"Revolution 3.0"

"Widerstand kommt nicht nur im Che-Guevara-Leibchen daher"

Interview | Anna Giulia Fink, 26. Jänner 2012, 10:47
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    Einer der beiden Autoren: Matthias G. Bernold.

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Matthias G. Bernold, einer der Autoren von "Revolution 3.0", über die neuen Instrumente von Protestbewegungen in aller Welt

In "Revolution 3.0" geht der österreichische Journalist Matthias G. Bernold gemeinsam mit Co-Autorin Sandra L. Henaine der Frage nach, ob soziale Netzwerke, die Verbreitung von Mobiltelefonen und der freiere Zugang zum Internet die Menschen zu widerständigeren Bürgern machen. Anhand von zehn Aktivisten rund um den Globus recherchierten sie unterschiedliche Benutzungsarten von Twitter, Facebook und Co. und untersuchten, welchen Einfluss sie auf die reale Welt haben. "Die Leute ziehen sich nicht mehr ins Netz zurück, um sich dort zu verbinden", sagt Bernold im derStandard.at-Interview, "sondern das, was sich im Netz verbunden hat, wirkt sich auf die reale Welt aus."

***

derStandard.at: Sie haben zehn Personen und ihre Instrumente, also ihre jeweils unterschiedlichen Benützungsformen des Internets, porträtiert. Gab es einen roten Faden? Nach welchen Kriterien wurden die Personen ausgewählt?

Bernold: Teilweise haben wir Figuren ausgewählt, die sehr bekannt sind, wie etwa die Isländerin Brigitta Jonsdottir. Und teilweise - und das war das Spannende an diesen Revolutionen - sind es ganz normale Durchschnittsbürger, die auf einmal zu so etwas wie Helden wurden. Die Auswahl in Ägypten etwa verlief sehr zufällig. Wir sind in die Blogger-Szene reingekommen, in die intellektuelle, technologieaffine Jugendbewegung. Da standen viele spannende Leute zur Auswahl. Wir haben uns dann für Sarrah, die Frauenaktivistin, entschieden, weil sie unserer Meinung nach stark diese politisierte Jugend symbolisiert. Sie sagt ja von sich selber, dass sie eigentlich erst am 25. Jänner, am Tag der Revolution, geboren wurde, also ab dem Zeitpunkt, wo sie ein politischer Mensch wurde.

derStandard.at: Sie haben noch vor Ausbruch des Arabischen Frühlings begonnen zu recherchieren. Was war der Auslöser für Ihr Buch, und wäre es ohne Ausbruch dieser Revolten anders ausgegangen?

Bernold: Diese ägyptische Radiomacherin als Vertreterin des Feminismus wäre so oder so aktuell gewesen. Wir wollten von Anfang an das ganze Spektrum des Widerstandes abdecken - dass auf einmal die Sache im arabischen Raum explodiert ist, war natürlich reiner Zufall. Für mich waren die Auslöser die "Farbrevolutionen" im Jahr 2009, etwa in Moldawien oder im Iran. Ich habe damals nicht fassen können, was da alles über YouTube hereinkam. Das waren scheinbar aus dem Nichts organisierte Jugendbewegungen. Diese Dynamik, die durch die Verwendung der neuen Technologien entsteht, hatte damals wenig Vergleichbares. Man hat auf einmal gesehen, wie das Internet überall eine Rolle zu spielen begann, nicht nur auf nationaler, sondern auch auf lokaler Ebene, auf der Ebene von Bürgerinitiativen.

derStandard.at: Sieht man sich die ausgewählten Personen an, fällt einer aus dem Rahmen: der neoliberale, wohlhabende Schweizer Geschäftsmann Daniel Model, der sich aus Protest gegen den in seinen Augen gierigen Sozialstaat einen ästhetischen Modellstaat aufbaut.

Bernold: Das stimmt. Unser Anliegen war es, das gesamte gesellschaftliche Spektrum abzubilden und darzulegen, dass Widertand nicht nur im Che-Guevara-Leibchen daherkommt, links ist und Rastalocken haben muss. Daniel Model ist eine spannende Figur, weil er so etwas wie die Renaissance des Schweizer Geldadels bedeutet, mit ultraliberalen und für unser Empfinden fast autoritären Zügen. Er ist ein Autokrat im reinsten Sinne, auch wenn man sich seine Firma anschaut und die Art, wie er sie führt. Er hat aber zugleich eine politische Agenda und steht in der ohnehin schon konservativen Schweiz als Kontrapunkt da. Diese Revolution von rechts, die er andenkt, hat uns interessiert. Auch um dieses Klischee zu sprengen, dass Revolutionen immer links beginnen müssen. Das hat ihn so spannend gemacht, obwohl er während der Recherche mit seinem Online-Fernsehsender baden gegangen ist.

derStandard.at: Hillary Clinton hat die neuen Netzwerke mit der Wirkung der Atomkraft verglichen. Sie könnte eine Gesellschaft und ihre Regierung mit Energie versorgen, aber sie auch zerstören.

Bernold: Es gibt keine Technologie, die ausschließlich positiv zu bewerten wäre, und selbstverständlich wird Technologie von jeder politischen Macht genutzt. Natürlich kann man Facebook dazu nutzen, wichtige Informationen hinauszutragen, genauso wie man es dazu benutzen kann, Leute zu überwachen. Jeder Technologie wohnt natürlich die Gefahr des Missbrauchs inne.

derStandard.at: Der "Digitalblog" der "Süddeutschen Zeitung" hat sich neulich mit einem 2007 erschienenen Artikel des "New York Magazine" mit dem Titel "Kids, the Internet, and the End of Privacy: The Greatest Generation Gap Since Rock and Roll" auseinandergesetzt. Können Sie der Idee, dass sich der Generationenkonflikt von heute entlang der Konfliktlinie Internet abspielt, etwas abgewinnen?

Bernold: Definitiv hat die Gesellschaft, wie sie sich heute darstellt, mit der vor 15 Jahren sowie mit ihrer Arbeitsweise überhaupt nichts mehr zu tun. Angefangen bei der Arbeit von Journalisten. Technische Veränderungen finden so rasant statt; wer nicht mitmacht, bleibt irgendwann draußen stehen. Ob das nun wirklich den einen Generationenkonflikt erzeugt, vermag ich nicht zu sagen. Meine Mutter etwa benützt auch Facebook und Skype. Aber die Art und Weise, wie ich das Internet verwende, ist natürlich eine andere. Leute, die ein gemeinsames Ziel verfolgen, organisieren sich wohl eher altersübergreifend.

derStandard.at: Ist der Mangel von Führungspersonen im virtuellen Protest, der lange als Vorteil galt, langfristig gesehen ein Nachteil?

Bernold: Die Frage ist, was den Erfolg einer Revolution ausmacht. Spannend an vielen Internet-Revolutionen ist die Frage, wie so ein basisdemokratisch-anarchistisches Konstrukt entsteht, wie spontan und schnell es passiert und sich wie ein Lauffeuer entwickelt. Aber auch, wie schwer es ist, diesen Widerstand auf Dauer aufrechtzuerhalten. Das beste Beispiel dafür ist die "Uni brennt"-Bewegung, die innerhalb von kürzester Zeit einen gewaltigen Effekt erzielt hat in ganz Europa und dann in sich zusammengebrochen ist, als das Interesse weg war. Daran hat man gesehen, dass solche Entwicklungen durch das Fehlen einer Hierarchie, von Sprechern oder Assoziation, nicht dauerhaft sind.

Da gilt meiner Meinung nach dasselbe, was Aldon D. Morris gesagt hat, einer der bekanntesten Chronisten der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung. Er hat Erfolgskriterien für Revolutionen festgemacht. Die amerikanische Bürgerrechtsbewegung war bekanntlich getragen von der schwarzen Kirche und von charismatischen Predigern, aber das seiner Meinung nach Wichtigste war, dass man eine Organisation hatte, auf die die Protestbewegung zurückgreifen kann. In dem Fall war das sehr stark die Kirche, die in den Staaten irrsinnig gut organisiert war. Wenn man das überträgt auf unsere Situation und sich anschaut, wer die Widerstandsbewegungen sind, die Erfolg haben, dann sieht man etwa, dass sich in Ägypten jene durchgesetzt haben, die seit Jahren politische und soziale Strukturen aufgebaut haben, also die Muslimbrüder, nicht die intellektuellen, internetaffinen Studenten.

derStandard.at: Muss man sich letztendlich eingestehen, dass die etablierten politischen Eliten und Netzwerke mehr normative Kraft besitzen als die virtuelle Welt?

Bernold: Nein, das möchte ich so nicht stehen lassen. In Island sieht man, wie sich nach dem Finanzcrash aus Bürgerinitiativen und Online-Widerständen eine Partei geformt hat, die nicht den klassischen Parteikriterien entspricht. Eine Partei, die sich für eine bestimmte Zeit mit einem bestimmten Ziel zusammenschließt: mehr Demokratie und radikale Pressefreiheit, das Umbauen Islands zu einer Schweiz der Bytes. Man kann sich dieses anarchistischen Elements also erfolgreich bedienen - man muss allerdings smart sein und vermutlich auch Kompromisse eingehen, damit das Feuer, das man angezündet hat, nicht wieder erlischt.

derStandard.at: Wie etwa die Piratenpartei in Berlin?

Bernold: Genau. Ein prototypisches Beispiel, an dem man sieht, wie eine Internetbewegung sich auf einem etablierten Feld manifestiert.

derStandard.at: Ihr Erfolg rührt ja auch daher, dass man den heutigen Politikern nicht mehr vertraut und mehr Transparenz fordert. Der in Karlsruhe lehrende Philosoph und Medientheoretiker Byung-Chul Han stellte in der "Zeit" unter dem Titel "Transparent ist nur das Tote" die These auf, dass die Überhöhung der Transparenz die Gesellschaft nicht freier und demokratischer mache, sondern nur neue Zwänge erzeuge und letztlich ein Klima des Verdachts nähre.

Bernold: Ich bin prinzipiell der Meinung, dass Transparenz der Gesellschaft gut tut. Man vergleiche nur die skandinavischen Länder, wo Gehälter offenliegen und staatliches Handeln nachvollziehbar ist, mit Österreich, wo mit Hilfe von Amtsgeheimnissen und anderen Vorwänden alles abgeschmettert wird. Dieser merkwürdige Transparenzbegriff und dieser Schutz der Verwaltung gegen jeden, der etwas erfahren möchte, ist ein negativer Trend. (fin, derStandard.at, 25.1.2012)

Kommentar posten
23 Postings
emouse
00
27.1.2012, 02:45

ich denke, dass hilary clinton in dem statement hier etwas usurpiert (nämlich den kampf gegen menschenrechtsverletzungen, weil jetzt, wo anarchische zustände in den ländern herrschen, ist die usa abgemeldet!!!) bzw. tut sie das nicht, dann zeigt die netzwerk-revolution - die meines erachtens nur mit hilfe der weltmedien und durch politische allianzen möglich war - ihre schwäche: man kennt diejenigen, die etwas fordern, und ihre motive und zukunftsvorstellungen nicht.

Erwin Wolfram
00
27.1.2012, 01:26
Uebersetzung

Nachdem die Verwaltung bei jeder Ungerechtigkeit ursaechlich ist und sich versucht an den eigenen Straftaten gesundzustossen lasse ich mich in die Rolle des "Widerstands" draengen - dazu muss ich "suchen" und "erforschen".

Renegade Hardware Ltd.
11
26.1.2012, 23:50
Netter Revolutionsbart!

tri tra trallala
02
26.1.2012, 22:24
3.0 ??

Oder doch nur 2.0S ?

Europa geht pleite, wer geht mit?
 
12
26.1.2012, 20:48
Widerstand entsteht durch Aktivität, nicht durch demonstrieren!

Wer etwas ändern will, darf selbst damit beginnen, die Dinge in diese Richtung zu drehen. Dabei wird das eigene Leben bereichert.
Demonstrieren, protestieren usw. ist eine falsche Geisteshaltung: Der Demonstrant verlangt durch den Akt des Demonstrierens, dass jemand anders Ihn hören und seine Forderungen umsetzen möge (was natürlich nie geschieht).
Schade, in dieser Zeit hätte er einen konkreten Plan für die Verbesserung seiner Umstände machen können!

Das eigene Posting kann nicht bewertet werden.
00
29.1.2012, 12:18

Irgendwo müssen die Leute, die etwas ändern wollen, allerdings eine Basis finden. Da hilft es, wenn in Form von Demonstrationen eine Infrastruktur für Meinungen und Maßnahmen vorhanden ist.

Darüber hinaus wäre das Mittel der (friedlichen) Demonstration von der Idee her ein gesellschaftlich sehr reifes, pazifistisches Instrument. Und wenn es ernst wird - wie im Arabischen Frühling - verschmelzen außerdem die Grenzen zwischen Demonstration und Aktivismus.

Träume sind Schäume.....
33
26.1.2012, 19:07
Die "Che-Guevara-Leibchen" Typen waren immerhin noch lustig drauf

Kreischen irgendwas von Freiheit und Revolution, während es im Che Musterland Kuba nicht mal freie Internetzugänge gibt noch je geben wird.

Schon gar nicht für den Privatgebrauch.
Festnahme und Abschiebung wären da noch ein gutes Besserungsmittel......

neunundneunzigluftballons
00
26.1.2012, 22:48

Wenn du mit freie Zugänge, unzensiert meinst, hast du Recht. Wenn du damit aber private Anschlüsse meinst, dann liegst du falsch.
In Kuba können sich Privatpersonen sehr wohl einen Web-Anschluss zulegen (muß aber genemigt werden).

Dank des US-Embargos gibts aber nur sauteure und lahme Satelliten-Anschlüsse und keine wesentlich billigere Kabelanschlüsse, deswegen können sich so oder so, nur wenige einen Zugang leisten - zensiert hin oder her (betrifft meist auch nur Seiten von Exil-Kubanern - bzw. von div. US Behörden).

Auch können die Einheimischen seit einiger Zeit auch die für Touristen vorgesehenen Terminals in den Hotels benutzen, müssen aber genauso wie wir dafür zahlen.

Louis Gara
02
26.1.2012, 19:02

sidestep:

jetzt sind wir also offensichtlich in der phase angelangt, in der jede menge kreativschreiberlinge alles mit 3.0 versehen.
über einen langen zeitraum reichte ja noch 2.0 um irgendwie schickes coolwording zu betreiben.

bin ja schon gespannt, wann wir in die phase 4.0 eintreten. muss mir wohl in 1-2 jahren mal wieder ein neon kaufen - da gibts das dann sicher schon in irgendeiner headline oder einem buchtipp...;-))

einkaufen 4.0 / neue shoppingtrends...

Das eigene Posting kann nicht bewertet werden.
00
29.1.2012, 15:39

Ich finde das 3.0 ebenfalls peinlich; v.a. deshalb, weil die besprochenen Kanäle definitionsgemäß der Kern vom Web 2.0 sind. Hat ohnehin lang genug gedauert, bis man vom Hype-Begriff weg zu einer relativ klar festgesteckten Bedeutung kam.

Der Inhalt für sich wirkt dennoch interessant und das an dem, was auf dem Cover steht, nicht selten auch diverse Krämerseelen basteln, ist weitläufig bekannt.

Johannes99
00
27.1.2012, 06:25
Trifft's sehr gut, dieser sidestep

früher war's die Buschtrommel oder die Uni-Rampe. Dauerte halt länger, mobilisierte aber jene, die auch tatsächlich ihren A... hochkriegen. "1.0", "2.0 "3.0" oder "1 hoch x" sind Buschfeuer, die meist schneller versanden, als sie aufgeflackert sind. Das geht auch aus dem Interview recht gut hervor.
In Ägypten wären halt nicht 100.000, sondern "nur" 50.000 am Tahirplatz gewesen. 99.000 sind dann irgendwann wieder heimgegangen, die verbliebenen 1000 stehen allein und im Stichgelassen da, die eigentlichen Helden der Revolution. Warum? Weil sie sich auf keine Organisation draufsetzen konnten.

chrilly donninger1
413
26.1.2012, 14:23
Ich zwitschere nicht, hab auch keine Gesichtsbuch

Zugang. Nicht einmal ein tragbares Telefon oder Fernseher.
Trotzdem bin ich nicht von Gott und der Welt abgeschnitten bzw. bekomm nichts mehr von dieser Welt mit. Ich habe auch mindestens so viel Einfluss auf diese Welt wie der durchschnittliche Zwitscherer.

Das wirklich Neue ist, dass Greise heute teilweise die Revolutionäre Vorhut sind und die Jugendlichen vielfach träge Säcke sind. Der 94 Jährige Stephane Hessel hat noch mehr Feuer im Hintern wie viele 19-Jährige Coach-Potatoes.
Es wird auch die gesellschaftliche Arbeit in den diversen Vereinen überwiegend von Älteren Menschen getragen. Den verwöhnten Konsumwapplern ist es fremd aus sozialer Verantwortung auch nur einen Finger zu rühren. Da reichts nur mehr zum "Gefällt mir" Button.

byron sully
10
26.1.2012, 16:00

da liegen sie vermutlich nicht so falsch. ich kriege z.b. von demos, die es in wien gibt, heute ähnlich viel mit wie in der zeit, als ich noch kein internet hatte.

milo66
04
26.1.2012, 15:56

In einem interview auf ö1 vor einigen tagen hat bernold sehr wohl gesagt, dass in jeder erfolgreichen revolution der moment kommen muss, in dem die leute ihren a**** hochkriegen und zu handeln beginnen, dass es also nicht reichen kann, im internet zu agieren, dass dieses aber ein wertvolles kommunikationsinstrument sein kann. Darauf wird er hier halt nicht angesprochen. Im übrigen gibt es sehr wohl sinnvolle nutzungsmöglichkeiten der neuen medien, insbesondere dort, wo es um vernetzung geht, insbesondere solche, die über den regionalen raum hinausgeht. Die nutzung neuer medien ist nicht mit unkritischem konsumverhalten gleichzusetzen, was einem allerdings nur klar ist, wenn man die neuen medien auch nutzt.

NirvanArchie
28
26.1.2012, 14:48
naja es g ibt halt sinnvolle/kritische Nutzung neuer Medien

und unreflektiertes Nachmachen, wie überall. Sehe ich mir meine kleinen Schwestern (grade mal 18) an, kann ich besser nachvollziehen, wie der Durchschnitt der Jugend heute mit Konsum, Medien und Informationsbeschaffung umgeht bzw welches Gewicht kritische Betrachtungen in diesem Konsumverhalten haben: wenig! Hoffe aber, dass das (wie auch bei mir Jahre später) noch kommen wird, wenn der neugierig und kritische Geist im Lauf der Zeit über die kapitalistische Gehirnwäsche siegt. Überwinden der Indoktrinierung ist immer schwierig, aber niemals unmöglich, für Jung wie für Alt. Ist halt persönlichkeitsabhängig; Gratulation all jenen, die sich aus diesem Netz befreien, egal welchen Alters!

Oedipus
32
26.1.2012, 21:00

Na wer da wohl indoktriniert ist :)
Ihr Geist ist vieles, aber bestimmt nicht kritisch :)

NirvanArchie
00
27.1.2012, 15:06
Werde Ihre tolle Ferndiagnose nächsten als Argument verwenden, wenn meine Umgebung mal wieder meint, ich wäre zu kritisch...das wird die voll aus den Socken kippen :)

oder nicht, das bleibt dahingestellt.

Zumindest ist mein Geist offen und stellt Fragen, das allein reicht heut ja schon, um als suspekt, ja manchmal sogar als gefährlich betrachtet zu werden.

In diesem Sinne: Der pessimistische Ansatz führt seit Jahren nur in einer Richtung: im Jammerkreis herum; da ist mir der optimistische, wenn auch leicht naive, rosa-bebrillte Ansatz doch lieber, da kommen wenigstens im Einzelnen konkrete Lösungen für konkrete Probleme raus weil die Menschen das Mögliche sehen WOLLEN anstatt nur zu schimpfen wer an all diesen komplizierten Weltverschwörungen nun schuld ist ...ganz unkritisch, dafür aber praktisch betrachtet jetzt :)
Cheers bro, and always do what Mummy tells you!

chrilly donninger1
37
26.1.2012, 14:03
Versionen-Flut

Es ist man schon bei Version 3.0.
Keine Ahnung was 1.0 und 2.0 sind und wie sich die von 3.0 unterscheiden. Möglicher Weise gibts auch 2.5 und dann 3.1.
Aber um irgendwelche genauen Begrifflichkeiten gehts im heutigen Journalismus nicht. Es werden nur im immer schnelleren Tempo neue Begriffe erfunden. Man interviewt willkürlich 10 Leute und hat schon eine neue Revolutionstheorie.

Harald Schett
44
26.1.2012, 11:19

Beim ersten "spannend" hab ich aufgehört zu lesen.

chrilly donninger1
10
26.1.2012, 20:58
"Spannend" ist auch eines meiner Schlüsselwörter

Da weiss man, dass der BlaBla-Faktor steigen wird.

milo66
33
26.1.2012, 13:15

Genau - nur immer schön den kopf in den sand, damit man ja nicht in gefahr kommt, die eigenen vorurteile hinterfragen zu müssen!

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