Doppelschlag des Rückkehrers bei 4:1 in Jesenice - Graz nach 4:0 gegen Villach in Qualifikationsrunde weiter Erster
Jesenice/Graz - Rückkehrer Andre Lakos hat die Vienna Capitals in
der Qualifikationsrunde für das Playoff der Erste Bank Eishockey
Liga (EBEL) zum ersten Sieg geführt. Der Verteidiger erzielte beim
4:1-Erfolg in Jesenice im Mitteldrittel binnen 25 Sekunden einen
Doppelpack (28.). Für die beiden weiteren Caps-Treffer war
Stürmerstar Jonathan Ferland verantwortlich (21., 54./SH). Die Wiener
liegen damit zwei Punkte vor dem VSV auf einem Viertelfinal-Platz.
Es war der erste Saisonsieg der Capitals in Jesenice im dritten
Anlauf. Auswärts hatten die Wiener überhaupt seit 3. Jänner (3:2
n.V.) in Znojmo nicht mehr gewonnen. Ferland brachte sein Team gegen
die punktelosen Slowenen, die die Saison trotz schweren
Finanzproblemen zu Ende spielen wollen, auf Kurs.
Andre Lakos sorgte jeweils im Powerplay mit zwei Schlagschüssen
von der blauen Linie bereits für die Vorentscheidung. Der 32-Jährige
hält damit seit seiner Rückkehr in drei Spielen bei vier Toren. Schon
zum Abschluss des Grunddurchganges in Linz hatte Lakos im Doppelpack
getroffen. Am Freitag gastieren die Capitals beim VSV.
Auch ihr zweites
Match siegreich gestaltet, haben die Graz 99ers. Die Steirer setzten sich gegen den VSV mit 4:0
(0:0,2:0,2:0) durch, feierten ihren siebenten Heimsieg in Folge und
behielten den ersten Platz vor den punktgleichen Caps.
Auch gegen die nächsten zwei Heimgegner Znojmo (Sonntag) und Jesenice
(Dienstag) haben die 99ers alle bisherigen Saisonmatches auf eigenem
Eis gewonnen.
Im ersten Drittel ließen beide Teams ihre (wenigen) Chancen aus,
danach gelangen den Gastgebern auch Tore. Blatny (21.) erzielte in
Unterzahl die Führung, profitierte aber von einem Fehler von Keeper
Starkbaum. Fünf Minuten später stellte Klimbacher auf 2:0. Danach
waren die in der Defensive kompakt stehenden Grazer dem dritten Tor
näher als die Gäste dem Anschlusstreffer. Dahlman (37.) traf zunächst
nur die Stange, Lefebvre sorgte aber mit dem 3:0 (48.) für die
Vorentscheidung und gut zwei Minuten später auch für die
Entscheidung.
KAC setzt auf russische Erfahrung
In der Platzierungsrunde präsentieren sich die Linzer Black Wings weiter souverän. Die Oberösterreicher
gewannen am Dienstag auch ihr zweites Match,
sie bezwangen Ljubljana mit 4:0. Für die zwei anderen österreichischen Vereine
setzte es hingegen Niederlagen: Meister Salzburg verlor im 14. Duell
mit Fehervar erstmals und schlitterte da gleich in ein 1:7-Debakel.
Der KAC musste nach 3:2-Führung gegen Zagreb eine 4:5-Heimniederlage
hinnehmen und ist vor Salzburg Vierter.
Der Rekordmeister hat überdies den in der NHL erprobten
russischen Verteidiger Andrej Sjusin (zuletzt Biel) verpflichtet. Der
34-Jährige wird am Mittwoch in Klagenfurt erwartet und bekommt die
Nummer 72. Der in Ufa geborene Sjusin wurde 1996 in der ersten
Draftrunde von den San Jose Sharks gezogen und absolvierte 496 Partien
in der NHL. In Russlands Nationalteam kam er auf 127 Einsätze. (APA/red)
ERGEBNISSE Platzierungsrunde (2. Runde):
Black Wings Linz - Olimpija Ljubljana 4:0 (1:0,1:0,2:0). Linzer
Eishalle, 3.300, Jelinek/Potocan. Tore: Lebler (2./PP, 51.), Irmen
(40./PP), Lukas (57./SH). Strafminuten: 4 bzw. 8
KAC - Medvescak Zagreb 4:5 (3:2,0:2,1:1). Stadthalle Klagenfurt,
4.134, Fussi/Smetana. Tore: M. Schumnig (3./PP), Brandner (9./PP),
Koch (12./SH), Tenute (52.) bzw. Day (7.), Sertich (17./SH), Zanoski
(28.), Siddall (32.), Banham (42.). Strafminuten: 10 bzw. 16
EC Red Bull Salzburg - Fehervar AV19 1:7 (0:1,0:2,1:4). Eisarena
Volksgarten, 1.650, Trilar/Veit. Tore: Raffl (52.) bzw. Vas (10.),
Mihaly (29./PP, 41.), Palkovics (30.), Sofron (42., 48.), Ladanyi
(57.). Strafminuten: 10 bzw. 12
Qualifikationsrunde (2. Runde):
HK Jesenice - Vienna Capitals 1:4 (0:0,0:3,1:1). Jesenice, 912, SR
Falkner/Graber. Tore: Pusa (46.) bzw. Ferland (21., 54./SH), A. Lakos
(28./PP2, 28./PP). Strafminuten: 14 plus 10 disziplinar Bendik bzw.
12 plus 10 disziplinar Pinter
Graz 99ers - VSV 4:0 (0:0,2:0,2:0). Eishalle Liebenau, 2.000,
Kellner/Kincses. Tore: Blatny (21./SH), Klimbacher (26.), Lefebvre
(48., 50.). Strafminuten: 19 bzw. 17