Integrationspolitik

Wiener SPÖ pocht auf "unsere Sprache Deutsch"

23. Jänner 2012, 19:36

"Positionen zum Zusammenleben" nach Kritik bei Mitgliederbefragung 2011 - Häupl: Demokratie und Menschenrechte unverrückbar

Wien - Rund dreieinhalb Monate nach Auswertung der größten parteiinternen Mitgliederbefragung hat die Wiener SPÖ laut eigener Definition "klare Antworten" - so heißt es in einem Zwischenbericht - auf integrationspolitische Fragen des Zusammenlebens gefunden: Landesparteichef und Bürgermeister Michael Häupl hob dazu vor Journalisten am Montagnachmittag hervor, dass die "Wiener Lebensart", also Demokratie und Menschenrechte, sowie "unsere Sprache Deutsch" unverrückbare Werte seien.

Im vergangenen Jahr hatte die Wiener SPÖ ihre größte Mitgliederumfrage in der Parteigeschichte durchgeführt. Dabei wurde die Integrationspolitik von mehr als einem Viertel der Befragten als Schwäche der Partei angesehen. "Ungefähr die Hälfte davon meinte, dass wir in der Integrationspolitik zu wenig machen. Die anderen sahen es als zu viel an", erklärte der Landesparteichef. Dem Wunsch nach mehr Klarheit auf inhaltlicher Ebene sei die Wiener SPÖ nun in den vergangenen Monaten nachgegangen. Dazu wurden die "Wiener Positionen zum Zusammenleben" schriftlich festgehalten.

"Gemeinsame Sprache Deutsch"

Die beiden Hauptpunkte im vorläufigen Paper zur Integrationspolitik sind das Erhalten der "Wiener Lebensart" sowie die gemeinsame Sprache Deutsch: "Demokratie, Menschen- und Frauenrechte sind für uns unverhandelbare Grundrechte und unsere Sprache hier ist Deutsch", fasste der Bürgermeister zusammen. Selbstverständlich sei eine Sprachenvielfalt wertvoll, allerdings müsse die Grundkommunikationssprache Deutsch sein. Häupl betonte dabei einmal mehr, dass die von der Stadt Wien für Migranten angebotenen Deutschkurse deutlich mehr angenommen würden als auf Bundesebene, nämlich in einem Verhältnis von 1:10. Zudem kündigte Häupl an, dass bis zum Herbst kein Kind mehr ohne Deutschkenntnisse in die erste Volksschulklasse kommen solle.

Ein weiterer wesentlicher Punkt für die Parteimitglieder war die Partizipation, der Grad der Mitbestimmung innerhalb der Partei. Künftig soll es nun eine Berichtspflicht von Mandataren auf Bezirksebene sowie vermehrte Volksbefragungen und Abstimmungen geben. Denkbar sei auch eine periodische Abhaltung von Mitgliederbefragungen - "nicht nur vor anstehenden Wahlen", fügte Häupl mit einem Lächeln hinzu.

Insgesamt werden noch bis Ende Februar die Ergebnisse der Befragung innerhalb der Partei diskutiert. Bis zum kommenden Parteitag im April sollen dann alle Punkte geklärt sein und feststehen. Danach werde mit deren Umsetzung begonnen, sagte der Landesparteichef. Dass nun an einer Schärfung der Integrationspolitik gearbeitet werde, spiele in Hinblick auf die FPÖ nur "eine Rolle am Ende des Tages", so Häupl. (APA)

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6000
60
24.1.2012, 20:14

Gut, dass oesterreich eu gesetzen unterliegt und teil der eu ist. Und die integration nicht von parteiobmaennern und landesfuersten gemacht wird. Sonst koennte man sich fuerchten. Oder vielleicht waere das ein pr input: haeupl darf nicht strache werden - unabhaengig von der figur. Falls er demnaechst ein facelifting macht, muss man nachdenken, was man da waehlen wuerde.

Johannes Benn
03
24.1.2012, 16:15
.

"Wiener Lebensart", also Demokratie und Menschenrechte
-
nichts schlimmer als dieses pseudokonservative gerede. natuerlich ist wiener lebensart nicht das gleiche wie demokratie und menschenrechte

Der lachende Mann
01
24.1.2012, 15:14
Ach herrjeh!

Es wird doch nicht die SPÖ sein, die §10 Gemeindestatut wieder einführt. http://www.verfassungen.de/at/wien/s... ut00-i.htm

Nadine Mayer
22
24.1.2012, 14:31

Wien scheint von Berlin zu lernen. Häupl, Sarrazin der kleinen Leute.

Der Waehlerwille
 
01
24.1.2012, 14:24
Was im Gegensatz zur bundesdeutschen Einwanderungsregelung ein ausserordentlich liberaler Denkansatz wäre.

tock tock tock
114
24.1.2012, 14:20
Eine gemeinsame Sprache ist mal eine Grundvorraussetzung ...

... für ein wirklich funktionierendes Zusammenleben - mit Betonung auf "Zusammen"! Die Landessprache zu erlernen ist das Mindeste, was man von Einwanderern erwarten kann. Dazu ist auch festzuhalten, dass dies in erster Linie die BRINGSchuld der Migranten ist. Man kann und soll hier aber durchaus auch unterstützend eingreifen (günstige/geförderte Kurse anbieten etc...).

Um das festzustellen bräuchte es eigentlich keine große Denkleistung.

(Irgendwelche Sonderfälle von Diplomaten und/oder gehobene Management-Posten interessieren nicht!)

Wer dies fordert ist in keinster Weise "rechts", "Nazi" oder was auch immer sich div. Idioten dazu einfallen lassen.

nosferatus3
10
28.1.2012, 21:29
jaja die fremden

haben eine bringschuld. aber was haben denn sie gebracht, außer das sie zufällig in österreich geboren sind?

tock tock tock
00
28.1.2012, 22:11
?

Ich habe selbstverständlich die ganz normalen Staatsbürgerpflichten - die ich auch einhalte. "Bringen" tu ich dem Staat Steuereinnahmen.

Was genau stört dich eigentlich so an der Forderung, dass Einwanderer die deutsche Sprache lernen müssen?
Ich halte das für eine Selbstverständlichkeit!
(Siehe auch Einwanderungsbedingungen in Kanada).

Alfredo E. Newman
20
25.1.2012, 08:35

Die meisten sprechen doch eh Deutsch.

Also wozu die Aufregung?

tock tock tock
03
25.1.2012, 09:26

Ganz einfach: für die ist die Forderung schon erfüllt.

Alfredo E. Newman
61
25.1.2012, 10:36

Und wenn die übrigen nicht Deutsch lernen wollen, dann sollen sie es eben bleiben lassen.

Dieser Drang, sich mit jedem in der Landessprache unterhalten zu müssen, ist vollkommen absurd.

Manchmal beneide ich auch die Menschen, die hierzulande die deutsche Sprache nicht beherrschen.
Die entgehen wenigstens der unglaublichen Banalität diverser Telefongespräche oder anderer dummer Sprüche wie etwa "Daham statt Islam" im öffentlichen Raum.

tock tock tock
04
25.1.2012, 10:40

Ok. Dann weigert sich also jemand Deutsch zu lernen und ist dadurch am Arbeitsmarkt nicht vermittelbar - und dann? Wie würden sie weiter verfahren?

Alfredo E. Newman
51
25.1.2012, 10:59

Sozialhilfe oder Mindestsicherung zukommen lassen.

Jehane
01
26.1.2012, 12:09

Halte ich für den falschen Weg, zumindest für Menschen, die noch nicht zugewandert sind und sich das unter Umständen überlegen. Denen signalisiert man "Komm ruhig her, brauchst eh nicht Deutsch lernen, kriegst aber finanzielle Unterstützung vom Staat". Diejenigen, die hier leben - wurscht ob zugewandert oder hier geboren -, die haben natürlich Anspruch auf finanzielle Unterstützung, vorausgesetzt, sie erfüllen die Anforderungen wie z.B. gearbeitet zu haben. Man kann nicht jedem alles hinten reinschieben.

Meyer Lansky
12
25.1.2012, 15:21

Das muss aber dann auch für arbeitsunwillige Deutsch sprechende auch gelten.
Es warat wegen der Diskriminierung.

Alfredo E. Newman
10
25.1.2012, 15:33

klar doch.

tock tock tock
03
25.1.2012, 11:17

Tut mir leid, aber da bin ich dagegen!

Alfredo E. Newman
20
25.1.2012, 11:19

ich nicht.

tock tock tock
11
25.1.2012, 11:20

Ja. Der Strache bedankt sich eh schon bei dir.

Alfredo E. Newman
00
25.1.2012, 12:17

wieso?

komischerVogel
10
26.1.2012, 12:43

ich fürchte, Herr Strache bedankt sich eher bei tock...

tock tock tock
00
26.1.2012, 13:29

Keine Sorge! Bevor ich den Strache wähl, hack ich mir vorher den Finger ab!

tock tock tock
01
25.1.2012, 10:38

Solange diese Leute genug verdienen und sich div. Dolmetscher u.ä. leisten können hab ich da auch kein Problem damit. Also irgendein Manager in einem int. Konzern ....

komischerVogel
10
26.1.2012, 12:44

"diese Leute"?!

tock tock tock
01
26.1.2012, 13:30

Leute, die dauerhaft hier in Österreich leben.

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