Aufnahmestopp mündet in Personalnot

25. Jänner 2012, 18:34
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    fotos: fotos: wakolbinger, dapd/zak, apa/schlager, ap/kienzle, hendrich

    Lehrern, Soldaten, Richtern, Krankenpflegern, Polizisten: Dem Vernehmen nach droht den öffentlich Bediensteten nicht nur Aufnahmestopp, sondern auch Arbeitsplatzsicherungsbeiträge, ein Aus für ihren Versetzungsschutz und womöglich auch noch Nulllohnrunden.

Der Aufnahmestopp im öffentlichen Dienst führt in manchen Ministerien zu dramatischen Engpässen, weil die befristeten Ersatzkräfte nicht mehr nachbesetzt werden - Ganze Abteilungen werden personell halbiert

Wien - Der Aufnahmestopp im öffentlichen Dienst führt in manchen Ministerien bereits zu einem empfindlichen Engpass beim Personal. Manchen Abteilungsleitern werden in absehbarer Zeit die Hälfte der Mitarbeiter oder sogar noch mehr abhandenkommen.

Obwohl der rigorose Aufnahmestopp, den die Bundesregierung angekündigt hat, noch gar nicht beschlossen ist, haben die Personalvertretungen bereits begonnen, die Mitarbeiter zu informieren. Tatsache ist nämlich, dass es nicht nur einen Aufnahmestopp geben wird, sondern dass bestehendes Personal abgebaut wird. Davon sind die sogenannten Ersatzkräfte betroffen, die mit zeitlich befristeten Verträgen (in der Regel auf fünf Jahre) Karenzvertretungen ausüben.

In manchen Ministerien machen die Ersatzkräfte bis zu zehn Prozent des Personals aus. Sie sitzen auf Dienstposten, die nicht besetzt sind, weil sich der ursprüngliche Beamte oder Vertragsbedienstete für längere Zeit hat karenzieren lassen - das ist bis zu zehn Jahren und länger möglich - oder weil er vorübergehend in einem anderen Bereich tätig ist.

Der bis 2016 in Aussicht genommene Aufnahmestopp würde es mit sich bringen, dass manche Abteilungen von sechs auf zwei Personen reduziert werden. Volksanwältin Gertrude Brinek (ÖVP), in ihrer Behörde auch für das Personal verantwortlich, warnt vor dramatischen Folgen. "Da werden Abteilungen extrem ausgehungert, da wird die Arbeit einfach nicht mehr erledigt werden können." Brinek macht darauf aufmerksam, dass es die vorhandenen Arbeitsplatzbeschreibungen auch unmöglich machen, Personal von einer zur anderen Abteilung zu verschieben. Brinek: "Wir werden dann die Situation haben, dass in der einen Abteilung pragmatisierte Beamte Däumchen drehen, weil sie nichts zu tun haben, und in der anderen Abteilung die Arbeit nicht erledigt werden kann, weil kein Personal vorhanden ist."

Unter der Hand beklagen sich Vorgesetzte auch darüber, dass das Vertretungspersonal in der Regel aus jüngeren und leistungswilligen Arbeitskräften besteht. "Hier wird die Arbeit gemacht", sagt ein Abteilungsleiter aus einem Ministerium.

Bis 2015 sollen noch einmal knapp 3000 Planstellen eingespart werden. Im vergangenen Jahr konnte die Zahl der Planstellen um 800 reduziert werden. Ausnahmen gibt es bei Lehrern, im Justizbereich und bei der Polizei, auch im Finanzministerium werden derzeit noch Leute aufgenommen - auch auf Reserve, wie es heißt, bevor das ganz große Sparen anfängt. (Michael Völker, DER STANDARD, Printausgabe, 26.1.2012)

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sonne-licht
 
20
27.1.2012, 08:10
unterschiede zwischen beamten vs. beamten

im gesicherten bereich gibt es sehr viele, die ihre arbeit einfach nicht ernst nehmen, bürger abwimmeln und sogar anlügen nur um ja von ihrer unfähigkeit abzulenken.

die entwicklung bei unfähigen menschen in der politik und ämtern läßt sich auch an der äusseren hülle festsetzen! am besten die finanzabteilung der spö in linz und angeschlossener belegschaft die aus allen nähten platzen körperlich! gewissenlose menschen erkennst an der äusseren gewichtigkeit ohne leistungswillen und verantwortung! linz-swap affäre,
dissertation auf jku-linz abgeschrieben usw. dadurch herabstufung auf trible a oberösterreich!

es gehören die verursacher sanktioniert und auf die arbeitsstelle ihrer qualifikation entsprechend bezahlt/rückversetzt.

maus 14
17
26.1.2012, 19:29

ich frag mich
wie ein moderner staats-und verwaltungsbetrieb ohne nachwuchs funktionieren soll.
50+ ist trotz schulung keine lösung
dass beamte für hypo und andere pleiten zahlen ist auch unfair
dass beamte immer den schwarzen peter haben ist auch unfair
dass beamte jeden einzelnen bürger von der wiege bis zur bahre begleitet ist dem bürger nicht klar

maus 14
02
26.1.2012, 19:00

in der zukunft wird ein ministerium so ausschauen
ein minister
eine schreibkraft
ein stellvertreter für die schreibkraft
ein fachberater
ein stellvertreter für den fachberater

alles andere wird ausgegliedert sein

sorry--- alle /innen natürlich dabei

Thomas Felder1
00
27.1.2012, 13:21

das wäre dann die unregierbarkeit

Besondere Kennzeichen: keine
014
26.1.2012, 16:11
Es werden halt einfach zu wenig Steuern bezahlt!

Eigentlich merkwürdig: Die grossen Firmen machen Gewinne wie nie zuvor, und trotzdem verdient die Mittel- und Unterschicht nicht genug, um einen funktionierenden Staat zu finanzieren.
Lehrer, Ärzte, Polizisten, Gerichte, Sozialämter, alle müssen immer mehr Aufgaben übernehmen aber gleichzeitig wird ihnen weniger Geld zur Verfügung gestellt.
"Wenns der Wirtschaft gut geht, geht es allen gut", hat es lange Zeit geheissen. Das Gegenteil ist mittlerweilen bewiesen.
Wen wunderts, dass es immer mehr der föhnfrisierten Unschuldsvermutung gleich tun und sich mit beiden Händen bedient, wenn grad keiner schaut. Eine schräge Optik ist ja bekanntlich nicht strafbar.

Isegrim1
00
27.1.2012, 10:06

Klar man hat schon 50% Abgabenquote aber das ist ja noch zu wenig.
Vllt sind einfach gewisse Modelle (wie Pensionen, Gesundheit) zu optimistisch gestaltet worden die sich nie finanzieren lassen.

Promille Prolet
03
27.1.2012, 11:01
sie und ich

wir haben zwar 50% abgabenquote, aber menschen wie khg eben nicht. darum geht es doch.

Isegrim1
10
27.1.2012, 14:41

Ohne jetzt genaue Zahlen zu kennen würde ich dennoch schätzen, dass die Abgaben (und sei es nur 10%) vom KHG wahrscheinlich mehr ausmachen als 50% von normalen Arbeitnehmer.

Promille Prolet
00
18.5.2012, 09:51

das könnte sich vielleicht ausgehen...

kommt drauf an was sie als normalen arbeitnehmer bezeichnen

dafür macht sein einkommen aber mehrere tausend prozent davon aus. das ist insofern ungerecht, als er das nicht aus eigener leistung bezieht, sondern quasi abschöpft. und davon nicht mal annähernd den selben prozentsatz entrichtet wie wir, die abgeschöpften.

Besondere Kennzeichen: keine
01
27.1.2012, 19:12
Das stimmt definitiv nicht.

Das ganz grosse Stück vom Steuerkuchen stammt immer noch vom "Bürger wie Du und Ich".

Rudolfo Karellowitsch
50
26.1.2012, 15:23
Jo mei,

das hört sich ja so an, als ob es sich die Damen und Herren Minister nicht "richten" könnten?

Alles nur Gerede weil die Beamten nicht sparen wollen. So wie in Deutschland die Kraftwerke gedroht haben, das wenn man auch nur ein AKW abschaltet, dann gehen im Winter die Lichter aus. Der Winter ist vorbei und keiner hat gefroren. Alles nur Gerede, weil ein paar Leute ihren Job nicht machen wollen.

Isegrim1
00
27.1.2012, 10:07

Naja ganz so ist es nicht Deuttschland musste während der Winterzeit von uns Strom dazukaufen um den Bedarf zu decken.

Marilynn E.
01
26.1.2012, 21:34

der öffentliche dienst sollte mal flächendeckend ein paar monate dienst nach vorschrift machen. dann müßten zwar 5% der leute dort mehr hackeln als je zuvor, aber bei ca. den 50%, die alles am leben halten, wäre das eine ordentliche reduktion der arbeitszeit. und damit auch eine ziemliche reduktion der leistungen des staates.

wenn wirtschaft und bevölkerung dann nach ein paar monaten die auswirkungen sehen und auch die politische ebene, weil denen halt auch einiges an arbeitskraftpotential verloren geht, dann hört vielleicht diese geistlose geschimpfe und man ist sich des wertes des öd bewußt.

die 5% tachinierer sollte man raushauen können, habe auch manchmal ma 2412 erlebnisse. aber das ist die minderheit der öbd.

Salcete
00
26.1.2012, 14:15
und wie wär's mit a bisserl einsparen ?

..??

Michael Bakunin
01
26.1.2012, 17:58

Gerade darum geht es ja.
Das durch Einsparungen beim Personal Engpässe entstehen können.

Walter Kaiser.
06
26.1.2012, 14:14
Wir werden dann die Situation haben, dass in der einen Abteilung pragmatisierte Beamte Däumchen drehen,

Ah, das gibts?

PEKN
00
26.1.2012, 14:10
Die Sache mit...

den tollen "Verwaltungsreformen" kommt alle 10 Jahre! Niemand arbeitet 10 Jahre als Karenzvertretung!

system1
01
26.1.2012, 17:42
wollt ich auch gerade ansprechen

10 jahre karenz... das gibts nur im schlaraffenland der bonzokraten....

e p4
00
27.1.2012, 10:25
10 jahre karenz

wenn zum beispiel ein östreichischer beamter/in in einer internationalen organisation für Österreich arbeiet kann er bis zu 10 jahre karenziert werden. und solche leute tauscht man sinnvollerweise nicht alle 2-3 jahre aus

Marilynn E.
00
26.1.2012, 21:35

kommt drauf an. wenn jemand als experte nach brüssel geschickt wird oder in irgendeine internationale institution, dann muß man den platz schon offen halten. privatwirtschaft oder funktionärstum als grund, sähe ich wieder nicht ein.

leser1245
03
26.1.2012, 13:58

Das ganze österreichisches Rechtssystem hat sich in den letzten Jahre verschlechtert.
Warum müssen immer die Normalos daran glauben... Steuererhöhung, Kinderbeihilfe kürzen und jetzt wollen´s auch noch die Ersatzkräfte einsparen… will der Staat noch mehr Arbeitslose? warum fangt man nicht mal von oben nach unten zu sparen an?

Thomas Felder1
00
27.1.2012, 13:22

warum fangt man nicht mal von oben nach unten zu sparen an?

weil das die övp ablehnt

RationalMensch
64
26.1.2012, 13:48
Welche Arbeit kann nicht erledigt werden?

Anstellungen im Ministerium, vor allem befristete, dienen doch wohl dem Niedrighalten der Arbeitslosenquote - ähnlich wie bei AMS-Schulungen. Das wird sich also höchstens auf die Arbeitslosenstatistik auswirken, aber sonst...?

Der Entwicklung der letzten Jahrzehnte, immer mehr Positionen in Administration und Verwaltung ohne jeglichen Realitätsbezug (z.B. Frauenministerium) zu schaffen sollte dringend Einhalt geboten werden.

Thomas Felder1
00
27.1.2012, 13:23

Anstellungen im Ministerium, vor allem befristete, dienen doch wohl dem Niedrighalten der Arbeitslosenquote

das ist schon lange nicht mehr so

unglaublich1
07
26.1.2012, 13:30
Der Staat' hat es im Laufe der Jahre fertig gebracht, sich als Institution geradezu perfekt gegen den Bürger zu schützen.

Zur Rettung der Demokratie forde ich Beamte dürfen dem Parlament nicht angehören.
In den Vereinigten Staaten, in England und in Neuseeland wird diese Regelung bereits praktiziert. So lässt sich verhindern, dass die öffentliche Verwaltung zur Beute der Parteien wird.

"Wir haben in Österreich eine Mauer der Verfilzung, die die Parteien aufgebaut haben. Der Staat verkrustet völlig. Der Staat' hat es im Laufe der Jahre fertig gebracht, sich als Institution geradezu perfekt gegen den Bürger zu schützen.

DAS PARLAMENT besteht fast ausschließlich aus Beamten und Juristen !!! Die sich gegenseitig verwalten !!!

http://www.parlament.gv.at/WWER/NR/

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