Das Head-up-Display soll Anwendungsmenüs durch Tastatureingaben ersetzen - Sprachsteuerung soll folgen
Mit der Unity-Oberfläche hat Ubuntu einen eigenen Weg eingeschlagen. Die GUI hat die Ubuntu-Entwickler zu einem neuen Bedienelement geführt, das Ubuntu-Finanzier Mark Shuttleworth nun in einem Blog-Post vorgestellt hat. HUD (Head-up-Display) soll ab Ubuntu 12.04 die bestehenden Menüs ergänzen. Später soll HUD sie sogar ersetzen.
Eingabemaske
Drückt man die "ALT"-Taste, erscheint eine Eingabemaske, in die man Befehle eingeben kann. Bei der Eingabe schlägt HUD bereits vor, was man eventuell machen möchte. Mit der Zeit lernt das Bedienelement dazu und schlägt häufig verwendete Befehle vor. HUD erkennt, wenn sich der Nutzer vertippt, und schlägt die wahrscheinlichste Funktion vor. Auch wenn man "Einstellungen" eingibt und es in der Anwendung nur die Funktion "Optionen" gibt, leitet HUD richtig weiter. HUD unterstützt Gtk- und Qt-Applikationen.
Details
Ted Gould hat technische Details über HUD veröffentlicht. HUD basiert auf dem Mechanismus, der in der aktuellen Ubuntu-Version 11.10 das Menü der aktiven Applikation am oberen Bildschirmrand anzeigt. Das Video zeigt, wie HUD funktioniert.
In Zukunft mit Sprachsteuerung
In Zukunft soll sich HUD nicht nur über die Tastatur steuern lassen. Es soll auch eine Sprachsteuerung implementiert werden. Laut Shuttleworth wird aber bereits durch die Steuerung per Tastatur das Arbeiten gegenüber der Arbeit mit der Maus beschleunigt werden.
"Vocabulary User Interface"
In der jetzigen Version vereinheitlicht HUD die Bedienung der Anwendungsmenüs. Oft befinden sich je nach Anwendung dieselben Funktionen in verschiedenen Menüs. (Einstellungen können unter "Bearbeiten", "Werkzeuge" oder "Extras" untergebracht sein.) Shuttleworth bezeichnet HUD als "Vocabulary User Interface" (VUI) und ist überzeugt, dass "es näher an den Gedankengängen der Nutzer" ist als das "Graphical User Interface" (GUI).
Menüs komplett ersetzen
Um HUD richtig einsetzen zu können, muss der Nutzer allerdings die Funktionen der Applikation kennen. Was HUD im Gegensatz zu den herkömmlichen Menüs nicht kann, ist, einen Überblick über die möglichen Funktionen zu geben. Daran arbeiten aber die Ubuntu-Entwickler bereits. Ist das geschafft, sollen die Menüs komplett aus Ubuntu verschwinden, schreibt Shuttleworth. (soc)
Es ist doch quasi eine Shell, die man jederzeit abrufen kann
um dann die Befehle einzugeben: und die "Shell" schreibt sie aus...
Ich bin mir ziemlich sicher, dass es in der Masse keinen Anklang findet.
Computer wurde zu einem Massenartikel, als man es eben nicht mehr brauchte.
Die richtige Lösung gibt es bereits, und die heißt "Kontextintensive Menüs": hat Corel vor 15 Jahren im Ventura Publisher sehr gut vorgeführt. Schnell, effizient und schlichtweg genial. Ist irgendwie verloren gegangen, als Microsoft und Adobe den Markt für Textverarbeitung und Desktop Publishing aufgeteilt haben.
haha, prinzipiell eine geniale Sache ..wird Zeit, dass die Usereingabe verbessert wird ..aber 'undo' eingeben ..das kostet einem schon ein kleines Lächeln..
ergänzend: interessant!
als ablöse von menüs: äußerst bedenklich! vor allem wenn man die applikation noch nicht bis in den letzten beistrich kennt, wie die menüpunkte heißen etc. außerdem gerade in hinblick auf GUI und eventuell weiterführend richtung touch-screen (tablet etc.) macht das eigentlich sehr wenig sinn...
aber als ergänzung für Desktops, in applikationen, wo man sowieso an der tastatur sitzt, könnte es interessant sein....
Bitte ändert die Headline, das führt sonst wieder nur zu dem üblichen Ubuntu-Gebashe. Das Menü ist eine Ergänzung für Power-User.
Und ich finde das sehr gut. Wie oft habe ich in LibreOffice eine Option gesucht, von der ich ungf. weiß wie sie heißt, aber nicht wo sie versteckt ist.
Zitat: "Das Menü ist eine Ergänzung für Power-User. "
Als Ergänzung würd' ich die Sache auch toll finden. :-)
Die Drohung steht aber leider auch im Artikel: "Ist das geschafft, sollen die Menüs komplett aus Ubuntu verschwinden, schreibt Shuttleworth."
Dann ist's leider keine Ergänzung mehr :-(
Hm...das klingt jetzt mal nach einem durchaus vernünftigen Ansatz den zu benutzen ich mir auch gut vorstellen könnte. Leider gilt dies nicht für den Rest von Unity.
Einiges, wie zB. das Global Menu (ok das wird ja durch HUD abgelöst offenbar), die Unmöglichkeit, schnell und unkompliziert auf Anwendungskategorien in einem Menü zuzugreifen und am allermeisten das Fehlen einer Taskleiste! Letzteres macht das Arbeiten mit mehreren Fenstern (vor allem) der selben Anwendung für mich wirklich zu einer Qual! Alles in allem kommt mir Unity halt eher wie eine Tablet-GUI und nicht wie eine für "Poweruser" vor.
Funzts mittlerweile eigentlich mit Dualscreen-Setup?
Mich haben jedenfalls Unity und Gnome3 in die Arme von Xfce getrieben, wo ich mich nach ein bisserl Konfigurationszeit eigentlich recht wohl fühle.
also ich finde ubuntu 11.10 sehr gut , noch nie war der einstieg bzw umstieg auf linux so leicht. die task leiste geht mir auch nicht ab , endlich mal ein neuer ansatz nach gefühlten 100jahren taskleiste.
die dash startseite find ich auch super , endlich kein suchen von programmen in elends langen listen und ich muss dazu nicht einmal den namen wissen.
mir ist nicht ganz klar was du mit dualscreen setup meinst ,aber wenn man einen 2. monitor oder beamer anhängt wird der sofort erkannt.
Ich will weder in Linux einsteigen noch darauf umsteigen - ich bin Linux-Nutzer und möchte einen möglichst effektiven Workflow. Wenn sich Ubuntu an Ein- und Umsteiger richtet ist das schön - aber eben ohne mich! Nur weils Taskleisten gegeben hat sind diese nicht schlecht. Ich will Ihnen nichts unterstellen, aber vermute, dass ein relativ anspruchsloser Nutzer sind und selten in die Verlegenheit kommen, zB. 5 Office-Dokumente gleichzeitig offen zu haben und zwischen diesen switchen zu müssen.
Ich weiß übrigens auch wie die von mir genützten Anwendungen heißen und brauche diese nicht lange suchen - die Starter sind dort wo ich sie hinplatziere!
Ad Dualscreen: Ich meinte die sinnvolle(!) Nutzung mehrerer Bildschirme.
und ps : häufig genutzte programme die ich nicht über eine datei starten will (wie ich es zb bei filmen und musik mache ) verknüpfe ich mir auf den desktop.
sag hast du überhaupt ubuntu länger als 2 minuten getestet ?? macht nicht den eindruck ..
Desktop-Verknüpfungen laufen der Idee hinter Unity prinzipiell zuwider - weshalb der Desktop standardmäßig auch nicht mehr als "Ablage" genützt werden.
Ich darf Sie trotz Ihres scharfen Tones beruhigen: Ich habe Ubuntu seit Jahren als Hauptsystem im Einsatz gehabt, habe damit diverse Höhen+Tiefen durchgemacht und bin Unity gegenüber auch sehr aufgeschlossen gewesen. Leider hat es sich für meinen Workflow halt als nicht optimal herausgestellt und ich bin daher zu Xfce und in weiterer Folge zu Debian gewechselt.
Schön, dass Sie mit Ubuntu so zufrieden sind - aber gestehen Sie doch bitte anderen zu, dass diese andere Wege gehen. Ich könnt ja als Gegenfrage stellen, ob SIE sich mit anderen DE's je ernsthaft auseinandergesetzt haben oder aber ein "Linux-Frischling" sind der gerade überschwänglich begeistert von der (vermeintlichen) Einfachheit Ubuntus ist.
Jedem das seine...
mit pdfs hab ich nicht so viel zu tun ,also lesen schon aber bearbeiten kaum. dafür mach ich viel mit grafiken wo ich oft mehrere fenster geöffnet habe, aber auch da ist die navigation kein problem!
wenn ich alt plus tab drücke kann ich durch die programme schalten , verweile ich kurz auf einem programm wovon mehrere fenster geöffnet sind öffnet sich eine vorschau aller von diesem programm geöffneten fenster wovon ich eines wählen kann.
gerade als "power user" müssten dir zumindest die wichtigsten tasten doch geläufig sein oder?
Bei einer Taskleiste sehe ich eine Textbeschreibung jedes ofenen Fensters auf einen Blick, bewege die Maus auf den entsprechenden Tast und klicke einmal.
Per Alt-Tab muss ich mich hingegen durch die einzelnen Fenster durchswitchen, bis ich beim gewünschten angekommen bin.
Um zu Vorschaufenstern zu kommen muss ich widerum die Maus über ein Symbol bewegen, kurz warten und kann erst dann aus einer Miniaturansicht mit Mini-Beschriftung das gewünschte Fenster wählen.
Beides dauert halt einfach länger und benötigt mehr Arbeitsschritte als die Auswahl per klassischer Taskleiste.
die maus brauchst du nicht um zur tab übersicht zu kommen , alt tab genügt.
ich hab eher das gefühl du willst dich nicht an neuerungen gewöhnen auch nicht wenn sie besser sind , diese einstellung ist mir einfach hochst zu wieder vorallem weil ich das täglich erlebe (nicht nur auf ubuntu betogen)
Alt-Tab zeigt ein Expose ALLER geöfneten Fenster, um zur Fenstervorschau für eine bestimmte Anwendung zu gelangen benötigt man eben das Mouse-Over über das entsprechende Symbol in der Schnellstartleiste.
Wie schon erwähnt sollten Sie lernen, anderen Menschen auch andere Meinungen und Vorlieben zuzugestehen...mir ist es nämlich zuwIder, wenn mir vorgeworfen wird, etwas "besseres" nicht zu akzeptieren, obwohl "besser" gerade hier eine äußerst subjektive Empfindung beschreibt.
In diesem Sinne beende ich die Diskussion an diesem Punkt jetzt auch und versichere Ihnen, dass ich immer die für MICH angenehmste Alternative wählen werde, welche aktuell eben Xfce+Debian heißt!
PS: Wenn Sie eine Gnome2-Ubuntu-GUI nachbauen wollen fehlt Ihnen wohl noch das xfce4-places-plugin, die untere Taskleiste und die Beschriftung des Start-Buttions zum vollkommenen Glück ;)
Ich hab anlässlich des Wechsels auf Xfce beschlossen, gleich auf diverse für mich unnötige Pakete zu verzichten und bin auf Debian testing umgestiegen (und damit Canonical auch gleich via Nutzungsstatistiken meinen Unmut über die aktuellen Entwicklungen kundzutun).
Vielleicht schau ich mir mal LMDE an, aber das bietet halt wieder keine Installationsoption mit Komplettverschlüsselung via LVM. Im Prinzip bin ich zur Zeit aber eh ganz zufrieden.
Trotzdem danke für den Hinweis.
Also dass man schiecher sagt lass ich mir nicht einreden. Schiacha ja. aber schiecher ?!? Das hab ich noch nie gehört. Das klingt nach ja Schilcher. Das kann mir doch keiner erzählen. Also wirklich, das geht so nicht.
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