Ines Schütz und Manfred Mittermayer folgen auf Brita Steinwendtner
Salzburg - Die Rauriser Literaturtage haben zwei neue
Intendanten. Ines Schütz und Manfred Mittermayer beerben Brita
Steinwendtner, die nach 22 Jahren die Leitung des Literaturfestivals
zurücklegt. Mit gravierenden strukturellen oder inhaltlichen
Änderungen ist vorerst allerdings nicht zu rechnen. Wie Schütz und
Mittermayer am Mittwoch bei einem Pressegespräch
erläuterten, müssten sie beide in die Rolle erst hineinwachsen. "Die
Literaturtage funktionieren hervorragend, wir steigen in eine
Erfolgsgeschichte ein und sind nicht als Krisenmanager geholt
worden", sagte Mittermayer.
Ines Schütz (geb. 1974) ist Germanistin und Romanistin. Sie
arbeitet seit 1995 im Salzburger Literaturhaus sowie seit 2007 als
Deutsch- und Französisch-Lehrerin in einem Halleiner Gymnasium.
Außerdem hat sich Schütz als Gestalterin von literarischen
Radiosendungen, Literatur-Übersetzungen sowie als Kuratorin von
Ausstellungen über Autoren wie H.C, Artmann, Walter Kappacher, Franz
Kafka und Karl-Markus Gauß einen Namen gemacht.
Manfred Mittermayer (geb. 1959) ist Germanist und Anglist und
lehrt an der Universität Salzburg. Mittermayer hat über Thomas
Bernhard dissertiert und gilt als einer der profundesten Kenner des
Autors. Zudem ist er Mitarbeiter des Ludwig Boltzmann Instituts und
ab April Leiter des Salzburger Literaturarchivs. Beide neuen
Intendanten der Rauriser Literaturtage verweisen auf eine Reihe von
Publikationen zu literarischen Themen.
Brita Steinwendtner, die für die kommende Ausgabe des Festivals im
März 2012 zum letzten Mal verantwortlich zeichnet, sagte, Rauris sei
mittlerweile so komplex und vielseitig, dass die Arbeit für einen
Leiter allein kaum zu schaffen sei. "Schütz und Mittermayer haben
sich in vielen Gesprächen als Ideal-Besetzung herauskristallisiert.
Für diesen Job muss man natürlich fachlich hervorragend qualifiziert
sein. Von besonderer Bedeutung ist aber auch, dass man sowohl mit den
Partnerorganisationen wie den Universitäten von Salzburg, Innsbruck,
Klagenfurt und Wien als auch mit dem ländlichen Umfeld von Rauris,
mit dem die Literaturtage substanziell verwachsen sind, gut umgehen
muss."
Beide neuen Intendanten der Rauriser Literaturtage werden ihre
angestammten Berufe weiterhin behalten und bekommen für die
ganzjährige Aufgabe in Rauris nur geringe Aufwandsentschädigungen.
Davon könne man "unmöglich leben", wie Mittermayer erklärte. (APA)