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Negative Zinsen "perfekt" für Gold

25. Jänner 2012, 09:40
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Historische Analyse: Der Verlust durch das Sparen trieb Anleger schon früher in Edelmetalle

Wien - Niedrige Zinsen und eine hohe Inflation bieten das ideale Umfeld für Investitionen in Gold, das Edelmetall kann von praktisch allen möglichen Strategien beim Schuldenabbau in Staat und Wirtschaft profitieren, meint Ronald Stöferle, Analyst der Erste Bank. Eine historische Analyse zeige, dass Anleger in Zeiten negativer Realzinsen verstärkt in Gold gingen und dadurch dessen Preis in die Höhe trieben.

Unter "realen Zinsen" wird der Abstand zwischen der Verzinsung und der Teuerungsrate ("Inflation") verstanden. Positive Realzinsen sind gut für Anleger (z. B. Sparer), negative Realzinsen nützen Kreditnehmern (z. B. Staaten). Rohstoff-Experte Stöferle hat den Goldpreis in den vergangenen 40 Jahren mit den Zinsen verglichen. Sein Ergebnis: In den 1970ern waren die Zinsen mehrheitlich negativ, der Goldpreis stieg von 40 auf bis zu 850 Dollar. In den 80ern und 90ern lag der Realzins bei plus vier Prozent, der Goldpreis sank/stagnierte. Seit 2000 dominiert wieder die negative Verzinsung - der Preis für eine Unze legte von 300 auf bisher 1.600 Dollar zu.

Perfektes Umfeld

Auch "heute herrscht ein im Endeffekt perfektes Umfeld für Goldinvestitionen", meinte Stöferle am Mittwoch. "Die derzeitige Situation ist ein Traum für die Schuldner und ein Albtraum für die Gläubiger." Die Korrektur des Goldpreises im letzten Quartal 2011 gehe langsam zu Ende, meinte der Experte. Er rechnet bis Mitte des Jahres weiter mit 2.000, längerfristig mit 2.300 Dollar pro Unze.

Die sogenannte "finanzielle Repression" sieht Stöferle nur als eine von fünf möglichen Optionen zur Lösung der Schuldenkrise. Mit dem Begriff würden nicht nur negative Realzinsen verstanden. Das Konzept umfasse auch Kapitalverkehrskontrollen und strikte staatliche Lenkung von institutionellen Investoren und es stelle sich die Frage, ob dies alles heute durchsetzbar sei.

Gerhard Winzer, Volkswirt des Fondsanbieters Sparinvest, hatte am Dienstag gemeint, "finanzielle Repression" während der nächsten zehn Jahre sei der wahrscheinlichste Lösungsversuch für die Euro-Staatsschuldenkrise. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 56
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mike sierra
00
25.1.2012, 22:05
Das wage ich zu bezweifeln

"das Edelmetall kann von praktisch allen möglichen Strategien beim Schuldenabbau in Staat und Wirtschaft profitieren"

Von Goldverkäufen durch die Notenbanken zur Zahlung einer Sonderdividende an die Staaten zum Defizitabbau
... wird der Goldpreis sicher nicht profitieren.

Post(er)
00
25.1.2012, 22:13

Du meinst von einer Notenbank zur anderen?

mike sierra
00
25.1.2012, 22:59

Dass ein Großteil wieder von anderen Notenbanken gekauft wird, ist sehr wahrscheinlich.
Trotzdem bewirkt eine große Menge am Markt einen Preisdruck nach unten.

Post(er)
00
25.1.2012, 23:04

Preisdruck nach unten..... sehr zur Freude der Anleger!

mike sierra
00
25.1.2012, 23:18

Wenn man Ihren Empfehlungen folgend auf einen steigenden Goldpreis setzt, wird man keine Freude haben.

Fragen Sie ehemalige MEL-Anleger!

laie1
00
27.1.2012, 13:20
Du wirst mir sicher sagen können was MEL mit dem Goldpreis zutun hat.

mike sierra
00
27.1.2012, 15:22

Immobilien galt einmal auch als sichere, immer steigende Anlage.

Post(er)
00
25.1.2012, 23:43

Der Goldpreis steigt deshalb, weil es keine andere Wahl gibt. Sozusagen ein erzwungener Anstieg bedingt durch den Wirtschaftszyklus.

Ich empfehle gar nichts. Kaufen Sie halt Aktien, gibt ja ein paar die sich gut entwickelt haben. Mir sind Aktien zu riskant. Wenn man Gold kauft, dann sollte man es aber notfalls auch 5-10 Jahre liegen lassen können. Das schnelle Geld ist auch da nicht garantiert.

mike sierra
00
25.1.2012, 23:55

Ich empfehle jetzt auch nicht unbedingt Aktien.
Ich warne nur davor, dass auch Gold spekulativ ist. Denn natürlich können Sie auch Gold nicht 10 Jahre einfach liegen lassen. Sie können auch viel verlieren, wenn Sie es jetzt kaufen.

Was ich empfehle: Das Leben genießen.

Post(er)
00
26.1.2012, 14:26

Wie viel verliert man, wenn man nicht Gold kauft, diese Frage wird dann wieder seltener gestellt.

Steak vom Milchlamm
00
25.1.2012, 21:09
Heißt das

ich soll mir jetzt Chicken Mc Nuggets kaufen?

Post(er)
00
25.1.2012, 22:10

Waschen, waschen, waschen.

Post(er)
00
25.1.2012, 18:09

Oft ist die Frage: Wann verkaufen?

Es gibt verschiedene Antworten zu finden, aber keine ist richtig, weil die Befragten nicht ehrlich antworten.

Man kann aussteigen, wenn es über ein paar Monate sehr steil nach oben geht. Dieses Ereignis hat zuletzt eine "Korrektur" ausgelöst. Wer da ausgestiegen ist, kann jetzt in aller Ruhe wieder einsteigen.

Kahuna
00
25.1.2012, 16:20
Diese Artikel zum Thema Gold werden langsam fad...

Peter_23
00
25.1.2012, 21:44
Ich find's interessant.

Makeluv Notwar
00
25.1.2012, 15:57
weil hier soviele auf einen grossen gau anspielen:

wenn man sich diverse entwicklungen anschaut kommt oft nichts gutes dabei raus:

mietpreise
steuern
pensionen
bildung

wenn das alles so weitergeht, eigentlich: wenn man da nicht anfängt um 180° gegenzulenken, dann führt das zu nichts gutem.

dann - natürlich - die finanzkrise, die zinsberge etc.

nicht zu vergessen das säbelrasseln rund um den seit jahren, land für land umzingelten iran.

TrifterSepp
 
00
25.1.2012, 14:52

Ein Experte eines Unternehmens welches sich "Sparinvest" nennt rechnet mit steigenden Goldpreis..

Gold ist und bleibt ein hoch spekulatives Produkt, wobei ziemlich sicher zu sagen ist dass die kleinen Anlegern nicht zu denjenigen gehören welche rechtzeitig umsteigen.

Post(er)
00
25.1.2012, 18:00

Gold ist das einzige, was man kaufen kann wenn man kein Börseguru und Freaktrader ist. Du hast keine andere Wahl als Gold zu kaufen. Wesentlich spekulativer ist Silber und alle Aktien da draußen.

Der Goldpreis steigt deshalb, weil es dazu keine Alternative gibt. Aussteigen kann man als Kleinanleger dann, wenn es ein paar Monate steil nach oben geht.

Die Stabilität nach der künstlichen Korrektur zeigt wie stabil Gold liegt. Denn ansonsten wären bei der Gelegenheit viele ausgestiegen und es hätte einen Goldcrash gegeben. Den gab es aber nicht, daher: Test bestanden.

Auf dem heutigen Niveau kann also Gold für viele Jahre verweilen. Daher kann man ruhig zugreifen.

Simplicius Simplicissimus
11
25.1.2012, 13:56
Un wenn es noch so teuer ist, ...

... nicht einmal 10 Kilo davon werde ich in kommenden Zeiten gegen einen Sack Dinkel tauschen.

lesmuts
00
25.1.2012, 17:15

ich mache Ihnen daher folgenes wohlwollende Angebot -für zehn Kilo Gold liefere ich Ihnen nicht nur einen sondern gar zehn Säcke Dinkel als Draufgabe kriegen Sie noch Heurigenerdäpfel und Brennesseltee dazu...

lesmuts
01
25.1.2012, 17:14

dann sind Sie entweder ökonomisch bedürfnislos oder schwerer Dinkelfetischist

Makeluv Notwar
00
25.1.2012, 15:41
welches szenario wäre das ?

kann mir nicht vorstellen das die elite und ihr versklavendes zinssystem ihre macht verlieren werden.

und somit wird auch in realen krisenzeiten gold ein wertvolles tauschmittel bleiben.

uncle sam3
00
25.1.2012, 13:52
bis der hype

vorbei ist, und der goldpreis sich bei ca. $ 750 festigt.

Post(er)
00
25.1.2012, 18:02

die Festigung wird höher liegen, da Gold heute in neuen Käuferschichten und Ländern weiter verbreitet ist.

MichaelMoore
00
25.1.2012, 12:30
und wieviele Artikel hat es schon gegeben, dass Gold nicht das Gelbe vom Ei ist?

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