EFSF in ESM umleiten

Fekter hält 750 Milliarden Euro für Rettungsschirm für denkbar

24. Jänner 2012, 14:17

Die Option, den ESM mit Mitteln des EFSF aufzufüllen, sei "konsensfähig"

Brüssel - Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP) kann sich vorstellen, dass der für Juli geplante permanente Euro-Rettungsschirm ESM bei einer Zusammenlegung mit dem laufenden Rettungsschirm EFSF eine Größenordnung von 750 Milliarden Euro aufweisen könnte. Gefragt, ob eine Zusammenlegung der aus dem EFSF übrig gebliebenen Gelder mit den 500 Milliarden Euro, die für den ESM geplant sind, denkbar wäre, sagte sie: "Ich glaube, das ist konsensfähig." Sie sehe dadurch auch keine zusätzlichen Belastungen für Österreich entstehen, meinte Fekter am Dienstag am Rande des EU-Finanzministerrats in Brüssel.

Derzeit, so Fekter, "gehen wir von 500 Milliarden Euro beim ESM aus, plus dem, was halt dann noch zusätzlich übrig bleibt". Zu berücksichtigen sei auch, dass der EFSF "jetzt noch parallel die Programme mitbetreut, die er ohnehin hat, bis der ESM dann ganz fertig von allen Mitgliedsstaaten ratifiziert ist. Das dauert ja auch noch seine Zeit, bis alle das parlamentarische Prozedere bewerkstelligt haben."

Faymann und Monti wollen mehr Geld

Der EFSF führe derzeit noch das Programm für Portugal und Irland "und unter Umständen das zweite Programm für Griechenland" durch, so Fekter. Der EFSF werde also seine Mittel noch brauchen. Außerdem habe der EFSF seine beiden Instrumente zur Hebelung operativ entwickelt. Das habe auch EFSF-Chef Klaus Regling zuletzt erklärt. Beide Instrumente seien am Kapitalmarkt machbar, die Frage sei noch, wie sie angenommen werden.

Im Gegensatz zu Fekter sprach sich Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) am Dienstag nach dem Ministerrat in Wien für eine direkte Aufstockung des ESM auf 750 Milliarden Euro aus. Das hieße, dass neue Mittel der Staaten fließen müssten. Es gehe darum, gemeinsam eine Basis dafür zu schaffen, die Risiken zu minimieren, sagte der SPÖ-Chef. Auch für den italienischen Premierminister Mario Monti führt kein Weg an einer ESM-Aufstockung vorbei, konkrete Zahlen nannte er am Dienstag aber nicht.

Griechenland muss Reformzusage leisten

Weiters haben sowohl Fekter als auch ihr deutsches Pendant Wolfgang Schäuble (CDU) von Griechenland neuerlich eine schriftliche Erklärung für weitere Finanzhilfen gefordert. Vor Beginn der Sitzung der EU-Finanzminister sagte Fekter, der Internationale Währungsfonds (IWF) arbeite noch das weitere Programm mit den Griechen aus. "Aber wir werden das nur dann positiv beschließen können, wenn sich zu diesem Programm die Regierungsparteien und die anderen Parteien verständigen. Das muss schriftlich sein." Schäuble erwartet sich eine Zusage, wie es bei Portugal und Irland vor den Wahlen auch der Fall gewesen sei.

Fekter sprach von einer "direkten Ansage an Griechenland". Die Gemeinschaft erwarte sich von Athen einen solchen Schritt. Es müsse auch strukturelle Reformen geben, denn "die Ausgaben sind bisher nicht wirklich gesunken. Damit sind wir nicht zufrieden. Es muss die politische Ebene in Griechenland wissen, dass wir erwarten, dass sie mehr tun."

Wie spannt man den Rettungsschirm auf?

Unklar bleibt, ob nach der für ein Jahr - ab Juli 2012 bis Juli 2013 - geplanten Überlappung von EFSF und ESM die Volumina nach Auslaufen des bestehenden Rettungsschirms wieder auf die 500 Milliarden Euro für den ESM zurückfallen. "Technisch wird man dann zu entscheiden haben, ob alle (den ESM) ratifiziert haben und wie wir damit umgehen. Aber es ist schon klar, dass mit der Ratifizierung des ESM das eigentlich beendet ist", sagte Fekter. Gefragt, ob es bei den 500 Milliarden Euro bleibe, antwortete sie: "Wir erweitern die Shares, also das Stammkapital, wenn Sie so wollen. Die Anteile werden nicht erweitert, die sind fixiert." Es hänge auch davon ab, wie viel vom übergeführten EFSF dann noch vorhanden sei.

Noch keine endgültige Einigung haben die EU-Finanzminister über die Einzahlungsmodalitäten und -fristen für den ESM getroffen. Österreich hat von der Einlage von 80 Milliarden Euro 2,2 Milliarden zu berappen. Die Entscheidung soll beim nächsten EU-Gipfel kommenden Montag fallen, an dem auch der Fiskalpakt wegen Nichteinigung der Finanzminister bzw. der Wünsche einiger Staaten in die Obhut der Staats- und Regierungschefs übergeben wird. Fekter sagte, sie würde eine Einzahlung in zwei Tranchen am Beginn bevorzugen. Ursprünglich war eine Fünfertranche vorgesehen - von 2013 bis 2017 -, durch das vorgezogene Inkrafttreten des ESM ist eine frühere Einzahlung nötig. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 63
1 2
Don Quixote1
01
25.1.2012, 11:35
Sind die von allen guten Geister verlassen?

http://www.youtube.com/watch?v=i... plpp_video

Aufwachen!

docaltea
10
24.1.2012, 19:31
Liest man sich die postings durch..

..stellt man fest, dass zu 90% Einigkeit besteht, dass es so nicht weitergeht. Sind aucxh 90% der Meinung, dass auch unsere Regierung handlungsfaehig sein koennte aber dennoch im Wuergegriff der Finanzindustrie verharrt, dann schlage ich vor wir gruenden eine Internetplattform die Kraft ihrer zahlreichen Besucher/Nutzer diese Politikerwuerschtl der derzeitigen Bundesregierung vor sich hertreibt. Wer macht mit? Ich denk der Ravenhorst waer schon einer.

02515151541
02
24.1.2012, 18:08
Fr. Fekter

was ist eigentlich aus der Kohle geworden mit der wir Griechenland helfen mussten/durften....?

soll lt. ihnen voll das gute geschäft für österreich sein.
gibts da mal ein update????

desweitern freut esmich, dass wir eh so viel geld übrig haben, damit haben sich dann die ganzen neuen Steuern eh erledigt oder?

mich würde bloß noch interessieren wo den das ganze geld plötzlich hergekommen ist...

Das Kapital ist die wahre Macht
21
24.1.2012, 17:53
50% MWSt. sofort einführen!!!

auf alle Waren und Dienstleistungen!

Dr.Student des Wurschtfachverkaufs
01
24.1.2012, 17:53

Spiel ma jetzt endlich eine neue Partie Monopoly? Die jetzige macht echt keinen Spaß mehr.

Oder vielleicht spiel ma lieber doch ein anderes Spiel, wo nicht einer am Ende alles hat.

Ravenhorst
01
24.1.2012, 17:44
Diese Polit-Fuzzyies leben ja nicht mehr in der realen Welt

Schilcherfreund
02
24.1.2012, 17:43
I want my money back: aber shortly without von delay!

handelnstattreden
01
24.1.2012, 17:34
...der Zahltag kommt bestimmt!

In der ganzen Rettungsschirmdebatte sollte jeder wissen, dass die Schulden der Südländer mit Sicherheit jemand bezahlen wird müssen. Und nach dem uralten Prinzip: "Den Bürgen sollst du würgen!" werden die Zahler WIR sein!!

Ravenhorst
02
24.1.2012, 17:32
Fekter hält 750 Mrd für möglich....

.... und ich halte 18 Prozent für die ÖVP bei der nächsten NR-Wahl für möglich

Der Schärdinger
 
00
24.1.2012, 17:13
Der Schärdinger

Wählts halt bitte bitte nicht immer diese besten Köpfe von der ÖVP!!!!!!!!!!!!!!

furlan
00
24.1.2012, 17:13
da

ist sie wohl wieder in die alte schilling/euro falle getappt...

Gegenflieger
02
24.1.2012, 17:10

Ich halte die absetzung der Fekter für denkbar.
Wegen gemeingefährlichen verhaltens.

Simplicius Simplicissimus
01
24.1.2012, 17:28
Das scheitert an ...

... der Wahrnehmungsfähigkeit unserer Regierung und der WählerInnen. Das größte Unglück ist eben, das Unglück nicht zu erkennen.

emmerich
00
24.1.2012, 17:10
und wenn ma das geld ham

dann bau ma unsere arche damit die wichtigen 1% überleben können und die anderen gehen unter......

docaltea
13
24.1.2012, 17:02
Ist da nicht der Bucher eine Wohltat?

verglichen mit dem, was momentan politisch aktiv UND in Verantwortung handelt, ist doch der Bucher vom BZOE eine wahre Lichtgestalt. Fuer viele von Euch hier ist er bei der falschen Partei, stimts? Wenn er gruen oder rot waere dann waere er super.

Volleystop
00
25.1.2012, 06:43
Leider hast Du recht!

Der Bucher ist o.k., aber Westi, Stadler, Gorbach, ....
Würg!!!

Ravenhorst
03
24.1.2012, 17:36
Hr. Bucher ist wirklich ein Politiker mit Augenmaß und Realitässinn

reiches land armer staat
02
24.1.2012, 17:00
wahnsinn und kein ende

es schaut so aus, als sollten wir österreicher von der regierung noch mehr abgezockt werden. für den "rettungsschirm" werden milliarden u. abermilliarden benötigt, da gibt es keine grenzen. ein wahnsinn welcher eu heißt. die politiker handeln immer autoritärer, wo führt das hin?

Franz_Josef
00
26.1.2012, 11:09
Krieg gegen den Iran

unter europäischer Beteiligung hat mehrere Vorteile:

lenkt ab
der Aussenfeind eint Europa und die USA
Wenigstens die EADS Aktien haben eine rosige Zukunft
Vollbeschäftigung durch Wiederaufbau
Währungsreform

siehe 1. und 2. Weltkrieg, immer das selbe Erfolgsrezept für die Hochfinanz von der Hochfinanz

Ravenhorst
01
24.1.2012, 17:41
wahnsinn und kein Ende....

auf Ihre Frage wohin das führt , muss ich Ihnen leider antworten, dass dies zur politischen Radikalisierung und letztendlich zu Aufständen und bürgerkriegsähnlichen Zuständen führen kann. Leider lernen die wenigsten Politiker aus der Geschichte.

CEEIT
00
24.1.2012, 16:57
sind ja alles nur garantien und ein gutes Geschäft für den Steuerzahler

Wie bei Griechenland und der Hypo.......

Perry Rhodan1
00
24.1.2012, 16:46

Aber geh, das koennen wir doch sicher aufrunden. 1000 Milliarden schaut doch gleich besser aus.

Ravenhorst
11
24.1.2012, 17:43
750 quadrillionen sind auch ein netter Betrag

Armut für das Volk. Dann ist das Endziel des Kapitalismus erreicht.

politisch verfolgt
01
24.1.2012, 20:06
genau

der rettungsschirm der solidarischen europäischen schuldensozialisten ist ja eine voll kapitalistische veranstaltung.
klar.
gehts noch doofer?
sorry, rhetorische frage.

politisch verfolgt
00
24.1.2012, 16:44
immer diese peanut-beträge

statt 750 milliarden sollte man auf 750 fantastilliarden aufstocken und alle probleme wären ein für alle mal gelöst.

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