Großes Potenzial

Arabische Urlauber strömen nach Österreich

25. Jänner 2012, 13:14
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    grafik: apa

Die Zahl der Nächtigungen legte in den ersten elf Monaten 2011 um 29 Prozent auf 508.600 zu - erstmals mehr als in der Schweiz

Wien - In den vergangenen zehn Jahren haben sich die Gästeankünfte aus den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE), Saudi-Arabien, Kuwait und Katar vervierfacht - zwischen Jänner und November 2011 legten sie gegenüber dem Vergleichszeitraum des Jahres davor um 33 Prozent auf den bisherigen Höchstwert von 153.600 weiter ungebremst zu. Die Zahl der Nächtigungen erhöhte sich um 29 Prozent auf 508.600 und soll im Gesamtjahr Schätzungen der nationalen Tourismusmarketing-Organisation Österreich Werbung (ÖW) zufolge die Marke 530.000 erreichen.

"Damit kommen erstmals mehr Araber nach Österreich als in die Schweiz", sagte der ÖW-Marktbeauftragte für die arabische Halbinsel, Klaus Ehrenbrandtner. Österreich habe in den vergangenen Jahren Marktanteile dazugewonnen. In der Schweiz habe sich die Zahl der Nächtigungen arabischer Gäste im Zehnjahreszeitraum 2001 bis 2011 "nur" verdoppelt. Zwischen Jänner und November im Vorjahr verbuchten die Eidgenossen 396.713 Übernachtungen durch Araber - um 2 Prozent weniger als im Jahr davor.

Dynamischer Wachstumsmarkt

"Das Potenzial ist weiterhin sehr groß", erwartet Ehrenbrandtner weitere Zuwächse in Österreich. International gesehen sei die Golfregion laut Welttourismusorganisation der Vereinten Nationen (UNWTO) der am dynamischsten wachsende Markt bei Auslandsreisen. Und auch der Bevölkerungszuwachs sei wesentlich stärker als bei allen anderen tourismusrelevanten Ländern.

Der gesamte arabische Markt habe sich enorm entwickelt. "Der Markt wird größer, die Nachfrage nach Österreich wird größer und es wird immer einfacher, hierherzukommen", verwies Ehrenbrandtner auf die verstärkten Direktflugverbindungen - nicht zuletzt dank der in Dubai beheimateten Fluglinie Emirates, die jetzt dreimal täglich von Dubai nach Wien fliegt, Tendenz steigend. München fliegt die Airline ebenfalls an - mit dem Airbus A-380. 2003 gingen gerade einmal drei Flüge pro Woche aus den arabischen Golfländern direkt nach Wien - 2011 waren es bereits 27.

Erleichterung bei Visa-Anträgen

Im Dezember wurden nun auch die Visaformalitäten für die arabischen Urlauber vereinfacht. In Dubai, Jeddah und in den Eastern Provinces gebe es nun Antragsstellen, davor mussten die Touristen für den Sichtvermerk im Pass direkt zur nächsten Botschaft, die oft mehr als 1.000 Kilometer entfernt war. "Es ist jetzt extrem einfach und komfortabel, ein Visum zu bekommen", freut sich Ehrenbrandtner. Für die Abwicklung sind seit wenigen Wochen die externen konsularischen Services von VFS Global (Visa Facilitation Services), einer Tochter des Schweizer Reisekonzerns Kuoni, zuständig.

Der Anteil der arabischen Gäste an den rund 125 Millionen Gesamtnächtigungen, die Österreichs Hoteliers pro Jahr ausweisen, bewegt sich noch weit unter 1 Prozent und ist nach wie vor ein sehr kleines, dafür aber dynamisch wachsendes Segment. In der heimischen Nächtigungsstatistik haben die Urlauber aus dem arabischen Raum die Australier, Chinesen und jetzt auch Japaner aber sukzessive überholt.

Den arabischen Markt bearbeitet die Österreich Werbung seit rund zehn Jahren, seit 2007 betreibt sie dafür ein eigenes Büro in Dubai. "Dieser Markt explodiert derart, dass ich eigentlich doppelt so viele Mitarbeiter bräuchte", schilderte Ehrenbrandtner. Die Dynamik sei extrem spürbar, aber von einem sehr niedrigen Niveau ausgehend, räumte der ÖW-Marketingexperte ein.

Wien vor Zell am See

Zu den Lieblingsdestinationen der ausgabefreudigen Araber in Österreich zählen neben Wien, die Region Zell am See / Kaprun, die Stadt Salzburg, das Gasteiner Tal, Innsbruck, Seefeld, Kitzbühel und die Wörthersee-Region. Als nächstes will die ÖW in Dubai verstärkt das Ötztal bewerben - und jedes zweite Jahr soll eine neue österreichische Region dazukommen, die bei den Arabern ins Rampenlicht gestellt wird.

Die arabischen Urlauber sind im internationalen Vergleich laut Ehrenbrandtner die "biggest spenders" - vor den Amerikanern und Russen. Für ein Hotelzimmer in Wien geben die Gäste von der arabischen Halbinsel beispielsweise um 75 Prozent mehr aus als der Durchschnitt. Sie buchen fast nur Hotels im gehobenen Segment. Auch beim Einkaufen geben sie generell sehr viel aus.

Weltweit betrachtet bereisen die Araber am liebsten den arabischen Nahmarkt - sie besuchen sich gegenseitig. Ebenfalls sehr gefragt ist Urlaub in Malaysia und der Türkei, dem Gewinner der letzten Jahre. In Europa fahren sie am liebsten nach Großbritannien (London) - gefolgt von Frankreich (Paris), Deutschland, Italien, Österreich und der Schweiz. (APA)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 28
1 2
hans georg h.
00
Dienstmädchen

Es zwingt diese Dienstmädchen keiner - dort zu arbeiten, da es ja allgemein bekannt ist, dass die Sitten dort anders als in Südostasien sind.

Es sind auch die Frauen in Thailand immer freiwillig zu mir gekommen und haben sich gesetzt.
Verstehe dieses TamTam nicht...

Gruß aus der Bundesrepublik.

Timagoras
 
00
26.1.2012, 17:25

der mann auf dem foto sieht lustig aus.
der hat gehört, dass man sich in Österreich während des faschings kostümiert, und sich sofort assimiliert ... ;o)

Ruben Weil
28
25.1.2012, 23:20
Und nach der Nächtigung kommt

die KomplettRenovierung! Hoteliers mit arabischen Gästen wissen wovon ich spreche :-)

Martin Müller10
 
04
25.1.2012, 23:47
Die paar kleinen Abnützungserscheinungen an der Einrichtung

und den Zimmermädchen sind halb so schlimm ;-)

muppetbasher
40
25.1.2012, 21:50
So ein Burkaverbot wäre doch was, Herr St.Rache?

Jetzt, wo sie diesen Orden haben!?

dasandere
35
25.1.2012, 20:28
In dieser Form

sind sie natürlich herzlich willkommen. Da buckln die Hoteliers und Geschäfte vergessen die Menschenrechte, ähnlich wie bei China.

Oesterarm, du Lügengebilde.

dieDritteGeneration
01
25.1.2012, 20:09

Schweizer Minarettverbot hilft dem österreichischen Tourismus. Die österreichischen Touristiker hoffen nun wohl noch auf ein schweizer Burkaverbot.

linux4ever
31
25.1.2012, 19:43
Wenn sie sich hier wie Gäste verhalten,

sind sie herzlich willkommen.

Sophokles1
14
25.1.2012, 20:38
Wenn das stimmt, was MartinMüller10 geschrieben hat,

und ich nehme stark an, dass es stimmt, dann sind diese Leute für mich hier NICHT willkommen.

Die sollen bleiben wo sie sind und Europa sollte ALLES tun, um mit solchen Staaten nichts mehr zu tun haben zu müssen. D.h. Unabhängigkeit von deren Erdöl anstreben, usw.

EU-Maniac
01
25.1.2012, 16:19

und gegenüber dem franken macht das einkaufen in bananistan besonders viel spaß.

phil123
 
00
25.1.2012, 15:36
Emirates fliegt aber nur 2 mal täglich lieber Standard ...

Martin Müller10
 
39
25.1.2012, 14:00
Das gibt viel Arbeit für die indonesische und philippinische

Botschaft in Wien. Solche Urlaube sind eine der wenigen Gelegenheiten für misshandelte und missbrauchte asiatische Hausmädchen zu flüchten. Wien ist ein sehr beliebter Ort für die Flucht.

Marlon62
41
25.1.2012, 21:00
Jene,

die hier "urlaub(t)en", waren und sind aber keine Dauerflüchtlinge, sondern viel mehr betuchte Familien, die vor den Unruhen als Folge des "Arabischen Frühlings" zeitlich begrenzt ihr Land verließen und verlassen.

Martin Müller10
 
03
25.1.2012, 22:46
Sie haben mein Posting entweder nicht gelesen oder nicht

verstanden, ich sprach über die asiatischen Hausmädchen dieser Familien die bei solchen Urlauben üblicherweise mitgenommen werden.

frank rosner
00
26.1.2012, 07:04
mein tip

das posting wurde nicht verstanden.

Gehmirausdersonne
92
25.1.2012, 15:32
Flüchtlinge

Da ist wohl Herr Strache Vater des Gedankens.

Martin Müller10
 
012
25.1.2012, 15:53
Sie sollten öfters den Sonnenschirm aufspannen, das vermeidet

Sonnenstich. Natürlich ist den jungen Frauen jede Unterstützung durch die Republik Österreich zu gewähren. Es ist für diese Mädchen ja ein echter Genuss mehrmals die Woche durch alle Besucher des Hausherrn vergewaltigt zu werden. Haben Sie schon mal auf der arabischen Halbinsel gelebt?

Palatin22
 
51
25.1.2012, 17:47
s.g. Herr Martin Müller10

Worauf genau stützen sich ihre Aussagen? Gibt's da Hintergrundinformationen oder sagen sie das einfach frei von der Leber weg.

Habe nemlich noch nie auf der arabischen Halbinsel gelebt.

um Antwort wird gebeten.

Martin Müller10
 
00
26.1.2012, 00:45
Warum Sie für eine berechtigte Frage Rot bekommen

verstehe ich nicht.

Martin Müller10
 
113
25.1.2012, 18:17
Ich hab in Saudi den Emirates und Kuwait gearbeitet und

gelebt. Dort ist das Vergewaltigen von Kindermädchen/Hausmädchen aus Asien (Philippinen, Indonesien) an der Tagesordnung. Wenn sich ein Mädchen weigert ist es halt beim Fensterputzen in die Tiefe gestürzt. Wird von der Exekutive insbesondere in Saudi nicht weiter verfolgt.

strangerinastrangeland
 
06
25.1.2012, 22:48

Auch meine Erfahrung, soviel können die mir gar nicht zahlen, dass ich noch einmal hingehe.

Martin Müller10
 
04
25.1.2012, 23:09
Da sind Sie nicht der Einzige ;-)

strangerinastrangeland
 
01
26.1.2012, 00:30

Sicher nicht, wobei die natürlich genauso auf mich als Individuum schei*en können, wie ich auf sie als Kollektiv.

Mit genug Geld wird man immer Experten finden, aber es wird schwieriger, und ohne Amis und Europäer in den technischen Schlüsselpositionen rennt dort gar nichts.

Dark Knight1984
010
25.1.2012, 19:17
Da hat der..

Hr Mueller absolut recht. Saudis, Emiratis, Kunwaitis sind bekannt fuer ihr Sklavensystem, wird von der Regierung auch munter unterstuetzt, sprich es gibt keine rechtliche Hilfe fuer die Dienstmaedchen, etc.

Hier ein kleiner Vorgeschmack:
http://www.independent.co.uk/opinion/c... 64368.html

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