Der Mobilfunkbetreiber hat die Handynummern seiner Kunden an Webseiten weitergeleitet - Problem behoben
Wie gestern bekannt wurde, schickte der Mobilfunker O2 in Großbritannien die Telefonnummer seiner Kunden im HTTP-Header mit, wenn diese eine Webseite besuchten. Im HTTP-Header stehen normalerweise Informationen darüber, wie der Inhalt auf dem verwendeten Gerät dargestellt werden kann. Normalerweise werden diese Informationen nicht von den Webseiten gespeichert, aber datenschutzrechtlich ist es dennoch bedenklich.
Stellungnahme
O2 hat mittlerweile eine Stellungnahme veröffentlicht. Der Konzern schreibt, dass die Handynummern nur an bestimmte vertrauenswürdige Partner weitergeleitet werden. Das geschieht aus drei Gründen: Um das Alter zu verifizieren und Zugang zu Inhalt für Erwachsene zu gewähren. Damit Partner Premium-Inhalt wie Downloads oder Klingeltöne verrechnen können und um Kunden zu identifizieren, wenn sie O2-Services nutzen.
Problem behoben
Die Telefonnummer wird nur bei einer O2-Datenverbindung mitgeschickt. Surft man über WLAN, werden die Informationen nicht weitergeleitet. Das sei in der Branche so üblich, schreibt O2. Zwischen dem 10. Jänner und 14:00 Uhr am 25. Jänner waren die Informationen aber auch für andere Webseiten-Betreiber sichtbar. Das Problem wurde aber bereits behoben. (soc)