Aus für Amt

Für Bundespräsident Fischer "kein Thema"

24. Jänner 2012, 10:27

Kräuter: "Pröll leidet nach wie vor an Phantomschmerzen" - Bundesrats-Präsident Hammerl: Pröll soll Vorschlag umsetzen

Wien - Bundespräsident Heinz Fischer will über den Vorschlag des Niederösterreichischen Landeshauptmannes Erwin Pröll, das Amt des Bundespräsidenten in der jetzigen Form abzuschaffen und durch einen rotierenden Vorsitz an der Staatsspitze nach Schweizer Vorbild zu ersetzen, nicht diskutieren. Das sei "kein Thema", hieß es am Dienstag auf Anfrage der APA in der Präsidentschaftskanzlei.

Bures: "Ein bisschen eigenartig"

"Die Motivation für diesen skurrilen Vorschlag liegt darin, dass wer anderer Bundespräsident geworden ist", sagte Finanzstaatssekretär Andreas Schieder (SPÖ) am Dienstag vor dem Ministerrat. Die ÖVP-Regierungsmitglieder kommentierten die Idee zurückhaltend. Von der SPÖ-Seite erklärte auch Infrastrukturministerin Doris Bures, es mute "ein bisschen eigenartig an", dass dies jemand sage, der selbst einmal Bundespräsident werden wollte.

Kräuter: "Richtet sich von selbst"

Auch für SPÖ-Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter stehen die Volkswahl und das Amt des Bundespräsidenten "absolut nicht zur Diskussion. Offensichtlich leidet Erwin Pröll nach wie vor an Phantomschmerzen bezüglich des höchsten Staatsamtes. Etwas abschaffen zu wollen, nur weil man es selbst nicht erreicht hat, richtet sich in der öffentlichen Wahrnehmung ohnehin von selbst", nahm Kräuter gegenüber der APA darauf Bezug, dass Pröll mit seinen Ambitionen für eine Präsidentschaftskandidatur an seiner eigenen Partei gescheitert war.

Auch die Sparvorschläge Prölls für die Kammern weist Kräuter zurück. Der SPÖ-Bundesgeschäftsführer empfiehlt dem Landeshauptmann stattdessen, "die parteipolitisch einfärbig besetzten Bezirkshauptmannschaften in Niederösterreich selbstkritisch zu hinterfragen".

Bundesrats-Präsident Hammerl: Pröll soll Vorschlag umsetzen

Bundesrats-Präsident Gregor Hammerl hat Pröll aufgefordert, seinen Vorschlag, Landtagsabgeordnete als Bundesräte einzusetzen und dafür nicht extra zu bezahlen, nicht nur zu fordern, sondern gleich umzusetzen. Gegenüber der APA verwies Hammerl darauf, dass die Landesverfassung diese Möglichkeit vorsehe - und zwar nicht nur in Niederösterreich, sondern in sieben von neun Bundesländern, nur in Kärnten und dem Burgenland nicht.

"Die Landeshauptleute müssen nix fordern, sie brauchen es einfach nur umzusetzen, wenn es ihnen ernst ist", richtete Hammerl seinem ÖVP-Parteikollegen Pröll aus. "Niemand hält die verantwortlichen Landeshauptleute davon ab, diesen Sparschritt zu setzen." Die Verfassung sei "zu bedeutend, um damit Polemik zu betreiben", der Bundesrat sei "nicht als Landtagswahlkampf-Gag geeignet", sagte Hammerl.

Auch einer Reduzierung der Zahl der Mandatare im Bundesrat steht der derzeitige Vorsitzende nicht im Wege, solange diese Debatte auch für Nationalrat und Landtage gilt. (APA)

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22 Postings
Zynami
00
26.1.2012, 09:15
Schade, Fischer könnte als letzter direkt gewählter

UHBP in die sprichwörtlichen Analen eingehen.

02515151541
02
24.1.2012, 14:09
Ich weiß was wir sicher nicht brauchen:

Landeshauptleute!

sainty1
11
24.1.2012, 14:12
absolut richtig!!!!!!!!

Zynami
00
26.1.2012, 09:16
Gemeint sind wohl die Länderparlamente

den LH kann man belassen, wie die Bezirkshauptleute oder Bürgermeister.

DoNuT
00
24.1.2012, 13:29
Mein Reformvorschlag:

Warum nicht einfach das polemische, unfundierte und vom Kernproblem ablenkende Dazwischenprotzen in misslichen Lagen, die Lösungen und keine Hirngespinster erfordern, sagen wir um....... 100% Prozent reduzieren - dann würd es vielleicht zu ein paar kleinen "Reförmchen" kommen und als schönen Nebeneffekt würde man sich viel Redezeit der FPÖ im Parlament und zahlreiche Wortspender der Landesfürsten ersparen...

Just my two cents.

ewald bauer
01
24.1.2012, 12:36
da wäre einiges einzusparen....

da braucht man nicht bei den beamten mit 1, 2, 3 % anfangen....

siehe bundesrat, siehe aufgeblähten NR, siehe div. studien und projekte von den einzelnen BMs die dann im sand verlaufen....

siehe div. Dienstreisen die bei Referatsleiter (!!!) schon zu buche schlagen etc.....

Natülich ists am einfachsten bei der breiten öffentlichkeit zu sparen, bzw. neue steuern einzuheben....

die naive
10
24.1.2012, 12:26
Der rote Heinzi sagt, was Thema ist,

aber sicher erst nach Rückfrage bei der EU.

Rostiger Nagel
11
24.1.2012, 12:17
Na klar will er sich nicht abschaffen lassen

bei dem Gehalt und der 'Performance'.
Also ehrlich, ich verzichte dankend auf den Bundespräsidenten. Das Geld kann wo anders sinnvoll eingesetzt werden.

Spinntda Peppi
00
24.1.2012, 20:19
er ist schon im pensionsalter

und hätte anspruch auf eine angenehme pension. trotzdem macht ers. respekt.

NONE
03
24.1.2012, 11:27

Pröll hat ein grosses Maul aber nichts dahinter.

Wo bleiben die Einsparungen in Niederösterreich?

bula sagt
00
24.1.2012, 11:05
wir wollen nachsichtig sein,

denn es ist faschingszeit. und so wird eine apa meldung nach der anderen (siehe auch pröll artikel) unreflektiert abgedruckt.
hat pröll u.a. vergessen, die bauernkammern in sparvorschläge einzubeziehen, so ist doch für die meisten der "ideen" - so manche sind ja überlegenswert - eine änderung der verfassung notwendig, d.h. zweidrittelmehrheit im parlament.
und da es überall auf beschneidung der parteimacht von rot-schwarz hinausläuft, ist also alles unter dem titel ablenkung und/oder faschingstreiben zu beurteilen.

zeitfuchs
21
24.1.2012, 10:55
am besten auch gleich das Parlament abschaffen,

denn wirklich entschieden wird nur mehr in Brüssel.

Rostiger Nagel
00
24.1.2012, 12:18
seh ich auch

so!

NONE
00
24.1.2012, 11:28

Was?

Wieso sollen irgendwelche FUZZIS in Brüssel über Österreich entscheiden?

Ist der Nationalstaat schon verboten worden? Wann ist das geschehen?

Zynami
00
26.1.2012, 09:18
Wann ist das geschehen?

Wir sind schlicht und einfach der EU beigetreten!

EU-Recht hat Vorrang vor nationalen Rechten -

dämmert's?

techniker2010
00
24.1.2012, 11:09

eigentlich könnte man das doch auch abschaffen, einfach die chefs der 20 größten banken alles entscheiden lassen.

prooostlX.at
06
24.1.2012, 10:47
DANKE

"Die Landeshauptleute müssen nix fordern, sie brauchen es einfach nur umzusetzen, wenn es ihnen ernst ist", richtete Hammerl seinem ÖVP-Parteikollegen Pröll aus. "Niemand hält die verantwortlichen Landeshauptleute davon ab, diesen Sparschritt zu setzen." Die Verfassung sei "zu bedeutend, um damit Polemik zu betreiben", der Bundesrat sei "nicht als Landtagswahlkampf-Gag geeignet", sagte Hammerl.

Textas
41
24.1.2012, 10:44

Fischer will sein eigenes Amt nicht canceln. Zumindest nicht vor seiner Pensionierung. Welch Überraschung.

blöder Steuerzahler2
30
24.1.2012, 10:40
Fischer könnte so in die Geschichte eingehen

Der letzte vom Volk mit Millionenaufwand gewählte Bundespräsident, der keine Rechte hat.

Nach Auslaufen der Periode Fischer einfach einen rotierenden Präsidenten nach Vorbild Schweiz vom parlament wählen lassen und den BUNDESRAT auflösen.

Dass es Pröll nur um Ablenkung vom höchst verschuldeten Bundesland kurz vor der Landtagswahl geht ist sowieso klar. Abgesehen davon haben fast 60 Jahre ÖVP ALLEINREGIERUNG dieses Bundesland in den RUIN getrieben.

In Sankt Pölten darf man ja nicht einmal demokratisch denken und eine Aussage gegen diesen korrupten Pröll & seine Habara kommt einer Majistätsbeleidigung gleich.
trotzdem: TEURE VERSION Bundespräsident überdenken.

aflen
12
24.1.2012, 11:38
Keine Rechte?

Sie sollten sich einmal informieren, welche Rechte der österreichische Bundespräsident hat!

bingoX
20
24.1.2012, 12:19

was nützen die besten rechte wenn er davon NIE Gebrauch macht!

Eigentlich trägt deshalb Fischer die Hauptschuld daran dass in diesem Land nix weitergeht!

Hudri Wudri
00
25.1.2012, 11:19
Bitte zuerst informieren

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