"Plan von Milosevic und Tudjman noch immer lebendig"

Interview | Adelheid Wölfl, 25. Jänner 2012, 18:44
  • Artikelbild
    foto: reuters/cukovic

    Zur Person

    Sulejman Tihic war 1990 einer der Mitbegründer der bosniakischen Partei der Demokratischen Aktion (SDA). Der Jurist wurde 1992 in ein Gefangenenlager gebracht und dort gefoltert. Er saß von 2002 bis 2006 im Staatspräsidium.

Chef der bosniakischen Partei SDA kritisiert Flüchtlingspolitik in Bosnien-Herzegowina

Der Chef der bosniakischen Partei SDA, Sulejman Tihic, übt Kritik an der internationalen Gemeinschaft und dem serbischen Präsidenten Boris Tadic, der zu den 20-Jahr-Feiern der Republika Srpska nach Bosnien gekommen ist.

***

Standard: Die Regierung in Bosnien-Herzegowina ist praktisch nur aufgrund starken finanziellen Drucks zustande gekommen. Ist hier überhaupt ein normaler demokratischer Prozess möglich?

Tihic: Wenn wir über Bosnien sprechen, sprechen wir über ein nicht vollendetes System. Aber nun haben wir es bei der Regierungsbildung das erste Mal geschafft, nicht nur das ethnische Prinzip, sondern auch das Bürgerprinzip einzubringen. Bis jetzt hat die HDZ alle Kroaten in der Regierung ernannt. Zum ersten Mal haben nun die multiethnischen Sozialdemokraten auch kroatische Posten besetzt.

Standard: Wann wird Bosnien-Herzegowina sich um den EU-Kandidatenstatus bewerben? 

Tihic: Bis Ende des Monats wird der neue Ministerrat konstituiert. Im Februar wird das Gesetz zur Volkszählung und jenes zur Staatshilfe das Parlament passieren. Und im März könnten wir theoretisch den Antrag auf den Kandidatenstatus stellen.

Standard: Serbien hat den Kandidatenstatus im Dezember nicht bekommen. Haben Sie die Befürchtung, dass der Beitrittsprozess nach dem Ja zu Kroatien verzögert wird?

Tihic: Dieses Jahr finden in Serbien Wahlen statt, und das wird sich auf den gesamten Prozess auswirken. Bosnien wird aber schneller vorankommen.

Standard: Schneller als Serbien?

Tihic: Serbien war bisher ein bisschen besser, wir werden das aber aufholen. Und es wäre in Ordnung, wenn wir 2013 den Kandidatenstatus zusammen mit Serbien bekommen.

Standard: Am 9. Jänner wurde der 20. Jahrestag der Gründung der Republika Srspka (RS), der zweiten Entität, gefeiert. Auch wichtige Politiker aus Serbien wie Präsident Boris Tadic waren in Banja Luka anwesend. 

Tihic: Es ist eine Politik der zwei Gesichter. Tadic spricht einerseits über die territoriale Integrität Bosnien-Herzegowinas, über die Souveränität. Aber er ist nicht konsistent. Er spricht auch über die RS als eine serbische Entität, und das entspricht natürlich nicht dem Dayton-Friedensvertrag. Denn laut Dayton ist die RS eine multiethnische Entität von Serben, Bosniaken und Kroaten. Wenn sich Tadic also für die RS einsetzt, muss er sich für die Gleichstellung der Bosniaken und Kroaten einsetzen. Aus einer multiethnischen Entität wurde nämlich eine ausschließlich orthodoxe Entität gemacht. Die feiern orthodoxe Feiertage als Entitätsfeiertage. Und wenn ein Regierungsgebäude der RS eröffnet wird, dann weiht der Priester zuerst das Gebäude, obwohl dort nicht nur Serben, sondern auch Kroaten und Bosniaken arbeiten. Wir werden die RS niemals als serbische Entität akzeptieren. Und wir werden niemals den 9. Jänner als Tag der RS akzeptieren, weil es sich doch um den Tag handelt, an dem die Massenmorde, die Vertreibungen und ethnischen Säuberungen begonnen haben. Es verwundert uns zutiefst, dass am 9. Jänner die gesamte kroatische Führung in der ersten Reihe gesessen ist, auch der neue Premier von Bosnien-Herzegowina, Vjekoslav Bevanda. Sie haben den Tag gefeiert, an dem die Kroaten aus der RS vertrieben wurden. Dort gibt es heute nicht einmal mehr fünf Prozent Kroaten.

Standard: Denken Sie, dass die Vertriebenen noch zurückkehren könnten?

Tihic: Wir leben in einer unrechten Welt, und in so einer Welt haben wir auch das Dayton-Abkommen bekommen. Damit wurden die Kriegseroberungen der Serben akzeptiert. Die internationale Gemeinschaft hat die RS legalisiert, obwohl alle Gerichte, auch das Haager Gericht, festgestellt haben, dass serbische Truppen Massenmorde und Genozid begangen haben. Die internationale Gemeinschaft hat die Rückkehr der Flüchtlinge aufgegeben, sie haben das nicht ausreichend angestrebt. Einige Prozent der Bosniaken sind in die RS zurückgekehrt, aber nur ganz wenige Kroaten. Die Republik Kroatien hat für die Rückkehr ja auch gar nichts gemacht. Anscheinend ist in bestimmten Köpfen die Aufteilung von Bosnien, der Plan von Milosevic und Tudjman, noch immer lebendig. Nach unserer Schätzung leben jetzt in der RS 15 Prozent Bosniaken. Das Heikle daran ist, dass nur acht bis zehn Prozent registriert wurden. Denn ein Teil von ihnen hat sich nicht in der RS registriert, weil sie sonst sämtliche erworbenen sozialen Rechten verlieren würden. Wir möchten jetzt die Gesetzgebung ändern, sodass diese Bosniaken nicht ihre Rechte verlieren, wenn sie sich in der RS registrieren. 

Standard: Haben die Bosniaken kein Vertrauen in die RS?

Tihic: Es geht nicht primär ums Vertrauen, sondern um die Rechte. Wenn eine schwangere Frau etwa Schwierigkeiten bei der Geburt hat, wird sie von der RS nicht nach Tuzla geschickt, sondern nach Valjevo in Serbien. Jetzt haben wir die Gesetzgebung so geändert, dass die schwangere Bosniakin aus Ostbosnien problemlos in Tuzla behandelt werden kann. Wir denken, dass dadurch die Zahl der Bosniaken und eventuell der Kroaten in der RS ansteigen wird.

Standard: Sie haben die Verfassung von Bosnien-Herzegowina mit einem Haus verglichen, in das man nicht hineinkommt. 

Tihic: Wir fühlen uns von der internationalen Gemeinschaft verlassen. Wir haben ein ganz teures und nicht funktionierendes System, das von der internationalen Gemeinschaft oktroyiert wurde. Die Serben haben 50 Prozent des Territoriums, 50 Prozent der Rechte bekommen und haben ein Drittel der Bevölkerung. Die internationale Gemeinschaft sagt: Ihr müsst das zwischen euch regeln. Aber wie? Es liegt nicht im Interesse der RS, Arrangements zu machen, die nicht zu ihren Gunsten sind. 

Standard: Das heißt, dass Sie mit dieser Verfassung leben werden müssen.

Tihic: Unrechte Lösungen sind nie gut. Wenn wir zwei ein gemeinsames Stück Land hätten, und ich würde mir einen größeren Teil nehmen, weil Sie schwächer sind. Dann könnten Sie sagen: Gut, wir können trotzdem gemeinsam leben. Sie werden vielleicht keine Probleme machen. Aber Ihr Kind?

Standard: Sie meinen, die nächste Generation wird reagieren?

Tihic: Ja, das Kind wird das zurückhaben wollen. Das wird langfristig wieder an die Oberfläche kommen. Wir sind jetzt stärker. Wir suchen keine Streitigkeiten. Aber die internationale Gemeinschaft muss eine gerechte Lösung umsetzen. Alle, die wollen, dass das Büro des Internationalen Hohen Repräsentanten (OHR) geschlossen wird, sind entweder nicht gutmütig oder ahnungslos. (Langfassung des Interviews, DER STANDARD, Printausgabe, 26.1.2012)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 69
1 2
NineNine
21
29.1.2012, 19:07
Die Serben habe alles verloren, wofür Sie gekämpft haben.

Daher mache ich ihnen keinen Vorwurf für ihren Frust. Fakt ist, die RS ist eine Entität die ihre Legitimation als Landesteil seit dem Friedensabkommen Dayton hat, d.h. RS gibt es seit 1995 und NICHT 1992, wo sie von dem Haager angeklagten Karadzic (Anklage: Genozid, Vertreibung, Massenmord) illegal ausgerufen und seitdem nämlich von keinem Staat der Welt anerkannt wurde (nichteinmal von Serbien). Fakt ist auch dass in dem kleineren Landesteil "RS" drei konstitutive Völker leben, Bosniaken, Serben und Kroaten, sprich, keins dieser Völker hat den exklusiven Besitzanspruch an diesem Landesteil.

Slozni_smo
02
Ich finde das Wording "kleinerer Landesteil"

wenn von der RS gesprochen wird, ziemlich interessant.
Offenbar haben die "Bosniaken" nicht den Eindruck, als wäre die RS der kleinere Landesteil, sondern reklamieren die Tatsache, dass rund 1/3 der Bevölkerung Bosniens (Serben) praktisch die Hälfte (49%) des Landes verwalten.

Wie angemessen ist es, bei einer praktischen Zweiteilung eines Landes, vom kleineren oder grösseren Landesteil zu sprechen?

Wäre es den Lesern gegenüber nicht fair zumindest vom "etwas\geringfügig kleineren Landesteil" zu sprechen, damit er/sie sich ein genaueres Bild über das Verhältnis der Landesaufteilung machen kann.
Noch besser wäre eine präzise Formulierung, also "Föderation BiH (51%) und Republika Srpska (49%) ...."

ist nur "by the way" .... zum nachdenken

Komita
612
28.1.2012, 23:02
Eine heute vielfach

seitens der Bosnischen-Serben diskutierte Teilung Bosniens ist erst durch Gräuel ethnischer Säuberungen möglich geworden, und dies darf nicht belohnt werden. Bosnien muss zusammen gehalten werden und sollte als ethische Mahnung für die zukünftige Bevölkerung dieses Staates sein.

boris b.
106
29.1.2012, 14:38

Wie ist dann Föderation ethnisch gesäubert und die stolze Stadt Sarajevo zu 95% muslimisch geworden? Geschrei und Jammern über serbische Greultaten hat nur einen Zweck - eigenes Verbrechen zu vertuschen!

sunny ...
12
95% muslimisch geworden

also vor 1995 war sarajevo nicht zu 95% muslimisch erst als die Serben sich von den bergen zurück gezogen haben die die stadt jahrelang bombardiert haben.

Aber erlich gesagt würde ich nachher auch nicht nach sarajevo zurück ziehen wenn ich es 3 Jahre Bombardiert hätte !!!!!! Also das wäre ja Selbstmord!!!!

Komita
35
29.1.2012, 16:22
Die Stadt Sarajevo

wurde jahrelang belagert und stand unter Beschuss der serbischen Truppen, jetzt von ethnischer Säuberung an das serbische Volk zu sprechen, gleicht einem Witz, einer Verhöhnung der Opfer.

chilly76
 
62
29.1.2012, 19:06
nicht die ganze stadt wurde belagert

nur die stadtteile in der sich muslimische truppen zurückzogen nach dem sie serbische stadteile angriffen.

NineNine
23
29.1.2012, 19:14
Und nichteinmal rot werdns

nach dieser Aussage

Vir
41
26.1.2012, 16:01
An die Redaktion: Bitte mein Posting durchlassen.

Harald Herrmann
13
26.1.2012, 10:47
Die schwangere Bosniakin...

wird deshalb nicht in Tuzla behandelt, weil dies die Gesetze der FBiH verbieten - "Bürger der RS" werden im anderen Landesteil generell nicht behandelt, erst kürzlich wurden nach einem schweren Verkehrsunfall Verletzte von einem Krankenhaus in Sarajevo abgewiesen, weil sie aus der "serbischen Entität" kamen. Der Krieg in den Köpfen ist leider auf beiden Seiten noch lange nicht vorbei.

ISnogoood
1223
26.1.2012, 10:28

Habe mir mal einige Kommentare hier durchgelesen. Besonders aufgefallen ist mir das einige mit einem serbischen Migrationshintergrund nicht mehr die Wörter "Massaker", "Genozid" oder "Srebrenica" hören können.

Fakt ist das die Hälfte von Bosnien durch Serben ethnisch gesäubert wurde, alle Kroaten und Bosnier wurden vertrieben. Soll man das jetzt belohnen mit einem Staat?

Den Pseudo Staat "Republika Srbska" ist nur durch ethnische Säuberungen zustande gekommen.

Die Serben in Bosnien werden genau aus diesem Grund auch nie einen eigenen Staat in Bosnien bekommen.

Drago+
63
26.1.2012, 18:52
ii.

Die Kriegsverbrechen der 1990er sind natürlich eine traurige Sache, und ich bekenne, dass ein Grund, warum ich gegen Mladic & Co. bin, jener ist, dass ihre Politik es ermöglicht hat, die Serben nun als Täter anzuprangern, d.h. genau jene, die eigentlich am meisten gelitten haben. Nächster Punkt: Inwieweit wird durch dieses Festhalten und ständiges Wiederholen und Politisieren der Kriegsverbrechen die Grundlage für die nächsten Kriegsverbrechen vorbereitet? Denn bei den Serben ist nämlich genau das passiert, der Frust und der Schmerz über die erlittenen Kriegsverbrechen haben sie wiederum zu Kriegsverbrechen gemacht. Hier sollte Europa ein wenig darüber nachdenken.

Stani83
81
26.1.2012, 16:27
Mir ist es auch aufgefallen dass von Bosniakischer Seite kein Beitrag mehr zu finden ist wo diese Begriffe nicht vorkommen

Es ist sozusagen der letzte Ausweg wenn die Argumente ausgehen ;)

Ich zeige Ihnen was was man 1:1 umsch´reiben kann:

Fakt ist das die Hälfte von Bosnien durch Bosniaken und Kroaten ethnisch gesäubert wurde, alle Serben (fallweise auch Kroaten von Bosniaken und Bosniaken von Kroaten) wurden vertrieben. Soll man das jetzt belohnen mit einem Staat?

Den Pseudo Staat "Bosna i Hercegovina" ist nur durch ethnische Säuberungen zustande gekommen.

Die Bosniaken in Bosnien werden genau aus diesem Grund auch nie einen eigenen zentralistischen Staat bekommen.

Sehen Sie? Das hat man davon wenn man in der Vergangenheit lebt und ständig mit Beschuldigungen umsich wirft.
Man sollte sich deshalb lieber auf die Zukunft konzentrieren!!!

Vir
84
26.1.2012, 12:10
Neben den offensichtlichen Massakern gab es unzählige kleinere Metzeleien wo halt nicht 1000 Menschen exekutiert wurden, sondern "nur" 10, 50 oder 100. Solche Verbrechen wurden von allen Seiten verübt. Bemerkenswert ist, dass besonders Bosniaken dazu

neigen, das Wort Genozid auch für Morde zu benutzen, die nicht unter die Kategorie Massenauslöschung fallen.
Teilweise werden von Verwandten von an der Front gefallenen Soldaten diese auch schon als "Opfer des Genozids" bezeichnet, bzw. habe ich auch schon einmal gehört wie ein Bosniake meinte, dass ihn der "Genozid an seiner Familie" besonders getroffen habe, weil es in seinem Dorf ein Massaker gab, von Kroaten verübt diesmal.
Irgendwann hängt einem das schon beim Halse raus.
Das einzige politische Argument der Bosniaken ist Srebrenica.
Übrigens, in der Föderation gibt es auch keine Serben, wurden auch vertrieben.
Wenn man nach Prijedor in die RS fährt, sieht man dagegen muslimische Rückkehrer zuhauf, wie in der ganzen RS, Tatsache.

ISnogoood
58
26.1.2012, 13:41

Glauben Sie wenn man von den Angriffen der Serben auf die Bosnier hört erinnern sich die Menschen nur an Srebrenica???
Was ist mit der Belagerung von Sarajewo oder Bihac?

Serbien assoziiert man mit den Kriegsverbrechen, seien diese in Kroatien, Bosnien oder dem Kosovo geschehen das ist einfach so und hat auch seine Richtigkeit.

Fällt Ihnen auf wie Sensibel gerade die deutschen mit dem Thema Israel umgehen, solch ein Verhalten gibt es nicht bei den Serben gegenüber den Kroaten, Bosniern oder Kosovaren.

Wenn solche Kriegsverbrechen an Serben verübt würden, dann würden Sie bestimmt aufschreien, aber ein Täter sieht seinen Schuld nie egal was andere sehen.

boris b.
20
29.1.2012, 14:47
Spieß umdrehen und heulen, heulen

Es ist interessant, dass ausgerechnet die Kroaten, die bosnische Muslimen (nennen sich mittlerweile Bosniaken) und Albaner (wären gern Kosovaren) MIT DEUTSCHER Unterstützung schon drei Mal im 20.Jhdt versuchen die Serben zu vernichten.
1914, 1941,1991 bzw.1999
Wenn man fast 2 Mill. tote Serben ignoriert, disqualifiziert man sich vor einer ernsthaften Diskussion.

Z. Ristic
64
26.1.2012, 14:29

Deutsche und sensibel? 3 Überfälle auf Serbien in 100 Jahren! Sie Verlassen aber selten ihre Kuschelcke.

sunny ...
00
Bitte nicht immer so drehen wie es einem passt!!!

3 Überfälle auf serbien!!!!!

Kroatien wurde von Serbien angegriffen(gekämpft wurde in Kroatien)

Bosnien war ja von serbischer seite ein Bürgerkrieg!!!!

Und die serben sind doch in Kosovo einmaschiert oder nicht??? oder trugen sich die schlachten vor Belgrad ab???

boris b.
10
Bildungsniveau

Was war für Sie in der Schule schlimmer: Geografie oder Geschichte?

Rudolfo Karellowitsch
36
27.1.2012, 01:46
Deutsche haben Serbien "überfallen"?

Bei Deinen Wortspenden komme ich regelmäßig nicht aus dem Kopfschütteln raus. Unglaublich.

Wie lange dient dir der 2.WK noch als Rechtfertigung? Dürft ihr in 2000 Jahren noch immer rum-masakrieren und den 2.WK als Erlaubnis dazu verwenden?

Warum verhaftet ihr die Frau Merkel nicht wenn sie in Serbien ist, wenn sie doch mindestens an einem deiner drei "Überfälle" beteiligt war?

p c2
21
29.1.2012, 13:03

wie wollen sie denn die drei angriffe d's auf serbien sonst bezeichnen? humnitäre intervenition etwa?

der 2wk ist gerade mal 70 jahre her, also noch nicht mal ein ganzes menschenleben.
es heisst ja, der mensch lernt nicht aus seinen fehlern. bei ihnen trifft das natürlich voll zu.
mal abgesehen davon, stört es sie nicht im geringsten, wenn die gegenseiten ein paar hundert jahre zurück rumwühlen um was zu finden. ist für mich aber nicht sonderlich ersaunlich.

zu merkel,
beim letzten angriff war nicht die merkel im sessel, sondern linke gutmenschen und somit friedvolle menschen wie schröder und fischer beteiligt. vom weiteren abschaum wie scharping ganz zu schweigen.

vielleicht sollten sie ihren kopf mal etwas heftiger durchschütteln?

Z. Ristic
65
26.1.2012, 11:59

Das ethnisch gereinigte Kroatien oder Kosovo schert auch keinen. Ausserdem spricht auch keiner von den USA als ein genozidäres Gebilde. Und das wichtigste:
Die Republik Srpska wurde VOR dem Bosnienkrieg ausgerufen. Die von Serben bereinigte Föderation scheint mit ihrer eigenen Existenz auch kein Problem zu haben.

ISnogoood
64
26.1.2012, 13:42

Ihr Kommentar ist einfach nur lächerlich. Die Republik Srpska hat keine geschichtliche oder kulturelle Bedeutung und wird auch nie eine haben.
Was werden die Diaspora-Serben als nächstes fordern einen Teil von Wien?

Z. Ristic
31
26.1.2012, 14:27

Warum nicht, so lief es ja auch im Kosovo.

Rudolfo Karellowitsch
03
27.1.2012, 01:51

am Besten wäre es, ihr bezeichnet jedes Land als "serbisch", in dem zumindest ein Serbe lebt? Dann wäre der Globus gleichzusetzen mit dem neuen Großserbischen Reich? Ist das Dein Ziel? Oder worauf möchtest Du hinaus?

So wie ich dich einschätze, ist dir der Globus zu wenig? War schon mal ein Serbe am Mond? Aber bestimmt hatte einer der Astronauten die am Mond waren, 15 Generationen vorher einen Serben in der Ahnenreihe? Hm, womit bewiesen wäre, auch der Mond ist serbisch. Definitiv. Ich gebe dir recht.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 69
1 2

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.