Rom - Die Bank-Austria-Mutter UniCredit wird zwar erst Anfang Februar
die Liste ihrer neuen Aktionäre bekanntgeben, doch die Zahl der Unternehmen, die
im Zuge der milliardenschweren Kapitalerhöhung in das Geldhaus einsteigen
wollen, nimmt zu. Mit Investitionen zwischen 20 und 50 Mio. Euro haben mehrere
neue Gesellschaften Anteile an UniCredit erworben, berichteten italienische
Medien. Zu ihnen zählt auch der Modeunternehmer Diego Della Valle, Besitzer des
Schuhkonzerns Tod's. Nach Angaben der Mailänder Wirtschaftszeitung "Sole 24 Ore"
hat Della Valle einen UniCredit-Anteil von weniger als zwei Prozent erworben.
Auch der Unternehmer Mario Moretti Polegato, Gründer und Chef des
Schuhkonzerns Geox, soll ein UniCredit-Aktienpaket im Wert von circa 100 Mio.
Euro erworben haben, so das Blatt. Zu den neuen Aktionären zählt
Insiderinformationen zufolge auch die Unternehmerfamilie Malacalza, Partner des
Reifenkonzerns Pirelli. Auch die Verlagsgruppe De Agostini könnte UniCredits
Aktionärskreis stärken.
Die neuen Gesellschaften sollen Aktionäre kompensieren, die im Zuge der
Kapitalaufstockung im Wert von 7,5 Mrd. Euro ihr bisheriges Aktienpaket nicht
ganz gezeichnet haben. "Wir werden am Ende der Kapitalerhöhung sehen, was sich
im Aktionärskreis geändert hat, doch wir können sagen, dass die
traditionsreichen Aktionäre bleiben. Es wird zu keinen besonderen Überraschungen
im Aktionärskreis kommen", kommentierte Institutschef Federico Ghizzoni. Die
norditalienischen Stiftungen, die zu den Hauptaktionären zählten, hätten ihre
UniCredit-Anteile bestätigt.
Nach dem schwierigen Start der Kapitalerhöhung am 9. Jänner mit starken
Kursverlusten kann Ghizzoni aufatmen. Die UniCredit-Aktien an der Mailänder
Börse legten in den letzten Tagen kräftig zu. "Wir sind mit der bisherigen
Entwicklung zufrieden", so Ghizzoni laut der Turiner Tageszeitung "La
Stampa". (APA)