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Addis Abeba/Mogadischu - Die Vereinten Nationen haben am Dienstag nach 17 Jahren ihr politisches Büro für Somalia (UNPOS) wieder nach Mogadischu verlegt. Aus Sicherheitsgründen hatte das Büro ab 1995 von der kenianischen Hauptstadt Nairobi aus operiert und nicht mehr aus der somalischen Hauptstadt.
Die Entscheidung, in das Krisenland zurückzukehren, fiel vor allem deshalb, weil der Großteil der radikalislamischen Al-Shabaab-Miliz im vergangenen August aus der Hauptstadt vertrieben werden konnte. Seither hat sich die Situation in Mogadischu deutlich verbessert.
Die Miliz hatte zuvor jahrelang die Hauptstadt terrorisiert. Nach blutigen Kämpfen wurde die Al Shabaab vor fünf Monaten von Truppen der somalischen Übergangsregierung und der Friedensmission der Afrikanischen Union (AMISOM) aus der Stadt gedrängt. "Ohne die unglaublichen Anstrengungen und Opfer dieser Truppen wären wir heute nicht hier", sagte der UN-Sondergesandte für Somalia, Augustine Mahiga.
"Neue Hoffnung"
"Ich hoffe, dass die Öffnung des politischen Büros hier auch den Start für neue Hoffnung für die Zukunft Somalias bedeutet", erklärte Mahiga und fügte hinzu, dass es von Mogadischu aus viel einfacher sei, mit der Übergangsregierung, den verschiedenen UN-Agenturen und den humanitären Organisationen im Land zusammenzuarbeiten.
Im Bürgerkriegsland Somalia gibt es seit 20 Jahren keine funktionierende Zentralregierung mehr. Aufgabe des UN-Büros ist es, den Frieden und die Versöhnung in dem durch Krieg, Armut und Dürre zerrütteten Land zu fördern. (APA)
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