Der deutscher Licht- und Feuerwerkskünstler arbeitete für Opern wie für Rammstein und Silvesterevents
Berlin - Der Lichtkünstler Gert Hof starb am
Dienstag im Alter von 60 Jahren nach kurzer schwerer Krankheit im
Kreise seiner Familie, wie seine Sprecherin am Mittwoch in Berlin
mitteilte. Hof führte im Theater und bei Opern Regie,
choreographierte Modeschauen und entwarf Bühneninszenierungen für
Bands wie Rammstein. Bilder seines Silvester-Feuerwerks am
Brandenburger Tor gingen um die Welt. Die Liste seiner Arbeiten
reichte vom Roten Platz in Moskau über die Akropolis in Griechenland
bis zur Taufe des Kreuzfahrtschiffs Aida und einer Lasershow beim
Skiopening in Ischgl 2003.
Der Theaterwissenschaftler wurde in Taucha in Sachsen geboren und
begann seine Karriere am Städtischen Theater in Leipzig. Seit den
70er Jahren lebte Hof in Berlin. Bei seinem letzten Event im Dezember
im Emirat Katar setzte Hof das königliche Amphitheater von Doha zur
Eröffnung in Szene, wie seine Sprecherin berichtete. Hof kreierte
Gesamtkunstwerke aus Feuerwerk, Scheinwerfern, Laser und Musik.
Herkömmliche Feuerwerke nannte er einmal "Fleurop für Arme".
Schlagzeilen gab es um Hofs Berliner Millenniums-Aktion 1999/2000.
Damals musste seine Licht-Show wegen befürchteter Parallelen zu den
propagandistischen Licht-Inszenierungen des Hitler-Architekten Albert
Speer verändert werden. Hof fühlte sich missverstanden und wies einen
Bezug zu Speers "Lichtdom" als unsinnig zurück. (APA)