Romney bezahlte 2010 nur 13,9 Prozent Steuer

24. Jänner 2012, 12:59
  • Artikelbild
    foto: screenshot via the detroit news

Republikaner legte nach Kritik von Rivalen Steuererklärung offen - Unternehmer verdiente auch im vergangenen Jahr fast 21 Millionen Dollar

Washington - Nach heftiger Kritik von seinen Rivalen hat der republikanische US-Präsidentschaftsbewerber Mitt Romney einem Zeitungsbericht zufolge seine Steuererklärung veröffentlicht. Wie die "Washington Post" am Dienstag berichtete, stellte der Republikaner dem Blatt Informationen über seine Einkünfte aus den vergangenen beiden Jahren zur Verfügung. Demnach nahm er 2010 insgesamt 21,7 Millionen Dollar (16,7 Mio. Euro) ein, bezahlte dafür aber nur 13,9 Prozent Steuern. Im vergangenen Jahr betrug sein Einkommen 20,9 Millionen Dollar - bei erwarteten Steuerabgaben in Höhe von 15,4 Prozent.

Gleichzeitig spendete die Familie Romney den Angaben zufolge seit 2010 sieben Millionen Dollar für wohltätige Zwecke, vor allem an die Mormonenkirche. Der Multimillionär zahlt damit deutlich weniger Steuern als sein Kontrahent bei den Republikanern, Newt Gingrich, und als der amtierende Präsident Barack Obama. Er war wegen seiner früheren Investmenttätigkeiten in den vergangenen Tagen unter Druck geraten. Seine Rivalen hatten ihm zudem vorgeworfen, sich als Chef der Firma Bain Capital an Firmen bereichert zu haben. Romney argumentiert hingegen, in seiner Funktion zehntausende Jobs geschaffen zu haben.

Romney hatte mit Bezug auf die amtliche Erklärungsfrist in Aussicht gestellt, seine Steuern im April offenzulegen, zog dies aber nun offensichtlich vor. Zuletzt waren im US-Bundesstaat South Carolina Vorwahlen abgehalten worden, die der Ex-Chef des Repräsentantenhauses, Gingrich, klar gewonnen hatte. Damit ist das Rennen um die Präsidentschaftsbewerbung der Republikaner wieder offen. (APA/AFP)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 151
1 2 3 4
WeAreChange
00
25.1.2012, 11:43

Eben ein richtiger "job creator", welchem höhere Steuersätze schaden würden.....=)

Nicolae Carpathia
00
24.1.2012, 18:16
frage an die auskenner

was mich interessieren würde: wofür steht gingrich eigentlich, also image-mäßig? romney versuchts ja mit der wirtschaftskompetenz, paul mit seinem constitution/libertarian ansatz, santorum beglückt die konservativen, ist aber katholisch, aber was will man, wenn man gingrich wählt?

nonixnarretz
00
25.1.2012, 02:15

den starken mann.

(und nein, ich bin kein auskenner. ich halte mich hoechstens fuer einen zaungast.)

was newt alleine bei den streitkraeften fuer ideenansaetze hat ist schlicht furchterregend.

herr gingrich scheint ohne jedes gewissen oder regulativ zu sein. und so laesst es sich in zeiten der unsicherheit, des dahinsiechenden supermachtbewusstsein und der allmaechtigen finanzkrise recht locker den ausputzer mimen. der die schuldigen findet und killt, der mit faulenzern und schwarzfahrern schlitten faehrt, der der wirtschaft die stirn bietet und das alte "starke amerika" in aussicht stellt.

die betonung liegt auf mimen. ich hab nichtmal den funken eines verdachts dass der alte schwerenoeter das wirklich bringen koennte.

peter schmidt
 
00
25.1.2012, 02:11
Gingrich beschwört die Reagan Ära und behauptet er wäre ein genuiner Teil dieser Ära gewesen (was sehr weit überzogen ist).

Und er ist zusätzlich ein gemäßigter Sozialkonservativer also etwas gemäßigter als Santorum.

Ansonsten wirbt er damit, dass er sich in unkonventionelle Gedanken gemacht habe und einen anderen Zugang habe als die üblichen Washington Heinis. (obwohl er eigentlich 6 Amtsperioden in Washington war und als Mehrheitsführer berüchtigt für seine Taktiererei). Er sei eben eher eine Art Professor.

Er ist aber z.b. in der Frage der Erderwärmung (es ist für ihn fakt, dass sie vom Menschen verursacht ist) und der Kreationslehre deutlich anders aufgestellt als viele Republikaner. Sozusagen rationaler.

Dirty Sanchez i.R.
 
00
24.1.2012, 17:05
Und was sagt uns das?

Daß sein Buchhalter echt gut ist!
Ich will den Typen engagieren!

Nobody fucks with Hos'i Gacki
14
24.1.2012, 17:02
Irgendwas stimmt an dem "System" nicht!

Die einen können von einem Fulltime-Job kaum leben, die anderen verdienen ohne Job 20, 50, 100 Millionen pro Jahr.

Klar sagen die 2 zweiteren, der Rest ist faul und neidig.

Auch die gesponserten Sekten sagen das.

Und was sagen korrupte Politiker?

peter schmidt
 
00
24.1.2012, 15:42
Seit 4 Jahren bereitet er sich auf diesen Wahlkampf vor und ahnte nicht, dass diese Frage kommen wird?

Da wird einer wohl nochmal 4 Jahre nachsitzen müssen.

Odo
10
24.1.2012, 16:33
In einem monatelangen Wahlkampf macht nun mal jeder Fehler. Das ist Mitt Romney ja auch schon vorher passiert.

Erinnert sei an die 10.000 $-Wette mit Gouverneur Perry. Nur dies hat damals die Wähler nicht weiter gestört, obwohl die Medien ja allesamt davon ausgingen, dass dies Romney schaden würde.

Jetzt wars genau umgekehrt. Niemand hat in den Medien auch nur ansatzweise damit gerechnet, dass Romneys Herumgeeiere wegen seiner Steuererklärungen quasi über Nacht einen derartigen Einbruch seiner Umfragewerte verursachen würde.
Mitt Romney dachte halt im Gefühl des sicheren Sieges in SC, er könne es sich leisten, die Wähler wegen seiner Steuererklärungen zu vertrösten.

samba cat
00
24.1.2012, 17:12
"Niemand hat in den Medien auch nur ansatzweise damit gerechnet"

das ist so nicht wahr.
etliche kommentatoren haben genau diese reaktion vorausgesagt.

peter schmidt
 
00
24.1.2012, 17:02
Aber die Steuerklärung hat er ja schon lange vorher gemacht. Ich hätte an seiner Stelle (und mit seinem Vermögen) sichergestellt in den letzten beiden Jahren vor der Kampagne zumindest 25 Prozent Tax zu zahlen. Ich glaube Romney wird der Kandidat.

Ja möglicherweise dreht er sogar noch Florida (es gibt schon Zeichen, dass der Hype um Gingrichd abflacht). Aber die Hautpwahlchancen sind und bleiben schwer beschädigt.

Gingrich darf nomral einfach kein Gegner sein. Er ist moralisch schwer angeschlagen; er ist tres washington, er ist old school Machtpolitiker, er ist älter als Romney sieht schlechter aus. Er hat bis vor kurzem kaum Geld gehabt. Viel mehr Probleme mit Skandalen. Er hat Freddy Mac und seine Ehefrauen etc. Er liebt es ausserdem kleine versteckte Rassismen einzubauen.

Als Plus hat er lediglich ein besseres Mundwerk und Intellektualität (das gilt aber vor allem bei Reps nicht soviel.)

Aber es wurde damit klar wie wenig verankert Romney bei dn Menschen ist.

samba cat
00
24.1.2012, 17:13
"Gingrich darf nomral einfach kein Gegner sein"

siehe auch den fabelhaften screenshot zum artikel :-)

Waran
90
24.1.2012, 15:24
Steuer und Neid

Selbst wenn Romney nur 0,5 % Steuern bezahlt hätte, dann wäre das noch immer viel mehr, als der Durchschnittsbürger an Steuern bezahlt.

Was sind das für seltsame Argumente?

P.S. Steuerfreiheit für Millionäre, denn allein durch ihren Konsum (Luxus) bezahlen sie schon mehr Steuern, als der Normalbürger!

Waran
00
24.1.2012, 18:16
An die beiden Vorposter Tom und Andreas

Mein Beitrag war sarkastisch formuliert, ich dachte durch die Frage, "was sind das für seltsame Argumente" und mein "P.S." hätte ich es verdeutlicht.
Mea culpa, mea maxima culpa!

Tom_Bombadil
00
24.1.2012, 17:36

Leider haben Sie Wesentliches übersehen, nämlich dass das nur funktionieren würde, wenn es KEINE Kapitalerträge geben würde.

Note: Nicht genügend.

Andreas Prucha
00
24.1.2012, 16:45

Erstens ist das Blödsinn - der Durchschnittsbürger zahlt auch in den USA mehr als 0.5 % - und ausserdem hängtes auch mit den Möglichkeiten zusammen. Für einen MacJobber (auch in den USA) wären die 13.9 % ein ruinöser Steuersatz - für Romney bedeuten die aber keinerlei Einbussen.

Und der Konsum von den paar Millionären kann absolut nix wettmachen.

Nobody fucks with Hos'i Gacki
10
24.1.2012, 15:29
Darum ist ja auch Amerika bankrott, ..., und

der Rest der Welt ...

FinalDestinati0n
72
24.1.2012, 14:56

Romneys 14% sind immer noch mehr, als die sozialistischen Neidposter auf derStandard in ihren armseligen Leben verdienen geschweige denn versteuern werden.

Nobody fucks with Hos'i Gacki
04
24.1.2012, 15:30
Obwohl die arbeiten, und Romney nicht, sie

bringen es auf den Punkt ...

FinalDestinati0n
41
24.1.2012, 16:28

Ja, und?

Romney hat sein Geld geschickt angelegt, das koennen Sie auch, das ist nicht allzu schwer und absolut legal.

Nobody fucks with Hos'i Gacki
03
24.1.2012, 16:32
Du meinst, jeder auf der Welt kann jährlich

20 Millionen machen, ohne zu arbeiten?

FinalDestinati0n
00
24.1.2012, 18:21

Theoretisch ja.

xEurocent
01
24.1.2012, 17:24

Coole Welt, wo meld ich mich an?

1000 Kopfläuse können nicht irren
00
24.1.2012, 14:55
Jetzt verstehe ich den Meischi endlich.

Er hat seine Provisionen für keine Leistung deshalb nicht versteuert, weil er 13,9% Steuer-Flattax propagieren wollte. Die Provisionen dafür bekommt er sicher noch!

b fel
21
24.1.2012, 14:52

<sark>
Immer diese elenden Neiddebatten!

Er hat sicher trotzdem mehr Steuern bezahlt als ein Amerikanischer Durchschnittsbürger. Mögen doch bitte all jene die nicht so tolle Leistungen erbringen diesbezüglich dankbar sein.
</sark>

Joe Dalton1
01
24.1.2012, 14:35

Ist doch ein Problem der Steuergerechtigkeit in den USA, nicht von Romney persönlich, oder?

Das ist doch genau, was Warren Buffett ankreidet, niedrige Steuersätze für Leute, die nur Geld hin und herschieben.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 151
1 2 3 4

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.