Statistik

Wiener Forscher entlarven Wahlbetrug mit neuer Methode

24. Jänner 2012, 18:45

"Ich halte es für völlig unwichtig, wer abstimmt und für wen. Äußerst wichtig hingegen ist, wer die Stimmen auszählt - und wie." Dieses Stalin zugeschriebene Zitat scheint auch bei den russischen Parlamentswahl im Dezember Geltung gehabt zu haben. Zwar hat Putins Partei "Einiges Russland" die Zweidrittelmehrheit eingebüßt, sie blieb aber dennoch in Besitz der absoluten Mehrheit. Schnell machte der Verdacht die Runde, dass es zu Wahlbetrug gekommen sein dürfte. Doch wie kann man den beweisen?

Wiener Komplexitätsforscher aus dem Team von Stefan Thurner (MedUni Wien) schlagen nun in einem vorläufig nur am Preprint-Server arXiv veröffentlichen Aufsatz eine neue statistische Methode vor, die im wesentlichen auf Ausreißer bei der Stimmabgabe und im Stimmverhalten von einzelnen Wahlbezirken abstellt - und diese extremen Ausreißer auch grafisch hervorhebt.

Thurner und sein Team verglichen mit dieser Methode rezente Urnengänge unter anderem in Österreich, Großbritannien, der Schweiz, Finnland, Uganda und Russland. Wie die statistischen Auswertungen nahelegen, dürfte es in Russland und Uganda tatsächlich äußerst wichtig gewesen sein, wer die Stimmen auszählte - und wie. (tasch/DER STANDARD, Printausgabe, 25.01.2012)

D.S.1
00
25.1.2012, 23:21
Die von

den Statistikern gefundenen "poblematischen" Wahlbezirke, wo nahezu 100% der Wähler 100% der Stimmen für "Einiges Russland" abgegeben haben liegen vor allem in Dagestan und Ossetien. Ich denke, dass ALLE Osseten froh sind, dass ihre Brüder in Südossetien von Putin gerettet wurden, Da wundert mich das Ergebns NICHT!. Demnach ist das Paper eine Irreführung!

Nick Tameer
00
25.1.2012, 22:19

Was mich wundert, ist dass bisher noch niemand auf die Idee gekommen sein sollte. Statistisch betrachtet scheint es doch nahezuliegen, dass systematischer Wahlbetrug zu Auffälligkeiten führen muss, solange er nicht seinerseits statistisch optimiert durchgeführt wird.

zonk0.618
03
24.1.2012, 21:29

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