Protest in Schwechat

Widerstand gegen Kürzungen bei der AUA

26. Jänner 2012, 13:58

Mehr als 750 Piloten und Flugbegleiterinnen protestierten gegen das "respektlose" Vorgehen des Managements

Wien - Mehr als 750 Piloten und Flugbegleiterinnen der AUA haben Donnerstagvormittag eine Betriebsversammlung am Flughafen Wien-Schwechat abgehalten. Das war mehr als ein Drittel des fliegenden Personals der österreichischen Lufthansa-Tochter. Bord-Betriebsratschef Karl Minhard sprach von einem "massiven Zeichen" des Protests gegen die "respektlose" Vorgangsweise des Managements. Über das "Papier" (also den vom Vorstand erarbeiteten neuen Spar-Kollektivvertrag, Anm.) rede man nicht. Die AUA begründete die Sperre der Kantine am Donnerstag mit feuerpolizeilichen Vorschriften.

Am vergangenen Freitag hatten rund tausend Beschäftigte des Bodenpersonals (kaufmännisch-technisches Personal) in einer ersten Betriebsversammlung ihren Widerstand im KV-Streit bezeugt. Kritisiert werden die einseitigen Sparvorgaben der Konzernspitze. Die Gewerkschaft hat bei weiterer Eskalation Streiks angedroht.

Mehr Leute

Bord-Betriebsratschef Minhard hatte im Vorhinein mit 500 bis 600 Teilnehmern am Vormittag gerechnet. "Das ist enorm viel für die fliegende Belegschaft", schließlich sei diese zum Teil gerade unterwegs oder auf Außenstationen, so Minhard. Als "Sauerei" wertete Minhard, dass das AUA-Management Donnerstagfrüh die Kantine sperren ließ. Dort wollte die Arbeitnehmervertretung ursprünglich die Betriebsversammlung abhalten. Minhard sprach von einer Aussperrung.

Die von der Lufthansa vorgegebenen Sparprogramme - begleitet von längeren Arbeitszeiten, zentraler Bündelung von Funktionen der Töchter, Flottenbereinigungen, Einsparungen in den Streckenplänen - kamen für die Belegschaften indes nicht unerwartet. "Dass was passieren wird, wussten wir, aber so dilettantisch, das nicht", so der Betriebsrat.

Die Arbeitnehmer fordern strategische Konzepte für die AUA und "vernünftige" Verhandlungen. Die AUA hat mehrfach betont, dass nicht viel Zeit sei. Es werden aber Gesprächstermine gesucht. Das Management will die Personalkosten herunterbringen. Der Sanierungskurs wird gerade deutlich verschärft, weil die österreichische Lufthansa-Tochter noch immer hohe Verluste schreibt. (APA)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 41
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airbus348
11
26.1.2012, 14:41
Lufthansa soll ein kompetentes Management schicken

Das was derzeit angeboten wird, ist einfach nur indikutabel

Gegenflieger
01
26.1.2012, 15:12

Und was soll das bringen,das jetzige führt auch bloß die anordnungen der LH aus.

Christl Clear
00
26.1.2012, 15:04
na genau...

selbst wenn die kommen - die werden auch nur sagen, dass so lange gespart werden muss und die Erträge gesteigert werden müssen, bis unter dem Strich endlich positive Zahlen raus springen.

so what?

Airbusflieger
11
26.1.2012, 23:27
Lufthanseaten würden vermutlich führen und nicht ...

... nicht den Schwachsinn des aktuellen AUA Management machen.
Also Austausch der Führung und wir können reden, sonst, danke nein, habe schon gespendet!

thrylos
01
26.1.2012, 14:32

Das Hauptproblem bei den Fluglinien ist die Niedrigpreispolitik , die sie betreiben um mit den Billigfluglinien zu konkurieren. Den Leuten ist nicht klar dass nur ein Bruchteil vom Ticketpreis an der Fluglinie geht , den Rest fressen Flughafensteuer, Sicherheitsteuer etc. Dies hat zur Folge dass die kleinen verschwinden (sky europe) und in paar Jahren bleiben 2-3 "Grosse" über , die den Markt beherrschen werden.
Einer Lufthansa ist es egal ob in Österreich Arbeitsplätze verschwinden , sie brauchen Satelliten-Billigfluglinien um ihre Expansionspolitik durchzusetzen.

fredi 1990
10
26.1.2012, 14:39
ist das nicht das wirtschaftliche verständnis der övp!

das ist doch gewollt!

Salz Burger
01
26.1.2012, 15:00

Ich dachte, die AUA gehört inzwischen der Lufthansa. Wenn das so ist, wird eine österreichische Partei da nix zu reden haben.

fredi 1990
10
26.1.2012, 17:03
und wer aller von der övp bzw. aus dem umkreis haben da wieder mitgeschnitten?

da kommt sicher auch noch was!

Salz Burger
01
27.1.2012, 00:11

In einem Land, wo fast jeder Mitglied einer Partei ist, werden sie überall welche finden.

Maxengine
02
26.1.2012, 14:22

Die Vision = Leihfirma = Kostenoptimierung = bessere Gesamt Ausbeute, was bei Stammpersonal mit bisherigen Verträgen so noch nicht (aber sehr bald) möglich ist.

mikromalist
 
04
26.1.2012, 14:18
Es muss eine verzweifelte Situation

für die Mitarbeiter/innen sein.
Wehren sie sich nicht, werden sie untergegangen. Wehrene sie sich zuviel, oder falsch, auch.

Unschuldig (die Piloten ausgenommen, die ihre Privilegien immer pointier verteidigt haben).

Die Töne zumindest eines der "Belegschaftsvertreter" sind jedenfalls irr.
Ihm kan ja nichts passieren.
Er argumentiert wie ein Investmentbänker, der mit fremdem Kapital Hasardspiele betreibt. Mit dem Unterschied, dass dieser verjagt, sogar eingelocht werden kann.

ela vie
14
26.1.2012, 14:10

ich bin nicht bei der aua. aber was ich da an schwachsinnigen postings lese, da kommt mir das kotzen. offensichtlich glauben die leute tatsächlich, dass die flugbegleiter alles überbezahlte schmarotzer sind und froh sein müssen, dass sie dort überhaupt arbeiten dürfen.woher kommt nur der neid, denn was anderes kanns ja nicht sein,was diese leute zu diesen meinungen treibt.

Smart Drive
13
26.1.2012, 14:14
Den Leuten ist wohl nicht klar, dass die Lufthansa ohne Sparmanhamen liquidieren wird, und dann haben sie überhaupt keinen Job.

Wenn dass das Ziel der Gewerkschaften ist, dann sollen sie nur so weiter machen.

sitharta
00
26.1.2012, 22:46

Geb' Ihnen recht. Es ist kaum zu erwarten, daß die Deutschen übermäßig Geduld bei der versuchten Sanierung eines ehem. österr. Staatsbetriebes aufbringen werden. Unsere Gewerkafts-Maxeln haben halt noch nicht begriffen, daß Heilung schmerzhaft sein kann.

ela vie
10
26.1.2012, 14:28

na ja, dass das der lh am liebsten wäre, ist schon klar. und wenn das fluggeschäft kein geschäft mehr ist, dann soll sie es aber auch so machen und nicht so tun, wie wenn das personal schuld wär.

thrylos
02
26.1.2012, 14:08
Kein normaler Beruf

Den meisten hier ist nicht klar dass das fliegende Personal keinen normalen Beruf ausübt (zb regelmässige Bestrahlung) und was das Bodenpersonal betrifft , der Grossteil davon muss mit sehr niedrigen Gehältern auskommen, deswegen bleiben die wenigsten mehr als 2-3 Jahre im Betrieb.

Rene Stangeler
13
26.1.2012, 14:32
So schlimm es auch wieder nicht

Erstens hat das Bordpersonal im Verhältnis zu den Anforderungen (2 Monate Schulung und fertig ist die Saftschubse) keinen so geringen Lohn (etwa 1400 netto als Anfänger) und auch das Bodenpersonal macht grossteils Anlerntätigkeiten (am Checkin Schalter oder am Informationsschalter zu sitzen ist ja auch nicht sooo anspruchsvoll). Die Leute welche für die Innenreinigung der Flugzeuge, das Verladen des Gepäcks, Auftanken, Zubringerbusse usw zuständig sind verdienen alles andere als schlecht, die Fluktation ist eher gering. Es gibt alle 2 Jahre Biennalsprünge von 5% sowie nach einer Betriebszugehörigkeit von 25 Jahren Abfertigung in Höhe von 18 Monatsgehältern.

LHOS
00
27.1.2012, 17:22
So ein Schwachsinn

Dienstjahr - Grundgehalt - Flugzulage - Brutto
1 - 866,79 - 506,89 - 1.373,68€
2 - 866,79 - 506,89 - 1.373,68€

Dieses Gehalt enthält somit Nachtarbeitszeit, Wochenend- und Feiertagszulage etc.
Und diese Damen und Herren retten Ihren Ar.... wenn´s mal soweit ist.
Sie sind behördlich als Sicherheitspersonal vorgesehen und nicht dazu da Ihnen den Saft "rüber zu schupfen".

Rene Stangeler
00
29.1.2012, 18:51
Wusste nicht dass die Aua

so schlecht zahlt. Hab voriges Jahr den Gehaltszettel einer Anfängerin von Lauda Air gesehen und die verdient diese 1400 netto.

Wie mir eine der Kellnerinnen der Lüfte den Ar... retten soll erklären sie mir mal. Werde ich als Tandem auf den Rücken einer der Damen oder Herren geschnallt wenn das Flugzeug abstürzt um sicher an einem Fallschirm hängend zu landen?

Dass die Unfreundlichkeit und das Desinteresse am Kunden des Bordpersonals bei der AUA mittlerweile sprichwörtlich ist weiss jeder der sich mit anderen Vielfliegern unterhält. Beim Vergleich mit vielen anderen Fluglinien (Emirates, Qatar, Singapure, KLM, China) verliert die AUA sowieso.
.
Wenn ich einen grantigen, unwilligen Kellner sehen will gehe ich in ein Wiener Kaffeehaus.

Airbusflieger
00
29.1.2012, 21:46
Welches Jahr war ...

... voriges Jahr?
Die Lauda Air stellt seid ein paar Jährchen keine Flugbegleiter mehr ein! Die Anfängerin müßte so ca. acht Jahre dabei sein, da könnte es schon 1.400.- netto sein, da gibt es aber noch ein paar Besonderheiten die monatsweise das netto erhöhen, einmalig!

Airbusflieger
11
26.1.2012, 23:29
Saftschupse?

Gesetzlicher Auftrag der Flugbegleiter ist ihnen Saft zu bringen?
Die 1.400.- netto für Anfänger träumen sie, denn das bekommen sie nicht einmal brutto, falls sie den Unterschied kennen.

Rene Stangeler
00
29.1.2012, 18:57
Ah da schau, gesetzliche Aufträge

hat also das Servierpersonal der Lüfte. Die da wären das Video mit den Sicherheitsbestimmungen laufen zu lassen. Dafür zu sorgen dass die Klappen der Gepächsaufbewahrung geschlossen sind?
Bin schon gespannt wenn mir demnächst ein Taxler sagt er hätte den gesetzlichen Auftrag dafür zu sorgen dass ich mich anschnalle.
Aber, wenn selbst Hausmeister mittlerweile zum Facility Manager mutiert sind wundert es mich nicht wenn Stewardessen suggeriert wird dass sie einen gesetzlichen Auftrag haben.

Airbusflieger
00
29.1.2012, 21:48

Lesen sie die ZLPV und EU OPS, dann können wir weiterdiskutieren!

MacErik
06
26.1.2012, 13:56
Betriebsrat im Mittagsjournal

«Für das wirtschaftliche Gebaren des Unternehmens ist der Vorstand zuständig» «über das Papier [wo bei uns gespart werden soll] reden wir aber nicht.»

Solche Betriebsräte sind die Totengräber der Sozialpartnerschaft und der Arbeitnehmervertreter. Und das sag ich als Gewerkschaftsmitglied.

Airbusflieger
00
28.1.2012, 08:51
Das sagen sie als Gewerkschaftsmitglied?

Wissen sie überhaupt wozu die Gewerkschaft da ist?
Es gibt Grundsätze an die man sich in der Sozialpartnerschaft zu halten hat, diese wurden vom AUA Management gröblichst verletzt und dieses "Papier" würden die MEisten als Kampfansage sehen. Wir negieren den Schwachsinn und lassen die Pseudomanager in ihrem eigenen Unsinn absaufen, denn wer so überhöht muß damit rechnen das der Andere "ich will sehen" sagt.
Gleichzeitig ist LH nicht so dumm sich in die aktuelle Auseinandersetzung einzumischen, die bereiten bereits die nächste Stufe vor, Austausch/Streichung der Unsäglichen, immerhin braucht keiner über 20 "Manager" direkt unter dem Vorstand, oder?
Lean Management war doch mal ein Schlagwort, ein Schreckgespenst für AUA Manager.

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