Österreich

Ermittlungen gegen Occupy-Aktivisten wegen Wiederbetätigung

24. Jänner 2012 17:44

Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Verdachts auf Wiederbetätigung und Volksverhetzung bei Teilen der Occupy-Bewegung

Wien - Teile der österreichischen Occupy-Bewegung beschäftigen nun die Staatsanwaltschaft - wegen Verdachts auf Wiederbetätigung und Volksverhetzung. Das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands (DÖW) hat eine entsprechende Sachverhaltsdarstellung eingebracht.

Der Grund sind Texte wie dieser: "Um die Weltgeschichte zu verstehen, muss man die Geschichte des Geldjudentums als Nomadentum verstehen" (in Hinblick auf die Geschichte des zweiten Weltkriegs, Anm.) oder: "Die US-Regierung weiß ebenso wie ihre geistig-jüdischen Führer, dass nur das neue Europa die Welt zu regieren berufen ist."

Sie stehen auf der Homepage von Hans-Jürgen Klaussner, Sekretär der 2011 gegründeten Human Way Partei, die etwa für eine Neuregelung des Geldsystems eintritt. Präsident der Partei ist der WU-Professor Franz Hörmann, der als Redner bei der Demo am Aktionstag der Occupy-Bewegung am Wiener Stephansplatz auftrat. Seine Partei hat "95 Prozent Deckungsgleichheit" mit den Zielen von Occupy, sagt er.

Die Homepage beruft sich auf die "Human Weg Bewegung", ist laut Hörmann aber nicht die Seite der Partei - diese gehe erst im Februar online. Die Texte seien von Klaussner ohne Absprache noch vor der Parteigründung online gestellt worden. "Bestimmte Inhalte müssen wegen des Verbotsgesetzes anders formuliert werden", sagt Hörmann. In der Partei sei aber grundsätzlich jeder willkommen, "seien es Nazis, Marxisten oder Islamisten". (tob, DER STANDARD, Printausgabe, 25.1.2012)

Nachlese:

Franz Hörmann im derStandard.at-Interview: "Banken erfinden Geld aus Luft"

Kommentar posten
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television
30.01.2012 11:44
lesenswert: die 99% und die Rechten

hier: http://www.uebermorgen.at/PDF/ueber... 09_web.pdf

Folgendes...
 
28.01.2012 08:54
Ich bin schwer enttäuscht...

Bestimmte Inhalte müssen wegen des Verbotsgesetzes anders formuliert werden", sagt Hörmann.

Die Inhalte findet das Arsch also ganz ok, es stört ihn nur die Formulierung??? Und die auch nur, weil sie gegen Gesetze verstößt? *OMFG*

Verblüffend auch sein Interview
http://www.youtube.com/watch?v=SQIp_fl8E0g

Bei ca. 1 Minute: "Man sollte friedliche Lösungswege aufzeigen" - so wie es die schöngeistigen Nazis halt tun?

Oder ab ca. 1:50:

"Es stimmt, dass bei einer ersten Besprechung auch ein Schweizer dabei war, der Verschläge in einer nicht ganz zeitgemäßen Sprache verfasst waren. Allerdings sind wir eine Konsensbewegung. Unser Motto ist es, nur im Konsensbereich Handlungen zu setzen und tätig zu werden..."

Vera Rschung
 
29.01.2012 09:56

Das überrascht Sie ernstlich? In der Linken finden sich mehr Menschen dieser Geisteshaltung als in jeder anderen Bewegung.

Folgendes...
 
29.01.2012 16:16
JA, es hat mich echt überrascht und getroffen.

Wobei Hörmann ja wohl alles andere als Links ist.

emma goldman
30.01.2012 20:27

ein kleinbürgerlicher zinskritiker

pepitant
04.02.2012 00:51
Jaja,

die Kleinbürgerlichen. Der Kleine Mann von der Straße.
Am besten alle verhaften.

http://www.youtube.com/watch?v=a... re=related

Folgendes...
 
28.01.2012 08:57
Der Nazischrott, der rauskam - war laut Hörmann also im Konsens gefunden!

"Davon abgesehen muss man auch eines sagen: Den Vorwurf Antisemitismus bekommt man recht schnell, wenn man das bestehende Geldsystem kritisiert. Man bekommt ihn bei einigen Gruppen schon, wenn man das bestehende Zinseszinssystem kritisiert."

So ein Schwachsinn. Der Vorwurf kam wohl nicht wegen der Geldsystemkritik, sondern eher wegen Aussagen wie "Um die Weltgeschichte zu verstehen, muss man die Geschichte des Geldjudentums als Nomadentum verstehen".

Ich bin echt geschockt. Hörmann tritt wie ein extrem uneinsichtiger Nazi auf

Das wars, Occupy...
Keiner, der DA mitmacht, kann nachher wieder sagen "Wir haben das nicht gewusst". Das klappte in den 30ern, aber nicht nochmal.

so so ....
29.01.2012 10:19

Gibt es einen link zu dem Zitat "... Geldjudentum als Nomadentum ..." ?

sitharta
29.01.2012 19:48

googeln sie ganz einfach "geldjudentum" - da steht viel.

Folgendes...
 
29.01.2012 12:07
sitharta
29.01.2012 19:45

da steht aber nicht viel über das geldjudentum.

LGM
28.01.2012 10:06

Da werden sich die Apologeten im Forum aber wieder winden, um das ganze als Missverständnis, wenn nicht gar als Verschwörung darzustellen!

Folgendes...
 
29.01.2012 12:57
Wie recht sie haben....

... man sieht es hier
http://derstandard.at/132650401... logGroup=1

playdude
27.01.2012 12:58

zensur macht alles nur noch schlimmer

Der Chronist
26.01.2012 13:16

Oag, was an der WU Professor sein kann.

Der eine (Badelt) will nur ausholzen.

Der andere (Hörmann) kann keinen Unterschied zwischen Nazi und Kommunist erkennen, und noch dazu sind ihm Nazi willkommen.

Die andere Meinung
 
29.01.2012 15:18
Der andere (Hörmann) kann keinen Unterschied zwischen Nazi und Kommunist erkennen, und noch dazu sind ihm Nazi willkommen.

ja, weil wenn sein system sich etablieren würde, gäbe es keine nazis oder kommunisten mehr,
sondern nur menschen, die sich _NICHT_ um ressourcen streiten müssen..

aber das versteht wieder fast niemand, oder wettert dagegen in einer dur..

Aux armes, citoyens
27.01.2012 11:39

Beide haben menschenverachtende Diktaturen unterstützt. Wo is der genaue Unterschied?
Die hehren, idealistischen Ziele der Kommies?

B.M.2
28.01.2012 21:41

Bei diesen Zeitungspostings kann man ja nun schreiben, was man will. Nur: Es wirkt halt nicht sonderlich, wenn man nur gängige Klischeebilder wiederkaut ohne sich hintergründig informiert zu haben.

Kommunismus mit dem Regime der SU gleichzusetzen ist wie zu behaupten, dass Lohnabhängigkeit für alle Frieden, Freiheit und vor allem Reichtum bringt. Beide Behauptungen sind Augenwischerei.

Aux armes, citoyens
29.01.2012 15:07

Naja, das ist der Best-practice-ansatz. Zeig halt mal wo denn wirklich der Kommunismus umgesetzt wurde.
Es gibt auch noch andere idealistische Regierungsmethoden, die nicht praktikabel sind.

B.M.2
31.01.2012 01:47

Gerne, soweit die Entwicklung der Umsetzung nun mal gehen konnte (unvollständige Liste - frühkommunistische Gesellschaften wurden nicht berücksichtigt):
Pariser Kommune von 18. März 1871 bis 28. Mai 1871,
Spanische Revolution 1936,
Die Münchner oder Bayerische Räterepublik vom 7. April bis zu deren gewaltsamen Niederschlagung am 2. Mai 1919

Und da er eben nur Ansatzweise umgesetzt war kann auch nicht behauptet werden, dass das Regime der SU Kommunismus war. Denn da die Umsetzung nie vollendet werden konnte, weil die Ansätze aus kapitalistisch-faschistischen Gründen meistens gewaltsam niedergemetzelt wurde.

Aux armes, citoyens
31.01.2012 09:04

Also sobald ein Regime entsteht ist es nicht mehr Kommunismus sondern nur böser kapitalistischer Faschismus?
Das finde ich jetzt aber ein wenig naiv.

Was ist denn mit Nordkorea, das von so vielen kommunistischen Recken verteidigt wird?
Da kann man dann sicher wieder sagen, dass die Chuch'e-Ideologie doch nur nationalistisch ist.
Nur warum ist Nordkorea dann dennoch ein Liebkind einiger Linker?

Deine Beispiele zeigen ja, dass es auf längere Sicht nicht funktioniert. Ist es nicht vielleicht ein inhärentes menschliches Problem, dass eigentlich nur Diktaturen oder (halbwegs so zu bezeichnende) Demokratien funktionieren?

Sind Modelle, die auf Kooperation basieren nicht immer zum Scheitern verurteilt?

B.M.2
31.01.2012 01:50

Es ist ja nicht so, dass Kommunismus von einer Minute auf die andere umzusetzen wäre.

Und sicher gab es in der SU und der DDR sozialistische Elemente, welche den Schein wahren halfen. Doch deren Strukturen ohne Weiteres Sozialismus oder gar Kommunismus zu nennen halte ich doch für recht weit hergeholt. Da fehlt noch einiges.

B.M.2
31.01.2012 02:01

So zum Beispiel, dass die Produktionsmittel zur Herstellung von (mehr oder weniger) Lebensnotwendigen Gütern von Arbeitern selbst verwaltet werden und nicht vom Staat.

Oddo Wolf
26.01.2012 01:08
Links ist dort wo der Daumen rechts ist.

-
Der Schläfer:
Nach Jahrzehnten der Politikverdrossenheit und Stimmrechtsverweigerung reibe ich mir den Sand aus den Augen. Die Regierung taumelt trunken und orientierungslos durch die Gassen Roms. Mit Google und Wikipedia finde heraus, daß Staat kein Synonym für Regierung ist und Souverän keine französische Automarke. Beim Vergleich der verschiedenen Formen von Demokratie stelle ich empört fest, daß unsere Regierung diese nicht im Sinn hat.
Politische Parteien sind die Türlsteher von Eliteklubs, die nicht von herumlungernden Demokraten belästigt werden wollen.
Wie löse ich jetzt die Krise? Ist die Geldschöpfung nicht ein Menschen- und Völkerrecht? Heureka, ich habs! Da geh ich auch schon von der Antisemitismuskeule getroffen, zu Boden.

sonicht!
25.01.2012 22:20
Hier bin ich Mensch, hier darf ich's sein

Wiederbetätigung? so lautet die neue Definition laut unserer FM: „Wir bauen gerade enorme Feindbilder in Europa auf gegen die Banker, gegen die Reichen, gegen die Vermögenden. So etwas hatten wir schon einmal (…)“ - https://rutheisenreich.wordpress.com/2011/10/0... enauer-zu/
Neusprech par excellence!

"Die Wirtschaft hat nicht die Aufgabe, Arbeitsplätze zu schaffen. Im Gegenteil. Die Aufgabe der Wirtschaft ist es, die Menschen von der Arbeit zu befreien." - http://wissen.dradio.de/nachricht... s_id=63009

ja, solche böse Dinge fordert der Herr Werner - und solche Ansätze dürfte Herr Hörmann als guten Anfang meinen.

ganz vorne an der rechten? Front nun auch die AK mit der Liste der Schande

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