Salzburg

Wasserkraftwerk soll die untere Salzach sanieren

25. Jänner 2012, 18:00
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    Das geplante Kraftwerk im Norden der Stadt Salzburg soll 90 Gigawattstunden Strom pro Jahr produzieren und die untere Salzach bremsen.

Naturschutzbund ist gegen die Verbauung und hält an Aufweitung des Flussbetts fest

Salzburg - Die mehrfache Regulierung der Salzach hat sie zu einem Sanierungsfall gemacht. Durch die höhere Fließgeschwindigkeit gräbt sich die untere Salzach immer tiefer in ihr Flussbett. Nun muss die Flusssohle stabilisiert werden, um einen Sohledurchbruch zu verhindern. Ein Wasserkraftwerk bei Anthering soll nicht nur die untere Salzach bremsen, sondern auch 90 Gigawattstunden Strom pro Jahr produzieren, so das Konzept der Österreichisch-Bayrischen-Kraftwerke AG (ÖBK).

Durch acht beweglichen Erzeugungsmodule, die angehoben oder abgesenkt werden können, solle Hochwasser abgeführt und Geschiebe durchgelassen werden, erläutert der technische Vorstand der ÖKB Herfried Harreiter. Über den Modulen soll zudem eine Rad- und Gehwegbrücke entstehen. Die Anlage würde die Fließgeschwindigkeit der Salzach reduzieren und so eine weitere Eintiefung verhindern. Dabei soll die stark geschützte Region - die untere Salzach ist Natura-2000-Gebiet - im vollen Umfang erhalten bleiben, betont ÖBK-Vorstand Johann Strobel. Durch den höheren Wasserstand werden auch die Auwälder vom Austrocknen geschützt. Gleichzeitig könnten die Sanierungsziele ohne öffentliche Mittel erreicht werden.

Für den Naturschutzbund ist das neue Konzept keine Alternative zur Aufweitung des Flussbetts, die die Salzach natürlich bremsen soll. "Kraftwerke müssen bei den letzten unverbauten Flusslandschaften weiterhin tabu sein" , betont Hans Kutil vom Salzburger Naturschutzbund. Österreichweit würden bereits 70 Prozent aller Flussstrecken zur Stromerzeugung genutzt. (Stefanie Ruep, DER STANDARD; Printausgabe, 26.1.2012)

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Posting 1 bis 25 von 57
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r_f
00
30.1.2012, 21:54

Nach dem deutschen Ausstieg vom Ausstieg vom Ausstieg aus der Kernenergie konnte man ja mit großer Sicherheit darauf wetten, dass die Bayern wieder mit den alten Plänen daherkommen.
Und bei aller meiner Sympathie für die Anliegen des Naturschutzbundes, aber unter einer "unverbauten Flusslandschaft" stelle ich mir beileibe was anderes vor, als den bisherigen "Salzachkanal" zwischen Salzburg und Oberndorf.

Toni Gruber
00
30.1.2012, 15:33

eine Aufweitung der Salzach wäre wichtig die schießt zwischen Oberndorf und Burghausen dahin wie eine trostlose Autobahn, nach der Regulierung im 19. Jahrhundert

parapente
00
27.1.2012, 08:58
STROM ??

Wer braucht den schon!

GE ORG!
 
01
26.1.2012, 18:02

keine atomkraft, keine kalorischen kraftwerke, keine windanlagen, keine wasserkraftwerke, ...

tja dann gibts halt keinen strom (und keine derstandard.at webausgabe) wenn die "grünen" sowiso jede form von energiegewinnung ablehnen!

Ja bitte
00
27.1.2012, 16:15
Deshalb bin ich halt auch FÜR Ökologie und

Landschaftsschutz aber GANZ betimmt kein Grüner (mehr)!
Die meisten "alternativ"-Energien(Wind, Solar) stehen ohnehin vor einem komplett ungelösten Stromspeicher und Netzausbau-Problem! Zu glauben damit unsere Energieprobleme lösen zu können ist fast noch naiver als "War for peace" oder "fucking for virginity".
Ein Beispiel wie es tatsächlich geht ist im Gegensatz dazu zum Beispiel das französische Nuklearprogramm!

verleih nix
00
26.1.2012, 14:38
brauch ma net

strom kommt ohnehin aus der steckdose, wozu dann kraftwerke?

Ruth Schlabbeeritzka-Pangl
00
26.1.2012, 13:16
Aber wirklich net!

Das wär' ja noch schöner! Jedes Projekt im Rahmen der Energiegewinnung muss sofort von den "besorgten Bürgern" hintertrieben werden. Eine sofortige Gründung der Bürgerinitiative "Pro Salzach" unter Federführung der Grünen ist unumgänglich. Ausserdem erwarte ich ab morgen im Bereich des geplanten Kraftwerks mindestens einen Grünling an jeden Baum gekettet. Sonst wähl' ich nächstes Mal die Konkurrenz!

viet
01
26.1.2012, 11:08
Gegen Hainbrug - für Anthering!

Es wären zwei Fliegen auf einen Schlag! Energiewende muss auch gelebt werden.

Ja bitte
01
26.1.2012, 17:59
In Ihrer Rechnung fehlt halt nur die Beantwortung

der Frage wo Sie die anderen 20 vergleichbar großen Kraftwerke hinstellen wollen?! Hainburg würde nämlich mehr als 20x soviel Energie erzeugen!
Und wenn Sie wirklich ALLE Gas-, Öl- und Kohle-Kraftwerke ersetzen wollen würde nicht einmal das zu-betonieren ALLER möglichen Wasserkraftwerks-Standorte reichen.
Ohne Hainburg und Wachau bringt das nämlich "nur" 13TWh/Jahr mit diesen beiden Großprojekten 18TWh. - Uns fehlen im Moment aber ~25TWh!
3AKW wie im ursprünglichen Österreichischen Atomprogramm geplant würden aber GENAU diese Menge an Strom produzieren: ohne einen einzigen weiteren Fluss/Bach zuzubetonieren und ohne einen einzigen Baum in einem Biomassekraftwerk zu verheizen!

Bessermacher
00
26.1.2012, 22:22
Ist aber nicht die gewollte Wende!

Wasserkraft darf und soll ja nicht die gesamte Engergiewende tragen - da gibt es noch Sonne, Wind, Bioenergie und viel Einsparungspotential bei uns allen.

Ja bitte
00
26.1.2012, 23:24
"...die gewollte Wende"

Es ist dann halt nur die Frage wer diese Art der Wende dann eigentlich noch haben will und ob dieses "wenden" nicht längst zum un-hinterfragten Selbstzweck geworden ist??
Weder Wind, noch Sonne sind aus technischer Sicht überhaupt in der Lage ALLE kalorischen Kraftwerke zu ersetzen, denn diese liefern nur dann Energie wenn zufällig die Sonne scheint oder der Wind geht! Nicht einmal unsere Pumpspeicherkraftwerke können dieses Problem lösen weil diese gar nicht genug Speicherkapazität haben um (duchaus mögliche!)Wochenlange Flauten und monatelange Niedrigwasserperioden zu übertauchen!
Auf der anderen Seite würde es noch nicht einmal reichen ALLE Stromkraftwerke CO2 frei zu machen um unsere mickrigen Klimaschutz-Ziele zu erreichen!

Ja bitte
00
26.1.2012, 23:24
(2)Österreich Emittierte 2010 84,6MioTonnen CO2 in die

Atmosphäre, erlaubt wären nach EU-Zeil nur 68,8Mio!
Die E-Wirtschaft alleine verursacht davon 14,6Mio, es fehlen also noch IMMER 1,2Miot!
Wärmedämmung, Wärmepumpenheizungen, Solarthermie, dies Dinge werden wir also trotz umfassender Lösung für die Stromerzeugung NOCH ZUSÄTZLICH brauchen!
Und dabei sind auch die EU-Ziele für den Klimaschutz noch zu bescheiden: Ein echter Schutz des Klimas würde nur ~20% der heutigen Emissionen zulassen, das wären dann nur mehr ~17Miot! -Wie SOO viel einsparen? - Wärmepumpen sparen zwar Heizenergie, brauchen aber erst recht Strom. Elektro- und PlugInHybrid-Autos können zwar Benzin/Diesel ersetzen brauchen aber STROM!
Wenn ich möglichst schnell und effektiv das Klima schützen wollte müsste ich vermutlich sogar

Ja bitte
00
26.1.2012, 23:24
(3) deutlich mehr als 3AKW bauen: Der ganze Erdgasmarkt(Kochen, Wärme, Industrie):

Vieles davon könnte man theoretisch mit Wasserstoff ersetzen(den man über das selbe Netz verteilt!). Aber Windkraft, Solar usw. Strom sind ansich schon in der Herstellung viel zu teuer: Windstrom kostet in Ö ~9ct/kwh, Solarstrom gar 20ct, die Niedrigtemperaturelektrolyse mit der man den Wasserstoff daraus erzeugen würde kostet bei einer für Wind- u. Solarstromproduktion typischen Auslastung von ~3600h/Jahr nach Schätzung des Deutschen Bundesumweltamts alleine 8-10ct/kwh, Zusammen also 17-30ct/kwh. Der Wasserstoff dürfte aber nicht mehr kosten als das jetztige Erdgas also ~4ct/kwh. Solche Preise lassen sich aber höschtens mit ~7000-8000h Arbeitsauslastung und HT-Elektrolyse erreichen, auch das spricht für Kerntechnik!

nix fir unguad
02
26.1.2012, 23:08
Das hat Ihnen wohl die Märchentante im Kindergarten erzählt

parapente
02
26.1.2012, 10:16
Bloss keine Wasserkraft!

Lieber doch Atom - oder??

Mawi13
21
26.1.2012, 10:08
in Österreich sind auch 2/3 der flüsse tot ....

s33ka
00
26.1.2012, 13:10
warum das ?!

fanta
11
26.1.2012, 09:25

Lösung ist einfach - Kraftwerk bauen und ein Windradl und ein paar Solarpaneele drauf - dann müsste es für die Grünen ja auch wieder passen!

Arbeit für die Zensur
21
26.1.2012, 10:48

Die GRÜNEN sind doch gegen ALLES was nicht ihrer Idee entspricht - wichtig ist - es passt ihnen nicht - ob sinnlos oder .....

Baut dieses Wasserkraftwerk sofort, wenn möglich, bitte schon GESTERN anfangen. Wasserkraftwerke schonen die Natur!

PriMar20
01
26.1.2012, 10:27
eigentlich gehts in der Diskussion ja

um Naturschutz und nicht um Umweltschutz....

Ja bitte
00
26.1.2012, 18:02
Und die NATUR gehört jetzt nicht zu der Umwelt

in der wir alle leben müssen? -*roffl

PriMar20
00
27.1.2012, 07:25
das schon, aber

Umweltschutz hat ewtas mit Ressourcen zu tun (z.B. Wasser, Luft, Erde..), Naturschutz mit Ökosystemen und Organismen (da wären jetzt sogar die REssourcen drinnen . wenn man's genau nimmt). Naturschutz is weit weniger egoistisch bzw anthropozentrisch (ihr Zitat: "in der WIR leben müssen" - Sorry, es geht nicht nur um uns...). Darum ist Naturschutz (zumindest auf den ersten Blick) weniger "attraktiv" als Umweltschutz, weil "WIR" ja weniger davon haben

Ja bitte
01
27.1.2012, 10:35
Also ich für meinen Teil empfinde einen gesunden

Wald, einen Naturnahen Fluss, oder ein Gebirgstal das man noch nicht mit einer Staumauer verschlossen und geflutet hat, oder eben auch die Biodiversität in all diesen Landschaften sehrwohl auch als wertvolle Resources die es für uns, unsere Kinder Enkel und Ururenkel zu schützen lohnt!

PriMar20
00
27.1.2012, 10:51
Danke!

so, sollte es auch sein.
(Nachdems aber meistens ums liebe Geld geht, haben ein paar Käfer eine schlechte Lobby..)

thesmithsfan
00
26.1.2012, 00:53

wenns um die wirtschaft geht bin ich dann schon anderer meinung, aber in diesem fall:
DEregulierung

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