ORF-Struktur

ÖVP will gleichberechtigte Vorstände statt Generaldirektor

25. Jänner 2012, 14:10
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    foto: standard/cremer

    ÖVP-Klubchef und Mediensprecher Karlheinz Kopf

Kopf will Stiftungsrat verkleinern und zum Aufsichtsrat machen - Publikumsrat zum "Rundfunkrat" aufwerten

Die ÖVP will in der Debatte über die von den ORF-Redakteuren geforderte Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks einmal mehr die Position des Alleingeschäftsführers in Form des Generaldirektors abschaffen und an dessen Stelle einen Vorstand mit mehreren Mitgliedern als Führungsorgan setzen. Das geht aus einem Antwortbrief von ÖVP-Klubchef und Mediensprecher Karlheinz Kopf an den ORF-Redakteursrat hervor, den er am Mittwoch veröffentlichte.

Kopf will auch den Stiftungsrat zu einem Aufsichtsrat umfunktionieren, wie er schreibt. Dieser solle aus 15 Mitgliedern bestehen, nicht aus 35 wie derzeit das oberste ORF-Gremium. Zehn Mitglieder sollten als "Eigentümervertreter" vom Parlament - etwa durch den Hauptausschuss - nominiert werden, fünf Mitglieder sollten die Belegschaft vertreten, wobei deren Stimmrechte dem Aktienrecht bzw. dem Arbeitsverfassungsgesetz nachgebildet sein sollten, so der ÖVP-Plan. Die Mitglieder des Aufsichtsrats sollten "kompetente, unabhängige Persönlichkeiten mit Erfahrung aus der Medien- bzw. der sonstigen Wirtschaftswelt sein und eine spezielle, zertifizierte Schulung für Aufsichtsräte absolviert haben".

Publikumsrat zum "Rundfunkrat" aufwerten

Aufwerten will die ÖVP den Publikumsrat, der mehr Kompetenzen bekommen und zu einer Art "Rundfunkrat" werden solle. Die dort tätigen Gremienmitglieder müssten außerdem "aus allen Teilen der Zivilgesellschaft kommen", so das Konzept.

Am Montag hatten die ORF-Redakteure einen Brief an die Parlamentsklubs geschrieben, in dem sie eine ORF-Reform forderten. Stein des Anstoßes sind demnach Verfehlungen der ORF-Stiftungsräte, die die Journalisten monieren, und der von ihnen geortete Zugriff der Parteien auf den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. So hatte die geplante und mittlerweile wieder fallengelassene Bestellung des bisherigen SPÖ-Stiftungsrats Niko Pelinka als Büroleiter von ORF-General Alexander Wrabetz für mehrwöchige offene Proteste gesorgt.

Am Dienstag hatte Grünen-Klubchefin Eva Glawischnig den Redakteuren geantwortet und ebenfalls eine Reform des Stiftungsrats verlangt. Vergangene Woche hatten die Grünen im Nationalrat einen Dringlichen Antrag zu einer ORF-Reform eingebracht. (APA)

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13 Postings
Fräulein Smillas Geschwür am Zeh
02
25.1.2012, 15:58
Karlheinz Hydra

Mehrköpfiger Vorstand

Kalvarienberg
03
25.1.2012, 15:54
Kopf? No brain, no pain !

armin delmenhorst
 
08
25.1.2012, 15:42
"mehrköpfigen Vorstand" Natürlich

einen roten, einen klerikalen und einen aus der IV - damit sicher nichts mehr schief geht. An und für sich finde ich die Vorarlberger sympathisch und vom Wesen her cool, da eher sachlich und nicht so süßlich & schmierig wie viele von der "östlichen Mischung". Nur was es in den letzten Jahren in die Politik spülte (Martin, Gorbach, Stadler und eben diesen Narren) hat schon Kärntner Niveau. Wird Zeit, am Arlberg wieder Kontrollen durchzuführen. :-)

Mag. Garnicht
10
25.1.2012, 15:39
Vorschlag: Schaffen wir einen Mehrköpfigen Vorstand und schaffen wir den ORF ab.

Somit werden die Parteien wie die Zuseher glücklich.

Bortolino
00
25.1.2012, 16:56
Nicht abschaffen. Ausgliedern!

Gliedern wir doch den ORF einfach von seinem Vorstand aus.

Der Vorstand übernimmt das Facility-Management, und saniert den Küniglberg. Damit ist er dann eh für die nächste Zeit ausgelastet.

Und der Rest des ORF arbeitet ohne Vorstand weiter. Der Redaktion wird dabei niemand abgehen ...

Michael B
03
25.1.2012, 15:23
Auch wenn ich die patscherten Versuche der SPÖ verurteile, ihre Helferlein beim Generaldirektor unterzustellen,

muss ich doch immer wieder herzlich darüber lachen, wie die "ORF-Reform" des ORF durch die ÖVP(!!!) so kräftig in die Hose gegangen ist! Denn sie sollte nichts anderes erreichen, als die DAUERHAFTE Einzementierung des ÖVP-Einflusses im ORF!
Nur ist diese gefinkelte Konstruktion dann leider GEGEN die Interessen der ÖVP angewendet worden, und DESHALB muss jetzt sofort etwas anderes her!

picadilly
01
27.1.2012, 12:10
Jaa..

...das stimmt.

Ist genauso wie die ÖH-Reform gewesen, auch da hat man wirre Strukturen und Modelle gebastelt, mit dem Effekt dass Mandate völlig unterschiedlch funktionieren - mit dem Effekt dass auch das die VP-nahe AG statt zu profitieren nachhaltig Nachteile gehabt hat.

Da braucht´s bessere Berater ;-)

Montoro
02
25.1.2012, 14:57
Kopfnuss

Sinnlose Umbenennungen statt echter Strukturreform. Bedenkliche Verquickung zwischen Aufsicht und Geschäftsführung. Das Konzept kann nur in Vorarlberg entstanden sein .........

Hoch die Tassen!
00
25.1.2012, 14:51
Kopfnuss

eamonclever
01
25.1.2012, 14:50
was ist der unterschied zwischen generaldirektor

und vorsitzender/sprecher des vorstandes. Der name funktionell gar nix

Neue Heimat
00
25.1.2012, 14:40
Posten

Damit man sich wieder Posten aufteilen kann

madman
02
25.1.2012, 14:44
klar werde da wieder posten

für parteisoldaten auf kosten der steuerzahler erfunden.
das ist sinn und zweck der aktion

byron sully
00
25.1.2012, 14:48

so seh ich das auch. da sind die ideen der redakteurInnen schon um einiges vernünftiger.

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