Kleinster heimischer Netzbetreiber fordert Platzhirsche heraus
Starke mediale Präsenz, ein ausgezeichnetes Netz und ein gutes Weihnachtsgeschäft: Für den kleinsten heimischen Mobilfunker läuft es derzeit rund. Entsprechend selbstbewusst fordert "3" seine Mitbewerber nun auf einer neuen Ebene heraus.Der Netzbetreiber will verstärkt Geschäftskunden gewinnen. „Ein Thema, das wir einige Jahre vernachlässigt haben", sagte "3"-Verkaufschef Rudolf Schrefl am Donnerstag vor Journalisten.
Bewährte Strategie
Vor allem Kleinunternehmen wolle man als Kunden gewinnen, so der Manager. Dafür setzt der Mobilfunker auf seine bewährte Strategie: Kampftarife und günstige Smartphones. Vor allem das iPhone von Apple soll Kunden bringen. „Der Bedarf an Blackberrys ist stark fallend. Für die meisten Kunden reicht das iPhone." Jeder Unternehmer kann für seine Mitarbeiter aus drei verschiedenen Handy-Kategorien auswählen: "Entscheidet sich ein Kleinstunternehmer beispielsweise für ein High End-Gerät mit unlimitiertem Internet und zwei Basic-Geräte für seinen Betrieb, zahlt er für drei Personen monatlich in Summe nur 30 Euro", habe "3" ein "modulares Tarifkonzept".Ergänzend will das Unternehmen Dienstleistungen anbieten wie Leihgeräte oder individualisierte Mailboxansagen, die bisher nur für Großkunden üblich waren.
Platzhirsche A1 und T-Mobile
Allerdings sei der Geschäftskundenmarkt weiterhin fest in den Händen von A1 und T-Mobile. "3" will mit den Angeboten am Radar von Unternehmen auftauchen und den Platzhirschen Marktanteile abnehmen, wie „es schon im Privatkundenbereich" gelungen sei, so Rudolf Schrefl. (sum)