Kann ein Mann genauso Feminist sein wie eine Frau?

Gastkommentar
24. Jänner 2012, 08:54

Wenn pink lackierte Nägel für einen Buben "untragbar" sind, dann sind wohl auch Männer (noch) im Netz patriarchaler Muster gefangen - Von Marion Guerrero

In der Zeitschrift "juridikum" stellte Nina Eckstein vor kurzem die Frage, ob der Feminismus auch Männer ansprechen soll. Ich möchte an diese Thematik anknüpfen und die Frage ein wenig umdrehen: Kann ein Mann genauso Feminist sein wie eine Frau?

Männer nicht ausschließen

Feminismus kann viele Bedeutungen haben. Auf der einen Seite ist Feminismus ein politisches Unterfangen, eine Ideologie - Feminismus kann aber auch als identitätsstiftendes und Selbstbewusstsein spendendes Moment empfunden werden.

Pragmatisch gesehen macht es wenig Sinn, Männer von einem politischen Feminismus auszuschließen; 50 Prozent der Gesellschaft von der Transformation derselben fernzuhalten erscheint wenig zielführend. Wenn Feminismus eine Gleichstellung von Mann und Frau anstrebt, heißt das nicht nur, dass Frauen in traditionell männliche (Macht-)Sphären eindringen müssen; Männer müssen auch bereit sein, Aufgaben zu übernehmen, die bisher als typisch weiblich galten. Ein Beispiel dafür ist die Elternkarenz: Erst wenn auch Väter sich beteiligen - und aktiv angesprochen und einbezogen werden -, kann das zu einer Entlastung der Mütter und somit zu einer gerechten Aufteilung der Kindererziehungszeiten führen.

Ein wenig komplexer wird es, wenn Feminismus als Teil einer (weiblichen) Identität begriffen wird; etwa indem er Frauen ein neues Selbstverständnis zur Hinterfragung und Brechung traditioneller Strukturen vermittelt. Dieses Verständnis ist eng verknüpft mit der Annahme, dass viele Frauen ähnliche Erfahrungen teilen oder zumindest vergleichbaren (Diskriminierungs-)Situationen ausgesetzt sind. Männer - als automatisch nicht Betroffene oder sogar als Teil des Problems - stehen hier per definitionem auf der anderen Seite.

Vorerst klingt das alles ja recht einleuchtend: Patriarchale Sozialisierung hat eben einen Einfluss auf unsere Persönlichkeit und unsere Handlungsweisen; die Begünstigten des Systems - sprich: die Männer - können oft individuell auch gar nichts dafür. Dennoch können sie die gesellschaftlichen Strukturen nicht eigenmächtig überwinden, ob sie wollen oder nicht.

Authentisches Frausein - authentisches Mannsein

VertreterInnen eines postmodernen Feminismus würden eventuell erwidern, dass sich in diesem Konzept ein gewisser Essenzialismus verstecke. Im Endeffekt werde hier ja eine authentische weibliche Erfahrung suggeriert, die ein Mann nicht teilen könne - egal ob das jetzt auf die Biologie oder auf die Sozialisierung geschoben werde. Und in einer Zeit, in der Gender-Stereotype systematisch aufgebrochen werden und ein "authentisches Frausein" genauso hinterfragt gehört wie ein "authentisches Mannsein", habe so eine Ansicht keinen Platz mehr.

Dagegen könnte vorgebracht werden, dass es ja nicht darum gehe, dass sich Frauen aufgrund eines metaphysischen "Frauseins" zusammenrotten sollten; dennoch gäbe es etwas, das die Gruppe der Frauen von der der Männer unterscheidet: und zwar das Risiko, aufgrund des Geschlechts diskriminiert zu werden. Dabei gehe es womöglich gar nicht so sehr um die Empfindung der Diskriminierten als vielmehr um die Motivation der Diskriminierenden. Frauen bilden also eine Art Schicksalsgemeinschaft, in der die einzelnen Mitglieder vor allem dadurch verbunden sind, dass sie ähnlichen Gefahren ausgesetzt sind.

Gibt es "neutral" überhaupt?

Aber selbst dieses Konzept ist nicht gar so einleuchtend, wie es auf den ersten Blick scheint. Was ist denn als Diskriminierung aufgrund des Geschlechts zu verstehen? Und sind tatsächlich nur Frauen die Leidtragenden?

Zunächst wird hier das Risiko der Diskriminierung mit dem Frausein verbunden - und zwar nicht mit "weiblichen Verhaltensweisen" (Gender), sondern tatsächlich mit dem biologischen Geschlecht (Sex). Denn selbst wenn ein (sagen wir, heterosexueller) Mann behaupten würde, er fühle sich persönlich von sexistischen Ansichten betroffen, würde ihm mit Verweis auf sein Geschlecht die Möglichkeit, ein Diskriminierungsopfer zu sein, - und damit oft auch die Fähigkeit zur Betroffenheit - abgesprochen. Denn wie soll ein Mann verstehen, wie es sich etwa für eine Frau anfühlt, in der U-Bahn betatscht zu werden?

Ohne einen solchen Übergriff verharmlosen zu wollen, sollten wir vorschnelle exklusive Kategorien mit Skepsis betrachten, denn a) nicht jede Frau wird im Laufe ihres Lebens in der U-Bahn belästigt; b) unterschiedliche Frauen verarbeiten diese Erfahrung auf sehr verschiedene Weise - während es für einige eine traumatische Verletzung ihrer Würde bedeutet, ist es für andere vielleicht lediglich eine lästige Störung -, und c) auch Männer werden manchmal in der U-Bahn belästigt; und auch da empfinden das manche eventuell als nicht so tragisch, während andere sich tiefgreifend verletzt fühlen. Mit wem hat also eine Frau, die einer sexuellen Belästigung ausgesetzt war, mehr gemeinsam - mit einer anderen Frau, der nichts Vergleichbares passiert ist - oder mit einem Mann, der ebenfalls eine derartige Erfahrung machen musste? Auch wenn ohne Zweifel Frauen wesentlich öfter derartigen Übergriffen ausgesetzt sind als Männer - ist das Grund genug, jeden Mann per se, nur aufgrund seines Geschlechts, als nicht betroffen zu definieren?

Katherine Franke von der Columbia Law School etwa weist darauf hin, dass das Unrecht einer Diskriminierung nicht nur am (biologischen) Geschlecht anknüpfen dürfe. Vielmehr handle es sich auch dann um eine Diskriminierung, wenn jemand aufgrund seiner Verhaltensweisen unfair behandelt werde. Ein Beispiel dafür wäre etwa ein Mann, der von seinen Arbeitskollegen gemobbt wird, weil er sich "weibisch" verhält.

Ein Bub mit pink lackierten Nägeln? Niemals!

Außerdem hat die Ungleichbehandlung der Geschlechter Auswirkungen weit über konkrete Diskriminierungs-Situationen hinaus. Dominanzfeminismus-Ikone Catharine MacKinnon hat argumentiert, dass Situationen, die wir als "neutral" empfinden, oft stark geprägt sind von unsichtbaren männlichen Dominanzstrukturen. Im Kampf gegen diese Strukturen scheinen die Seiten klar verteilt - die Unterdrückten (ergo die Frauen) gegen die Machterhalter (ergo die Männer). Aber fühlen sich tatsächlich alle Männer von diesen unsichtbaren Prämissen ermächtigt? Genau wie Frauen sind auch Männer im Netz patriarchaler Erwartungen gefangen. Dass dadurch auch die persönliche Entfaltung eines Mannes beschränkt werden kann, zeigt der Fall von Jenna Lyons, Creative Director der US-Kaufhauskette J. Crew, die in einer Annonce bei einem entspannenden Nachmittag mit ihrem jungen Sohn abgelichtet wurde. Die Annonce zog einen Mediensturm der Entrüstung nach sich: Der Bub hatte pink lackierte Zehennägel. Darf ein Bub denn das?

Die Essenzialismus-Falle

Jedes Bild von Weiblichkeit, das eine Frau als sozial kompetent, aber wenig durchsetzungsfähig zeichnet, wird durch ein Bild komplementiert, das einen Mann als ehrgeizig, aber wenig einfühlsam karikiert. Insofern hat MacKinnon wohl recht, wenn sie die Gesellschaft von patriarchalen Mustern durchzogen sieht; aber daraus folgt nicht notwendigerweise eine Formulierung des Geschlechterkampfs als "Frauen gegen Männer". Auch viele Männer haben ein Problem mit dem Patriarchat. Wenn wir das Geschlecht einer Person mit ihren vermeintlichen Absichten oder einer automatischen Parteiergreifung für die eine oder andere Seite verknüpfen, tappen wir schon wieder in die Essenzialismus-Falle.

Wenn Feminismus als Hinterfragung von herrschenden Gender-Strukturen definiert wird - dann steht Feminismus als Identität jeder und jedem zu, die oder der das Bedürfnis hat, zur Aufbrechung simplifizierter Narrative beizutragen. Auch Männer haben allen Grund, sich betroffen zu fühlen. Whoever wants to dance at the revolution - welcome! (Marion Guerrero, derStandard.at, 24.1.2012)

Autorin

Mag.a Marion Guerrero, LL.M. (Columbia), ist Juristin und derzeit Doktorandin am Europäischen Hochschulinstitut (EHI) in Florenz sowie Redaktionsmitglied des juridikum.

Info

Der Artikel erschien ursprünglich in der Ausgabe 4/2011 der Zeitschrift juridikum.

juridikum - zeitschrift für kritik/recht/gesellschaft

Seit mehr als 20 Jahren ist das "juridikum" die Fachzeitschrift, die rechtliche Fragen in ihrem gesellschaftlichen und politischen Kontext beleuchtet. Diesem kritischen Anspruch folgend verbindet das "juridikum" theoretische und praktische Perspektiven. Dabei widmet sich die Rubrik "recht & gesellschaft" aktuellen Themen wie Fremdenrecht, Geschlechterverhältnisse, Polizei- und Strafrecht, soziale Fragen und menschenrechtliche Aspekte. Mit dem "thema" hat jede Ausgabe zusätzlich einen inhaltlichen Schwerpunkt.

Die Aktualität der Beiträge, ihre Praxisrelevanz und Interdisziplinarität machen das "juridikum" zu einer abwechslungsreichen, anspruchsvollen und anregenden Lektüre. Die Zeitschrift erscheint vierteljährlich im hochwertigen Taschenbuchformat beim Verlag Österreich.

HerausgeberInnen: Ronald Frühwirth, Clemens Kaupa, Ines Rössl, Joachim Stern.

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Posting 1 bis 25 von 931
Ich glaub nicht, dass Männer FeministInnen sein sollen.

Feminismus ist für mich jene Bewegung, die versucht Interessen von Frauen durchzusetzen. Feminismus muss nicht deckungsgleich mit der Idee der Gleichberechtigung sein. Z.B. darf der Feminismus sexistisch Privilegien von Frauen IMHO verteidigen. (z.B.: Besserstellung in Obsorgefragen, beim Militärdienst,...)

D.h. der Feminismus hat die Aufgabe zu formulieren, wie die Welt verändert werden kann, damit sie für Frauen angenehmer wird. Das sollte man den Frauen überlassen und nicht so tun, als wären Frauen unfähig ihre Bedürfnisse selbst zu formulieren und zu vertreten. Ich mag Frauen - und hab darum zum Feminismus eine positive Haltung. Männer sind für mich aber keine legitimen Vertreter der feministischen Bewegung.

Die Überschrift ist lustig... ...formal betrachtet gibt es gibt nur eine Antwort: NEIN!

Im modernen Deutsch gilt ja - im Gegensatz zu früher, dass man die männliche Form von Hauptwörtern - Frauen nicht "mitmeint". Darum ergibt die Überschrift gar keinen Sinn. Frauen können schon aus syntaktischen Gründen niemals Feministen sein.

Richtig:
Kann ein Mann genauso Feminist sein, wie eine Frau Feministin?
bzw.
Kann ein Mann genauso FeministIn sein, wie eine Frau?

Nachdem ich Euch bei der Überschrift geholfen habe, könnte mir vielleicht wer bei einem Gender-Problem helfen, an dem ich jetzt schon einige Zeit knappere, aber noch keine befriedigende Lösung gefunden habe: "unternehmerInisch tätige Ehegemeinschaft"
(ohne wie eine Satire zu wirken und ohne frauenfeindlich zu sein)

off topic

Nebenbei: auch über lackierte Fingernägel lässt sich trefflich streten, aber bitte nicht im Kontext "Feminismus und Männer", sondern eher im Ressort "Mode & Lifestyle".

it's as simple as that:

Wenn Feminismus als Kampf gegen "die Männer" geführt wird: count me out. Wenn Feminismus will, dass niemand (= keine Frau) auf Grund ihres Geschlechts in irgend einer Art und Weise diskreminiert oder schlechter gestellt werdenn soll: Das sollte selbstverständlich sein, wenn eine gerechte Welt unser Anliegen ist. Und welcher aufrechte Mann kann sich diesem Ideal entschlagen? Wenn Gender Mainstreaming bedeutet, in Organisationen methodisch darzustellen, zu analysieren (und zu steuern) welche unterschiedlichen Ressourcen Männern und Frauen zur Verfügung stehen: Siehe oben! Wenn realistätsferne Expertinnen darauf bestehen, jeglicher Unterschied zwischen Mann und Frau sei ein soziales Konstrukt: Bitte Grundlagen des Konstruktivismus nachlesen.

Ein radikaler Konstruktivist würde sich wohl nicht einmal überreden lassen, überhaupt zuzugeben, dass in der (lt. ihm unerkennbaren) Realität Männer und Frauen existieren. Er würde sie vielmehr als Phänomene in seinem konstruierten Wahrnehmungsraum sehen wollen, und er würde vehement bestreiten, dass man irgend etwas darüber wissen könnte, ob es in der Realität - unabhängig von den Konstrukteuren - Männer und Frauen gibt.

was mich immer stört ist das "die männer"

"die männer" gibt es nicht - und vor allem im beruflichen umfeld stehen die meisten männern auf derselben niedrigen stufe wie frauen.
und es gibt konkurrenzkampf - nur wenn ein mann bei der arbeit in konkurrenz zu einem mann steht dann empfindet man das als nicht erwähnenswert, bei einer frau wird jede aktion/verhalten gegenüber dem weiblichen "gegner" als sexismus bezeichnet.

ich behaupte nicht, daß es keinen sexismus oder diskriminierung gibt - aber das meiste verhalten ist dort wohl dem simplen konkurrenzkampf geschuldet.

Lackieren ..

ist nicht nur eine Frauendomäne, es gibt genug männliche Lackaffen.
Spätestend wird der, der Töchter hat, auch zum Feministen. Ungeheuerlich, wer seine Töchter zurückgesetzt sehen will. Was aber noch lange nicht Einheitsbrei in der Lebensart unterstützen soll; die geschlechterspezifische Arbeitsteilung hat schon ihre Vorteile. Sie ist aber abzusichern, für die Frauen in Abhängigkeit. Das verfolgen die Feministinnen nicht. Daher bleibt nur ihre gesellschaftszerstörende Wirkung über.

Ich habe noch nie verstanden, warum sich Frauen jeden Tag anmalen, Finger- und Zehennägel lackieren usw.

Tun die Frauen das wirklich freiwillig oder ist es ein Zwang sich schminken zu müssen??

patriarchaler Zwang zum "Schönsein"

ist doch eh klar dass da nur Männer dran schuld sein können, oder?

hmm ....

also ich habe noch keinen heterosexuellen mann über eine frau sagen hören "die hat aber schön lackierte fingernägel"...

bei anderen körperteilen hast du sicher recht, aber fingernägel liegen in der männlichen sexuellen wahrnehmung so ziemlich am letzten platz.

na ja so einfach ist es nicht.
es ist ein gesellschaftlicher zwang... z.b. meinte unlängst eine freundin, sie "müsse" sich für den job die haare färben, weil sie mit grauen haaren als "alt" gelte.
wenn wir über den partnermarkt reden "verlangen" männer da natürlich schon einiges - also für sich selber schminken sich glaube ich die wenigsten frauen.

"wenn wir über den partnermarkt reden "verlangen" männer da natürlich schon einiges"

sexistische Zuschreibung

ich "verlange" von meiner Partnerin garnix. Und ich bin da sicher nicht der einzige

"schön" ist eine subjektive Wertung, die zuallererst vom sich schminkenden Individuum getätigt wird bevor das irgend jemand anders sehen könnte.

wer vorm Spiegel steht tut das für sich selbst, nicht für andere.

das ist schön, dass sie von ihrer partnerin nichts verlangen. es ist trotzdem tatsache, dass durch die wahlmöglichkeiten die ansprüche gestiegen sind (bei frauen übrigens auch).
zum vorm spiegel stehen für sich selbst: ich kenne keine frau, die sich schminkt wenn sie allein zu hause ist.
"schön" ist eine gesellschaftliche zuschreibung die dem jeweiligen (zeitabhängigen) ideal entspricht und keine unabhängige größe die jeder mensch für sich selber festlegt. dass geschmäcker verschieden sind bestreite ich damit nicht.

n bisschen provokant gesagt, wäre bzw ist

der feminismus bei männern gut aufgehoben

bisschen kritische distanz und weniger übers ziel hinausschießen...

auch von lange überfälligen reformen/revolutionen kann man verlangen, dass sie sinnvolle balance fordern und nicht unterdrückung mit anderem vorzeichen

Klar kann MAN Feminist sein.

Ich bin beispielsweise einer. Und um hier meinen Senf dazuzugeben:

M.E. sollten wir versuchen, nicht von den Geschlechtsbildern auszugehen, sondern von den per se geschlechtsunabhängigen Werten (die traditionell als "patriarchal" gesehen werden) in der Gesellschaft: z.B. Geld verdienen = cool; Kinderbetreuung = öd. Weiters hetero = richtig, homo = falsch. Oder: Dominant sein = super, nachgiebig sein = deppert. Und so weiter. Wenn diese Werthaltungen neutral und völlig geschlechtsunabhängig entpolarisiert werden können, dann fällt es allen Individuen (geschlechtsunabhängig!) automatisch viel leichter, einen eigenen Lebensstil zu finden, der nicht von irgendwelchen sexistischen Assoziationen belastet ist.

nein! Schniffi! Es geht schon drum, den Menschen, vor allem den Kindern - und zwar allen! - was zu essen zu geben, täglich!

Und nicht um Deine Karriere oder ihre Karriere!
Weisst, es geht um ein lebenswertes Leben und nicht um Sklaverei und Unten und Oben...
den Rest kannst Dir selber aufschreien, denn du stellst Dich doch nicht blöd, oder?

MeinEindruck ist, dass Frauen heutzutage ein weit größeres Spektrum an möglichen und akzeptierten "rollen" und Verhaltensweisen zur Verfügung steht als Männern

Das zeigt sich z.B. in der viel größeren Auswahl an (allgemein akzeptierten) Kleidunggsstilen und -farben, aber auch an möglichen Verhaltensstilen- eine Frau kann z.B. im Beruf kompetent- dominant, beim Date sexy- verführerisch und ihren Kindern gegenüber liebevoll- umsorgend sein, sie kann nicht nur, sondern solches Switchen in unterschiedlichen Rollen wird von ihr sogar erwartet.
Männer hingegen müssen sehr darauf achten, dass alle ihre möglichen Rollen nur ja ins "rein- männliche" Spektrum fallen,so sie sich nicht der Lächerlichkeit und dem Verdacht, schwul zu sein, aussetzen wollen.
Paradoxerweise kommt das daher,dass die männliche Rolle nach wie vor einen höheren Status hat als die weibliche

solange ich nicht verhaftet werde ist mir egal, welche Kleidung akzeptiert wird oder nicht.
Kleider machen Leute; es sollte sich jeder überlegen, in welchen Kreisen er anerkannt wird. Pircing, Bauchfrei und Arschgeweih kommt in auserwählten Kreisen gut an.

selbverstaendlich koennen Maenner Feministen sein

Das einzige Argument dagegen ist, dass sie (hoechstwahrscheinlich) nie von frauenfeindlicher Diskriminierung betroffen sein werden. Ist aber eigentlich egal. Wieso koennen sich so viele Leute nicht vorstellen, dass man fuer etwas eintritt, das einem keinen direkten persoenlichen Vorteil bringt? Eine Gesellschaft in der Gleichberechtigung herrscht sollte fuer jede(n) erstrebenswert sein.

Nur weil man für Umweltschutz eintritt, wird man dadurch nicht zum Baum

genauso, wie mann nicht schwul sein muss, um für LGBT-Rechte einzutreten

nur weil man frau ist, wird man auch nicht zur feministin.

nein, aber von männerfeindlicher diskriminierung

v.a. durch männer

auch, aber auch genug durch frauen, va wenn sie in einem sogenannten frauenberuf arbeiten

die behaupten damit Frauen zu vertreten

Posting 1 bis 25 von 931

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