Steuersünder

"Liste der Schande" trifft in Österreich auf wenig Gegenliebe

25. Jänner 2012, 16:37

Für die ÖVP ein "Armutszeugnis", für das Finanzministerium nicht machbar - Den Stein ins rollen bringende AK spricht von "Schutz der Mächtigen"

Wien - Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) sieht in der Forderung nach einer "Liste der Schande" in Österreich nach griechischem Vorbild ein "ziemliches Armutszeugnis". Die Steuermoral in Österreich sei mit jener in Griechenland und anderen Ländern nicht vergleichbar, so Mitterlehner am Mittwoch. Gleich in der Sache, anders im Wortlaut argumentierte Justizministerin Beatrix Karl (ÖVP): Das "moderne An-den-Pranger-Stellen" sei hinsichtlich des Datenschutzes stark zu hinterfragen. Ganz anders sieht das Siegfried Pichler, Präsident der Arbeiterkammer (AK) Salzburg, der die Idee ins Rollen brachte. "Ein Datenschutz, der Steuerhinterzieher und Steuerschuldner schützt, kann nicht der Weisheit letzter Schluss sein", sagte Pichler auf Anfrage zu derStandard.at.

Die Vorbehalte gegen Pichlers Vorschlag gehen aber über Datenschutzbestimmungen hinaus. Da viele Steuerschulden in Insolvenzen begründet seien, sei der "volkswirtschaftliche Effekt stark zu hinterfragen", so Mitterlehner. Zudem schüre die Liste Neideffekte und habe einen klaren "klassenkämpferischen Hintergrund". Was werde dann als nächstes Mittel eingeführt, fragte der Wirtschaftsminister: "Die Eintreibung durch das Volk?" Rückhalt bekommt der Vorschlag hingegen von SPO-Geschäftsführer Günther Kräuter, der sich die Liste gut vorstellen kann.

"Datenschutz" gegen "Schutz der Mächtigen"

Justizministerin Karl meinte, dass man in Österreich traditionellerweise mit solchen Daten anders umgehe als etwa in Skandinavien, wo die Einkommen im Internet veröffentlicht würden. Genau das ist für AK-Funktionär Pichler aber eine Ausrede: "Wo ein Wille, da auch ein Weg." Das sei europarechtlich auch möglich, wie die Beispiele Griechenland und Skandinavien zeigten. Besonders in Rage bringt Pichler der Umstand, dass im Land Salzburg sogar jeder kleine Fördernehmer - er nennt hier etwa Bildungsscheckempfänger - namentlich genannt werde. Da dürfe das Outing von Steuersündern doch kein Problem sein. Der Vergleich mache sicher, die bisherige Regelung sei ein "Schutz für die Mächtigen".

Polemik

Mehr Sachlichkeit wünscht man sich im Finanzministerium, in dessen Händen die praktische Umsetzung der Liste läge: Eine solche Maßnahme wäre schon rechtlich "ganz klar" nicht möglich, beschied ein Ressortsprecher. Inhaltlich sei sie ebenfalls nicht sinnvoll, würde sie doch keine hinterzogenen Steuern, sondern lediglich Steuerrückstände auflisten können. "Mit dem Begriff 'Steuersünder' wird oft polemisch hantiert", so der Sprecher. Oft würden Abgabenrückstände bzw. -außenstände mit Steuerhinterziehung gleichgesetzt. Mit diesem "falschen Schluss" würden allerdings die in Österreich geltenden rechtsstaatlichen Prinzipien ignoriert. Sprich: Gegen eine Steuervorschreibung kann in Österreich berufen werden, wenn nötig bis hin zum Verfassungsgerichtshof. Und sobald eine Berufung einlangt, gilt die Vorschreibung als Außenstand. "Will man diese Außenstände auf null bringen, ist das nur möglich, wenn man den Rechtsstaat abschafft", argumentiert man im Finanzministerium.

Sobald aber ein solcher Rückstand "vollstreckbar" werde, sprich die Causa rechtskräftig erledigt ist und die Finanzbehörden Recht bekommen haben, werde er auch "so schnell wie möglich eingetrieben", versichert das Finanzressort. So sei die Zahl der vollstreckbaren Rückstände in den vergangenen zehn Jahren um 20 Prozent zurückgegangen.

2011 betrugen diese Rückstände 1,7 Milliarden Euro, "und es werden alle eingetrieben", hielt der Sprecher fest. Auf null kommen könne man aber nie, denn es kämen ja ständig neue Forderungen bzw. Fälle dazu.

Teufel im griechischen Detail

Wie aber beurteilt man im Finanzministerium die griechische "Liste der Schande"? Der Teufel stecke hier im System: In Griechenland gebe es überhaupt keine funktionierende Steuerverwaltung, verglichen mit Österreich. Steuern, zumal etwa bei griechischen Kleinunternehmern, würden kaum eingetrieben, allenfalls große internationale Konzerne mit Niederlassungen im Land habe man zur Kasse gebeten. Im Zuge der EU-Rettungsaktion berate man gemeinsam mit anderen Ländern die Griechen übrigens gerade unter anderem "beim Aufbau einer funktionierenden Großbetriebsprüfung und wie man funktionierende Prüfpläne erstellt".

Härtere Strafen gefordert

Keinen Sinn in einer "Liste der Schande" sieht auch der Finanzrechtsexperte Werner Doralt. Hinterzogene Abgaben lägen naturgemäß im Dunkeln, könnten damit also auch nicht erfasst werden, hielt er fest. Eine Liste mit besonders hohen Außenständen wäre denkbar, würde aber den Finanzbehörden quasi das Misstrauen aussprechen, denn deren Aufgabe wäre es ja, diese einzutreiben. Auch Doralt rechnet damit, dass eine solche Liste überdies eine Gesetzesänderung erfordern würde, wahrscheinlich sogar im Verfassungsrang. "Sehr viel wichtiger und einfacher wäre es, vor allem jene, die im hohen Ausmaß Steuern verkürzen, mit entsprechend hohen Strafen zu belegen", findet Doralt. "Soweit die Praxis bekannt ist, wird der Strafrahmen nicht einmal zur Hälfte ausgenützt."

Teilweise Zustimmung bekommt Doralt hier von der AK. "Es braucht eine Kombination aus beidem: eine Veröffentlichung als Abschreckung und Bewusstseinsbildung des Problems. Strafen natürlich dann, wenn Gesetzesvergehen vorliegen", so Pichler zu derStandard.at.

AK vermisst bei ÖVP Gerechtigkeitssinn

Vizekanzler Michael Spindelegger (ÖVP) begründet seine Ablehnung der "Liste der Schande" indes anders. "Ich bin da sehr skeptisch", es sei "vielfach nichts zu holen", sagte er am Mittwoch dem ORF Vorarlberg. Er schlägt stattdessen vor, sich stärker darauf zu konzentrieren, den Bürger mit der Steuerlast gleichmäßig zu treffen. Als Beispiel führte er die Schwarzarbeit an. Damit konfrontiert, sagt Salzburgs AK-Chef Pichler: "Typische Aussagen von ÖVP-Politikern, denen Gerechtigkeit noch nie ein Anliegen war. Hier jetzt vom Thema abzulenken ist ein starkes Stück und mehr als durchsichtig."

Hintergrund der ganzen Debatte ist eine Initiative des griechischen Fiskus. Finanzminister Evangelos Venizelos hat eine Liste mit 4.000 Namen von Steuersündern samt Steuerschuld ins Internet gestellt. Die 170 Seiten lange Liste mit griechischen Schuldensündern umfasst einige der bekanntesten Namen des Jetsets, viele bekannte Unternehmer - und auch Sportler. Sie schulden dem Staat 15 Milliarden Euro an Steuern. (sos/APA, derStandard.at, 25.1.2012)

Kommentar posten
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Peace Artist
01
27.1.2012, 12:00
"Liste der Schande" In Österreich gedenkt niemand den Opfern der österreichischen Friedens-Kunstvernichtung, die sich gegen den Holocaust mit ihrer staatlich vernichteten Kunst ausgesprochen haben

z.B. die ORF Führung schweigt bis heute. Ebenso wie die UNESCO Kommission oder andere Qualitäts-Medien im Künstler für Frieden Jubiläumsjahr 2012
www.youtube.com/watch?v=Z1DJCUZDIvY

§ 1 ORF-G Stiftung "Österreichischer Rundfunk"

3. Der Österreichische Rundfunk hat auf die Grundsätze der österreichischen Verfassungsordnung, insbesondere auf den Grundsatz der Freiheit der Kunst, Bedacht zu nehmen und die Sicherung der Objektivität und Unparteilichkeit der Berichterstattung, der Berücksichtigung der Meinungsvielfalt und der Ausgewogenheit der Programme zu gewährleisten.
www.peaceartist.net/peacearti... ektor.html

Dr.Lion
01
27.1.2012, 11:44
für die Veröffentlichung der Steuer-Leistung jedes Bürgers und jeder juristischen Person in Österreich

wie z.B. im reichen Schweden seit Jahrzehnten völlig nrmal und üblich.

Damit würden sich auch Prestige-Anschaffungen und Prestige-Veranstaltungen zum größten Teil erübrigen und viel Streß aus unserer herzinfarktgefährdeten Gesellschaft herausnehmen.

Auch das "Ich wollte mir einen Lamborghini kaufen, konnte aber den Namen nicht aussprechen"-Syndrom fiele weg.

Wirkliches PRESTIGE HÄTTE, WER VIEL STEUER ZAHLT !!!

Anchel Kingsman
11
26.1.2012, 17:27
unötig

einfach einkommen und steuerleistung aller natuerlichen und juristischen personen (und den quotient fuer die die net rechnen koennen) im internet veroeffentlichen.

der rest erledigt sich von selber.

PMM
12
26.1.2012, 16:31

Steuerflüchtlinge überführen und ebenso wie Steuerhinterziehung endlich entsprechend ahnden. Eine Veröffentlichung der Namen bedarf es dazu nicht. Dass sich vor allem die ÖVP derart dagegen stemmt ist allerdings hinterfragenswert.

Kontra
10
26.1.2012, 11:40
Mit dieser Förderung verabschiedet sich die AK von jeder Seriosität

Und ist endgültig auf dem Niveau der FPÖ-Marktschreier gelandet.

Werner F, der Inserator
12
26.1.2012, 10:36
Spinnen jetzt alle (bei der SPÖ und hier im Forum) ?? - Teil I

ad Steuerschuld: wenn der AK-Trottel wirklich glaubt dass das was bringt, dann kennt er sich nicht aus. Leider glaube ich eher dass es beusster Populismus ist.
1.) Selbst in Griechenland stellt die Veröffentlichung der Liste eine Menschenrechtsverletzung dar und hat auch schon vor einiger Zeit wo die Firmen in GR veröffentlich wurden, wenig gebracht (Firmen waren Pleite bzw im Staateigentum).
2.) sollte man untersuchen, warum eine Steuerschuld besteht, es ist nämlich nicht so, dass man einfach sagen kann, ich zahl nicht, kein anderer Gläubiger schickt so schnell einen Exekutor wie die Finanz (ev noch die SV)
DIe Gründe sind
a) Firmen Insolvenzen bzw Privatkonkurse
b) Stundung für Firmen bzw Einzelunternehmer, die in finanzieller Not
tbc...

Werner F, der Inserator
00
26.1.2012, 11:08

mhm irgendwie wollen teil 2 und 3 nicht kommen .... nun denn

Werner F, der Inserator
01
26.1.2012, 10:36
Spinnen jetzt alle (bei der SPÖ und hier im Forum) ?? - Teil II

c) Einsprüche gegen einen Steuerbescheid -> Rechtmittelweg. Wollen wir die veröffentlichen oder Brandmarken ? Wollen wir die Rechtsmittel und damit den Rechtsstaat abschaffen ?
d Zahlungsverzug von EK bzw UST von 1-2 Monaten (wahrscheinlich ein sehr häufiger Fall, mir auch schon passiert) -> hier verrechnet die Finanz Zinsen bzw bei der UST Säuminszuschläge vpon 2% des Fehlbetrags

Bei d muss man auch sagen, dass der Staat Steuerguthaben ggü ihren Bürgern ebenfalls nur auf Anweisung zurücküberweist

Kräuter spricht von dem Schwarzgeld in CH (20Mia)
Nun soll mir dieses Brain mal erklären, wie er an die Liste der Eigentümer dieses Schwarzgelds kommen will, eine Liste aller Steuerhinterzieher hätte wöhl jeder Finanzminister gerne.
tbc..

rollschuhrolli
02
26.1.2012, 10:35
Bin erschuettert,

Sehe schon als nächstes, dass der Pranger des Mittelalters wieder eingefuehrt wird und die tobende und geifernde Menge dessen Kopf fordert.
Oder wie wäre es, wenn man wie in China zur Zeit der Kulturrevolution die Menschen mit verächtlichen Schildern umhängt, sie bindet, dann verprügelt und schließlich in Arbeits- und Umerziehungslager schickt?
Wieso wird dann kritisiert, wenn der lokale Pfaffe die Namen der Ausgetretenen bekanntgibt und warum musste er sich dafür entschuldigen?
Warum ist es nicht OK die Namen von Kinderschaendern und deren Adresse ins Internet zu stellen?
Quo Basis Austria bzw. auch SPÖ?

MoPert
01
26.1.2012, 10:21
Gemach, gemach!!!!!

Wollen wir wirklich ins Mittelalter mit Pranger und Schuldturm zurückkehren? Die größten Steuerhinterzieher in Österreich sind kurzfristig gegründete "Baufirmen", die Schwarzarbeiter beschäftigen und nach ein paar Monaten in Konkurs gehen und untertauschen, was nützt es, wenn man die veröffentlicht? In drei Wochen kommt der nächste Strohmann.
Wenn ein Unternehmen aufgrund einer Betriebsprüfung hohe Steuerschulden hat und die Erledigung der Berufung 5 Jahre dauert und das Unternehmen gewinnt, was dann?
Wollen wir jeden Pfuscher auf die "Watchlist" setzen? Was ist mit denjenigen, die sich Arbeitslose "erschleichen" und schwarz arbeiten, legen wir hier auch Listen an? Autoraser?? Trunkenbolde? Grabscher? Eierdiebe? wo ist die Grenze?

The Baldy Man of Hütteldorf
15
26.1.2012, 10:15
Ich werd das Gefühl nicht los,

dass die Schwarzen vor allem deswegen gegen die "Schwarze Liste" sind, weil sie tatsächlich eine SCHWARZE Liste wäre!

matthias_87
02
26.1.2012, 10:06
die ÖVP stellt nur schwache an den Pranger

wie Ankerkinder zum Beispiel.

Allesodanix
01
26.1.2012, 10:06
ÖVP

dann selber auf der Liste?

Ritzi
 
01
26.1.2012, 10:56

Es gilt die Unschuldsvermutung...

Yes I can!
01
26.1.2012, 10:04
meint man jetzt eine liste der steuerschuldner oder hinterzieher???

gegen eine schwarze liste der hinterzieher habe ich kein problem.

steuerschuldner haben wie alle schuldner im normalfall einen zahlungsplan. es gibt ja schliesslich auch die möglichkeit, auf antrag aussenstände bei der steuer oder sv-beiträgen zu stunden, also mit zinsen schrittweise abzuzahlen.

nochmal: nix gegen das anschwärzen von steuer- und sozialbetrügern. die müssen aber auch überführt sein!

nachdem die rückzahlung von steuerschulden aber gesetzlich möglich ist, kann man diese menschen und unternehmen nicht einfach in einem topf mit betrügern werfen!

Werner F, der Inserator
00
26.1.2012, 11:01

Du hättest kein problem rechtlich überführte Steuersünder an den Pranger zu stellen ?

Was kommt als nächstes, Vergewaltiger und Kinderschänder werden in den USA schon an den Pranger gestellt und beim nächsten BK Strache wäre das wohl der nächste Schritt.

Aber ev sollte man auch Raufhandel, Körperverletzung, (Laden-)Diebstahl, Fahrlässige Krida am besten gleich mit Foto , Adresse, tel. nummer veröffentlichen.

Das Volk braucht brot und spiele ....

(mir würd echt interessieren was du genau kannst ... ts ts)

Yes I can!
00
26.1.2012, 12:01
bei systematisch kriminellen handlungen: JA!

ich kann zumindest schon einmal sinnzusammenhängend lesen. probier es doch auch mal!

man soll es ja auch nicht bei kleinen beträgen machen. wenn es um gewerbsmäßigen betrug und große summen handelt, dann hab ich grundsätzlich kein problem damit. man muss allerdings natürlich prüfen, ob das geht.

leider gibt es aber zuviele betrüger, denen der durchschnittsbürger und auch offizielle stellen nur schwer nachkommen. etwa wenn systematisch firmen gegründet und schnell wieder runtergefahren werden, oft schulden bei der finanz oder den diversen kassen zurückbleiben.

Werner F, der Inserator
00
26.1.2012, 12:08
glaubst du das den Umsatzsteuerbetrug der Baufirmen irgendjemand deckt ? Wenn man dieser Menschen habhaft werden könnte, dann würde das auch geschehen, damit kämpfen aber so ziemlich alle euopäsiche Staaten.

Toll wäre hier eher die UST Befreiung bei B2B geschäften, das würde die Firmen orgnasiatorisch entlasten und würde dem treiben ein ende setzen.
trotzdem schockiert mich die bereitschaft wieder einen pranger einzuführen. es schockiert mich nicht mal, es widert mich an.
Was kommt als nächstes, sämtliche Kapitalverbrechen .
Warum nicht eine Liste überführte Ladendiebe mit Fotos an den Supermarktkassen aushängen ? Die Videoüberwachung könnte gleich einen Biometrischen abgleich machen und die leute könnten a priori beschattet werden ...

Brave new world.

MAXIMA
10
26.1.2012, 10:00
... Vernadererliste ...

... à la AK und Faymann. Befürworte eine Liste der Wirtshausgeher und Heurigengäste mit Alkoholkonsum, weiters eine Zigarettenkäuferliste ....

Mob Barley
11
26.1.2012, 09:58
Ja zu einer Wiedereinführung eines virtuellen Prangers!

Vor allem für Konzerne die sich nicht gemeinschaftlich verhalten u nur Gewinne absahnen, Förderungen einsacken u dann Mitarbeiter im Namen der "Wettbewerbsfähigkeit" abbauen u auch noch Kinder in Fernasien arbeiten lassen.

Denn das ist das einzige was sie fürchten: weniger Gewinn, weil keiner mehr bei ihnen kauft, weil sie sich schäbig verhalten.

So könnte sich jeder noch leichter informieren, welcher Geschäftsideologie er sein Geld in den Rachen wirft.

Kontra
00
26.1.2012, 11:07

Was soll der Blödsinn? jeder Konzern wird nur die Steuern zählen, die er zählen muss und keinen Euro mehr.

Werner F, der Inserator
00
26.1.2012, 11:03

genau, mitarbeiter dürfen nur angestellt aber niemal niemals niemals abgebaut werden, weil das ist pfui.

Unternehmen sollte vorher pleite gehen und ein Unternehmen, dass gewinn macht ist sowieso das übleste ....

arbeitest du beim Staat ? macht deine firma keine gewinne ?

Mob Barley
00
26.1.2012, 19:52

Na wenn sie vorher große staatliche Subventionen bekommen u dann -hoppla! - lötzlich tandorte schließen weils halt in China einfach billiger ist zu produzieren, dann ist das ein ganz großes Pfui!

Die Arbeitslosen zahlst auch du, du Depp, während die Konzerne Millardengewinne einfahren.

...aber immer schön neidig sein auf die Staatsangestellten u die Ellbogen ausfahren anstatt was Substantielles zu verändern.
Duckmauser!

Werner F, der Inserator
00
26.1.2012, 20:41
Also erstens hab ich nichts gegen beamte, die frage war eher in diese richtung gestellt, dass der staat keine gewinne "absahnt" alle anderen firmen sollten das tun, weil ohne gewinne gibts es die firmen nimmer lang.

wenn meine firma heuer wieder so einen erlust einfaehrt,mgibts es nimmer, daher musste ich leute abbauen (auch wenns nicht lustig ist)
2. Foerderungen sind an bestimmte auflagen geknuepft, besser man verschaerft die auflagen statt einem pranger. Wer hier die buechse der pandora oeffnet darf sich nicht beschweren, wenn dann andere erbrecher oeffentlichngeaechtet werden
3. Protektionismus wird unser arbeitsplaetze nicht vor der globalisierung retten , ich wuerde eher geld in bildung investieren, damit werden billigjobs eher abgebautnund hochqualitfizierte jobs geschaffen werden.

Mob Barley
00
26.1.2012, 21:04
Gewinn ist grundsätzlich in Ordnung. Das was heutzutage aber abgeht ist obszön! Ich spreche von GlobalPlayers u richtigen Konzernen.

Da werden fetteste Gewinne abgeschöpft, die Führungsriege fährt Bentley, u TROTZDEM werden Arbeiter abgebaut! Das ist Tatsache in sehr vielen Fällen.

Und dieses ewige schielen in Richtung Globalisierung:
wo soll denn das aufhören? Wir werden NIE mit China-Löhnen konkurrenzieren können. Wollen wir hoffentlich auch nicht!
Drum gehören in Europa - immer noch der größten Marktwirtschaft - die Weichen gestellt. Und wer mit uns Geschäfte machen will hat sich an ein gewissen Standard zu halten, sonst gibts eben nix.
U unsoziale Unternehmen die mit Abwandern drohen u nur Gewinnmaximierung im Sinn haben, werden eben boikottiert.
Eher kleine, regionale Unternehmen fördern anstatt der Riesenkonzerne!

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