Wolfsschanze

Nazi-Bunker soll Touristen begeistern

Ansichtssache | 26. Jänner 2012, 11:19

Der ehemalige "Führerbunker" in Polen, der schon jetzt jährlich 200.000 Besucher anzieht, soll in Zukunft noch mehr Menschen nach Gierloz locken

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Der ehemalige Führerbunker "Wolfsschanze" im nordostpolnischen Gierloz ist schon jetzt ein Anziehungspunkt für Polen-Besucher. Geht es nach den polnischen Behörden, soll die halb verfallene Anlage in Zukunft noch mehr Schaulustige und Lernwillige anziehen, melden deutsche Medien. Gierloz gehörte zum früheren Ostpreußen und trug damals noch den Namen Görlitz.

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Posting 1 bis 25 von 57
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sonnenklang
00
30.1.2012, 08:32
hätt ich nicht gedacht

dass der h.c. sein wochenendhaus vermietet ..

gluthammer
02
27.1.2012, 17:53
wen zieht es dorthin....?

... ich war vor etwa einem Jahr dort und fand es sehr eindrucksvoll und lehrreich. Die Anlage wurde Anfang 1945 von den Nazis selbst gesprengt, und die schaurigen Reste verraten mehr über das NS-Weltbild, als es viele Bücher tun könnten.

Übrigens habe ich dort keinerlei Nazi-Devotionalien gesehen, es gab ein paar recht interessante Bücher mit Hintergrund-Infos zu kaufen. Allerdings wurde von den örtlichen Begleitern (die das Wort "Führer" ablehnen) erzählt, dass immer wieder alte und neue Nazis vorbeischauen ...

Übrigens sah es so aus, als ob die Natur sich langsam das Gelände wieder zurückholt, was mir gar kein schlechtes Symbol zu sein schien!

Karl Radek
00
30.1.2012, 10:28
Fiehrer

ich war anfang der 90er jahre dort und unser "Führer" hat von hitler ständig als "der fiehrer" gesprochen. "Hier hat der Fiehrer seine privaten Wohnräume gechabt" usw. Schön zu lesen, dass die auch dazugelernt haben.

der schwitzbär der schwitzt sehr
71
27.1.2012, 13:54

Welche Dodeln zieht es dort wohl hin ?

organspender
03
27.1.2012, 14:03

Unsere täglich Dosis Adolf gib uns heute.....

Standardabweichung
00
27.1.2012, 13:18

Was kommt als nächstens ? Nazi-Land?

morgen war gestern
02
28.1.2012, 22:13

wieso "als nächstes"?

Johann Neumann1
00
28.1.2012, 11:02
Wenn unsere Politiker nicht aufpassen, dann schon.

n0mad
60
27.1.2012, 13:15
schon seltsam

dieser Nazitourismus, einmal dem Führer nah sein wollen, dafür reist man schon mal ein paar tausend Kilometer weit in so einen Wald ...

1116er
10
27.1.2012, 12:31
matthias venier (nachfolger von königshofer) jubelt:

endlich kann ich meine devotionalien direkt vor ort kaufen und muss mich nicht mehr auf den seiten vom nazi-versand herumtreiben!

1116er
212
27.1.2012, 12:27
die endlösung!

der wkr-ball findet nächstes jahr in der wolfsschanze statt.
--> die burschis jubeln: endlich haben wir unseren hausball!

El Lute
00
30.1.2012, 22:54
Alternativvorschlag

für den Ort des nächsten WKR-Balls: Das Rinter-Zelt am Rautenweg. Dort kann nach (Müll)trennung der rechte Abschaum/fall umweltfreundlich entsorgt werden.

Jacek Ruzyczka
00
29.1.2012, 17:05
Exil für Burschenschafter…

Die Idee ist gut! ^^ Und dort singen sie nur noch «The Final Solution».

morgen war gestern
00
28.1.2012, 22:14

da wirkt auch eine bundesheeruniform sofort viel authentischer.

StF753
00
28.1.2012, 00:26

Dann gibts auch gleich ein Endlager für die Typen...

Kelbo
21
27.1.2012, 09:16

Am besten zurück an Deutschland!

Steak vom Milchlamm
01
27.1.2012, 07:21
Sehe die Wolfsschanze

durchaus als zeitgeschichtliches interessantes Gebäude.

Wer so dicke Mauern baut, hat wirklich was zu verstecken, das sollte schon klar sein.

didigoose
00
27.1.2012, 09:50

als hat jeder in einem luftschutzbunker was zu verstecken? (außer sich selber?)

nicht jede Generalisierung die einmal zutrifft stimmt ;)

rasenmähermann
04
27.1.2012, 00:48

Ich würde Ausflüge über ein britisches Reisebüro vertreiben, dann ist die Bude (oder das was noch übrig ist) voll.

KKdJ
210
26.1.2012, 19:35
Fragwürdig.

Sätze wie "und vor allem das in den Anlagen eingerichtete Hotel und Restaurant modernisieren" machen ein merkwürdiges Gefühl. Und wenn ich dann in anderen Postings lese, dass dort Nazi-Devotionalien verkauft werden, steigert sich dieses Gefühl.
Ähnlich ging's mir, als ich letzten Sommer in Krakau gesehen habe, auf welche Art und Weise dort "Touren" nach Auschwitz angeboten werden.
All das erinnert an die beißende und völlig berechtigte Kritik von Karl Kraus an den "Reklamefahrten zur Hölle". Das waren Touren zu den Schlachtfeldern des Ersten Weltkriegs, die schamlos und sensationslüstern angepriesen wurden.
Was nicht heißt, dass solche Stätten nicht erhalten werden sollten, aber ohne Hotels, Restaurants und Sensationslust, bitte.

Wladimir Burdajewicz
 
01
27.1.2012, 10:50
Ähnlich ging's mir, als ich letzten Sommer in Krakau gesehen habe, auf welche Art und Weise dort "Touren" nach Auschwitz angeboten werden.

Da bin ich nicht Ihrer Meinung.Ich war selber in Krakau und habe von dort nicht weit entfernte Oswiecim /Auschwitz/Birkenau besucht.Es ist keine wie sie sagen "Reklamefahrten zur Hölle" (der ist Eintritt nicht vermarktet und ist frei), im Gegensatz zu Mauthausen, Obersalzberg. Im übrigen. Die Wolfsschanze mit dem Todeslager zu vergleichen ist auf dieser Stelle eben geschmacklos.Auch in Wien aus den Flak-türmen macht man Kaffeehäuser, Haus der Meere u.d.m. Keiner denkt an abtragen der hässlichen Denkmälern. Wolfsschanze eher gesagt die Gemeinde braucht das Geld für die Erhaltung und Sicherung der Ruine (was im Artikel nicht erwähnt ist).Drum sind sie auf der Suche nach den Investoren. Die meisten Besucher außer Polen sind die Deutschen.

KKdJ
00
28.1.2012, 19:16
Und nebenbei bemerkt ist das Abtragen der Flaktürme in Wien technisch angeblich kaum möglich.

Man hätte sie sprengen müssen, möglichst gleich 1945, zu Kriegsende, aber da hat das wohl niemand als Priorität gesehen.

raucherl
01
29.1.2012, 11:20

Im Augarten hat man es versucht -ging nicht. Das bleibt uns erhalten - als Datenspeicher bestens geeignet oder für den nächsten Wkr-Ball nützen und gleich versiegeln.

black jack
00
30.1.2012, 09:06

Heute könnte man die Dinger sehr wohl wegreißen, wenn man mit moderner Spezialgerätschaft anrückt. Was aber wiederum viel Geld kostet.

Viel Geld für ein Loch in der Erde, dass hernach aufgefüllt und begrünt wird?

Eben.

KKdJ
00
28.1.2012, 19:16
Ich habe nur von dem gesprochen, was ich in Krakau bei diversen Reisebüros gesehen habe. Das war kein gutes Gefühl, aber ich habe die Tour nach Auschwitz auch nicht gemacht.

Was ich NICHT verstehe, ist, warum Sie den Vergleich zwischen "Wolfsschanze" und Auschwitz geschmacklos finden. Die Wolfsschanze ist ein Ort, wo jene zusammengekommen sind, in deren Köpfen der Holocaust entstanden ist, und insofern finde ich – wirklich, ich meine das nicht ironisch – solche Orte auf eine gewisse Weise genauso schlimm wie jene, wo die Morde stattfanden.
Man könnte überspitzt sagen: Ohne Führerbunker, ohne nettes Hotel am Wannsee, ohne all das auch kein Konzentrationslager, kein Massenmord und kein Holocaust. Und deshalb finde ich den Vergleich durchaus zulässig.
Und deshalb hat übrigens ein Flakturm in Wien schon eine andere Qualität als eine "Wolfsschanze".

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