Für die Alpenpflanzen wird es eng

24. Jänner 2012, 18:39
  • Artikelbild
    foto: h. zell

    Botaniker gehen davon aus, dass auch der Gletscher-Hahnenfuß an genetischer Diversität einbüßen wird.

Durch Klimaerwärmung gehen Lebensraum, aber auch genetische Vielfalt verloren

Das Verbreitungsgebiet von alpinen und arktischen Pflanzenarten sowie ihre genetische Vielfalt werden durch die globale Erwärmung in Zukunft stark eingeschränkt. Das stellte eine internationale Forschergruppe mit Beteiligung österreichischer Wissenschafter kürzlich in der Fachzeitschrift Proceedings of the Royal Society B fest. Weil die Pflanzen die Vielfalt brauchen, um sich an veränderte Bedingungen anzupassen, ist das ein Teufelskreis, sagt der Botaniker Peter Schönswetter von der Universität Innsbruck, der an der neuen Untersuchung beteiligt war.

Die Wissenschafter aus Norwegen, Frankreich und Österreich sammelten knapp 10.000 Proben von 27 Pflanzenarten, die in den Alpen und der Arktis an der Baumgrenze oder darüber hinaus wachsen, und untersuchten die genetische Vielfalt der Kräuter und Sträucher. Dann berechneten sie anhand zweier Klimaszenarien, wie ihre Verbreitungsgebiete im Jahr 2080 aussehen werden.

Bei allen untersuchten Pflanzenarten wird der Lebensraum in Zukunft schrumpfen, und zwar stärker als der von Pflanzen in gemäßigten Gebieten, so das internationale Forscherteam. Ebenso nehme die genetische Vielfalt innerhalb der Arten ab.

Je nach Wuchsform und Verbreitungsstrategie sind die Pflanzen allerdings unterschiedlich stark betroffen. Arten, deren Samen von Wind und Vögeln über große Strecken verbreitet werden, können ihr Erbgut untereinander besser austauschen als solche mit stark eingeschränkten Verbreitungsmöglichkeiten.

Sie können so die Vielfalt besser erhalten. Auch die Wuchsform macht einen Unterschied: Holzgewächse, die bis zu hundert Jahre alt werden, bewahren ihr Erbgut länger als kurzlebige Kräuter, schreiben die Wissenschafter. Allerdings könnten sich Kräuter durch den kurzen Generationszyklus schneller an veränderte Bedingungen anpassen, was ihre Chancen verbessert.

So wird etwa der mehrjährige Gletscher-Hahnenfuß (Ranunculus glacialis) einen großen Teil seiner genetischen Vielfalt verlieren. Denn die Pflanze wächst vor allem in Gipfelregionen und die Samen kommen nicht so weit, um die notwendige Mischung der Populationen zu erreichen. Die ebenfalls in Österreich ansässige Zwergbirke (Betula nana) hat nicht so düstere Aussichten, denn ihre Samen werden mit dem Wind verbreitet und sie lebt bis zu hundert Jahren.

Die Methode sei auch auf andere Organismen, wie Vögel und Insekten, anwendbar, betonte Schönswetter. Sie könnte daher nützlich sein, um aus den zahlreichen gefährdeten Arten schon jetzt diejenigen auszuwählen, die am dringendsten Schutz bedürfen. (APA, tasch/DER STANDARD, Printausgabe, 25.01.2012)


Abstract
Proceedings of the Royal Society B: Genetic consequences of climate change for northern plants

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 63
1 2
Zuckerlilly Zuckerlilly
62
27.1.2012, 19:27
He :-) No Need to Panic About Global Warming

http://online.wsj.com/article/S... 21366.html

Searles
 
33
27.1.2012, 20:44

16 Wissenschaftler sagen, macht euch keine Sorgen?
Nun, wieviele Wissenschaftler sagen, wir sollten was unternehmen?

aleph null
43
28.1.2012, 08:41
Weltuntergangspropheten haben immer Saison

Und was die Zukunft betrifft, so gibt es nur drei Möglichkeiten:

- es wird kälter
- es wird wärmer
- es bleibt alles gleich

Von diesen drei Möglichkeiten ist die letzte astronomisch unwahrscheinlich und so etwas ist in der 5 Milliarden Jahre alten Erdgeschichte niemals eingetreten.

Bleiben also die restlichen 2 Möglichkeiten: Würde es kälter werden, dann würden wir von den tödlichen Folgen des vorrückenden Eisen, den sinkenden Meeresspiegel und den häufiger werdenden Wetterextremen gewarnt werden.

Die letzte Möglichkeit, nämlich dass es wärmer wird, ist von allen Alternativen noch immer die bei Weitem angenehmste Variante.

Zuckerlilly Zuckerlilly
31
30.1.2012, 09:38
Vielleicht kälter?

http://tinyurl.com/6r2aggv

Searles
 
22
28.1.2012, 18:23

Jaja. Hier, ein Fischi <@(((<. Kommt auch nichts neues von dir als ein "Waldbraende hats immer gegeben".

aleph null
43
28.1.2012, 15:20
Auf gut deutsch: keine neuen Gegenargumente

Searles
 
03
29.1.2012, 11:10

Gegenargument auf was eigentlich? Dass sich das Klima schon immer geaendert hat? Das ist ungefaehr so richtig wie die Aussage, dass Menschen schon immer gestorben sind, in einem Forum zur Sterblichkeit bei bestimmen Krebsarten.

Richtig, das Klima wandelt sich (schoen dass du das zugibst). Wird es aber jetzt waermer oder kaelter?

1000undeine8
23
28.1.2012, 16:30

argumente wogegen? vor ein paar tagen haben sie noch verbissen gegen die verwendung von wahrscheinlichkeiten gekämpft, in fettdruck:

http://derstandard.at/plink/132... id24492720

oder darf ich, weil konsequente argumentation ganz offensichtlich nicht ihr ding ist, auch einmal in tiefe schublade der polemik greifen? dann erkläre ich sie wegen "tödlichen folgen des vorrückenden eises" zu einem eiszeit-weltuntergangs-propheten, glazial-hysteriker und gletscher-alarmisten. mit hang zu unfreiwillig-komischem pathos.

Al Borland
32
28.1.2012, 15:44

Welche von den (unendlich vielen) wärmeren Zuständen sind denn nun eigentlich besser als welche von den (ebenfalls unendlich vielen) kälteren Zuständen?

aleph null
00
31.1.2012, 21:33
Vielleicht beantwortet das ihre Frage:

http://derstandard.at/132650416... -betroffen

Al Borland
00
31.1.2012, 22:37

Es beantwortet auf jeden Fall die Frage ob bei Ihnen noch ein Rest rationalen Denkens übrig geblieben ist.

aleph null
00
Apropos rationales Denken

Glauben Sie noch immer, dass eine Schildkröte rauskommt, wenn man zwei Löwen kreuzt?

Al Borland
00

Womit Sie wieder einmal demonstrieren können, daß Sie nur dann irgendwelche Argument haben, wenn Sie sie selbst erfinden.

Wenn Sie behaupten wollen, daß eine Art immer nur sich selbst als Nachkommen hervorbringt (egal wie lange man wartet), dann leugnen Sie die Evolution.

Aber vermutlich ist auch diese Theorie nur eine finanziell motivierte Verschwörung der Evolutionsbiologen, damit Sie weiterhin ihre massivgoldenen Privatjets fliegen und in den aus Elfenbein gebauten Villen wohnen können...

aleph null
00
Eine Frage:

Welcher prominente Evolutionsbiologe glaubt ernsthaft, dass eine Schildkröte rauskommen kann, wenn sich zwei Löwen paaren?

Sie brauchen nur einen einzigen Namen zu nennen.

Al Borland
00

Stellen Sie Ihre Strohmänner doch in Ihrem Wohnzimmer auf, aber lassen Sie mich damit bitte in Ruhe.

aleph null
00
Ich möchte gerne wissen,

welcher namhafte Evolutionsbiologe ihre krause Sicht der Evolution teilt.

Würde mich ehrlich interessieren.

Al Borland
00

http://derstandard.at/plink/131... 2/24189915

Geben Sie doch einfach zu, daß die selten dämliche Aussage über Löwen und Schildkröten nicht von mir stammt.

Wieso müssen Sie eigentlich immer irgendwelche Lügengeschichten erfinden, um überhaupt ein Argument zu haben?

Und wieso sind diese Lügen immer so plump?

aleph null
00
Da hat mich jetzt mein Gedächtnis getäuscht

Das war ein anderer Hirni, nämlich der:

http://derstandard.at/plink/131... id23025659

Ich bitte um Verständnis, dass ich mir den ganzen Quargel, den die Klimaesoteriker posten, nicht im Detail merke.

Al Borland
00

Nein, ich habe nicht das mindeste Verständnis dafür, daß Sie ständig irgendwelche Behauptungen aufstellen ohne diese auch nur flüchtig auf Wahrheitsgehalt zu prüfen.

aleph null
00
Gut, dann haben Sie eben kein Verständnis

Ich werde deswegen auch keinen Köpfler in Beton machen.

Al Borland
00

Richtig...

Anstatt vielleicht auf den abwegigen Gedanken zu kommen, es mit der Wahrheit in Zukunft etwas genauer zu nehmen ist Ihre erste Reaktion der Gedanke an Selbstmord.

Zuckerlilly Zuckerlilly
62
27.1.2012, 11:05
Diese Panikmache ist mittlerweile nur mehr unverantwortlich und die sogenannten Wissenschaftler, aber auch die Journalisten, die das ungeprüft

ceröffentlichen, sollten wirklich dafür zur Verantwortung gezogen werden. Diese Klima-Wahabiten (Pseudo-Wissenschaftler, Politiker, Journalisten) sind mit ihren Endzeit-Szenarien und ihrer Panikmache die wirklichen Zerstörer unseres Planeten. Die Auswirkungen sind eine erschreckende Zerstörung der Natur in S-Amerika und Asien, wo Regenwälder abgeholzt werden um Monokulturen zu pflanzen, die "Bio-Energie" erzeugen sollen (E 10 etc.) und Afrika. Hunderttausenden Menschen wird die Lebensgrundlage entzogen um unseren Klima-Wahn zu befriedigen.
Der Klimawahnsinn dieser Klima-Taliban hat die Form einer säkularen Endzeitreligion angenommen.

nomad13
54
28.1.2012, 16:04
Ja und - was jammerst da immer wieder rum?

Den KLimaweltuntergang nimmt sowieso niemand ernst... da oben steht also nix was nicht die pravda hätte besser machen können:-))) Insbesonders da über WMO das ganze noch künstlich "aufgeheizt" wird (z.B. richtung Meer abregnen lassen u crops vernichten)

Das ganze ist also rein politisch - das beinhaltet schon der Name des UN IPCCs od was willst sonst bin dem minimalen CO2 13 u 16er micron Fluss anfangen? Das ist ein Stein in der 0-50micron fliesenden Donau. Kapiert?Der Klimblame hilft dem Bankerclan als Transition richtung Weltsozisozialismus. Nicht mehr - nicht weniger

...od vielleicht machst du es ja nur aus Spass mit 1008 die da seit Jahren ihre vorgefertigten UN Blogs runterleiert - dann bin ich dir den Zombieblame vergönnt.

1000undeine8
64
27.1.2012, 15:07

der original-artikel ist offen (keine paywall). sie haben die möglichkeit, nachzuprüfen, was die "sogenannten wissenschaftler" eigentlich tatsächlich anhand welcher daten behaupten, und wieweit ihr gezeter mit der realität noch in kontakt ist.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 63
1 2

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.