SPÖ-Chef Kaiser verärgert über geplante Landesförderung: "Ist und bleibt ein Parteiball der FPK"
Klagenfurt - Die Finanzierung der FPK-Redoute, die zum offiziellen Kärntner Landesball werden soll, bleibt weiterhin umstritten. Die SPÖ legt sich gegen eine Subventionierung durch den Steuerzahler quer. Zuvor hatte schon der Landesrechnungshof heftige Kritik an der Finanzierung des Balles durch die Kärntenwerbung geübt.
Die Freiheitlichen hätten jedes Augenmaß verloren, kritisiert SP-Chef Peter Kaiser: "Wir werden als SPÖ Kärnten diesen Ball niemals als Landesball werten. Er ist und bleibt das, was er immer war, ein Parteiball der FPK, wo man sich nicht scheut, dafür Steuergelder zu verwenden." Vor kurzem hat die SPÖ diesbezüglich auch eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Klagenfurt - DER STANDARD berichtete - eingebracht wegen des Verdachts möglicher illegaler Parteienfinanzierung und verbotener Intervention durch Landeshauptmann Gerhard Dörfler, der Landesbeamte anweisen könne, den blauen Ball aus Landesmitteln zu finanzieren.
Auf den Einladungen prange nun das Landeswappen, die Karten- und Tischreservierungen würden über Dörflers Büro laufen, sekundiert SP-Geschäftsführer Daniel Fellner: "Die wichtigste Frage für mich ist, entspricht das überhaupt den Vergabekriterien, den Richtlinien des Landes. Denn wenn es ein Landesball ist, ist er in Summe im Budget abzubilden, und die Einnahmen müssen dem Land zufließen."
Organisiert wird die blaue Redoute schon seit vielen Jahren von einer FPK-nahen Werbeagentur. SPÖ und ÖVP haben ihre "Parteibälle" wegen hoher Kosten schon seit einiger Zeit eingestellt. (stein, DER STANDARD, Printausgabe, 24.1.2012)