Neuer Präsident kann Wahlversprechen nicht umsetzen

24. Jänner 2012, 16:15

Als Botschafter tätige frühere kommunistische Geheimagenten können laut Gericht nicht entlassen werden

Sofia (APA) - Schon am ersten Tag nach seinem Amtseintritt änderte der neu gewählte bulgarische Präsident Rossen Plewneliew eines seiner wichtigsten Wahlversprechen, nämlich die als Botschafter tätigen früheren kommunistischen Geheimagenten zu entlassen. Das berichtete die online-Ausgabe des Nachrichtenportals "Dnevnik.bg" und erinnerte, dass Plewneliew mehrmals feierlich versprochen hatte als erstes die Entlassung der sogenannten Stasidiplomaten zu unterzeichnen.

An seinem ersten Arbeitstag veröffentlichte am Montag seine Pressestelle alle seine Wahlversprechen. Dort heißt es, dass sich der neue Präsident für ein modernes Auswärtiges Amt Bulgariens einsetzten wird und keine weiteren Ex-Stasimitarbeiter mehr als Diplomaten einstellen wird. Die Umformulierung sei nötig, weil das Verfassungsgericht eine Einschränkung für frühere Stasiagenten als Botschafter abgewiesen hatte und das Oberste Verwaltungsgericht nach einer Klage drei der bereits abgesetzten Botschafter wieder ins Amt bestellte, erklärte die Pressestelle gegenüber "Dnevnik.bg". (APA)

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