Kärnten

Carinthischer Sommer in Geldnot

25. Jänner 2012, 17:08
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    foto: h. bauer

    Bangt ums Festival: CS-Intendant Thomas D. Schlee.

Intendant Thomas D. Schlee befürchtet Aushungern des Kärntner Musikfestivals

Klagenfurt - Es dürfte kein Zufall gewesen sein, dass der Carinthische Sommer (CS) sein geplantes Programm für 2012 im Klagenfurter Sanatorium Maria Hilf (dessen Betreiber den CS sponsert) vorstellte. Intendant Thomas Daniel Schlee gab sich denn auch so pessimistisch wie nie zuvor für die Zukunft des größten Musikfestivals Kärntens und befürchtet, dass dieses zu Tode gehungert werden soll.

So scheint es für Schlee bis heute nicht klar zu sein, ob das Programm für 2012 überhaupt zustande kommt. Bis dato sei der Subventionsvertrag mit dem Land Kärnten nicht auf seinem Schreibtisch gelandet, zeigt sich der CS-Intendant alarmiert. Auch die verlangten Mietverträge mit dem landeseigenen Stift Ossiach seien noch gänzlich ungeklärt, die Mieten würden ständig steigen. Man sei nicht mehr "Herr im Haus", sondern "bestenfalls geduldeter Untermieter". Schlee: "Das alles lässt mich schlicht und einfach die Frage stellen, ob es sinnvoll ist, dieses Festival noch weiter zu führen."

Das bedeutet im Klartext, dass ein Großteil der Konzerte nach Villach übersiedeln müsste, zumal Kulturlandesrat Harald Dobernig (FPK) beim CS den Rotstift hart angesetzt hat. Das Interesse der Politik konzentriere sich offenbar auf die einst vom verunglückten Landeshauptmann Jörg Haider gegründete Musikakademie, klagt Schlee. Während das Budget des CS in "guten Jahren" bei zwei Millionen Euro gelegen sei, müsse man jetzt mit 1,7 Mio. auskommen; wobei der CS im Gegensatz zur Musikakademie bisher stets ausgeglichen budgetiert habe. Im Büro von Kulturlandesrat Dobernig will man das so nicht stehen lassen. Die Förderzusage sei bereits mündlich erfolgt. Die Förderung des Landes wird für die kommenden drei Jahre mit insgesamt 1,3 Mio. Euro festgelegt.

Schon im Vorjahr war klar, dass es heuer wohl zum letzten Mal eine Kirchenoper als Aushängeschild geben wird: Sara und ihre Männer, komponiert von Bruno Strobl nach einem Libretto von Peter Deibler, in dem die alttestamentarische Geschichte von Sara und Abraham nacherzählt wird. Vorgesehen ist auch ein Schwerpunkt mit Orchesterwerken von Jean Françaix. Die Philharmonia Prag tritt zweimal auf, am 15. Juli unter Leitung von Thomas Rösner in der Stiftskirche Ossiach und am Abend darauf im Congress Center Villach unter Milan Turkovic.

Zwei Orchesterabende bestreiten das Orchestre Français des Jeunes unter Dennis Russell Davies mit Solist Nemanja Radulovic sowie als Abschlusskonzert das Helsinki Philharmonic Orchestra unter John Storgards. (stein / DER STANDARD, Printausgabe, 26.1.2012)

Isogseich Eini
00
12.2.2012, 14:00
Auszug aus der Biographie von Helmut Wobisch (Quelle: Wikipedia)

Nach dem „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich 1938 wurde Wobisch, der seit 1. Mai 1933 (zunächst illegales) Mitglied der NSDAP gewesen war (Mitgliedsnummer: 1.529.268)[1], der Titel eines Kammermusikers verliehen. 1939 wurde Wobisch Mitglied der Wiener Philharmoniker und von der Bühnenmusik in das Staatsopernorchester befördert. Während der Nazizeit war er Leiter der Bläserausbildung der Hitlerjugend im Gebiet Wien sowie Mitglied der SS. Von den NS-Behörden wurde er als „gut unterrichteter“ Informant geführt.

Nach dem Krieg wurde Wobisch aufgrund des Verbotsgesetzes aus dem Orchester der Wiener Staatsoper entlassen. 1950 wurde er wieder eingestellt. Von 1954 bis 1968 war der Solotrompeter Geschäftsführer der Wiener Philharmoniker.

lily233
 
00
27.1.2012, 14:58
Und das

im Jubiläumsjahr des 100. Geburtstags des Festivalgründers Helmut Wobisch ...
Traurig.
Aber Hauptsach', jedes im Land getragene Trachtengwand wird vom Kulturlandesrat subventioniert.

Ob Furlanetto, Schade, Capuçon, Buchbinder et cetera eventuell im Kärntneranzug auftreten würden?

christianr
12
26.1.2012, 10:21
also, das verwundert ja nicht:

wenn die ka "kärntnliadl" singan kennan, ... don gibbts a kane kneddalan, networ. aussadehm ferda ma ka "entoartete kunst" net.
lei lei

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