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Bio oder konventionell - alles eins? Das nicht. Allerdings liegt der Bio-Massenmarkt viel näher am konventionellen Markt, als der ökologische Nischenmarkt. Und: Die Unterschiede sind weit weg von der Konsumentenerwartung und den Behauptungen durch die Konzerne selbst.

Lisa, Lilli, Engelbert, Susi, Chonchita, Oki Doki, Alles Roger, Sissi, Floh, Chupachup, Yupidu, Schnappi, Pippifein und Hallo Du - eines der glücklichen Schweine, die es dank "Ja! Natürlich" zu Fernsehruhm brachten.

Fröhliche Kühe auf grünen Bergwiesen, wem wird da nicht warm ums Herz. Bergbauern sind beliebte Namensgeber im Biosegment. Dabei gilt jeder als solcher, der unter "erschwerten Bedingungen" Landwirtschaft betreibt ...

...dazu zählen steile Flächen, klimatische Benachteiligung, aber auch die Entfernung zum nächsten Busbahnhof. So kommt es, dass es auch im Burgenland Bergbauernhöfe gibt.

Angaben zu Wasserverbrauch, Artenvielfalt und Treibhausgasemissionen sind bei Bioprodukten en vogue. Mancher Konsument denkt dabei vermutlich an den ökologischen Fußabdruck - ein Irrtum, der den Biomarken wahrscheinlich nicht allzu viel ausmacht.

Auch Hofers "Zurück zum Ursprung" geht mit Einsparungen bei CO2 und Wasser auf Kundenfang. Weil man im tatsächlichen Wasserverbrauch aber keine Unterschiede zur konventionellen Produktion fand, bedient man sich des theoretischen Konzepts des "grauen Wassers".

Das wird an keinem Punkt der Produktionskette jemals entnommen oder verbraucht. Eine theoretische Größe, die von Ökologen üblicherweise nicht zur Berechnung des Wasserverbrauchs eingesetzt wird.

Regionalität ist in Sachen Bio auch ein Thema: Zitronen aus Südafrika, abgepackt in den Niederlanden, Knoblauch aus Spanien, abgepackt in Italien, Paprika aus Israel, Pfirsiche aus ...
Es waren einmal riesige, gütige Lebensmittelkonzerne, die wollten nur das Beste für die Menschen und die Umwelt. Nur das Optimum ist ihnen im Dienste der Konsumenten gut genug. Deswegen tummeln sich dort, wo unsere Lebensmittel herkommen, fröhliche Kühe auf grünen Bergwiesen. Emsig picken die Henderln vor sonnendurchfluteten Stadln, und hie und da legen sie auch ein Ei. Das Brot kommt aus der Backstube, kernige Bäcker und Bäckerinnen legen zur morgendlichen Stund' herzhaft mehlbestäubte Hand in wohligem Ambiente an. Vor allem die Bio-Welt ist voll der sprechenden Bilder und wohlklingenden Begriffe. "Zurück zum Ursprung" führt man die Konsumenten, "Natur pur" lässt man ihnen angedeihen und "Ja! Natürlich" will auch der Verbraucher nur das Beste - darin ist man sich mit dem frechen Schweinderl und seinem großherzigen, in Karo und Lederhose gewandeten Bauer aus der Werbung einig.
Immer mehr Geld für Bio
So viel Idylle, das ist gewiss, sind uns unser Bauernstand und die von ihm produzierten Güter wert. Der kritische Konsument gibt mittlerweile viel Geld für Bio aus, die Umsätze steigen jährlich. Allein zwischen 2006 und 2010 legte der Bioanteil im Frischesegment des Lebensmitteleinzelhandels um mehr als die Hälfte auf 306 Millionen Euro im Jahr zu. Den allergrößten Teil des Kuchens sichern sich in Österreich allerdings die großen Supermarktkonzerne wie Rewe (Billa & Co.), Spar und Hofer. Die Handelsriesen mischen mit ihren Bio-Eigenmarken inzwischen den gesamten Markt auf. Das Geld, das von heimischen Haushalten im Jahr 2010 beim Bio-Einkauf ausgegeben wurde, fließt zu 91,5 Prozent in die Taschen der Supermarktriesen und Lebensmitteldiskonter. Die verbleibenden 8,5 Prozent teilen sich Bio-Läden und Reformhäuser.
"Der Preisdruck auf Bio im Eigenmarkenbereich ist sehr hoch", beklagte Bio-Österreich-Obmann Rudi Vierbauch vergangenen Herbst. Bei Bio-Eigenmarken, etwa bei Milch, gebe es oft keinen großen Preisunterschied mehr zu konventionellen Lebensmitteln. Die Preisdifferenz zwischen biologischen und konventionellen Produkten bewegt sich laut AMA (Agrarmarkt Austria) etwa bei Milch, Käse und Erdäpfeln zwischen sieben und zehn Prozent. Den größten Preisunterschied von 50 Prozent und mehr gibt es beim Fleisch. Den Konsumenten und Konsumentinnen ist ihr gutes Gefühl den höheren Preis ganz offenbar wert.
Was steckt hinter den Bio-Handelsmarken?
Sind es aber auch die Produkte? Was steckt wirklich hinter den Bio-Handelsmarken der Konzerne? Dafür hat sich Agrarbiologe Clemens G. Arvay für sein neues Buch "Der große Bioschmäh" mehr interessiert, als den Handelsriesen lieb sein dürfte. Man mag überrascht sein oder nicht: Auf viel Idylle ist er auf der Suche nach der Realität nicht gestoßen. Anstatt auf romantische Bio-Bauernhöfe und zu glücklichen Schweinderln führten ihn seine Ausflüge zu Tierfabriken, endlosen Monokulturen und großflächiger, industrialisierter Landwirtschaft. "Das Erbe der Landwirtschaft ist aufgrund von Konzerninteressen bedroht", warnt Arvay im derStandard.at-Gespräch. "Auch die Biobauern werden verschwinden, wenn sich die Konsumenten dagegen nicht wehren." Nicht die Bioidee an sich sei schlecht, sondern die Vereinnahmung durch die Großkonzerne. Was ihm wichtig ist: "Der Konsument hat mit Biolebensmittel-Kooperativen und solidarischen Landwirtschaftsprojekten Alternativen. Die muss er nützen, um sich und die Bauern aus der Abhängigkeit der Konzerne zu befreien."
Der biologische Massenmarkt sieht laut Arvays Recherchen dem herkömmlichen Massenmarkt verdammt ähnlich. Das Biobrot kommt aus der Brotfabrik mit dem Charme eines Stahlkonzerns und ist direkt neben einem solchen angesiedelt. Fabrikshallen, Flotten von Lastwägen, Maschinen, Fließbänder, monströse Öfen, bedient von Maschinenführern statt von Bäckern und Bäckerinnen: So sieht der durchschnittliche Biobäcker des Handels aus. Fast müßig zu erwähnen: Das Fußvolk kommt hier zum großen Teil aus dem Ausland, aus Osteuropa, einige auch aus Afrika. Die allermeisten Biobäcker produzieren ihr Biobrot in denselben Nächten, mit denselben Maschinen und auf dieselbe industrielle Weise wie die konventionelle Ware. Auch in der Bioindustrie kommen übrigens Fertigmischungen zum Einsatz.
Automatisierte Biowelt
Und wie geht die industrialisierte Biobranche mit Tieren um? Da braucht man ebenso starke Nerven wie in den konventionellen Agrarfabriken auch. "Obwohl ich als Agrarbiologe gewusst habe, was mich erwarten wird, war wohl die Situation der Nutztiere am schwersten verdaulich bei den gesamten Recherchen", sagt Arvay. Für das Geflügel-Kapitel betritt der Autor eine eher gruselige Welt: "Eine Bio-Welt der automatischen Vogelnester, des Mittwochs als Bio-Schlüpftag, der Kükenfließbänder und der Todeskarusselle." Er trifft auf ein Imperium der holländischen Bruteier, der Hühnerrasse JA-757, der industriellen Fütterungsautomaten und der Kükenvernichtungsanlagen.
In dieser Welt haben Bio-Landwirte nichts mehr mit Bauerntum zu tun, sie sind zu vertraglich gebundenen Hühnerfütterern und Hühnermästern expandierender Handelskonzerne degradiert. Die glücklichen Hühner vermisste der Autor bei Betriebsgrößen von zuweilen 15.000 Stück sowieso. Dafür liegt in so einem Betrieb die Ausbeute bei 14.000 Bioeiern pro Tag. Auch eine Landwirtin aus der Steiermark, die Legehennen für die Bioindustrie hält, kommt zu Wort: "Vor zwanzig Jahren begannen wir als unabhängige Bauern mit fünfhundert Hennen und konnten ein volles Einkommen damit erwirtschaften. Heute haben wir dreitausend Tiere im Stall." Damit zähle man zu den Kleinsten der Branche, sagt sie. Das Überleben sichert der Betrieb schon lange nicht mehr, ihr Mann geht nun einer anderen Arbeit nach. Für Arvay liegt der Schluss klar auf der Hand: "Dort, wo die Handelskonzerne ihre Hände im Spiel haben, schaut der Bauer durch die Finger." Und das Nutzvieh sowieso, lautet die logische Ergänzung.
Freigang ins Grüne
Kein Vorteil der biologischen Geflügelhaltung gegenüber der konventionellen Bodenhaltung wird in der Werbung offensiver ausgenützt als der Auslauf, der Bio-Henderln und Bio-Puten gesetzlich zugestanden wird. Doch ausgerechnet der Freigang ins Grüne funktioniert nicht. "Mit dem Auslauf klappt es in diesen Dimensionen sowieso nicht mehr", äußert ein Biokaufmann seine Meinung. Was ihm immer wieder auffällt: "Wann immer ich an einem der großen Bioställe vorbeifahre, sehe ich leer gefegte Auslaufflächen." Dass sich auch die Vögel möglichst ihre Füße nicht schmutzig machen sollen, weil die in der Folge produzierten sogenannten Schmutzeier mehr Arbeitsaufwand oder weniger Gewinn für den Betrieb bedeuten, sei nur am Rande erwähnt.
Ungeachtet der fiktiven Werbewirklichkeit stellt sich natürlich auch der Alltag der heimischen Bio-Rinder weit weniger blumig dar, als man die Konsumenten glauben lässt. In mehr als drei Vierteln der Bioställe des Landes sind die Rindviecher während des Großteils ihres Lebens in Ketten gelegt. Möglich ist das durch eine rot-weiß-rote Sonderregelung: Betriebe mit weniger als 35 Großvieheinheiten (500 kg lebende Tiermasse, also ungefähr eine erwachsene Milchkuh, Anm.) dürfen mit der Anbindehaltung froh und munter weitermachen, obwohl diese für Biobetriebe laut EU-Bioverordnung eigentlich verboten ist. Für richtiges Wohlgefühl sorgt auch der "Kuherzieher" nicht, ein Metallbügel, der die Kühe mittels elektrischem Schlag beim Stuhlgang dazu anhalten soll, ihren Kot nur im dafür vorgesehenen Graben abzugeben. Ein Verbot wird diskutiert.
Triste Realität
Dass es ganz nahe an der Realität wäre, einen TV-Spot zu drehen, in dem das "Ja! Natürlich"-Schweinchen am industriellen Förderband hängend durch einen Hals-Brust-Stich das Leben aushaucht, kann sich der Konsument mittlerweile vermutlich ausmalen. Denn auch die Realität auf den Schlachthöfen nimmt sich eher trist aus. Bio-Tiertransporte laufen nicht anders ab als herkömmliche, in den Schlachtereien steht man unter Zeitdruck, leistet auch hier Akkordarbeit. "Unser Geschäft läuft nur mehr über die maximale Auslastung. Massenproduktion ist die Vorgabe der Handelskonzerne, anders geht heute gar nichts mehr", erklärt ein Betriebsleiter.
Lediglich 14 elitäre Schweine bleiben in Österreich von einem vergleichsweise tragischen Schicksal verschont: Lisa, Lilli, Engelbert, Susi, Chonchita, Oki Doki, Alles Roger, Sissi, Floh, Chupachup, Yupidu, Schnappi, Pippifein und Hallo Du. Das sind die Fernsehstars der "Ja! Natürlich"-Werbung. Wenigstens sie führen ein überglückliches Leben - am Gnadenhof. (Regina Bruckner, derStandard.at, 25.1.2012)
Wissen: Für die Konsumenten gibt es Alternativen bei Bio-Lebensmittelkooperativen und solidarischen Landwirtschaftsprojekten. Alle Adressen gibt es bei ATTAC Österreich, Inhaltsgruppe AgrarAttac, Margaretenstraße 166/3/25, 1050 Wien
Erstes Projekt Österreichs zur solidarischen Landwirtschaft (Bio, Raum Wien): http://www.ochsenherz.at/csa.html
Mehr zum Buch: www.arvay.info
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...unfassbar, dass dies menschen noch erschüttert...nur weil es drauf steht ist es nicht drinnen...das kennen wir von allen alltäglichen produkten, daher ist es beim essen nicht anders...es beginnt beim anbau und endet bei der schlachtung...alles diese prozesse sind auch in der bio-landschaft nicht unwesentlich und mit kosten und damit effizienz verbunden...am besten fand ich vor ca. 10 jahren einen nachbarn (eben auch landwirt) der ein paar seiner "bio-felder" in der nähe eines riesen erdäpfel-betriebes liegt...die felder nahe den erdäpfeln hatten den 3-fachen ertrag!!...warum...grundwasser und dünger kommt überall hin...hier aber eben die kernfrage: WAS IST BIO! wenn am biobetrieb ein uralter traktor läuft, so war dies bio für mich, etc.
USA: Bericht empfiehlt Ausrichtung der Agrarpolitik auf Öko-Landbau: "Die Studie spricht sich für fünf Prioritäten aus, die künftige Fördermaßnahmen in einer neu ausgerichteten Agrarpolitik bestimmen sollten.
1. Stärkung der Forschungsförderung im Bereich Öko-Landbau
2. Einführung von fairen und geeigneten Methoden der Risikominimierung, um z.B. Ernteausfälle auszugleichen
3. Befriedigung der Nachfrage nach Bio-Essen beispielsweise bei Vergabe öffentlicher Aufträge
4. Einführung eines Umstellungsprogramms und
5. Finanzieller Ausgleich für die Agrar-Umwelt-Leistungen des Öko-Landbaus."
http://oneco.biofach.de/de/news/?... etter=true
wenn mir jetzt noch einer vorhupft, wie ich mich als stadtmensch ohne auto und mit sehr begrenztem einkommen (gut 2/3 gehen für wohnen/nebenkosten drauf, der rest für essen, haushaltsmittel, kleidung, meds etc. - urlaub, groß weggehen etc. ist eh nicht drin) politisch korrekt ernähren soll, dann wär ich glücklich. Ohne hofer & andere diskonter hätte ich ein massives versorgungsproblem, vor allem, wenn bei mir als einzelunternehmerin wieder mal das geschäft nicht so prächtig läuft (hallo, krise!).
Ich denke, da bin ich nicht der/die einzige, der/dem es in wien so geht. Und von (jung)familien, wo nicht alle voll arbeiten gehen können, will ich gar nicht reden. Die sind froh, wenn sie die basics und ihre gschrappen finanzieren können.
Wie wärs mit weniger Fleisch essen?
Es ist einfach im Vgl zu anderen Lebensmitteln extrem teuer für seinen Energiewert und bei dem Preisdruck den es gibt sowieso nicht biologisch sinnvoll produzierbar
und das Problem mim Übergewicht wär auch erledigt!
Aber nein, es ghört jeden Tag Fleisch am Teller, so wars schon immer.. (Vor 100 Jahren hat man vl 1-2 im Monat Fleisch gegessen)..
Freu mich schon auf ihre "Erklärung" warum das natürlich unvorstellbar ist
Fleisch ist am Übergewicht nicht schuld. Mit Fleisch alleine kann man gar nicht übergewichtig werden. Das Problem ist das, was wir alles zum Fleisch dazu essen. Wir nennen etwas Fleischmahlzeit, essen dazu aber Reis, Kartoffel, Brot, trinken ein Bier usw.
Diese Kohlenhydrate sind es, die uns krank machen. Aber die werden offensichtlich übersehen.
nein fleisch ist gerade in bezug auf seinen energiewert nicht teuer in der produktion.
vergleichen sie doch mal den energiewert von fett und muskelfleisch mit den von grünen blattsalat, gut blattsalat ist auch nciht wirklich teuer. aber vergleichen sie das mit den herstellungsaufwand von käse, der teilweise jahrelang reifen muss. wenn dann ist die problematik des fleischkonsums eine andere, aber sicher nicht die vom herstellungswert oder glauben sie ernsthaft fleisch wird unter den tatsächlichen herstellungspreis verkauft?
und ich kenn auch menschen die vegetarisch und vegan leben die übergewicht haben, das ist wirklich nun kein argument.
Ich bin auch kein Vegetarier
ich sag nur dass bei den Marktpreisen keine artgerechte Haltung möglich ist, und wenn man alle Tiere artgerecht halten würde, wär bald der Platz eng.
Meine Schlussfolgerung ist also dass jeder weniger Fleisch essen muss, oder wie soll man sonst 7~Mrd Menschen mit Fleisch versorgen?
Bzgl. Energiewert:
Käse, Salat sind schlechte Beispiele, bei Reis schauts aber zB ganz anders aus
Wenn man sich vorstellt wieviel ein Tier im Laufe seines Lebens isst, da kann keiner Argumentieren dass das nicht billiger wäre direkt auf Reis/Gemüse umzusteigen..
Bzgl. Herstellungspreis
Da Fleisch schweineteuer in der Produktion ist versucht man hier mit industriellen Maßnahmen den Preis zu drücken. Folge -> Käfighaltung etc
Entweder man lässt das Fleisch bleiben oder man zahlt den ehrlichen Preis den es normal kosten müsste für eine artgerechte Haltung.
Bzgl Fleisch und Übergewicht:
Dass korreliert bestimmt miteinander. Ich kenne auch Menschen die Rauchen nicht und bekommen Lungenkrebs, das ist aber kein Beweis dass esnicht korreliert
Resümee: Flächendeckende Versorgung aller Konsumenten, die gerne "Bio" kaufen würden (und auch bereit sind, mehr dafür zu zahlen) und Produktion im Sinne biologisch-dynamischer Kreislaufwirtschaft und unter Einhaltung ethisch vertretbarer Standards lassen sich nicht auf einen Nenner bringen. Das bringt nicht genug Futter für Alle. Das Aus für die Bio-Idee für Alle und weitermachen im kleinen elitären Zirkel? Nicht sehr visionär.
Das geht soweit, dass sich sogar manche supermarktkunden (selbst handelsindustriemitläufer?) wie unlängst furchtbar bei der kassa darüber aufregen, wenn ein anderer kunde eine spar-mitarbeiterin fragt, ob sie die nicht abgewogenen bananen noch schnell nebenan abwiegen könne! Der eigentlich völlig unbeteiligte kunde schrie wiederholt zum kunden mit den bananen: "Die damen sind nicht ihre sklaven!"
Ist in wiener supermärkten einfachster kundendienst für das personal dermassen unzumutbar, dass er sogar (wie hier auch von einem jungen kunden) als üble sklaverei betrachtet wird...?
Das schlechte preis-leistungsverhältnis bei häufigen wucherpreisen wird kaum beachtet! Wie lange noch?
Was spricht dagegen, Bauern zu essen? Leben am Land, in der Natur, an der frischen Luft, haben viel Auslauf, sind regional ernährt und damit auch variant im Geschmack.
Das wär doch was Feines, wenn auf der Fleischpackung Alois Hinterstadltupfing draufstehen würde und so ein richtig saftig gewandertes Stück Schenkel da drin wär, anstatt so einem anonymen Stück Rind von einer namenlosen, argentinischen Hacienda.
Wer diesen Film gesehen hat, wird trotz suboptimaler Biolandwirtschaft Biolebensmittel kaufen.
Konventionelle Produkte sind nämlich meist gesundheitsschädlich:
http://www.youtube.com/watch?v=KOL2GZdbvuA
Gut, wenn jemand Großhandelsstrukturen auch bei Biolebensmitteln hinterfragt. Die große Neuigkeit, die der Buch-Titel impliziert, ist das aber nicht.
Wenn möglich, kaufe ich auch lieber direkt vom Bio-Kleinbauern, aber sogar dann, wenn das nicht möglich ist, ist Bio für mich kein Schmäh: Der für mich wichtigste Aspekt ist immer noch die Tatsache, dass mein Essen in einigermaßen ursprünglichem Zustand, also ohne Pestizide, Kunstdünger und Antibiotika, auf den Tisch kommt. Ausschließlich bei Bio-Lebensmitteln handelt es sich um natürliche Produkte, der Rest trägt zu einem Gift-Cocktail im Körper bei, dessen langfristige Folgen für Gesundheit und Erbgut laut Greenpeace gar nicht erforschbar sind (Wechselwirkungen der Gifte untereinander usw.
Es ist deshalb nicht erforschbar, weil die Giftstoffe in Lebensmitteln solche sind, die zum Lebensmittel dazu gehören. Beispielsweise die Gifte die im Getreidekorn sind, mit denen sich die Pflanzen vor dem Gefressen werden schützen und die im angeblich so gesunden Vollkornbrot drin sind. Dagegen sind die minimalen Pflanzenschutzmittel-Rückstände, die es ab und zu mal gibt, unbedenklich.
Schauen Sie sich diesen Film an, der Ihnen das Gegenteil beweist: http://www.youtube.com/watch?v=KOL2GZdbvuA
Übrigens hat der menschliche Körper jahrtausendelang gelernt mit natürllichen Giften, Schimmel, etc. umzugehen. Bei den Chemikalien sind es gerade mal 50 Jahre!
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