Diskonter-Produkt ist Testsieger

Neuerlicher Olivenöl-Test nach drei Monaten - Kein Verlass auf den Preis - Das teuerste Olivenöl aus dem Fachhandel floppt

Wien - Die Bilanz, die der Verein für Konsumenteninformation (VKI) nach einem Olivenöltest im Magazin "Konsument" (Ausgabe 11/2011) ziehen musste, war bitter: Von 15 getesteten extra-nativen Ölen fielen vier durch. Bei zwei weiteren bestand der Verdacht, dass mit einer verbotenen Wärmebehandlung nachgeholfen worden war, um eine bessere Qualität vorzutäuschen.

Auf Anfrage von Konsumenten testete der VKI nun fünf weitere extra-native Olivenöle. Die Ergebnisse fielen etwas besser aus als bei der letzten Untersuchung vor drei Monaten: Bei keinem der getesteten Öle bestand der Verdacht auf unerlaubte Wärmebehandlung, und lediglich im "Trasimeno s.p.a. Natives Olivenöl extra" wurden Weichmacher gefunden.

Kloster Toplou von Hofer schneidet am besten ab

Beim Test auf polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) wurden zwar auch dieses Mal keine Grenzwerte überschritten, dennoch enthielten die Öle vier bis sechs verschiedene PAK.

Wie zuletzt hatte auch dieses Mal ein Diskonter das vergleichsweise beste Öl im Regal: Kloster Toplou, erhältlich bei Hofer um rund acht Euro pro Liter. Ein in einem Wiener Fachgeschäft um 24 Euro pro Liter gekauftes spanisches Öl, Don Carlos, fiel bei der Expertenverkostung hingegen aufgrund mangelhafter Qualität durch.

Fazit: Der Preis ist auch bei Olivenöl nicht unbedingt ein Garant für Qualität.

Tipps für Kochen und Lagerung

Ernährungswissenschafterinnen des VKI empfehlen, Olivenöl vor Hitze, Licht und Sauerstoff zu schützen und es kühl, dunkel und gut verschlossen zu lagern. Olivenöl eignet sich auch zum Braten und Dünsten, sollte aber nicht über 170 Grad Celsius erhitzt werden.

Es ist ratsam, Olivenöl abwechselnd zu anderen hochwertigen Pflanzenölen wie Rapsöl, Leinöl und Walnussöl zu verwenden. Diese sind reich an Omega-3-Fettsäuren. (red, derStandard.at, 25.1.2012)

Alle Details zum Test gibt es auf www.konsument.at und in der Februarausgabe des Testmagazins "Konsument".

Zum Thema:

Olivenöl im Test: Von wegen "nativ extra"

Einige beste Öle

Schneller geht's nicht

Share if you care
Posting 1 bis 25 von 277
1 2 3 4 5 6 7
uni versalis

Und warum wird beim Olivenöl der Durschnittskonsument auf "stichig und ranzig" hingetrimmt?
Warum geht das bei anderen gebräuchlichen Pflanzenölen gar nicht?

Überlege einmal, was du schreibst!

Leindotteröl,

Rapsöl, Sonnenblumenöl, Maiskeimöl, Sesamöl verwenden,
ersteres bitte nur für Salate/kalte Küche, wofür auch Färberdistelöl empfehlenswert ist.

BILLA führt ein Distelöl (Hausmarke BILLA), welches nach den Angaben seiner Fettsäurezusammensetzung ein "high oleic" Distelöl sein dürfte; also Ölsäure als Hauptbestandteil und mehrfach ungesättigte Fettsäure(n) als Nebenbestandteil (neben noch etwas weniger gesättigter Fettsäure).
Dieses Öl kann natürlich bei höheren Temperaturen verwendet werden als das übliche, Linolsäureglyzeridester als Hauptbestandteil enthaltende Distelöl.
(kaltgepresst von Fandler, auch Bio-Variante;
raffiniert z.B. von Estermann).

auch arganöl !

Ja, ausgezeichnet,

kostet aber deutlich mehr als die erwähnten Öle.

Schlampiger "Standard"

Als Olivenöl-Alternativen sollten die angegebenen gesunden Speiseöle Walnussöl und Leinöl nur nicht erhitzt verwendet werden!

Diese "Konsument"-Tests sind immer reine Korinthenkacker-Veranstaltungen. Völlig ohne Informations-Mehrwert.

Da werden irgendwelche Messwerte hergenommen und gereiht, die für sich völlig in Ordnung sind, solange sie nicht extrem abweichen.

Das wäre so, wie wenn einer bei einem Blutbefund mit 5% Monozyten gesünder wäre als einer mit 6%.

Und dann so ein Schmafu wie bei der letzten Sekt-Verkostung, wo Experten und Laien verkostet haben und deren Ergebnisse dann zusammengeschmissen wurden.

Klar, man fragt, wenn man krank ist, ja auch einen Arzt, zwei Naturheilkundler und 5 medizinische Laien, was einem fehlt, und nimmt dann deren Durchschnittsmeinung.

wie würden sie so einen test gestalten?

versteh sie da nicht - in der tabelle sind doch beide wertungen getrennt ausgewiesen, und wenn sie genau schauen wars bei den ersten neun egal, da alle gleich bewertet.
und experten wie laienmeinung sind gleich gewichtet .
und im erzähltext ist dann nochmals alles erwähnt - das müsste doch reichen, oder?
damit können sie nämlich alles selber bestimmen, bzw. z.b. auch einen sekt kaufen bei dem die inhaltsstoffe (gehen mit nur 10% ein) nicht entsprechen.
wenn sie schwierigkeiten im lesen der tabelle und mit den gewichtungen haben, könnt ich eventuell helfen.

Also, das lässt sich auf so wenig Platz schwer begründen.

Erstens, eine Verkostung durch Laien ist an sich problematisch. Das Mischen erst recht. Auch wenn im Artikel alles aufgeschlüsselt sein mag, in die Schlagzeile geht das nicht ein ("XY ist Testsieger!").

Beispiel: X wird von Experten sehr gut bewertet, von Laien sehr schlecht --> durchschnittliche Wertung. Das Produkt ist aber sicher NICHT durchschnittlich, sondern wahrscheinlich sogar sehr gut (= zu intensiv Laien).

Es ist aber sowieso jede Verkostung durch Panels (Kommissionen) Schmafu, auch wenn es nur Experten sind. Verkostungsergebnisse haben nur einen Sinn, wenn sie von einer Person stammen und dann auch nur, wenn man dieser Person Geschmack kennt.

haben sie den test (so wie ich) vor sich? aufgrund ihrer aussagen bezweifle ich das. am besten wäre sich den test zu besorgen, dann können wir besser weiterdiskutieren.
grundsätzlich ist das bei jeder entscheidungsmatrix mit gewichtungen so - sie können den gesamtwert hernehmen, oder einen einzelwert.
wenn sie natürlich jegliche fremdaussage ablehnen bzw. nur von einer person akzeptieren, dann müssen sie sich halt alle 27 flaschen besorgen, oder jemanden mit labor finden der alle 27 gekostet hat. jegliche tests sind dann halt nix für sie.

ein minderwertiges öl bleibt auch dann minderwertig, wenn der durchschnittliche konsument das bekommt was er erwartet, weil er jahrzehnte lang auf fehlaromen (stichig, ranzig etc.) aufgrund des sehr eingeschränkten angebots (sasso..)

konditioniert wurde und meint, er habe ein richtiges olivenöl vor sich, wie er es kennengelernt hat. anders ausgedrückt: das übereinstimmen mit einem etablierten (geschmacks-)bild ist kein qualitätshinweis, denn die meisten haben nie etwas anderes - also qualitätsware - kennen gelernt.

daher ist die expertenbeurteilung auf jeden fall über der von laien festzustellen.

kenne ähnliches vom wein: bei mir (heurigengegend wiens) bestellen fast ausschließlich die älteren semester die klassischen schankweine, also die säuerlichen, oft reschen, einfachen weine. sie haben halt andrere weine als wir kennen und mögen gelernt und bevorzugen diesen typus. dass einen qualitätsunterschied zu den "neueren" weinen gibt, ist aber unbestritten.

sorry, aber wir sind (dank blanca hohn) beim sekt gelandet. meine antwort bezog sich auf den sekt test

ändert ja nichts an der sache..

schon, beim sekttest ist bei den ersten 9 die bewertung von profis und laien "gut" gewesen.
so soll es ja auch sein
interessant:
http://oliveoilaward.ch/userfiles... i_olio.pdf

die experten verkosten das, was ihnen vorlegt. und an der kompetenteten zusammenstellung der stichprobe sind berechtigte zweifel angebracht.

- sind alle öle von derselben ernte? (bei olivenöl besonders wichtig, da wir ja wissen dass es mit der zeit abbaut)
- irgend ein öl nach zufallsprinzip bei einem selbsternannten "fachhändler" (der ja keiner ist), sondern nur zu apothekerpreisen verkauft nehmen, um dann sagen zu können dass der preis keine rolle spielt, ist keine saubere methode - vor allem wenn es den "echten" fachhandel gibt..
- dass experten auch ein billiges produkt (mailberg) positiv beurteilen ist erfreulich, warum sollte ein "billiger" sekt nicht auch mal gut sein.. der schluss den viele leute daraus ziehen, ist aber ein irrtum, denn statistisch wird sich in der praxis zeigen, dass teurere produkte tendenziell besser abschneiden.

zum sekt heuer war mit ritter wieder ein ganz billiger vorn.
"Ganz anders die Situation dagegen bei ­Monte Christo und Römer. Sowohl bei den Laien als auch bei den Profis schnitten beide Sekte in der Verkostung hervorragend ab. Damit nicht genug: Monte Christo wurde außerdem als einzigem Produkt von den Experten eine „gute bis herausragende“ Qualität bescheinigt! Und wo gibt es dieses Produkt und wie viel muss man dafür hinlegen? Kaufen kann man den Sekt, man glaubt es kaum, bei Zielpunkt – und zwar um preis­werte 1,59 Euro die Flasche."

ich meine es etwas anders:

nimm 12 flaschen billigsekt (12 verschiedene produkte)
nimm 12 flaschen teureren schaumwein (12 verschiedene aus champagner, crèmant, prosecco..)

die wahrscheinlichkeit grenzt an 100%, dass erstere im durchschnitt schlechter abschneiden werden als zweitere (und wahrscheinlich deutlich). so ist das zu verstehen und dahingehend, dass jeder aus der ersten gruppe jedem aus der zweiten gruppe unterliegt. es geht um tendenzen, hier wohl um sehr klare.

ist eine teure lotterie - im test waren zwischen den guten gleich viele billige wie teure - das heisst bis zum zehnfachen ausgeben (oder halt nur 1/10) trinken.
preise der guten in reihe von gut bis weniger gut:
3.49;32.6;14.3;3.49;26.49;5.59;31.29:19.2;32.29;5.39;5.59;26.72;5.32;14.99;5.09;7.69;7.69;2.99;2.49;6.39;5.64;1.49;5.44;2.99

interessant ist ja warum die 10fach teureren nicht weitab vorne an der spitze stehen - bzw. drum rentiert sich ja ein konsumentabo

ernte - sollte das nicht auch testgegenstand sein? - lt.testbeschreibung (konsument) waren alle öle aus produktion 2010 (hab ich hier eh schon mal gepostet), die verschlechterung bzgl. alkylester 150mg/kg geht da noch nicht ein.
waren fast 20 verschiedene öle, warum sich die guten ( wer und wo immer die sind) nicht in öffentlichen tests einfinden weiss ich nicht.
"Willkommen in unserer Welt der Spezialitäten frisch aus dem Fass. Feinste Essige und Öle.." klingt jedenfalls nach feinen lebensmitteln. in meiner umgebung gibts überhaupt nur öl aus dem supermarkt.
ich würde mir auch wünschen dass mehr getestet wird, ab hof und eben mehr "feinkostläden" wünschen.

Ja, aber da gilt ja das gleiche.

Wer Billig-Sekt gewohnt ist, wird sich mit einem gereiften Jahrgangs-Champagner schwer tun.

wenn der jahrgangssekt aus mailberg aber besser schmeckt?
aber wenn sie einen dom perignon 2000 bestellen und ich bring ihnen ein glaserl mit dem 1999er und sie kosten und sagen sofort das ist ja der 99er - dann haben sie ihn verdient. am besten sie sind so ehrlich und verkosten mal ein paar sekte und champagner blind - dann wissen sie es.

Der Jahrgangssekt aus Mailberg ist ja aber schon eine bisserl andere Kategorie als der Schlumpfberger süß... :-)

Und ja, ich hab schon Schaumweine blind verkostet und bewertet... Dom Perignon 99 gegen 00 ist möglich aber schwierig, aber nur deswegen, weil aufgrund finanzieller Restriktionen ich das nicht jeden Tag üben kann... :-) dann wär's leicht!

testtrinkerIn sollte man halt sein! glaub wir haben den falschen beruf :-)

Ihr klingt beide wie Testtrinker der Tetrapack-Weine...

"daher ist die expertenbeurteilung auf jeden fall über der von laien festzustellen. "

bledsinn... schreiben wollte ich: daher ist die expertenmeinung über die laienmeinung zu stellen

:)))

Posting 1 bis 25 von 277
1 2 3 4 5 6 7

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.