Ende Dezember vereinbarte Transaktion abgeschlossen
Das griechische Telekommunikationsunternehmen OTE ist ab heutigem Donnerstag nicht mehr mit 20 Prozent an der Telekom Srbija beteiligt, die sich somit wieder in Staatseigentum befindet. Die Ende Dezember vereinbarte Transaktion wurde heute abgeschlossen. Das griechische Unternehmen erhielt 380 Mio. Euro für seinen Anteil ausbezahlt.
80 Prozent
Wie die staatliche Presseagentur Tanjug berichtete, wird der serbische Staat an der Telekom auch künftig mit 80 Prozent beteiligt sein, der Telekom Srbija fallen die von Griechen zurückgekauften Anteile zu.
Nach Worten des Telekom-Chefs Branko Radujko wird sich das Unternehmen nun ausschließlich auf seine Weiterentwicklung, auf die Netzmodernisierung sowie die Förderung der Dienstleistungsqualität konzentrieren. "Wir werden innovativer und konkurrenzfähiger werden. Das Unternehmen wird somit an Wert gewinnen", versicherte Radujko gegenüber dem staatlichen TV-Sender RTS.
Interesse
Der Rückkauf der OTE-Anteile wurde seitens der Telekom durch einen Konsortialkredit in Höhe von 470 Mio. Euro gesichert, die Erste Group Bank ist daran mit 140 Mio. Euro beteiligt. Laut Radujko wurden der OTE 320 Mio. Euro aus diesem Kredit und weitere 60 Mio. Euro aus den Eigenmitteln des Unternehmens ausbezahlt. Die restlichen 150 Millionen Euro sind für die Tilgung fälliger Schulden des Unternehmens bestimmt.
Zuletzt war die Telekom Austria an ihrem serbischen Konkurrenten interessiert, wollte aber im heurigen Frühjahr die von Belgrad geforderten 1,4 Mrd. Euro für 51 Prozent der Anteile nicht bezahlen, sodass die versuchte Übernahme scheiterte. (APA)