Jägerbataillon 25

"Natürlich ist es ein Vorteil"

Interview | 23. Jänner 2012, 18:08

Der Kommandant des Jägerbataillons 25, Oberst Herbert Kraßnitzer, hat Erfahrung in der Führung eines Vorzeigeverbandes mit knappem Budget - er werde die neue Herausforderung meistern

STANDARD: Sie machen einen Truppenversuch ohne Grundwehrdiener - wo werden Ihnen die konkret abgehen?

Kraßnitzer: Das kann ich Ihnen nicht konkret sagen, weil ich nicht mehr Information habe als Sie: dass wir nämlich als Musterverband augewählt worden sind. Auf den ausformulierten Auftrag muss ich noch warten. Aber dann werden wir das tun, was wir immer tun: den Auftrag umsetzen.

STANDARD: Das Jägerbataillon 25 ist ja nicht irgendein Verband. Sie stellen etwa Experten für Luftlandungen - das macht man ja auch nicht unbedingt mit Grundwehdienern? In der aktuellen Ausgabe Ihrer Truppenzeitung "Das rote Barett" liest man: "Zu glauben, jeder kann das, ist ein gewaltiger Trugschluss."

Kraßnitzer: Natürlich ist es ein Vorteil, wenn man es mit Kadersoldaten zu tun hat, es ist keine Frage, dass man mit diesen viel professioneller arbeiten kann.

STANDARD: Und wie groß ist dieser Vorteil, damit es sich lohnt?

Kraßnitzer: Das kann man nicht so freihändig mit der Wehrpflicht vergleichen - deswegen macht man ja den Truppenversuch, um da Werte zu ermitteln.

STANDARD: Die Rahmenbedingungen stimmen?

Kraßnitzer: Die Rahmenbedingungen kenne ich noch nicht. Aber es ist jedenfalls eine interessante, fordernde Aufgabe.

STANDARD: Und eine Aufgabe mit Vorbildwirkung?

Kraßnitzer: Das ist dann eine politische Entscheidung. Aber ganz neu sind solche Truppenversuche für uns nicht. Wir haben schon 1994 die erste Kaderpräsenzeinheit aufgestellt, das ist erst 2002/2003 Standard geworden. (Conrad Seidl, DER STANDARD, Printausgabe, 24.1.2012)

HERBERT KRASSNITZER ist seit 1. Oktober 2005 Kommandant des Jägerbataillons 25 in Klagenfurt.

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Posting 1 bis 25 von 96
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Aux armes, citoyens
02
24.1.2012, 09:21

Ich bin als GWD dort auch aus Hubschraubern gesprungen. Zwar vielleicht nicht so elegant wie die von der 4. Kompanie (Kaderkompanie), aber immerhin. ;-)

aiR_baeR
01
24.1.2012, 09:43

zu meiner zeit war die 3. kompanie die kaderkompanier ;-)

Aux armes, citoyens
00
24.1.2012, 10:15

Das sagst du so in deinem jugendlichen Leichtsinn. 97 war's noch die 4. ;)

aiR_baeR
00
24.1.2012, 10:50

...99 war auch nicht so viel später... :-D

Aussteiger1
04
24.1.2012, 08:47
Um die Elite des Landes zu bekommen, würde ich......

..... eine Bundesheer-HTL gründen, wo sich 15 jährige melden, die mit 19 dann eine Matura haben und einen technischen Beruf!

Dann Verpflichtung für 5 weitere Jahre mit Abschluß eines Studiums, also Jurist zum Beispiel, Mediziner oder ähnliches!

Das würde das Image gehörig pflegen und die Herrschaften Akademiker würden mit etwa 25 bis 30 in die Privatwirtschaft verduften - und ein Leben lang vom supi Bundesheer erzählen respektive Werbung machen!

Ähnlich dem Sanitätsdienst, welcher als bester des Landes gilt!

Auch vom Roten Kreuz staunend anerkannt!

Havarie
01
24.1.2012, 12:37
und wie bitte

willst du aus den maturanten und Akademikern Soldaten machen? Das was ein Heer ausmacht fehlt bei deinem Vorschlag.

somussesnichtsein
03
24.1.2012, 09:03
sowas ähnliches gibt es in Wr.Neustadt

allerdings mit normaler matura.
auch die Offiziersausbildung in der Militärakademi ist international anerkannt.

Danach ist allerdings schluss, dann heist es kuschen und sich einordnen oder gehen.

Christ Kind
07
24.1.2012, 08:41
liebe Standard Red.

das ist ein Interview? klingt eher wie "sers Koarl", "sers Fredl, wie gehts?", "eh guat, wia mochn jetztn die Uebung ohne GWD", "und?" "I waas no nix genaues", "ah so, sers", "sers".

Lünz
00
28.1.2012, 17:20

Eigentlich eh traurig, daß der Bataillonskommandant keinen blassen Schimmer hat, wie der Versuch in seinem Bereich ablaufen wird.

Mostbluzza
00
24.1.2012, 10:22
ja, nach der ersten frage

wars genau das.

er weiss genau gar nix, der rest vom schützenfest eine kleine pr aktion.

bb47
00
24.1.2012, 08:46
naja, fairerweise...

ist halt blöd, wenn der Standard den Kommandanten zu einer recht einschneidenden Änderung interviewen will, dieser aber den eigentlichen Befehl aus dem Ministerium noch gar nicht bekommen hat.

Was soll er jetzt groß sagen, was ihm nicht vielleicht später zum Nachteil wird. Ist ja nicht Aufgabe eines Einheitskommandanten politische Entscheidungen zu kommentieren... Er hat umzusetzen - das hat er schon richtig gesagt

Mostbluzza
11
24.1.2012, 10:25
es ist auch immer gut,

wenn man mit leitenden angestellten, die mit den neuerungen leben dürfen, nicht spricht übers thema, sondern die sache auf den schreibtisch knallt.

und unsere profi-presse fragt nach und keiner weiss irgendwas, ausser dass es schief läuft - kostenmässig sicher.

so regiert man eben, in der roten armee, wo politkomissare milit. belange führen. nur bei den sowjets, standen die kerle auch an der front oder hatte meist wenigstens die eigenen köpfe hinzuhalten, weil er sonst "ab" war.

Christ Kind
00
24.1.2012, 09:06
stimmt.

und das ist einen Artikel wert?

dermartino
01
24.1.2012, 03:57

Man könnte für die Beurteilung der Sinnhaftigkeit auch die bestehende KPE bei den 25ern hernehmen. Da würden sich unter Umständen Abgründe auftun.

Hercules
02
24.1.2012, 00:21
Jaja...

...die Kantner 25er können alles das, was die anderen nicht können....

1991 waren nur 2 Züge der 25 im Einsatz (einer bei Bleiburg, einer am Flughafen KLF ;-), da haben hauptsächlich GWD´s die Grenze zu Slowenien gesichert.

Lazarus Long
01
16.2.2012, 19:47
Die 25er waren damals mit einer Kp (die von ihnen genannten 2 Züge) an der Grenze

und 2 Kps als mobile Reserve. Nona, die 25er sind ein Luftlandeverband und somit genau für solche Einsätze konzipiert.
Wobei, sonderlich lange waren wir nie in Bereischaft, da das Bataillon dauernd zur Verstärkung mal da mal dort verlegt wurde.

Mostbluzza
00
24.1.2012, 10:26
da sieht man, die NÖ GWD sind besser

an der front als die kärnter profis.
oder wollte man zuerst das frischfleisch opfern, wer weiss.

rein plakativ. denn die mostviertler gwd waren auch live dabei.

bb47
04
24.1.2012, 08:50

das war halt praktisch, weil die sowieso im Zug aus Allentsteig saßen... fertig verladen, voll ausgerüstet und frisch geübt (und bereits am Ende ihrer 8 Monate, d.h. keinesfalls unwissend)

Stell Dir vor, was das für ein Gejammer gewesen wäre... hätte das BMLV damals teilmobilisiert

Wenn man jetzt einen GWD nach 8 Monaten nicht mit der Waffe an die Grenze stellen kann, dann läuft etwas im Heer falsch. Jetzt einfach grundsätzlich keinen GWD Ernst zu nehmen, ist jetzt vielleicht der falsche Ansatz zu einem Problem

Hercules
01
24.1.2012, 13:23
War bei mir genauso.

Ich hatte gerade eine Milizkaderübung in der Stmk. Da hatts geheissen rein in die Hubschrauber und runter an die Grenze. Und das nach einer Woche Übung im Dreck. Pfff. Alle Arbeitgeber informieren, neu Nachschub fassen und aufmunitionieren. Überall GWD die nicht gewusst haben, wie es weitergeht. Wir eine der wenigen mit mehrjähriger Erfahrung im Aufmarschgebiet.

Offiziell beordert wurden wir ja erst ab 28.Juni. Und die Einsatzmedaille gem §2 Abs.1 lit. a WG militärische Landesverteidigung gabs dann auch erst 10 Jahre später ;-)

ANNOnymus
30
23.1.2012, 23:25

Ok ich gebe es auf noch 1 1/5 Jahre bis ich dran bin und das sich da noch was ändert ist in Österreich wohl eher unwahrscheinlich !

Also bitte ich Um Ratschläge wie man sich am besten als Untauglich abstempeln lassen kann.
(BTW ; bitte nicht sagen zivi gehen [ich würde sogar wenn es nicht 4 Monate mehr wären ] )

Die Frage die ich mir stelle ist folgende :
ich habe 2 Staatsbürgerschaften eine in einem land mit (also dieses ) und eine von einem ohne Wehrdienst , gibt es da eine Chance ?

Hofe auf Tipps !

bloody-nine
 
01
24.1.2012, 14:32
zivi gehen

zwickt`s mi
10
24.1.2012, 09:20

psychische untauglichkeit.

defacto nicht nachweisbar und realtiv leicht zu bekommen.

und keine sorge, der grund für die untauglichkeit darf zb gegenüber potentiellen arbeitgebern nicht genannt werden

Jan Sommer
00
30.1.2012, 07:24
Keine gute Idee - lebenslänglich gebrandmarkt!

js

Havarie
02
24.1.2012, 10:47
Hab ich erlebt bei meinem Grundwehrdienst!

Ein Dipl. Ing. hat auf psycho gemacht. Das Ende war, dass er unmündig gesprochen wurde.....(1 Militärarzt und 2 zivilärzte Damit haben ihn untersucht) Er hat sogar den Führerschein abgeben müssen..... Es gibt andere besser Möglichkeiten glaubs mir.
Und noch was. Wennst je was von Versicherungen willst, die können sehr wohl "Vorerkrankungen" erheben lassen.

zwickt`s mi
21
24.1.2012, 12:38

man kann es natürlich auch übertreiben.
depression reicht zb aus, und da wird wohl niemand den führerschein in frage stellen...

und wenn dann würde ich mir auch ein gutachten eines privaten psychologen holen und militärärzte usw meiden.

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