Damen

Scharapowa gegen Asarenka um den Titel

26. Jänner 2012, 09:07
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    foto: reuters/munoz

    Ab ins Finale: Maria Scharapowa.

Maria Scharapowa steht damit zum dritten Mal nach 2007 und 2008 im Endspiel, ihre Gegnerin bezwang Titelverteidigerin Kim Clijsters

Melbourne - Wiktoria Asarenka und Maria Scharapowa kämpfen am Samstag (09.30 Uhr MEZ/live auf Eurosport) im Finale der Australian Open um den ersten Major-Titel des Jahres. Die als Nummer drei gesetzte Weißrussin qualifizierte sich am Donnerstag in Melbourne mit einem 6:4,1:6,6:3-Erfolg über Titelverteidigerin Kim Clijsters (BEL) für das erste Grand-Slam-Endspiel ihrer Karriere. In diesem trifft Asarenka auf die Nummer 4 des Turniers, Scharapowa, die Wimbledonsiegerin Petra Kvitova (CZE-2) mit 6:2,3:6,6:4 ausschaltete.

Es geht um den Thron

Das Finale wird auch entscheiden, wer der bisher auf dem Tennis-Thron sitzenden Caroline Wozniacki nachfolgen wird: Die Siegerin dieses Duells ist auch die neue Nummer 1 der Welt. Scharapowa war bereits einmal für 17 Wochen an der Spitze der Weltrangliste, Asarenka wäre die erste Weißrussin überhaupt an dieser Position.

Die 22-Jährige beendete den Lauf von Clijsters, die damit zum letzten Mal in Melbourne zu sehen war. Die vierfache Grand-Slam-Siegerin aus Belgien gibt mit Jahresende ja ihren endgültigen Abschied aus dem Tennisprofi-Zirkus. Asarenka hat sich unterdessen von ihren manchmal auftretenden mentalen Problemen verabschiedet, wie sich auch selbst noch auf dem Platz ansprach. "Ich glaube, ihr habt immer gedacht, dass ich ein mentaler Fall bin. Aber ich war einfach jung und emotional", sagte Asarenka zum Publikum. Sie gab aber zu, dass sie im Finish am Donnerstag sehr nervös war. "Ich habe mich gefühlt, als wäre meine Hand 200 kg und mein Körper 1.000 kg schwer und alles hat gezittert." Doch als der Sieg Realität wurde, war die Erleichterung dementsprechend groß.

Asarenka ist heuer bereits elf Matches ungeschlagen, sie hat im Vorfeld ja auch das Turnier in Sydney für sich entschieden. Sie war bemüht, nicht zu sehr in Euphorie zu fallen. "Heute war noch nicht das Ende, ich habe noch ein Match vor mir. Ich muss bescheiden und fokussiert bleiben."

Ohrenstöpsel erforderlich

Das Duell mit Scharapowa wird wohl eines der lautesten Damen-Endspiele der Grand-Slam-Geschichte werden, sind doch beide Akteurinnen für ihr lautes Stöhnen auf dem Platz bekannt. Für die 24-jährige Russin, die sich mit dem Dreisatz-Sieg über Kvitova für die bittere Wimbledon-Niederlage im Vorjahr revanchiert hat, spricht freilich die größere Erfahrung. Immerhin bestreitet das in Florida lebende Tennis-Pin-up schon sein sechstes Grand-Slam-Finale und hat auch schon drei Titel gewonnen. Im Head-to-Head mit Asarenka steht es allerdings 3:3.

Scharapowa zeigte sich am Donnerstag keineswegs unantastbar, wovon zum Beispiel zehn Doppelfehler (!) zeugen. Allein fünf davon im dritten Satz, doch Kvitova beging in diesem Satz allein 20 unerzwungene Fehler. "Für mich hat es sich angefühlt, als hätte sie im dritten Satz immer den Vorteil", sagte Scharapowa, "aber ich bin einfach drangeblieben. Ich liebe diesen Sport und manchmal findet man einen Weg zum Sieg, auch wenn man nicht sein bestes Tennis spielt", freute sich die Russin.

Weniger erfreut war Kim Clijsters über ihr Aus. "Ich weiß, dass ich all diese Mädchen schlagen kann, aber es zählt, wer am Spieltag besser ist. Das ist enttäuschend, aber ich hätte schon vor zwei Tagen zu Hause sein können", erinnerte sie an ihr knappes Weiterkommen gegen Li Na nach Abwehr von vier Matchbällen und einer Verletzung. (APA/Reuters)

Clijsters will sich bei ihrer Abschiedstour nun ganz auf die French Open konzentrieren. Dieser und der Wimbledon-Titel fehlt der 28-Jährigen noch. "Es ist eine Herausforderung und eines meiner Ziele, wirklich gut vorbereitet nach Paris zu kommen und auf bestem Level zu spielen."

Während Clijsters bald auf dem Heimweg ist, steht für Scharapowa und Asarenka nicht nur der mit rund 1,84 Mio. Euro dotierte Siegerscheck auf dem Spiel, sondern auch die Nummer 1 der Welt. "Für mich wäre ein Sieg hier bedeutsamer, als die Nummer eins zu sein", stellte Scharapowa klar. Die Russin kämpft um ihren vierten Major-Sieg nach Wimbledon 2004, den US Open 2006 und den Australian Open 2008.

 

Kommentar posten
10 Postings
Liki
00
27.1.2012, 10:20

Wer sich das antut, ist selbst schuld.

Greta Gabbro
 
01
26.1.2012, 16:39

game, set and match: tinitus

Greta Gabbro
 
01
26.1.2012, 16:46

correction, ball was good.
game, set and match: tinnitus.

bunk moreland
00
26.1.2012, 12:53

freu mich auf die lässige stöhn orgie der beiden. wie muß es mit denen im bett sein?

Frau_Uebermut
02
26.1.2012, 16:09

das wirst du sicher nie erfahren

OliM
00
26.1.2012, 10:35

man kann ja Sharapova für vieles kritisieren, aber mich beeindruckt ihre Kämpfermentalität immer wieder.

ist ca 1 Jahr her, als sie hoffnungslos am Verlieren war, ca 1-6 0-4, und sie trotzdem nach wie vor um jeden Punkt kämpfte.

ich hoffe sie gewinnt

Iggy71
00
26.1.2012, 10:28
An die Organisatoren, ...

Ohrenschützer austeilen nicht vergessen.

niki123
00
26.1.2012, 10:20
sharapova

was wäre das für eine geschichte wenn sie morgen das finale gewinnt und wieder nummer 1 der welt wäre?

winterkirsche
00
26.1.2012, 14:18

Das wäre ganz laut!

Wolfgang Gernjak
00
26.1.2012, 10:04
OMG

What a noisy final...

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