Großer Jammer wegen kleinerer Kammer

25. Jänner 2012, 17:09
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    Barbara Prammer findet Zurufe wie jene von Landeshauptmann Pröll bedenklich: "So kommen wir nicht weiter."

Die Politik will sparen - auch bei Nationalrat und Bundesrat - Nationalratspräsidentin Barbara Prammer findet die Zurufe "demokratiepolitisch bedenklich" - Das Einsparungspotenzial dürfte überschaubar sein

Wien - "So kommen wir nicht weiter": Nationalratspräsidentin Barbara Prammer (SPÖ) nervt die Debatte über eine Verkleinerung des Nationalrats. Die Zurufe von außen seien "demokratiepolitisch bedenklich", sagte sie am Mittwoch. Eine Demokratiereform sei zwar notwendig, es brauche aber keine Einzelmaßnahmen, sondern eine umfassende Diskussion.

Für Prammer kann erst dann, am Ende der Debatte, feststehen, ob der Nationalrat größer oder kleiner sein soll. Zur Klärung schlägt die Nationalratspräsidentin die Einsetzung einer Enquete-Kommission vor.

Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll hat mit der Forderung, den unter Bruno Kreisky auf 183 Abgeordnete vergrößerten Nationalrat auf seine ursprüngliche Größe von 165 Sitzen zu reduzieren, für den Anstoß gesorgt, selbst Kanzler Werner Faymann (SPÖ) ist gesprächsbereit.

Von der Spardebatte bleibt natürlich der Bundesrat nicht verschont. Immer mehr Länder können der Idee etwas abgewinnen, dass Landtagsabgeordnete die Geschäfte der Bundesräte übernehmen könnten. Er betrachte dies als sinnvolle Diskussion, sagte Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) im "Ö1-Mittagsjournal".

Dabei erlauben das jetzt schon die Landesverfassungen aller Länder (außer in Kärnten und dem Burgenland). Platter will nach der nächsten Landtagswahl 2013 Landtagabgeordnete in den Bundesrat entsenden. Burgenlands Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) zeigt sich für eine Änderung der Landesverfassung offen.

Bundesratspräsident Gregor Hammerl glaubt aber nicht, dass das große Einsparungen bringt: "Das Arbeitspensum ist dann noch höher, da braucht es dann wahrscheinlich parlamentarische Mitarbeiter - und die kosten", sagte er zum Standard.

Dass man über eine Reform im Rahmen der Spardebatte redet, ist für Hammerl ein "ganz falscher Weg": "Das hat ja nichts mit dem Sparpaket zu tun!"

Wenig Einsparungspotenzial sieht auch Werner Zögernitz, Präsident des ÖVP-nahen Instituts für Parlamentarismus und Demokratiefragen. Die Verkleinerung des Nationalrats würde jährlich maximal vier bis fünf Millionen Euro bringen. Es würde sich um ein politisches Signal handeln, aber um keine Notwendigkeit.

Mit einer Idee scheint Erwin Pröll aber allein zu bleiben: Das Amt des Bundespräsidenten abzuschaffen stieß bisher auf keine Gegenliebe. (APA, nik, pm, DER STANDARD, Printausgabe, 26.1.2012)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 69
1 2
Korruptionist
00
23.2.2012, 14:26
9 Euro Einsparung je Bausparvertrag sind NICH ÜBERSCHAUBAR

aber 50 mio Einsparung beim Bundesrat sind ÜBERSCHAUBAR

gehns, bescheissens doch nicht mit ihren Aussagen die österreichische Bevölkerung

cosmopolit4
02
Österreich

hat weniger Einwohner als so manche Großstadt.
Das Politmodell Österreichs orientiert sich aber an Staaten, die flächenmäßig wesentlich größer sind und deren Einwohnerzahl um ein Vielfaches höher ist.
Das scheint unproortinal. Bringt keine Leistung und verursacht unnötige Kosten.

Zudem an dieser Stelle an alle Politiker und die, die es gerne wären:
Warum nicht endlich gemeinsam konstruktiv für unser schönes Land und all die wunderbaren Menschen hier, als ständig nur jeder gegen jeden - auch das ist ein veraltetes Model und stammt aus Zeiten die nichts mehr mit der unseren zu tun haben

Steverd
00
29.2.2012, 12:10
Genau...

...den Interessenskonflikte waren einmal.

Klabautermann96
00
31.1.2012, 10:37
sparen - auch bei Nationalrat und Bundesrat

wunderbar, mit dem Kommissionstrick kann man alles bis zum St.Nimmerleinstag vor sich herschieben!

Kampf Poster
10
29.1.2012, 19:26

Junge PolitikerInnen wie Laura Rudas bringen viel neuen Wind in den Nationalrat. Würde man mit einem kleineren Parlament auf solche Ausnahmetalente verzichten, wäre das schade. Freuen würden sich wieder einmal nur FPÖVP!

armin delmenhorst
 
02
30.1.2012, 17:11
Ihr Posting zeigt

wie weit Ironie gedeutet werden kann.

Randers
01
28.1.2012, 18:16
Beim Nationalrat müßte nicht unbedingt gespart werden; dagegen sind Bundesrat ebenso wie die Landesverwaltungen nicht zu verkleinern, sondern abzuschaffen...

Kl. Nachhilfe für Journalisten und E.Pröll: Der NR hatte nicht die "ursprüngliche" Größe von 165, sondern von 183: Die Verringerung wurde im Zug der vom Völkerbund verordneten Sanierungspolitik durchgesetzt.

Das Problem ist freilich: Die Abgeordneten sind zum größten Teil reine Parteisoldaten, mw. -soldatinnen, und kaum als eigenständige Individuen wahrnehmbar. Zudem widerspricht der Klubzwang der Verfassung. Hier müßte ein echtes Personenwahlrecht her, keine Listenwahlen...

Das wahre Einsparungspotential liegt aber beim Bundesrat und den Landesverwaltungen - würde freilich viele Politiker arbeitslos machen, nicht nur Beamte freisetzen...

N.B. Die keineswegs undemokratischen skandinavischen Staaten kommen mit dem Einkammersystem aus...

erxxich
00
30.1.2012, 17:15
Volle Zustimmung !!

Christian Peter1
 
01
28.1.2012, 15:14
Mehr Effizienz durch kleineres Parlament

Die Tätigkeit des Nationalrats besteht zu 85 % aus Parteipolitik (Untersuchungsausschüsse, etc.) und nur zu etwa 15 % aus Sacharbeit.

Eine Verkleinerung des Nationalrats ist daher nicht aus Kostengründen, sondern vor allem aus Gründen der Steigerung der Effizienz dringend geboten.

Steverd
00
29.2.2012, 12:13
und was wird ihrer Meinung nach...

...in den Untersuchungsausschüssen gemacht?!

Die Trennung in Parteipolitik und Sacharbeit ist aber auch skurril.

sonne-licht
 
00
27.1.2012, 08:49
resumee

wenns nicht bald anfangen zu sparen bei sich, werdens sowieso arbeitslos, weil kein geld mehr da sein wird für ihre unfähigkeiten!

des betrifft dann zwar jeden, nur viele werden dann damit nicht umgehen können! dann wirds richtig lustig, wenns um den letzten kuchen sich streiten!

dummheit schützt eben vor strafe nicht!

awien
00
27.1.2012, 08:26
Da gab es doch einmal einen Österreich-Konvent

Wie wäre es, wenn man daran weiterarbeiten würde, anstatt ständig neuen Humbug zu erfinden?

thaelmann-ernstl
01
27.1.2012, 00:05

die prammer, die fratze der poltischen kaste in diesem lande, die keine Ahnung von geld hat. ich sag nur homepage Parlament und der vertrottelte umbau um eh nur 300 mille...

K1981
00
26.1.2012, 21:41
Tuts was für euer Geld

meine lieben Volksvertreter!

Muss euch doch langsam peinlich sein soviel abzukassieren - ohne großartige Leistung - wenn das Durchschnittsgehalt eines Österreichers bekannt ist!

sofort REFORMIEREN !
04
26.1.2012, 16:48
LIEBE FRAU PRAMMER, wir leisten uns einen POLIT Kasperl je 200 Einwohner, diese Dichte hatte nicht einmal die STASI in der DDR

Wir leisten uns 667 TOP Politiker NR, LA, BR die zwischen 4000 und 8000 Euro/ mtl. verdienen. Das ist EINER je ca. 10.000 Einwohner.
Dazu kommen 2357 Bürgermeister, Vizebürgermeister mit 41.500 Gemeinderäten = 50.000

Hoch korrupte Republik

Ich glaube, da gäbe es noch mehr zu reformieren als den Bundesrat!
Diese hohe Dichte an korruptionsanfälligen Politikern bedingt wahrscheinlich auch die TOP BEWERTUNGEN BEI DEN KORRUPTIONS- Statistiken.
LIEBE FRAU PRAMMER, wir leisten uns einen POLIT Kasperl je 200 Einwohner, diese Dichte hatte nicht einmal die STASI in der DDR. DIESEN VERWALTUNGs und POLIT WAHNSINN kann sich niemand leisten !!!!!!!!!!
DA MÜSSEN SIE SPAREN !!!!!!

Petra Reichhold
20
27.1.2012, 08:45

Also mir platzt da ja fast der Hals wenn ich all eure Kommentare bezüglich Beamten lese!!! Vorweg nein ich bin keine Beamte! Habt ihr euch denn schon mal gefragt wer euren Müll wegräumt wer euren Kanal ausräumt wer die Straßen im Winter befahrbar macht wer euch im Krankenhaus versorgt usw ja wenn ihr das eh alles nicht braucht dann müsst ihr wohl in Zukunft diese Arbeiten und viele mehr selbst erledigen!!! Die wirklich großen Verdiener sind nicht die sogenannten kleinen Beamten es sind die die an oberster Stufe stehen aber scheinbar reicht der naja sagen Horizont des Denkens nicht soweit!!!
Wünsche all denjenigen die Beamte so beleidigen viel Vergnügen beim Dreck wegräumen

Schweinsbratenfan
01
26.1.2012, 16:19
Wenn wir schon beim Abschaffen sind

Eine Verkleinerung des Nationalrates ist Peanuts, das muß doch jedem irgendwann einleuchten, Symbolwirkung hin oder her.
Wirklich abgeschafft gehören die LÄNDER. Mit Putz und Stingel. Ein Staat wie Österreich kann sich schlicht keine Prölls und Häupls leisten. Und kommt mir jetzt bitte nicht mit der "Identität der kleinen Leute". Da gehts nur um die Brieftaschen der großen Leute.

YuandI
02
26.1.2012, 16:01
Demokratiepolitisch ...

BEDENKLICH finde ich auch, wenn sich Nationalratsabgeordnete ins Klo verpissen müssen, wenn sie sich dem "Klubzwang" (welcher nicht verfassungsgemäß ist) nicht beugen will!

Wofür brauchen wir dann soviele Abgeordnete, wenn sie eh nur als Stimmvieh der Klubobleute dienen?!?

Die Barbara Prammer ist "heulerisch", wenn sie mit "demokratiepolitisch" bedenklich daherkommt.

Steverd
00
29.2.2012, 12:16
Die debattieren vorher über eine gemeinsame Position...

...bringen die Interessen verschiedenster Gruppen ein, veruschen auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen, etc.

naja2009
 
01
26.1.2012, 15:40
...Prammer ist das Synonym für Bedenklichkeit...

byron sully
00
26.1.2012, 15:22

seltsam find ich, daß manchmal gesagt wird, eine ungerade zahl an abgeordneten wäre besser, da es dann bei abstimmungen (sofern alle da sind) zu keinem gleichstand kommen kann. was ja angesichts dessen, daß der/die präsidentIn nicht mitstimmt, unsinn ist.
aber gut, ist eigentlich ein randthema.

zur ganzen geschichte an sich: der nationalrat hat eine wichtige rolle und soll auch ruhig viele abgeordnete haben. der bundesrat hingegen ist ein archaisch wirkendes organ, das aus meiner sicht nicht wirklich eine wichtige funktion hat. insofern wäre eine abschaffung durchaus überlegenswert.

IchundIchundIch
00
26.1.2012, 14:59
Wenig Einsparungspotenzial

das halte ich für ein gerücht

"Die Verkleinerung des Nationalrats würde jährlich maximal vier bis fünf Millionen Euro bringen" - auch "kleinvieh macht mist" - das potential der einsparungen auf bundes und landesebene ist noch enorm.

aber bitte wenn vier bis fünf millionen euro für die politik ein klacks ist - bitte ich nehme diese "kleinigkeit" gerne an.

verdutzter Steuerzahler
22
26.1.2012, 14:53
600 Top Politiker mit 4000 - 8000 Euro/mtl

Also für ein Bundesland wie Österreich mit 8 mio Einwohner sind
183 NR Abgeordnete
9 Landeshauptleute
1 Bundespräsident
62 Bundesräte
448 Landtagsabgeornete

mit reinen Gehaltskosten von 5 mio Euro monatlich schon a bisserl viel

Das ist ein Spitzenpolitiker je 10.000 Einwohner

und dazu kommen noch 2357 Bürgermeister und 41500 Gemeinderäte

ALSO da kann ich nur sagen NA BUMM, da bin ich PLATT

Und alle wolln versorgt werden, pfffffffff

K1981
01
26.1.2012, 21:36

...und das ein leben lang...

und am besten mit 2-3 nebenamterln zu ähnlichen Bezügen...

Brrrrr

verdutzter Steuerzahler
00
26.1.2012, 21:55
ALSO warum ich für eine STATISTIK rote Stricherl bekomm, ist mir schleierhaft

na ja

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