Erzdiözese Wien

"Es ist keine Gefahr in Verzug gegeben"

23. Jänner 2012, 19:25

Kirchenintern werden Missbrauchsvorwürfe geprüft, Priester nahm weiter Beichten ab

Wien - Ein Beichtvater bringt die Erzdiözese Wien in Erklärungsnot. Der Priester hat bis vor kurzem im Wiener Stephansdom die Beichte abgenommen, aushilfsweise. Allerdings ist er kein unbeschriebenes Blatt: Gegen ihn wurden Vorwürfe des sexuellen Übergriffs vor Jahren in einem Jugendlager erhoben. Der Mann soll die Anschuldigungen bestreiten, es gilt die Unschuldsvermutung. Weil der Pfarrer schon im pensionsfähigen Alter war, ging er in den Ruhestand. Als Beichtvater arbeitete er weiter - bis die Sache publik wurde.

Nun hat sich die Erzdiözese mit ihm geeinigt, dass er künftig von der Beichtabnahme absieht, "um niemanden ein Ärgernis zu geben", wie es in einer Stellungnahme heißt. Ob der Pfarrer bei diesen vertraulichen Gesprächen auch Kontakt zu Kindern und Jugendlichen hatte, kann man nicht sagen, nur soviel: "Es ist in diesem Fall keine Gefahr in Verzug gegeben - soweit das abschätzbar ist", sagt Matthias Theil, Assistent des Wiener Generalvikars Nikolaus Krasa. Kirchenintern würden die Vorwürfe gegen den Priester noch immer von der zuständigen Kommission geprüft. Im konkreten Fall "sind keine Einschränkungen auferlegt worden". Fakt sei auch, dass "keine Anzeige von den Personen eingebracht worden ist".

Warum man den Pfarrer dann doch als Beichtvater aus dem Stephansdom abzieht? Theil: "Wir wollen keine Polarisierung herbeiführen und nicht unnötig Unruhe erzeugen." Jetzt gelte es einmal, das Prüfverfahren abzuwarten, "das wird nicht mehr so lange dauern". (Peter Mayr, DER STANDARD, Printausgabe, 24.1.2012)

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11 Postings
Rosa Stahl
01
25.1.2012, 09:07

ist eh egal, wie mans macht.

Wird der Pfarrer abgezogen gleichts einem Schuldeingeständis.

Bleibt er, heißt es, es wird nicht gemacht.

Es reicht, die Verdächtigung zu kolportieren und schon ist man erledigt.

Christoph Karl Steininger
00
24.1.2012, 16:54
Mach ma liaba nix!

Do san mir auf der sicheren Seite!
Und wenn si wer aufregt do gem ma halt nach. Aber unwillig!

semper fidelis
01
24.1.2012, 15:27
Nur ka Hektik...........

schau ma moi.................aso is eh scho verjährt.............na daun..............

derpapst
31
24.1.2012, 09:18
das kennt doch jeder aus einer katholischen schule

zwangsbeichte jedes monat und besonders ausführlich muss man immer die "unzüchtigen" gedanken und handlungen beschreiben.
da kommt dann ein schönes repertoire an phantasien zusammen, die dann auch ausgelebt werden wollen, denn dieser druck als beichtvater allem standzuhalten ...

Rosa Stahl
00
25.1.2012, 09:05

schwachsinn. nicht einmal zu meiner Zeit hat es mehr eine "Zwangsbeichte" gegeben...

... und im Stephansdom hab ich noch nie irgendein Kind bei der Beichte anstehen gesehen und ich bin relativ oft im Dom.

knuuuut
11
24.1.2012, 14:36

man muß nicht mal katholisch sein, um in eine katholische privatschule zu gehen. daher kann die "zwangsbeichte" nur ein gerücht sein.

Die Ente Lippens
13
24.1.2012, 07:56
Ein Wahnsinnsskandal. Unbedingt umfangreich weiter verfolgen. Wieso habe ich das heute nicht im Morgenjournal an erster Stelle wie ueblich gehoert?

Gott sei Dank sind diese boesen Verleumdungen gegenuber der Stadt-Wien-Kinderheime wieder in Vergessenheit gelangt, war ja nichts dran, betraefe ja die SPO.

rica s.
00
24.1.2012, 12:05

Beides gehört untersucht, den Betroffenen/Opfern muss man/frau meiner Meinung nach helfen, die Schuldigen sollten zur Verantwortung gezogen werden. Ein Unrecht mit einem anderen Unrecht gegenzurechnen ist das Letzte - so wird doch nur Verbrechen relativiert.

It is so hot in here...
01
24.1.2012, 07:16
Sturm im Wasserglas

opti
10
23.1.2012, 23:57
weitermachen!

oder was?

warum sollten die katholen anders mit ihren verbrechen umgehen als alle anderen bevölkerungsgruppen mit "vergangenheit"

DreadCat
00
23.1.2012, 23:26

"Im konkreten Fall "sind keine Einschränkungen auferlegt worden"."

???

Ach so, sonst aber wohl schon???!!

Schön, daß es wenigstens "zugegeben" wird.

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