Unterschiedliche Tarife

Parken in Wien: Rot-Grün gegen ÖVP-Pläne mit drei Zonen

25. Jänner 2012, 16:01

Hora glaubt hinter ÖVP-Vorschlag "parteipolitisches Kalkül" - Grüne werfen FPÖ "Verzögerungstaktik" vor

Wien - Das Thema Parkraumbewirtschaftung hat am Mittwoch in Wien erneut für politische Diskussion gesorgt. Die ÖVP präsentierte ein neues Konzept, bei dem die Bundeshauptstadt in drei Zonen mit unterschiedlichen Tarifen unterteilt werden soll. Die FPÖ verlangte unterdessen eine Volksbefragung zu einem kostenlosen Parkpickerl in ganz Wien. Für beide Vorschläge gab es Absagen der beiden Regierungsparteien: Die Konzepte von ÖVP und FPÖ seien unüberlegt, so der Tenor von SPÖ und Grünen.

"Die ÖVP war immer für eine einheitliche Lösung bei der Parkraumbewirtschaftung in Wien. Hinter dem Schwenk hin zum Drei-Zonen-Modell kann also nur parteipolitisches Kalkül stecken", mutmaßte SPÖ-Verkehrssprecher Karlheinz Hora in einer Aussendung. Bei den Freiheitlichen ortete er "gravierende Informationsdefizite": "Die FPÖ ist schlecht informiert, denn dass Fragen der Parkraumbewirtschaftung laut Stadtverfassung nicht abgestimmt werden können, müsste sie wissen."

Kritk von Maresch: FP-Vorschlag ist Verzögerungstaktik

Kritik gab es auch vom grünen Verkehrssprecher Rüdiger Maresch: "Die Rathaus-Opposition ergeht sich in unpraktikablen Ideen", kommentierte er in einer Aussendung den Vorschlag der ÖVP. Eine Staffelung in unterschiedliche Zonen mache nur Sinn, wenn damit Lenkungseffekte erzielt würden: "Dass jemand, der im ersten Bezirk wohnt, mehr bezahlen soll für das Parkpickerl als jemand im neunten Bezirk, macht hier keinen Sinn."

Auch mit dem Ansinnen der FPÖ kann er wenig anfangen: "In der Forderung nach einer Volksbefragung lässt sich ausschließlich eine Verzögerungstaktik entdecken, die der massiven Überparkung in Wien nicht gerecht wird. Wir brauchen Nägel mit Köpfen, und das rasch, denn die Situation ist in vielen Bezirken außerhalb des Gürtels unerträglich", sagte er. Es gebe weltweit nur zwei Möglichkeiten, wie Städte mit der Situation umgehen könnten: Dabei handle es sich um die City-Maut, die abgelehnt worden sei, und um die Parkraumbewirtschaftung. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 154
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rorschach
10
27.2.2012, 15:48
ist da ernst gemeint?

"Die FPÖ verlangte unterdessen eine Volksbefragung zu einem kostenlosen Parkpickerl in ganz Wien." soll das ein witz sein?

Elisa B
17
eine Stadt braucht Autoverkehr

eine Stadt braucht Autoverkehr, weil die Öffentlichen eine Katastrophe sind! Querverbindungen gleich Null, viel zu lange Intervalle, abends braucht man ewig. Viele Strecken sind mit dem Auto im Vergleich zu den Öffis im Viertel der Zeit zu schaffen. Vom 17. in den 14. 9 min mit dem Auto - Öffentlich 3 Linien zusammen 42 min und einiges dann noch zu Fuß. Was soll das!!??

rorschach
10
27.2.2012, 15:46
es verbietet ihnen ja niemand

mit dem Auto zu fahren? machen sie das weiterhin .....

Vorstadtmama
 
14
30.1.2012, 09:52
Lieber Herr Marsch,

auch wenn wir nicht gefragt werden, werden wir antworten. Was die Grünen vom Wahlvolk halten, haben sie in Wortspenden schon klargemacht.

Vorstadtmama
 
03
30.1.2012, 10:02
außerdem sind die Grünen wohl die einzigen, die in Wien keine Parkplätze finden...

Elisa B
05
27.1.2012, 18:15
Wiener gegen Citymaut

Die Wiener haben gegen die Citymaut abgestimmt - die Regierung bringt sie trotzdem. Motto: jetzt erst Recht!

Vorstadtmama
 
03
30.1.2012, 10:00
..das glaub ich nicht..

da lässt der Häupl vorher die 10%-Partei fallen.

Max Edwin
43
26.1.2012, 13:22
Zonenmodell ist sinnvoll und erprobt!

unterschiedliche Preise sind aber natürlich nur für die Kurzparktarife und nicht für die Parkpickerl sinnvoll.

Für Wien wäre folgendes Modell sinnvoll:
1) Gebührenpflichtige Kurzparkzone im gesamten Stadtgebiet.
2) Aufteilung in 3 Zonen: ausserhalb des Gürtels, innerhalb des Gürtels und 1. Bezirk. Je weiter zentral um so höher die Kurzparkgebühr, wobei die im 1. Bezirk ruhig 5 EU/h betragen soll.

NUR so hält man die Leute davon ab mit ihrer Droschke ins Zentrum zu gondeln - am besten noch kombiniert mit einer Citymaut.
Ist alles langjährig in vielen Städt Nordeuropas erprobt und funktioniert!

East-West Commuter
01
27.1.2012, 12:11
Ich wohne in einem Aussenbezirk.

Ich will nicht, dass dann noch mehr Leute ihre Droschken vor meinem Hausabstellen weils billiger als im Zentrum ist. Das Zonenmodell bringt nur Verdrängung, aber keine Lösungen. Zur Zeit haben wir ja ein 2-Zonen-Modell, dass die gürtelnahen Anrainer benachteiligt (Zone ohne Pickerl und dafür tausende Pendler und Dauerparker) und die Parkpickerlbezirke innerhalb des Gürtels.

Idefix der zweite
 
01
10.3.2012, 18:12

Hauptsache meckern, denken ist weniger gefragt, nicht wahr?
Derzeit stellen viele Bewohner von Parkpickerlbezirken ihre Autos dort ab, wo es keine Parkraumbewirtschaftung gibt und lassen den Wagen dann oft tagelang stehen (habe ich auch eine Zeit lang gemacht, bis es mir zu blöd geworden ist und ich mir eine halbwegs günstige Garage in der Nähe gesucht habe).
Aber kein Mensch würde sein Auto irgendwo weit weg von seinem Zielort für eine halbe Stunde bis maximal 90 Minuten KURZPARKEN, bloss weil es dort billiger ist - Allein die Fahrzeit vom Parkplatz zum Zielort und zurück würde die Parkzeit so verlängern und damit verteuern, dass sich das nicht auszahlen würde, da würde er besser das Auto gleich stehen lassen.

joky2
00
31.1.2012, 15:06

naja, prinzipiell ja nicht schlecht:

1. Bezirk: von mir aus 5 EUR, 10 EUR oder gratis. Ausreichend Parkplätze für alle Anrainer, Geschäftstreibende und Kunden und gibt es dort sowieso nie. Dafür aber vl. ein Parkleitsystem, dass bei Überparkung die Zufahrt zu Parkplätzen unterbindet (ausgenommen Parkgaragen).

innere Bezirke (3-9), ggf. 2. und 20. Bezirk je zur 1/2: 2 EUR / Stunde

Rest 1 EUR / Stunde

Der Haken an der ganzen Sache ist weniger, dass alles in die Außenbezirke drängt (was ja Status Quo ist, kann also nur besser werden), sondern eher, dass, bis so ein Modell konzipiert und überprüft ist, vermutlich noch Jahre vergehen...

Titus Petronius
57
26.1.2012, 11:59
Beim Zustand der Wiener Parkraum-Abzocke

frag ich mich nur wieviel die Garagenbetreiber eigentlich den Roten schmieren.

Luc P
46
26.1.2012, 11:47

es braucht endlich tangentialverbindungen und kürzere intervalle am abend

wenn man länger arbeiten muss hat man keine Lust auch noch 20 Minuten bei Minusgraden auf die Bim zu warten

genauso auch in der Freizeit wenn man abends etwas unternimmt nimmt es einem die Lust ewig auf Bim und Bus beim heimfahren zu warten da kann ich verstehen dass man aufs Auto nicht verzichten will und es wohnt nunmal nicht jeder im 8.Bezirk ist bobo und hat ein Rad als besten Freund

unterwegs in Österreich
20
27.1.2012, 01:38
Sie dürfen gleich in die erste Straßenbahn, die kommt,

einsteigen und müssen nicht auf die zweite warten.

Ich frag mich, wie Sie es sonst schaffen, bei einem 15 Minuten-Intervall 20 Minuten zu warten, wenn die durchschnittliche Wartezeit bei einem 15 Minuten-Intervall 7,5 Minuten ist.

Vorstadtmama
 
03
30.1.2012, 10:16

Zuerst wartet man 20 Minuten, dann kommen 3 Bims hintereinander... Der Vorstadtpapa meint dann, dass die Fahrer vor der Abfahrt wohl eine Runde Schnapsen gespielt haben...

atomkraft neindanke
64
26.1.2012, 18:59
Flexibel und günstig!

Für seltene Gelegenheiten benützen Sie Car2go, einfach und völlig unkompliziert. Wenn sich bis zu 15 Personen am Tag nur ein Fahrzeug teilen, dann wird aus dem Stehzeug nämlich ein Fahrzeug.

Im Übrigen ist carsharing, car2go, Öffi, Radfahren und zu Fußgehen in Kombination die beste und flexibelste Art sich fortzubewegen, wer keine Vorurteile hat, kommt damit auch am günstigsten durchs Leben, ein eigenes Auto kostet nämlich laut ÖAMTC zwischen 350 bis 420 Euro pro Monat, um das Geld kann man schon viel Taxi fahren!

Andreas Mittermayer
51
26.1.2012, 23:02
Sehr richtig!

.
Kann mir nicht vorstellen, welche Art von geistigem "Nackerpatzl" man sein muss, um Ihnen zu Ihren Aussagen ein rotes Stricherl zu geben!

BraS
 
00
26.1.2012, 15:20

die Straßenbahnen fahren allesamt in min. 15min-Intervallen bis Betriebsschluss.
Wir sind ja zum Glück noch nicht in Deutschland.

trink joghurt
01
27.1.2012, 10:11

ja genau, fahrpläne sind einzuhalten.

bingoX
28
26.1.2012, 12:01
erst gestern wieder

16 minuten auf den 71 gewartet, 6 minuten auf den D-Wagen. Und das für knappe 3 km Luftlinie.

In der Zeit fahre ich mit dem Auto schon bald von Wien nach St. Pölten.

austria_traveller
00
29.2.2012, 08:54
16:00 Auffahrt Gasometer

10 Minuten für die Strecke Gasometer - A23 Richtung Norden.
Es kommt halt immer drauf an, wann man fährt !

Vorstadtmama
 
00
30.1.2012, 10:26

Wenn man es eilig hat, muß man halt sein Auto verwenden.

unterwegs in Österreich
01
27.1.2012, 01:40
Da ist aber die Simmeringer SPÖ und die Bezirksvorsteherin Schuld

die waren dagegen, dass der 71er bis zur Börse verlängert wird. Da hätten Sie dann nicht umsteigen müssen.

atomkraft neindanke
73
26.1.2012, 18:52

Fahren Sie doch mit dem Rad oder gehen Sie zu Fuß, eine halbe Stunde Bewegung schadet nicht.

Im Übrigen wären Sie wissenschaftlich betrachtet mit dem Rad am schnellsten angekommen, weil die Suche nach einem Parkplatz am Zielort enfällt und es hätte Sie auch fast nichts gekostet.

Wenn Sie zu bequem zum Treten sind, dann kaufen Sie ein Stromrad und Skifahrergamaschen für den Anzug, funktioniert wunderbar.

Damit tun Sie sich und ihrer Umwelt einen Gefallen, für 3km braucht kein Mensch ein Auto!

trink joghurt
02
27.1.2012, 10:12

genau, warum rasch und bequem wenn man sich am radl den a*sch abfrieren kann beim strampeln?

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