Weinviertel

Grüne lehnen Förderung von Schiefergas ab

24. Jänner 2012, 13:29

Global 2000 spricht nach der OMV-Informationsveranstaltung von "Beruhigungspillen", die Grünen halten es für ein "Öko-Märchen"

Poysdorf - Die geplanten Schiefergas-Bohrungen im Weinviertel bei Poysdorf stoßen auch nach der ersten Informationsveranstaltung der OMV vom Montag auf heftigen Widerstand bei Umweltschützern. Global 2000 und die niederösterreichischen Grünen sprachen am Dienstag in Aussendungen von "Beruhigungspillen" des Unternehmens und "Öko-Märchen". Man lehne das Vorhaben weiterhin strikt ab, wurde erneut betont.

Es sei nicht gelungen, den Menschen zu garantieren, dass die Bohrungen ungefährlich für die Umwelt seien, hieß es. Global 2000 stößt sich vor allem daran, dass die OMV keine Umweltverträglichkeitsprüfung durchführen will. Das "Pilotprojekt" für die Probebohrungen sei aber noch nicht bei den Behörden eingereicht, was die Grünen als Chance sehen. "Fakt ist nämlich: Es gibt keine Ökomethode, das Schiefergas zu fördern", meinte die stellvertretende Klubobfrau Helga Krismer. Man werde daher in der Landtagssitzung am Donnerstag erneut einen Antrag stellen, um die Bohrungen zu verhindern.

Die OMV plant, ab Sommer 2013 zwei Probebohrungen bei Herrnbaumgarten und beim benachbarten Poysdorf bis in etwa 6.000 Meter Tiefe durchzuführen. Bis Anfang 2015 soll die technische Machbarkeit klar sein, dann will man bis 2018/19 die Wirtschaftlichkeit prüfen. 2019/20 könne man dann sagen, ob eine Förderung darstellbar sei, wobei über allem die Ökologie stehe, betonte das Unternehmen am Montag. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 119
1 2 3
. Diogenes
41
25.1.2012, 09:31
Es ist doch eigentlich recht einfach

Es gibt eine Umweltverträglichkeitsprüfung, es gibt
Umweltgesetze und Vorschriften (und die sind sicher
nicht so lasch wie in den USA) Können die Bestimmungen eingehalten werden? Dann raus aus der Erde mit dem Zeug, wenn nicht, dann soll es
bleiben wo es ist. Die grüne Schrebergärtnerei geht
mir schon ziemlich auf die Nerven, ich würde gerne
wissen, wieviele grüne StadtmenschInnen, die sämtliche Segnungen der modernen Welt mit ihren energieverschwendenden Technologien gerne nutzen
auch bereit wären im Interesse einer "heilen" Umwelt
auch wirklich richtig viel Geld für ihre Stromrechnung
auf den Tisch zu legen oder einen Windpark in ihrer
eigenen Nachbarschaft zu akzeptieren.

Heavyweather
01
26.1.2012, 00:23

Nein. Es ist ganz einfach.
Das Gas muss unter der Erde bleiben. Hier über der Erde soll die OMV daran arbeiten fossile Brennstoffe zu ersetzen.
Wenn das jetzt nicht gemacht wird dann muss es in 30 Jahren getan werden. Bis dahin ist es aber für das Klima schon 100%ig zu spät.

Laokooon
00
25.1.2012, 11:06
Das Problem ist...

... das es auf Grund eines Schlupfloches im Gesetz gar keine UVP geben muss und die OMV es auch nicht für nötig hält eine zu machen.

Ich war selber bei der Info Veranstaltung und da waren nicht nur die "Ökos" dagegen sondern der Großteil der Bevölkerung. Sogar die LWK ist dagegen und die ist nicht gerade ein typischer "Öko"...

. Diogenes
20
25.1.2012, 11:27
Das die Betroffenen dagegen sind ist doch klar und auch verständlich,

wer lebt schon gerne in der Nachbarschaft zu einem Flüchtlingsheim, Gefängniss, Industriebetrieb oder einer Müllverbrennungsanlage
Lärm, Schmutz, fallende Grundstückspreise sind die
unmittelbare Folge, ich wäre auch dagegen wenn es mich beträfe.
Dass es Schlupflöcher gibt und diese auch ausgenutzt werden stelle ich auch nicht in Abrede, aber mit diesen Argumenten könnte man in Österreich jede Betriebsansiedlung, jede Industrie, schlichtweg alles verbieten weil das ja nicht für den speziellen Fall Ölschiefer sondern grundsätzlich für alles gilt. Das ist zugegebenermaßen ein Dilemma, aber erstens, so schlecht ist unsere Umwelt in Ö auch nicht, und irgendwie muss man auch das Gesamte im Auge behalten und nicht nur den eigenen Schrebergarte

Laokooon
01
25.1.2012, 12:02
Nicht alle sind von diesem Schlupfloch betroffen...

zB für jedes Kleinwasserkraftwerk braucht es eine UVP (das möchte ich auch gar nicht kritisieren, sondern finde es auch gut so). Daher muss die Politik reagieren und jedes Schlumpfloch stopfen. Sonst kann man ja auch nicht von einen fairen und freien Wettbewerb sprechen.

Weiters ist die CO2 Bilanz von Österreich katastrophal. Während so gut wie jedes EU Land die Emissionen reduzieren konnte, ist Österreich weit abgeschlagen letzter Platz und hat diese sogar erhöht. Und jetzt in fossile Energie inkl ihrer Emissionen zu investieren halte ich für nicht sehr weitbilkend. Vorallem da erst frühestens 2020 mit dem Abbau begonnen wird. Mit dem selben Geld könnte die OMV in Geothermie (sogar im selben Gebiet) investieren.

. Diogenes
10
25.1.2012, 13:06
Ja, wenn wir bereit sind

monatlich ein paar hundert Euro mehr für Energie
auszugeben ist alles möglich, auch der Totalausstieg
aus fossilen Brennstoffen. Wenn ich mir alledings ansehe wie die Menschen reagieren wenn der Benzinpreis steigt bin ich mir nicht so sicher ob alle
bereit sind Geothermiekraftwerke, Fotovoltaikanlagen
und Windkraftwerke mit immensen Aufwand zu subventionieren, davon immer nur zu reden ist eine
Sache, danach zu handeln eine andere, da kann sich
wohl jeder von uns an der Nase nehmen.

Heavyweather
01
26.1.2012, 00:25

Es geht nicht um ein paar hundert Euro mehr im Monat.
Ein paar Euro mehr wären schon genug Geld um Österreich in ein paar Jahren Energieautark zu bekommen.

. Diogenes
20
26.1.2012, 08:46
Das sagen sie jetzt als Spezialist wofür genau?

Oder ist es nur naive Milchmädchenrechnung?

Heavyweather
00
26.1.2012, 09:02

Experte für EE. Berater der D Bundesregierung.

. Diogenes
00
26.1.2012, 09:06
Dachte ich es doch

Die Aussage dass die Energieautarkie ein paar Euro
im Monat kostet kann nur von einem Experten sein.

Dagmar Rehak Wien
 
62
24.1.2012, 19:42

Das Zeug muss raus der Erde. Es vergiftet Milliarden Kubikmeter Grund und Boden.
Aber wenn man es verbrennt, entsteht Kohlendioxid und Wasser. Ersteres brauchen die Pflanzen, um daraus Energie und Sauerstoff herzustellen, und zweiteres braucht die Lebensautobahn zum Fließen.
Die Energie beim Verbrennen kann man außerdem für viele sinnvolle Dinge verwenden.
Wie kann man nur wollen, dass das unten bleibt?

nääs
00
28.1.2012, 00:40

Autsch, tut weh sowas zu lesen.
Lesens lieber mal das: http://de.wikipedia.org/wiki/EE-Gas
http://www.greenpeace-energy.de/windgas.html

. Diogenes
69
24.1.2012, 18:59
Was lehnen die Grünen eigentlich nicht ab?

Berater Gerald Ruschka
00
25.1.2012, 09:17

Vielen herzlichen für Ihren bedeutenden Beitrag zur Frage ob Ö seinen Beitrag zum Klimaschutz über "fossile Brennstoffe" oder über "nachhaltige Energiegewinnungs-/-einsparungskonzepte" leisten soll.

Briefmarkenkleber
12
25.1.2012, 10:15

Da haben Sie aber einen anderen Artikel gelesen. In diesem hier geht es um stumpfe Panikmache.

. Diogenes
20
25.1.2012, 09:24
Ich kann mich nicht entsinnen so einen Beitrag geleistet zu haben

Es mag sie jetzt vielleicht erstaunen, aber es gibt noch Menschen die nicht jedesmal wenn sie ihren Mund aufmachen ihren Senf zum Thema Klimaschutz dazugeben wollen, es gibt auch noch andere Probleme auf dieser Welt, ich behaupte sogar wichtigere Probleme, das ist doch wohl in einer Demokratie noch erlaubt, oder haben wir schon die Ökodiktatur in der jede Wortspende das Thema Klima zu Inhalt haben muss?

Uniquin
 
78
24.1.2012, 18:53

zur verhältnismäßigkeit:
der schiefergasfund hat das potential 100% des österreichischen energiebverbrauchs (summe aus strom, fossiles heizen, pelltes, verkehr etc) für mehr als 7 Jahre zu decken.
sämtliche -etwa 1000 - windräder in österreich decken ca 4% der österreichischen Stromversorgung (nicht 4% des österreichischen energiebedarfs).
welche der beiden verfahren haben eine höhere spezifische umweltverschandelung?

Naturfreund
 
00
29.1.2012, 20:42
zu 100% der falsche Weg

Raus aus Öl und Gas. Wenn es die OMV nicht kann, soll sie zusperren!

O5
23
24.1.2012, 22:04

Pssst, das dürfens net sagen. Das freut die "Öko"stromindustrie gar net.

masse statt klasse
14
24.1.2012, 19:11
Nach mir die Sintflut...

nur das wir die windräder nach 7 jahren noch weiter nützen können.

Elessar
00
25.1.2012, 09:04

soweit kommts ja nicht da die grünen ja auch viele windparks ablehnen.... ;)

Uniquin
 
31
24.1.2012, 20:22

wenn der wind dauerhaft konstant bei 35% der auslegungsgröße weht, und wir die so in den nächsten 400 jahren produzierte energie schon vorzeitig abrufen können haben wir die lösung.

betty bossi
05
24.1.2012, 18:44
liebe omv aktionäre die gerne im standard posten

denkt doch auch an eure kinder und nicht nur an eure geldtasche.

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