Durchsuchungen bei mutmaßlichen Helfern

Quartett soll Sprengstoff und Waffen besorgt haben

Karlsruhe - Die deutsche Bundesanwaltschaft hat die Wohnungen von vier weiteren mutmaßlichen Unterstützern des rechtsextremen Zwickauer Neonazi-Trios durchsuchen lassen. Die Beschuldigten sollen der inhaftierten Beate Z. sowie den Anfang November tot aufgefundenen Uwe M. und Uwe B. bereits 1998 Sprengstoff und mehrere Schusswaffen zur Verfügung gestellt haben, wie die Bundesanwaltschaft am Mittwoch in Karlsruhe mitteilte. Zudem bestehe der Anfangsverdacht, dass das Quartett die Vereinigung "Nationalsozialistischer Untergrund (NSU)" auch danach logistisch unterstützt habe.

Die jahrelang unentdeckt gebliebene rechtsextreme Zelle soll zwischen 2000 und 2007 in Deutschland neun Migranten und eine Polizistin ermordet haben. Außerdem werden der Gruppe zwei Sprengstoffanschläge in Köln 2001 und 2004 mit insgesamt 23 Verletzten sowie eine Serie von Banküberfällen zur Last gelegt. (APA)

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