Gesundheitsministerium prüft

Schwangere in Wiener Spitälern abgewiesen - Fehlgeburt

27. Jänner 2012, 12:26

Minister Stöger kündigt Überprüfung an - Die Spitäler weisen jegliche Schuld von sich - Auch Patientenanwalt prüft

Wien - Eine schwangere Frau, die plötzlich heftige Blutungen bekommen hatte, soll von zwei Wiener Spitälern abgewiesen worden sein. Wie die Tageszeitung "Kurier" in ihrer Donnerstagsausgabe berichtete, hat die 26-Jährige nun ihr Kind verloren. Die beiden Spitäler wiesen die Vorwürfe zurück: Die Frau habe sich nicht als Notfall angemeldet und von leichten Blutungen gesprochen. Die Österreichische Ärztekammer sieht in dem Vorfall ein "Zeichen für zunehmende Engpässe". Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) kündigte eine Überprüfung an.

Die 26-Jährige - damals in der 13. Woche schwanger - wachte am 12. Jänner mit starken Blutungen auf, wie sie dem "Kurier" sagte. Angehörige brachten sie ins Spital Göttlicher Heiland. Obwohl sie umgehend untersucht wurde, wurde keine Ursache für die Blutung gefunden. Die Ärzte versicherten ihr, dass es dem Kind gutgehe, sie wurde nach Hause geschickt. Weil die Blutungen nicht aufhörten, fuhr die Frau ins Wiener AKH. In der Schwangerenambulanz wurde der Frau gesagt, dass man für sie keinen Platz und keine Zeit habe, wie sie ausführte. Erst am darauffolgenden Tag wurde sie in der Rudolfstiftung aufgenommen. Dennoch verlor sie das Kind.

Patientenanwalt prüft

Mit dem Fall beschäftigt sich mittlerweile auch die Wiener Patientenanwaltschaft. Man werde noch am Freitag den Göttlichen Heiland und das AKH, aber auch die Rudolfstiftung um Stellungnahmen bitten und dann einen "Vertrauensarzt" zur Beurteilung derer zurate ziehen, sagte Patientenanwalt Konrad Brustbauer am Freitag. Sollte ein Fehler in der Vorgehensweise passiert sein, werde man die Versicherung einschalten, um für die Patientin Schadenersatz einzufordern. Ergebnisse erwartet er in spätestens drei Monaten.

Eine medizinische Beurteilung des Falls wollte Brustbauer vorerst nicht abgeben: "Aus fachlicher Sicht kann ich es erst beurteilen, wenn ich die Stellungnahme der Spitäler habe." Kritik an der Vorgangsweise des Allgemeinen Krankenhauses war aber doch herauszuhören: "Bevor man einen Patienten wegschickt, muss der Arzt abklären: Hat er was oder nicht." Es könne nicht sein, dass man sich einfach für nicht zuständig erkläre.

Spitäler weisen Vorwürfe zurück

Die Spitäler wiesen jegliche Schuld von sich. Die Frau habe sich im AKH in der Schwangerenambulanz zur Geburtsanmeldung und nicht als Notfall vorgestellt, so die Reaktion des Spitals. "Nachdem die Universitätsfrauenklinik zur Betreuung von Risikoschwangerschaften vorgesehen ist, nehmen wir vornehmlich/ausschließlich Patientinnen zur Geburt an, die festgelegte Kriterien der Risikoschwangerschaft erfüllen", hieß es in einer Stellungnahme. "Soweit der damals verantwortlichen Oberärztin erinnerlich ist, hat die Patientin - wenn überhaupt - von einer 'leichten Blutung' gesprochen. Eine leichte Blutung in der Frühschwangerschaft ist ein häufiges und oft harmloses Phänomen, das für sich genommen kein Zeichen für eine Risikoschwangerschaft darstellt. Aus unserer Sicht sind wir daher medizinisch völlig korrekt vorgegangen und die Patientin war in der Krankenanstalt Rudolfstiftung ihrem Risikoprofil entsprechend richtig betreut."

"Göttlicher Heiland" bedauert

Im Göttlichen Heiland bedauerte man sehr, dass die Frau ihr Kind verloren habe. "Wie der Verlauf der Tage nach der sorgfältigen Untersuchung der Schwangeren durch zwei Ärztinnen in unserem Haus gezeigt hat, waren häusliche Bettruhe, die entsprechende Medikation und das Abwarten einer Besserung zwar medizinisch angemessen, aber schließlich doch nicht genug. Gerade in einer so belastenden Situation ist der psychologische Beistand neben der sorgfältigen medizinischen Versorgung unabdingbar", hieß es. Die Blutungen seien leicht gewesen, es wurden häusliche Bettruhe und eine Medikation verordnet. Eine stationäre Aufnahme hätte diesen Verlauf nicht verhindern können.

"Die Voraussetzungen für eine stationäre Aufnahme waren nicht gegeben", sagte Verwaltungsdirektor Martin Steiner am Donnerstag. Man habe die Frau aber sehr wohl medikamentös behandelt und sie gebeten, am nächsten Tag wiederzukommen. Das Spital räumte aber ein, die psychische Situation der Patientin nicht richtig erkannt zu haben.

Frau habe Termin nicht wahrgenommen

"Hier hätten wir etwas besser machen können: Die stärkende Kommunikation ist uns in dieser Situation offensichtlich nicht gelungen", so das Spital. Die Patientin sei bei der Untersuchung besonders ruhig und gefasst erschienen, was die Einschätzung ihrer Angst leider erschwert habe. "Um sicherzugehen, wurde für den nächsten Tag ein Termin für die Geburtsanmeldung und natürlich die Kontrolluntersuchung vereinbart." Diesen Termin habe die 26-Jährige "leider nicht wahrgenommen".

Die Ärztekammer sieht in dem Vorfall "ein Zeichen für durch Sparmaßnahmen verursachte Engpässe in den Krankenhäusern", sagte der Bundesobmann der angestellten Ärzte, Harald Mayer. Die gegenwärtige politische Diskussion, die eine Einsparsumme von 1,8 Milliarden Euro zum Gegenstand habe, ist für den Ärztevertreter vor dem Hintergrund dieses aktuellen Falls "äußerst widersprüchlich". Man könne nicht von den Spitälern verlangen, alle Bürger zu betreuen, wie das Gesundheitsminister Stöger verlange, wenn gleichzeitig "an allen Ecken und Enden eingespart wird, dass es nur so kracht".

Stöger will prüfen

Gesundheitsminister Stöger kündigte eine Überprüfung an. "Menschen müssen in Krankenhäusern behandelt werden", sagte Stöger. Die Spitäler hätten "einen klaren Auftrag", so der Minister. "Das trifft auch auf Universitätsspitäler zu." Es könne nicht sein, dass ein Spital eine Position einnehme, nur für Spitzenmedizin zuständig zu sein, so Stöger in Richtung Wiener AKH. Das AKH sei ein Krankenhaus, das die gesamte Medizin abdecke, auch die Gynäkologie. Aber auch das Spital Göttlicher Heiland habe nicht die geeigneten Maßnahmen getroffen. Da er den gesamten Sachverhalt noch nicht kenne, sei er mit Schuldzuweisungen vorsichtig, so Stöger.

Die Belastung und der Verlust der Frau seien "unwiederbringlich". "Die Schuldhaftigkeit muss jetzt objektiv geprüft werden", sagte Stöger. Die zuständige Magistratsabteilung habe sich der Causa angenommen, der Sachverhalt werde genau untersucht. Man müsse aus den Fehlern lernen. "Universitätsspitäler bilden ja auch Ärzte aus und diese müssen lernen, wie Patienten, die in Sorge sind, zu behandeln sind", sagte der Gesundheitsminister. Stöger appellierte auch in diesem Zusammenhang an Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle, Konsequenzen zu ziehen.

MA 40 klärt Sachverhalt

Auch die MA 40 (Sozial- und Gesundheitsrecht) prüft, ob mit den Abweisungen gegen das Gesetz verstoßen worden ist. "Auf den ersten Blick denke ich, dass die Entscheidung des AKH nicht richtig war", sagte Renate Christ, Leiterin der MA 40. "Wenn dort wirklich eine schwangere Frau mit starken Blutungen steht, dann würde ich sie grundsätzlich als unabweisbar einstufen."

Im Göttlichen Heiland beruhe die ärztliche Entscheidung, die Schwangere nach Hause zu schicken, "zumindest auf einer Untersuchung". Die MA 40-Leiterin betonte jedoch auch: "Ich will niemanden vorschnell verurteilen." Sie kenne bisher nur die Geschichte der Betroffenen aus Medienberichten: "Ich habe noch keinen runden Sachverhalt."

Bericht angefordert

Die beiden Anstalten AKH und Göttlicher Heiland seien von der MA 40 aufgefordert worden, ihre Sichtweise darzulegen. Auch von der Rudolfstiftung, welche die Frau schließlich aufgenommen hat, wird ein Bericht angefordert. Christ verwies auf zwei Gesetze, die bei der Untersuchung herangezogen werden. Im Paragraf 36 (4) des Krankenanstaltengesetzes wird etwa definiert, welche Personen aufgenommen werden müssen. Es seien jedenfalls Frauen aufzunehmen, bei denen die Entbindung unmittelbar bevor stehe.

Auch das Ärztegesetz wird bei der Untersuchung herangezogen, denn Ärzte dürfen diesem zufolge im Falle drohender Lebensgefahr die Erste Hilfe nicht verweigern. Sollte dies der Fall gewesen sein, dann würden die Ärzte, die die Frau weggeschickt haben, zur Verantwortung gezogen werden. Bei einem Vergehen würde eine Geldstrafe verhängt werden. Bei der behördlichen Untersuchung soll außerdem die Frage geklärt werden, ob das Kind auch gestorben wäre, wenn die Frau gleich aufgenommen worden wäre.

Jetzt müsse erst einmal der Sachverhalt geklärt werden: "Sollte bei unserer Ermittlung herauskommen, dass die Dame unabweisbar war, dann werden wir einen entsprechenden Strafantrag einbringen." Dabei könnte beiden Krankenanstalten eine Verwaltungsstrafe von bis zu 2.100 Euro drohen. Ein Ergebnis soll es schon bald geben: "Ich hoffe, dass wir es in allerspätestens zwei Wochen aufgeklärt haben", kündigte Christ an.

KAV-Direktor: "War gynäkologischer Notfall"

Bei der Patientin habe es sich um einen "gynäkologischen Notfall" gehandelt, der auch entsprechend zu behandeln gewesen wäre, sagte Wilhelm Marhold, Generaldirektor des Krankenanstaltenverbunds (KAV), am Donnerstag. Das Argument des AKH, nur für Risikoschwangerschaften zuständig zu sein, ließ Marhold nicht gelten: "Das ist medizinisch, rechtlich und humanitär nicht haltbar."

Das AKH ist Marhold zufolge rechtlich dazu verpflichtet, Notfälle aufzunehmen. "Das kann man sich nicht nach Belieben zusammenzimmern. Das ist nicht haltbar", betonte Marhold. In der Nacht hätte das Krankenhaus auch die Kapazität gehabt, die Frau stationär zu betreuen. "Es waren Betten frei", so Marhold.

Auch den "verqueren" Hinweis auf Sparmaßnahmen und damit einhergehende Engpässe ließ Marhold nicht gelten. Einen Notfall dafür zu nutzen, Sparmaßnahmen zu kritisieren, "verstehe ich nicht", sagte der Generaldirektor.

Ob der zuständige Arzt im AKH fahrlässig gehandelt habe, wollte Marhold nicht kommentieren. "Ich warte das Ergebnis der Untersuchung ab", so der KAV-Direktor. Die Menschen könnten sich aber auf jeden Fall darauf verlassen, in Wien in Notsituationen auch entsprechend behandelt zu werden. "Auch das AKH funktioniert wunderbar." (APA)

Kommentar posten
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meresi
00
28.1.2012, 04:55
den onkel doktor ...lol

interessiert in erster linie die kohle...denkt mal nach 2-3 autos ein haus praxis...und und und...und dann die reisen...segeltörns, schifahren, oper...seminare von pharma-firmen...da bleibt nich viel zeit für die lieben patienten...ích wohn am lande keine einige von diesen...ach ja...golf hab ich vergessen...

josefa maier449
02
27.1.2012, 15:25
Im zweiten Drittel kommt es oft zu Blutungen.

Bei mir war das auch so. Ich wurde (vor 25 Jahren) im Göttlichen Heiland sofort aufgenommen. Nur, meine Blutungen waren sehr stark. Mein Kind konnte gerettet werden. Das zweite Kind ging auch im zweiten Drittel meiner Schwangerschaft nach starken Blutungen ab. Da konnte man nichts mehr tun. Das ist oft so.
Es stimmt auch, dass Schmierblutungen (die nicht stark sind) oft nichts zu bedeuten haben.
Also rein von der Aussage des Göttl. Heiland kann ich das nachvollziehen: Die Blutungen waren nicht so stark, deshalb verordnete man Bettruhe.

Es ist sicher schwierig, die „Schuld” jetzt irgendwem zu geben. Ich hoffe, für die junge Mutter trotzdem, alles Gute und sie hat mein Beileid!

GE
00
27.1.2012, 14:30

Jeder soll sein Geld der Wirtschaft, derBank, dem Staat oder einem Lobbyisten geben, auf das lauft unser Sytem kurz über lang hinaus.
Egal wie es dem einzelnen geht. Aktion Ameisenbau.
Der einzlne per se ist nix, nur der König muss es gut gehen.

Wolfgang Ullram
43
27.1.2012, 13:01
worum gehts den menschen?

nein es wird kein schuldiger gesucht weil das kind tot ist.

es wird untersucht und beklagt, dass eine patientin in not mit erheblichen blutungen nicht mal untersucht, geschweige behandelt wird.

und der vergleich mit "kann man eh net retten..."
na dann werma alle patienten über 60 nimmer untersuchen, die sterben auch alle bald, das ist auch die natur...

oder was?

bei herzstillstand keine herzmassage oder defi mehr? die leut sterben eh alle einmal... oder wie oder was?

oder noch besser, bewußtlose liegen lassen, keine vitalzeichen mehr prüfen, sterben auch alle mal. also wozu hilfe, rettung, notarzt holen????

gehts noch???

Jehane
00
27.1.2012, 14:56

Das ist ja haarsträubend, was Sie da zusammenfabulieren o_O Gegen eine Fehlgeburt kann man wenig bis gar nichts unternehmen, nicht mal die bei Blutungen übliche Vorgehensweise (Bettruhe, evtl. Medikation) ist der Weisheit letzter Schluss und kann trotz allem dazu führen, dass es zur Fehlgeburt kommt. Bei anderen Krankheitsbildern sind die Chancen eines medizinischen Erfolgs doch etwas höher, aber Garantien gibt's natürlich nie. Selbst dem besten Arzt kann ein Patient unter den Händen wegsterben.

lotterleben
03
27.1.2012, 15:48

der mann hat völlig recht. wenigstens untersuchen müsste man doch. wenn man mit akuten Beschwerden in ein Spital kommt und abgewiesen wird, ist das einfach unerhört.

Jehane
11
27.1.2012, 15:56

Ja natürlich muss man untersuchen, das steht doch außer Frage.
Was mir an dem Posting aufgestoßen ist, ist dieses leicht hysterische "Na wenn man eh nix machen kann, behandeln wir gar nicht mehr" - das fordert ja niemand, es wurde lediglich mehrfach darauf hingewiesen, dass Fehlgeburten leider auch bei medizinischer Versorgung passieren. Daraus zu schließen, dass diejenigen, die das sachlich richtig darstellen, die medizinische Versorgung für alle möglichen Krankheitsbilder einfrieren wollen, ist einfach haarsträubend und hat mit dem eigentlichen Thema nichts mehr zu tun.

Angelika70
21
27.1.2012, 14:24
nein es wird kein schuldiger gesucht weil das kind tot ist.

Weil es hier keinen Schuldigen gibt!

Mir geht die ewige Suche nach Schuld schon sowas von auf die Nerven. Die Menschen sind wirklich erst dann zufrieden, wenn sie jemanden bestrafen können. Lächerlich.

Es gibt nicht für alles einen Schuldigen! Leben sie damit!

wirdeinlichtleinseinamendedestunnels
00
29.1.2012, 23:59
Eine besonders schwere Schuld -

ist das (systematische) "ärztliche" nichtuntersuchen, nichtbehandeln, im stich lassen von patienten in (grösster) not bzw. lebensgefahr! Das ist ein schweres versagen auf ärztlicher seite u. ein scheitern des medizinischen, gesundheitspolitischen dienstleistungssystems!!

Jehane
00
27.1.2012, 16:00

Stimmt schon. Für das Paar ist es aber vermutlich leichter, wenn es sagen kann "Die Ärzte sind schuld daran, dass wir unser Kind verloren haben". Damit können sie sich nämlich die Frage nach dem "Warum" beantworten, jetzt mal unabhängig davon, ob die Ärzte wirklich schuld sind. Für den Seelenfrieden ist es vermutlich besser, einen Schuldigen zu haben anstatt sich damit abfinden zu müssen, dass der eigene Körper das eigene Kind abgestoßen hat. Ich find das schon nachvollziehbar. Die Frage ist halt, ob die Ärzte wirklich schuld waren, und ob sich das klären lässt, ist fraglich.

Fanny B
00
27.1.2012, 16:28

die Frage ist nicht, ob die Ärzte schuld an der Fehlgeburt sind, sondern ob sie ungerechtfertigter Weise eine Patientin abgewiesen haben. und das ist dringend zu klären, nämlich für alle weitere Zukunft und Praxis

Fanny B
00
27.1.2012, 15:52

und das wissen Sie aufgrund der Informationen aus den Medien, Sie böses Trum?

roter mob
05
27.1.2012, 12:56
wenn ich ins AKH gehe

- hab ich entweder vitamin B
- mindestens einen akadeimschen grad
- am besten eine privatversicherung

und massig lust und laune darauf für eine akkurate versorgung meiner person zu kämpfen.

warum tut man sich das an? weiss ich auch nicht. gibt ja genug andere spitäler in wien.

ich weiss von leuten im AKH, die sehen den ganzen tag keinen patienten, weil sie mit publizieren so beschäftigt sind. wers zahlt ist uns eh allen klar, oder?

hirsch heißt ein mann
12
27.1.2012, 12:36
tja, wenn die patientin nicht mit einem gut gefüllten kuvert wachelt - selber schuld

der herr oa dr. L. war ja damit schon vor einigen jahren in den schlagzeilen

kingkade21
06
27.1.2012, 12:08
Ein tragischer Fall - ähnliche Erfahrung im AKH

Bei mir war es zwar nur ein Riss der Achillessehne, aber auch mich wollte das AKH abwimmeln.

Habe mir vor ca. 1,5 Jahren beim Sport die Achillessehne gerissen und bin sofort ins AKH.

Dort wurde festgestellt, dass die Sehne gerissen ist. Aber leider hätten sie keine Kapazitäten und ich soll in 5 Tagen wieder zur Operation kommen. Die Schwester hat mir dann noch zugeraunt, ich soll es doch in einem anderen Spital versuchen.

Ist ein wirklich super Gefühl, wenn man mit einer Verletzung von einem Spital einfach weggeschickt wird. Da weiß man wenigstens, wofür man so hohe SV-Beiträge und Steuern zahlt.

Und wie ist es weitergegangen: ich hab dann das Zauberwort gesagt "private Zusatzversicherung" - und dann ging´s plötzlich. Wahre Geschichte

eze eze
 
00

Ist mir vor etlichen Jahren einmal passiert, Diagnose Bänderriss - ich sollte eine Woche später wiederkommen und bekam für die Zwischenzeit Krücken gestellt.
Wirklichen Nachteil hatte ich davon allerdings keinen - die Operation verlief komplikationslos, und bis heute keine Beschwerden in dieser Richtung mehr.
Damaliger Grund: Bettenmangel.
Wenn dadurch Menschen, die wirklich dringend eine Op brauchen, eher an die Reihe kommen können, jederzeit wieder, da hab ich kein Problem damit. (Dass man mit privater Zusatzversicherung eher drankommt, sollte allerdings nicht sein.)

roter mob
01
27.1.2012, 12:53
manchmal tuts auch schon

ein akademischer grad....

leider ist auch das österreich...

Fanny B
00
27.1.2012, 12:22

das ist der wahre Skandal !

regenfeldbau
00
27.1.2012, 14:21
Der Gesundheitsminister soll ENDLICH den Hut nehmen

Fanny B
01
27.1.2012, 15:52

was hat der damit zu tun ?

Jehane
00
27.1.2012, 14:57

Mei, das wär schön... die Frage ist halt, ob was Besseres nachkommt.

roter mob
00
27.1.2012, 11:48
schade dass es so ist

aber leider geht es dann auch oft um die eigene vehemenz. erstens begleite ich wohl meine freundin in KH, wenn sie solche blutungen hat.

zweitens gehe ich sicherlich nichts ins akh. dort bringt man mich höchstens zur autopsie hin

drittens lasse ich mich weder von einer ambulanzschaltertante, noch von irgendeinem arzt einfach so abweisen.

die behandlung im göttlichen heiland mit nachbestellung war vielleicht gar kein fehler. dass sie dann ins akh gefahren ist war der fehler.

und dass dann nicht gleich jemand den damen und herren mit dem a... ins gesicht gefahren ist, das war der nächste fehler. wenn sie mich trotzdem wegschicken, lasse ich mir schriftlich geben und bin direktest beim patientenanwalt.

roter mob
03
27.1.2012, 11:37
es ist eigentlich nicht relevant

ob der fötus durch medizinische eingriffe zu retten gewesen wäre. oft liest man ja auch, dass fehlgeburten sowieso eine folge genetischer probleme sind und das kind in diesem fall nicht lebenfähig wäre. also ganz evoutionär betrachtet.

fakt ist jedoch, dass jemand, der schwer verunsichert ist und angst hat hilfe, sicher auch psychologische hilfe sucht, die man scheinbar in 2 wiener spitälern nicht geben kann.

was genau im göttlichen heiland abgelaufen ist, kann man schwer sagen.

sich wie das akh auf falsche anmeldung oder personaöengpässe auszureden ist letztklassig.

zuallererst sollte ein arzt einmal mensch sein, leider ist das für die meduni, wie sich nicht nur da beweist kein zwingendes kriterium.

Vorstadtmama
 
01
27.1.2012, 11:22
..eine Frage an die Mediziner hier im Forum:

Wie kann in einem Spital eine drohende Fehlgeburt verhindert werden? Gibt es da Möglichkeiten, die eine Schwangere zu Hause nicht hat?

Wolfgang Ullram
00
27.1.2012, 11:32
also erstens wäre

in einem richtigen spital im gegensatz zu daheim ein arzt, der untersucht....

in dieser hinsicht ist im akh sein und zu hause sein dasselbe

akh kostet halt ein sümmchen...

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