Niederösterreich

Nach Kirchenaustritten: Namen im Pfarrblatt veröffentlicht

26. Jänner 2012, 10:19

Sitzendorf im Bezirk Hollabrunn: Pfarrer entschuldigt sich für "Outing"

Hollabrunn - In der Weinviertler Gemeinde Sitzendorf a. d. Schmida sind laut einem Bericht der "NÖN" ("Hollabrunner Zeitung") im Pfarrblatt die Namen jener kundgetan worden, die aus der Kirche ausgetreten sind. Pfarrer Nicolaas Janssens hat sich der Wochenzeitung zufolge "mittlerweile im Rahmen einer heiligen Messe dafür entschuldigt und den Betroffenen einen Brief geschrieben". Für das "Outing" wolle er sich außerdem "im kommenden Pfarrblatt noch einmal öffentlich entschuldigen". (APA)

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Karl Knurrer
11
17.2.2012, 14:16
Sollen

sie doch,den diese liste zeigt dann die Leute mit Charakter der der Kirche schon vor 2000 Jahren abhanden gekommen ist.
Diese Kinderschänder kommen noch frei davon.

Gerhard Schwarz6
 
11
11.2.2012, 22:31

2000 Jahre Mafia.

lupus
00
Kruzifix!

luzifux eh
10
Kreuzigt ihn!

nocheinlinker
00
Eine Lister der Schande

sozusagen.

dietaube
16
ich kenn das, war bei mir genauso.

der kindergebrauchsverein macht das eben so.

Rot/Grün Farbsehschwächling
12
ich würd auf seelische Grausamkeit die Kirche/Pfarre klagen! Ehrlich, ich würds tun!

Stellt euch vor, ihr seid Gewerbetreibende und tretet aus der Kirche aus, das ganze kommt ins Gemeindeblatt und schwupdiwupps gibts plötzlich keine Aufträge mehr, da man jetzt als Heide gilt, gar als Antichrist wahrgenommen wird.

Also meine Empfehlung: Klagen auf seelische Grausamkeit und Klagen auf Verdienstentgang!

Salz Burger
01

Deshalb heucheln viele Gewerbetreibende ja den braven Christen. Mehr oder weniger.

tignosa
13
30.1.2012, 12:11
die Katholen bei uns im Ort verteilen die Pfarrblätter an alle Haushalte

bin zugereist und hab zunächst gedacht, das gehört der vorigen Bewohnerin. Klingt jetzt vielleicht komisch, aber es stört mich. Für mich schwingt ein Gedanke mit, der in etwa lautet: Cuius regio, eius religio, wer bei uns wohnt, hat rk zu sein, und sonst werma dich schon noch katholisch machen. Werde mir ein Pickerl besorgen, auf dem steht: Bitte keine Zustellungen ohne persönliche Anschrift. "Bitte keine Werbung" reicht denen offenbar nicht.

Gerhard Schwarz6
 
016
29.1.2012, 17:58

Perfide Pfaffenschlitzohrigkeit mit Mobbingabsicht.
Erinnert an eiferische Islamis.
Hat er auch eine Liste katholischer Päderasten bei der Hand?

CL
03
29.1.2012, 14:43
Den Casus

Ratzinger habe ich per 9.9.2011 abgeschlossen.
Der Rest ergibt sich zeitgerecht nach göttlichem Plan und Willen!

BCN1
07
28.1.2012, 18:37
Austritt ist ein Recht

Wer aus der Katholischen Kirchen austritt, nimmt von seinem Recht gebrauch, einer bestimmten religiösen Gemeinschaft anzugehören - oder auch eben nicht. Dadurch, dass in Österr. quasi aufgrund einer Tradition der Großteil der BürgerInnen von Geburt an Mitglied der Kath. Kirche. Wenn man nun mit Erlangung der Volljährigkeit erkennt, dass man dieser Gmeinschaft gar nicht angehören will, so ist es nur ein gutes Recht auszutreten, ohne dafür in irgendeiner Weise öffentl. angeprangert, oder im öffentl. Leben benachteiligt zu werden!

Treibhauseffekt
04

Waren Sie schon mal in Sitzendorf a. d. Schmida? Ich kenne die Gegend zufälligerweise etwas besser, weil ich das zweifelhafte Vergnügen hatte, dort mehrere Jahre meines Lebens zu verbringen.

Jene Orte, die nicht an der Franz Josephs-Bahn gelegen sind, bestehen nur aus einer Dorfschenke, einem "Gottes"-Haus und u. U. noch einem Raiffeisen-Lagerturm. Da ist der Herr Pfarrer noch wer - und fährt nebenbei einen schnittigen Sportwagen.

Die bigotte alternde Landgesellschaft trifft sich nach der sonntäglichen Messe beim Wirten, um bei Schnitzel und Bier nicht nur Dorfpolitik zu betreiben, sondern auch den neuesten Klatsch und Tratsch auszutauschen.

Da kommen sie als frisch ausgetretener nicht gut davon, das können Sie mir glauben.

Fu©k O'Shima
00
Sitzendorf a. d. Schmida

ist aber schon eine liebe Ortschaft. Allein der großzügige Hauptplatz - da kann der Herr Pfarrer schon eine ordentliche Prozession machen, die die paar Kirchenaustreter glatt niedertrampelt.

Wenn Sie von dort weggezogen sind - steht ihr Haus dort noch zum Verkauf?

;-)

super cat
04
28.1.2012, 15:04
Ein Auszug aus der Menschenrechtskonvention, diese sollte die KAth.-Fraktion und deren Anhänger eigentlich kennen. Soviel zu solchen Aktionen oder Strafsteuer für Ausgetretene und Entgleisungen dieser Art.

Negative Religionsfreiheit (Freiheit vor Religion) ist die Freiheit eines Menschen, zu keiner oder nicht zu einer bestimmten Religionsgemeinschaft zu gehören bzw. eine solche verlassen zu können...
Dazu gehört auch die Freiheit, die persönlichen religiösen/weltanschaulichen Überzeugungen nicht zu offenbaren..

BCN1
12
28.1.2012, 14:53
Austritt als einzige moralisch konsequente Reaktion

Ich bin bereits vor einem Jahr aus dieser Gemeinschaft ausgetreten, genau aus dem Grund, weil ich in ihr eine "Zwangsgemeinschaft" sehe, und ich nicht einsehe, warum ich weiterhin diese Gemeinschaft unterstützen soll, die in den letzten Jahren weniger für ihre eigene Reform, weniger für Aufklärung und Aufarbeitung der eigenen Verbrechen getan hat und es nicht einmal für nötig empfindet, Verbrecher aus den eigenen Reihen auch entsprechend zu behandeln-im Gegenteil schützt diese Gemeinschaft konsequent die "Schwarzen Schafe". Genauso werden Migranten ganz rasch zur Beitragspflicht verdonnert, anstatt ihnen bei der Integration helfend zur Seite zu stehen! Austritt ist der einzige Schritt, den man setzen kann, um seine Stimme dagegen abzugeben!

chi
 
03
28.1.2012, 13:29

beste reaktion der pfarrmitglieder wäre das austreten aus dieses "zwangsgemeinschaft"

BCN1
03
27.1.2012, 20:24
Kath. Kirche fordert von Russisch Orthodoxer Ausländerin Kirchenbeitrag ein?!

Liebe Leser, lieber Standard!
Ich traute heute meinen Augen nicht, als ich Post von der hiesigen Diözese bekam, in der von meiner seit 2 Jahren bei mir in Öster. lebenden Russischen Frau mit keinerlei Beziehung zur Katholischen Kirche, keinem Einkommen, etc. eine Kirchenbeitragsforderung bekam! Sie ist ordentlich in Österr. als russ.Orthodox gemeldet. Wie kann es also sein, dass die Kirche meiner Frau eine Beitragsvorschreibung ins Haus zusendet?
Bei genauerem Durchdenken der Situation könnte man fast mutmaßen, dass ev. viel mehr Migranten solche Vorschreibungen "auf Verdacht" bekommen, und ev. in Angst bzgl. Aufenthaltsbewilligungen etc. einfach zahlen anstatt dagegen vorzugehen! Kennt wer weitere solcher Fälle?

Walter J. Ferstl
01
29.1.2012, 14:31
Ein Freund hat mir in Zusammenhang mit seinem Gerichtsjahr...

... (das er an einem relativ kleinen Bezirksgericht abgeleistet hat) von Dutzenden solcher Fälle erzählt:

Menschen ohne Bekenntnis, Protestanten, Moslems - alle von der r.-k. Finanzkammer wg. angeblicher Kirchenbeitragsschuld zu einem Gerichtstermin geladen.

Sein damaliges Fazit der Rechtslage: Zu einem solchen Termin sollte man unbedingt hingehen und den Einwand der Nichtzugehörigkeit zur r.-k. Kirche dort protokollieren lassen. Wer das nicht tut (und meint, eine solche Aufforderung einfach "ignorieren" zu können), bringt sich rechtlich in eine nachteilige Position und muss zunächst einmal die offenen Forderungen der Diözese bezahlen.

Henry44
02
29.1.2012, 15:34
Das kann nur passieren, wenn jemand

auf Schreiben nicht reagiert. Weder auf jene der Kirche, noch auf jene des Gerichtes. Spätestens beim Gerichtsschreiben wird es kritisch.

Wenn man ein Schreiben mit einer Forderung von wem auch immer bekommt, die nicht zu Recht besteht, dann muss man entsprechend reagieren.

Macht man das nicht nach dem Motto "betrifft mich nicht", dann kann es passieren, dass letztlich ein rechtskräftiges Versäumnisurteil entsteht und man muss etwas zahlen, was man nie schuldig war. Solche Fälle gibt es.

Das allerdings hat gar nichts mit der Kirche zu tun, sondern ist einfach die geltende Rechtslage. Beim Kirchenbeitrag genügt in aller Regel ein Anruf mit der Mitteilung, dass man nicht katholisch ist.

Promille Prolet
14
30.1.2012, 16:03
skandalös ist

dass jemand forderungen nicht nur aufstellen, sondern auch durchsetzen kann, ohne erst beweisen zu müssen, dass sie zu recht bestehen.

kriege ich einen freien tag vom arbeitgeber, um zum gericht zu pilgern? oder muss ich urlaub nehmen? oder haut mir der chef dafür bei nächster glegenheit eine runter? und wer zahlt das alles?

der konkordat gehört dringend überarbeitet.

Henry44
01
30.1.2012, 17:31
Da irren Sie,

denn natürlich muss im Gerichtsverfahren die Forderung bewiesen werden.

Wenn jemand aber alle Schreiben ignoriert und auch zum Gerichtstermin nicht kommt, dann ergeht ein Versäumnisurteil.

Das hat mit dem Konkordat nichts zu tun und gilt für jeden, der eine Forderung behauptet und diese vom angeblich Verpflichteten nicht bestritten wird.

Promille Prolet
00
31.1.2012, 08:34
interessant

da habe ich mich wohl vergallopiert

super cat
02
28.1.2012, 15:09

Von Ausländern wird Kirchensteuer verlangt aber keine beglaubigte Übersetzung des Taufscheins um die Angehörigkeit zu dieser Religionsgemeinschaft überhaupt zu belegen, z. B. für die Teilnahme der Kinder am Religionsunterricht in der Schule.
Will derjenige austreten, wird eine beglaubigte Übersetzung am Magistrat verlangt!

BCN1
01
28.1.2012, 18:51
Austritt ohne Eintritt

Wenn nun ein nicht katholischer Migrant plötzlich zur Zahlung des Kirchenbeitrags gezwungen wird, ohne dass er dieser Gemeinschatf angehört, soll er nun "Austreten"? Autreten, obwohl er nicht Beigetreten ist? Da steht die Kirche aber rechtlich auf sehr dümmen Eis! Das ist nicht möglich und nicht haltbar. Die Kirche ist gesetzlich nur dazu berechtigt von ihren Mitgliedern Beiträge einzuheben - von sonst niemandem! Wenn die Kirche Menschen davon Glauben machen will, ein Kirchenbeitrag müsse jeder leisten, so ist das Betrug der tiefsten Schublade!

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