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Beirut - Der libanesische Ex-General Fayez Karam, dessen Festnahme die Öffentlichkeit schockiert hatte, ist von einem Militärtribunal in Beirut in letzter Instanz zu einer zweijährigen Haftstrafe verurteilt worden, weil er Kontakte zum israelischen Geheimdienst unterhalten haben soll. Karam, der Mitglied der christlichen Freien Patriotischen Bewegung (CPL) von Ex-Armeechef Michel Aoun ist, habe den Israelis "politische Informationen" geliefert, befanden die Richter. Die CPL ist Bündnispartner der schiitischen Hisbollah in der gegenwärtigen Regierungsmehrheit.
Ein Verwandter des pensionierten Generals, Elias Karam, der den Verurteilten in Paris mit israelischen Geheimdienstleuten zusammengebracht haben soll, wurde in Abwesenheit zu zehn Jahren Haft verurteilt. Auf "Kollaboration mit dem Feind" steht die Todesstrafe. Seit 2009 sind im Libanon mehr als 150 Personen, darunter Militär- und Polizeiangehörige sowie Techniker von Telekom-Unternehmen, wegen Spionage bzw. Kollaboration mit Israel festgenommen worden. Der Libanon und Israel befinden sich völkerrechtlich im Kriegszustand. Beirut hatte die Zerschlagung eines vom israelischen Geheimdienst Mossad aufgezogenen Spionageringes gemeldet; als dessen Kopf galt der pensionierte General Adib al-Alam. Die Gruppe hatte offenbar den Auftrag, Anschläge auf Vertreter der Hisbollah sowie pro-syrischer Palästinenserfraktionen vorzubereiten und durchzuführen. Einige Verdächtigte hatten sich mit ihren Familien nach Israel abgesetzt. (APA)
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