Fast 10 Milliarden Euro

Japans Regierung übernimmt Fukushima-Betreiber Tepco

26. Jänner 2012, 06:30

Probleme wegen Entschädigungszahlungen für Opfer der Atomkatastrophe und Kosten der Aufräumarbeiten

Tokio (APA/Reuters) - Der japanische Atomenergiekonzern Tepco wird nach Angaben von wohlinformierten Kreisen einer Übernahme durch die Regierung zustimmen. Insgesamt soll rund eine Billion Yen (9,8 Milliarden Euro) an öffentlichen Geldern in den Konzern fließen und ihn damit praktisch verstaatlichen, hieß es am Donnerstag in Tokio. Der Konzern war nach dem Unglück in seinem AKW in Fukushima in Schwierigkeiten geraten.

Verhandlungen über eine Entschädigung für die Opfer der Atomkatastrophe und die Kosten der Aufräumarbeiten hatten die Zukunft von Tepco zuletzt infrage gestellt. In Vorschlägen der Regierung hieß es zuletzt, ein staatlicher Entschädigungsfonds solle eine Zwei-Drittel-Mehrheit an dem Konzern übernehmen. Tepco werde nach der Übernahme eine weitere Billiarde Yen an Bankkrediten aufnehmen, hieß es in Tokio. (APA)

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25 Postings
Logyal
00
22.2.2012, 22:15
Do it yourself

Der Steuerzahler übernimmt Tepko, seine Haftung und den angerichteten Schaden und zahlt sich selbst Schadenersatz...

Nick Not
01
26.1.2012, 19:11

gut das Atomstrom so billig ist...

TheNepomuk
00
26.1.2012, 10:22

Die sind nicht versichert, oder?

Wolf X
00
26.1.2012, 11:58
Doch!

Auf umgerechnet 1.6 Mrd. $, der Gesamtschaden betägt geschätzte 300 Mrd. $.

nix fir unguad
20
26.1.2012, 13:13
Da haben Sie aber die Tsunamischäden auch gleich miteingerechnet!

Naja, wenn schon denn schon. Versuchen kann mans dass TEPCO auch gleich all die Tsunamischäden mitbezahlt.
Wahrscheinlich ist der Tsunami nur gekommen weil dort ein Atomkraftwerk steht? Alles ist möglich. Gott wollte wahrscheinlich dass die Menschheit mit dem phööösen Atom aufhört.

Martin Müller10
 
113
26.1.2012, 08:43
Eine Schweinerei sonder gleichen! Gewinne privatisiert Verluste

sozialisiert. Aktionäre enteignen und Dividenden rückfordern!

nix fir unguad
12
26.1.2012, 13:28
Da schlägt wieder einmal die deutonische Bestrafungsmentalität voll zu!

Es gibt auch eine andere Mentalität wo man sagt: 'shit happens, lets try to fix it'.
Die Eigentümer sind die Bürger Tokios, Leute die eine Altersvorsorgeversicherung haben etc. TEPCOS Marktwert ist von ca. €33 Milliarden auf 3Mrd gesunken. Das haben unschuldige Bürger anteilsmässig verloren.
Nun bringt der Staat ca 10Mrd in das Unternehmen ein und bekommt dafür 2/3 des Unternehmens. Wenn in absehbarer Zeit TEPCO seine restlichen AKWs wieder in Betrieb nehmen kann, dann fallen die Ölkäufe weg und es wird wieder Gewinne schreiben können. Da der Börsenwert meist in einem bestimmten Verhältnis zum Gewinn steht steigt auch wieder der Aktienwert. Die10Mrd sind dann bedeutend mehr wert und die Anleger haben nicht alles verloren.Einfache Rechnung

Einundzwanzig
00
26.1.2012, 12:59

Dividenden rückfordern? Warum nicht gleich alle Aktionäre enteignen?

nix fir unguad
00
26.1.2012, 12:40
Pech ist nur dass die Eigentümer Bürger sind so wie Sie

WBR
01
26.1.2012, 07:50
Billionen, nicht Billiarden

1 Yen ist etwa 0,01 Euro.
9,8 Milliarden Euro sind also etwa 1000 Milliarden Yen, eine Billion.

Redaktion derStandard.at/Panorama
01
26.1.2012, 09:37
Sie haben völlig Recht, wir haben das ausgebessert.

buena1vista1
00
26.1.2012, 08:45
Sei doch nicht so kleinlich ....

da wurde sicherlich ein Heute/Krone Schreiberling engagiert .... :-)

Mathias Steinlaus
 
00
26.1.2012, 14:04
eigentlich ...

.. ist ja wieder mal die APA schuld ;-)

Jake Gittes
04
26.1.2012, 07:27

Voll rentables Kraftwerk.

Peace 4 Libya
03
26.1.2012, 07:27

Ok. Verstaatlicht. Wo ist die Haftung der Aktionäre und Anteilseigner?

Wolf X
01
26.1.2012, 12:03
Die Aktionäre und Anteilseigner

haften bis zur Höhe ihrer Einlage - das ist bei juristischen Personen international üblich.

Da die Katastrophe durch ein Erdbeben und einen darauffolgenden Tsunami ausgelöst wurde und die staatlichen Auflagen weitgehend eingehalten wurden, ergibt sich auch keine persönliche Haftung.

Peace 4 Libya
00
26.1.2012, 18:39

Der Konstruktionsfehler von Beginn an.
Das Erlauben von "Externalisierung" von Kosten.

Bloß hat die Externalisierung die Grenzen des Machbaren überschritten, der Planet ist seit langem zu klein für diese "Kosten".

nix fir unguad
11
26.1.2012, 20:01
In der Nukleartechnik ist die grosse Mehrheit der Externen Kosten internalisiert

Das kann man bei der fossilen Erzeuung sicherlich behaupten. Bei der Internalisierung von Externen Kosten bei den Erneuerbaren und da im besonderen bei der WindKW bin ich eher skeptisch.
Bestrebungen der weiteren Internalisierung von Kosten der Nukleartechnik und hier im besonderen bei Unfällen sind im Gange.

Peace 4 Libya
00
27.1.2012, 11:10

Schön wäre all das, die "kostenlose" Energieversorgung, keine Auswirkungen, etc.

Suchen Sie mal nach "Onkalo", sehen Sie sich den Film zum Thema "Endlagerung" an, die dort sprechenden Experten sagen, vor allem zwischen den Zeilen, alles aus über die Hoffnungslosigkeit des ganzen Verfahrens.

Takis
06
26.1.2012, 07:20

War ja klar... Die Kosten waren vorher nicht im Strompreis inbegriffen, sonst hätte den auch niemand gekauft. Bei uns in Europa ist es nicht anders.

Tintifax der ... Druide!
00
26.1.2012, 07:43

Ja, mit der Kostenwahrheit haben wirs echt nicht so - vor allem im Energiesektor...

mika33
31
26.1.2012, 10:12
Wenn sum Kostenwahrheit ginge, dann würde in Mitteleuropa keine

Photovoltaikanlage stehen.

Tintifax der ... Druide!
01
26.1.2012, 11:15
NaJa...

... dann rechnen wir doch mal die negativen Externalitäten von Erdöl, Erdgas oder Kohle...

Vom Treibhauseffekt über Umweltkatastrophen (Golf von Mexiko, Nigerdelta, Tankerunglücke, ...) bis hin zu Gesundheitsschädlichen Abgasen und erhöhtem Krebsrisiko und damit verbundenen Belastungen der Krankenkassen.

Und dann bedenken wir noch, dass sich in der Entwicklung der Solartechnik sehr viel mehr Potential versteckt, als in den oben genannten, und dass sich die Kostenstruktur bei Öl usw. durch wachsende Nachfrage in China/Indien/Indonesien wahrscheinlich bald ganz anders darstellen wird ...

Also ich glaube, Ihr Argument ist etwas kurzsichtig.

nix fir unguad
30
26.1.2012, 14:50
Blödsinn, um das was die PV bei uns sauberer ist wird in China mehr verschmutzt

Und rechnen Sie mal die Wertverluste der Häuslbesitzer in der Nähe von Windkraftanlagen aus dann kommen Sie auf eine Stolze Summe.

Tintifax der ... Druide!
00
27.1.2012, 07:44
Voreingenommenes Geschwafel.

Hier eine schweizer Studie, die sich unter anderem mit dieser Thematik auseinandersetzt:

http://www.streifzuege.org/wp-conten... tums-1.pdf

Wird für Ihre kognitive Dissonanz wohl schon egal sein, aber vielleicht nicht für jeden, der dieses Forum liest. Mit Dogmatikern diskutieren ist immer so eine Sache...

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