Griechenland müsse in der Eurozone gehalten werden, der Triple-A-Verlust Österreichs habe bisher keine Auswirkungen gehabt
Wien - Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) hat sich für die
Idee ausgesprochen, den künftigen permanenten Euro-Rettungsschirm ESM
auf 750 Milliarden Euro auszuweiten. "Das unterstütze ich", sagte der
Regierungschef am Dienstag nach dem Ministerrat in Wien. Es gehe
darum, gemeinsam eine Basis dafür zu schaffen, die Risiken zu
minimieren, so der SPÖ-Chef.
Die Eurostaaten stellen zum 1. Juli den neuen
Krisenfonds für klamme Mitglieder auf die Beine. Der Hilfsfonds
startet ein Jahr früher als geplant und hat nach
derzeitigen Plänen einen Umfang von 500 Milliarden Euro.
Faymann betonte, dass in der Krise ein gemeinsames Vorgehen auf
europäischer Ebene notwendig sei. Es müssten Maßnahmen ergriffen
werden wie etwa die Schuldenbremse sowie Schritte, um die
Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen und das Wachstum zu stärken.
Zum Thema Griechenland verwies der Kanzler darauf, dass das hoch
verschuldete Euroland bis Mitte März neue Finanzhilfen brauche, um
die auslaufenden Staatsanleihen bedienen zu können. Es gehe nun um
die Frage, "wie verhindern wir nach Möglichkeit eine Insolvenz, die
Griechenland aus der Eurozone heraustreibt", so Faymann.
Der Triple-A-Verlust Österreichs bei der Ratingagentur Standard &
Poor's habe bisher keine Auswirkungen auf die Staatsanleihen gehabt,
sagte Faymann. Dies zeige, dass zu keinem Zeitpunkt "Grund für Panik" bestanden habe. (APA)