche Festnetz-Kunden sind in den vergangenen Tagen in Oberösterreich und Salzburg teilweise im Minutentakt, fallweise über Stunden hinweg angerufen worden. Nahmen sie den Hörer ab, wurde das Gespräch unterbrochen, berichtete die Sicherheitsdirektion Oberösterreich am Donnerstag. Die Polizei konnte keine Verbindungen zu Einbrüchen oder Neffen-Tricks herstellen.

Meist wurde die Rufnummer 000000024, kombiniert mit der polnischen Vorwahl 0048, verwendet. Die Betroffenen wurden durch die Anrufe massiv verunsichert. Sie stellten Zusammenhänge zu Einbrüchen oder anderen Betrügereien her, viele zeigten die Vorfälle bei der Polizei an. So ein Vorgehen wäre für die Täter kontraproduktiv, gab die Exekutive Entwarnung.

Nummer existiert nicht

Die Rufnummer existiert nicht und ist für diese Anrufversuche generiert worden, erklärte die Polizei. Sie könne weder zurückgerufen noch verfolgt werden. Den Angewählten entstanden dadurch keine Kosten. Eine Anzeige bei der zuständigen Fernmeldebehörde ist möglich, wenn die Telefonate ein belästigendes Ausmaß annehmen würden, hieß es.

Ermittelt wurde, dass ein Call-Computer in einer vorgegebenen Region automatisiert Anrufe durchführe. Die Ergebnisse, etwa Informationen, ob die Nummer existiert oder ob Anrufe entgegengenommen werden, würden für weitere Telefonkontakte wie das Anwerben für diverse Produkte oder Verträge registriert, so die Polizei. (APA)

Der Artikel ist ungenau

Entweder schlecht gekürzt oder weil der Polizeisprecher kein Fachmann ist oder absichtlich (wie die 555-Nummern in Hollywoodfilmen):

Jeder Anruf kann rückverfolgt werden. Viele Menschen glauben, wenn sie ihre Nummer unterdrücken oder eine Geheimnummer hätten, ginge das nicht. Falsch. Denn neben der Rufnummer, die der Teilnehmer selbst mitsenden kann (oder unterdrücken kann), wird auf Vermittlungsleitungen immer die echte Rufnummer mitübertragen; dies ist Gesetz und auch für die Abrechnung zwischen den Betreibern notwendig.

Geschäftskunden können neben Unterdrücken auch die mitgesendete Nummer ändern, und das ist hier passiert. Das beeinflusst aber nicht die tatsächliche von Provider zu Provider übertragene Nummer.

Der Artikel passt schon...

Innerhalb eines Telefonnetzes stimmt das was sie sagen aber wenn mehrere Telefonieprovider beteiligt sind dann ist eine Rückverfolgung nicht mehr möglich. Transitprovider können die Richtigkeit der mitgesendeten Anrufer-Identifikation nicht überprüfen und leiten sie unverändert weiter, beim Terminating Provider kann dadurch eine ungültige und nicht rückverfolgbare Anrufernummer auftauchen.

LG, Perihel

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