Neue Doppel-Intendanz für Rauriser Literaturtage

25. Jänner 2012, 16:37

Ines Schütz und Manfred Mittermayer folgen auf Brita Steinwendtner

Salzburg  - Die Rauriser Literaturtage haben zwei neue Intendanten. Ines Schütz und Manfred Mittermayer beerben Brita Steinwendtner, die nach 22 Jahren die Leitung des Literaturfestivals zurücklegt. Mit gravierenden strukturellen oder inhaltlichen Änderungen ist vorerst allerdings nicht zu rechnen. Wie Schütz und Mittermayer am Mittwoch  bei einem Pressegespräch erläuterten, müssten sie beide in die Rolle erst hineinwachsen. "Die Literaturtage funktionieren hervorragend, wir steigen in eine Erfolgsgeschichte ein und sind nicht als Krisenmanager geholt worden", sagte Mittermayer.

Ines Schütz (geb. 1974) ist Germanistin und Romanistin. Sie arbeitet seit 1995 im Salzburger Literaturhaus sowie seit 2007 als Deutsch- und Französisch-Lehrerin in einem Halleiner Gymnasium. Außerdem hat sich Schütz als Gestalterin von literarischen Radiosendungen, Literatur-Übersetzungen sowie als Kuratorin von Ausstellungen über Autoren wie H.C, Artmann, Walter Kappacher, Franz Kafka und Karl-Markus Gauß einen Namen gemacht.

Manfred Mittermayer (geb. 1959) ist Germanist und Anglist und lehrt an der Universität Salzburg. Mittermayer hat über Thomas Bernhard dissertiert und gilt als einer der profundesten Kenner des Autors. Zudem ist er Mitarbeiter des Ludwig Boltzmann Instituts und ab April Leiter des Salzburger Literaturarchivs. Beide neuen Intendanten der Rauriser Literaturtage verweisen auf eine Reihe von Publikationen zu literarischen Themen.

Brita Steinwendtner, die für die kommende Ausgabe des Festivals im März 2012 zum letzten Mal verantwortlich zeichnet, sagte, Rauris sei mittlerweile so komplex und vielseitig, dass die Arbeit für einen Leiter allein kaum zu schaffen sei. "Schütz und Mittermayer haben sich in vielen Gesprächen als Ideal-Besetzung herauskristallisiert. Für diesen Job muss man natürlich fachlich hervorragend qualifiziert sein. Von besonderer Bedeutung ist aber auch, dass man sowohl mit den Partnerorganisationen wie den Universitäten von Salzburg, Innsbruck, Klagenfurt und Wien als auch mit dem ländlichen Umfeld von Rauris, mit dem die Literaturtage substanziell verwachsen sind, gut umgehen muss."

Beide neuen Intendanten der Rauriser Literaturtage werden ihre angestammten Berufe weiterhin behalten und bekommen für die ganzjährige Aufgabe in Rauris nur geringe Aufwandsentschädigungen. Davon könne man "unmöglich leben", wie Mittermayer erklärte.  (APA)

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